Couponing-Studie: Fakten in Kürze

  • ca. 18 Milliarden verteilte Coupons
  • Konsumenten haben über 120 Millionen Euro an Coupon-Rabatten gespart
  • Klassische Coupon-Medien wie z.B. das Check-out Couponing und Couponing am Regal bleiben die wichtigsten Medien
  • Online Medien (Print-at Home Coupons) wurden verstärkt eingesetzt
  • Mobile Couponing wächst, konnte Erwartungen aufgrund eines fehlenden Standards bei der Einlösung noch nicht erfüllen

Couponing-Boom – Deutschland im Sparfieber

Unter Schnäppchenjägern sind Coupons längst kein Geheimtipp mehr. In beinahe jedem Supermarkt liegen die Rabattscheine aus, man bekommt sie auf Kassenbons, online, per App oder in Prospekten. Und das in rauen Mengen: 2016 wurden laut einer Acardo-Studie 18 Milliarden Coupons in Deutschland an den Mann gebracht. Damit wurde der Vorjahreswert von 17 Milliarden um eine ganze Milliarde Coupons übertroffen. Im Klartext heißt das: Die Konsumenten haben Sparscheine im Wert von 120 Millionen Euro bei den Händlern eingelöst. Durchschnittlich hatte ein Coupon dabei einen Wert von 1,52€, was den Wert aus 2015 nicht ganz erreicht. Hier gab es im Schnitt 1,60€ Rabatt pro Sparschein. Unverändert blieb aber die Tatsache, dass für Drogerieartikel höhere Couponwerte vorzufinden waren als für die klassischen Lebensmittel-Aktionen.

Besonders junge und kosumfreudige Familien zählen zu den Konsumenten, die am häufigsten mit den Coupons an der Supermarkt-Kasse stehen. Apropos: Beinahe jeder Supermarkt und auch die Discounter nehmen an verschiedenen Couponing-Programmen teil. Lediglich Aldi bildet die Ausnahme und akzeptiert keine Rabattscheine.

Mobile Couponing vs. Point of Sale

Wer jetzt glaubt, das Mobile Couponing würde den größten Teil der Einlösungen ausmachen, der irrt. App-Coupons erfreuen sich noch keiner großen Beliebtheit, da sie in der Praxis oft für Schwierigkeiten sorgen. Problem ist meist die technische Ausstattung, die nicht in allen Supermärkten und Drogerien auf dem gleichen Stand ist. Stattdessen greifen viele Kunden auf Rabattscheine zurück, die direkt am Regal angebracht sind, die sie auf dem Kassenbon vorfinden oder die sie vorab zu Hause ausgedruckt haben. Coupons aus Flyern oder Zeitungsanzeigen werden hingegen kaum noch eingelöst.

In Zukunft könnte das Einlösen von digitalen Coupons aber wesentlich einfacher werden. In Kooperation mit Real will Arcado seit 2012 die sogenannte Global Coupon Number zum neuen Standard machen. Hierbei verfügt jeder Coupon über eine eigene Identifikationsnummer, über die der Rabattschein auch international eingelöst werden kann. Bei Real sind bereits alle Kassen mit den entsprechenden Scannern ausgestattet. Wann das Systen einheitlich verwendet wird, ist bisher aber noch unklar.

Was haben die Unternehmen vom Couponing?

Bei den Summen, die die Deutschen regelmäßig mit den Rabattscheinen sparen, kommt unweigerlich die Frage auf, was denn die Hersteller vom Couponing haben. Immerhin sind sie es, die die Rabattwerte an die Händler auszahlen. Für die Unternehmen ist die Verteilung von Coupons ein zentraler Teil der Marketingstrategie. Einerseits können damit gezielt Neukunden angesprochen werden und andererseits steigert sich so die Wiederkaufrate bei Bestandskunden. Diese Markenbindung führt nachweislich zu höheren Umsätzen, sodass die Couponkosten leicht wieder eingespielt werden.

Weil der Regalpreis unverändert bleibt, kann man die Ergebnisse von Coupon-Aktionen zudem sehr leicht auswerten und so die Konsumenten noch gezielter steuern. Es gibt im Leben eben nichts geschenkt und letztendlich ist auch das Couponing eine Strategie zur Umsatzssteigerung und Vergrößerung der Marktanteile. Die Kunden profitieren von den Rabattscheinen aber allemal, denn damit wird das Portemonnaie regeläßig geschont. Und wenn der Aufwärtstrend so weitergeht, können wir uns in den kommenden Jahren über noch mehr Coupons freuen!


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