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IFA 2018 – Was sind die wichtigen Fakten?

  • 1924 gegründet
  • Industriemesse für Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik
  • rund 158.000 m² Ausstellungsfläche auf dem Messegelände Berlin
  • mehr als 1.800 Aussteller, über 240.000 Besucher
  • Zielgruppe sind Fachhändler, Verbraucher und Medien
  • jährlicher Termin Anfang September
  • 58. Internationale Funkausstellung vom 31. August bis 5. September 2018

IFA 2018 - Was muss ich für den IFA-Besuch wissen?

Wann findet die IFA 2018 statt?

Die Internationale Funkausstellung findet vom 31. August bis 05. September 2018 statt.

Wie sind die Öffnungszeiten der IFA?

Die Besuchszeiten der Internationalen Funkausstellung sind täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr

Was kostet ein IFA-Ticket?

Tickets gibt es im Online-Vorverkauf und an der Tageskasse zu folgenden Preisen:

VorverkaufTageskasse
Tageskarte13€ (4,50 EUR Preisvorteil)17,5€
3 für 2-Ticket26€Nur im Vorverkauf
Familienticket36€36€
SchülerticketNur an der Tageskasse9€
Happy Hour Ticket ab 14 UhrNur an der Tageskasse13€
Kinder unter 6 JahrenFreier EintrittFreier Eintritt

Zusätzlich ist das IFA Tagesticket + DB Ticket inkl. Hin- und Rückfahrt mit der Deutschen Bahn ab 79€ erhältlich.

Wer tritt 2018 im Sommergarten auf?

Welche Künstler zur Funkausstellung 2018 im Sommergarten auftretet ist bislang noch nicht bekannt.

Werden auf der IFA Führungen angeboten?

Auf der Internationalen Funkausstellung gibt es Frührungen für Gruppen ab 60 Jahren, für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen sowie für Schulklassen ab der 7. Klasse.

Dürfen Tiere zur IFA mitgenommen werden?

Laut Hausordnung ist die Mitnahme von Tieren zur IFA nicht möglich.


Wie ist das IFA-Programm im Sommergarten 2017?

Wie in jedem Jahr gibt es zur IFA ein großes Konzert-Programm im Sommergarten. Vom 31. August bis zum 03. September spielen verschiedene Künstler auf dem Messegelände. 


31.08.2017Yello
2Raumwohnung
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01.09.2017Jennifer Rostock
Madsen
Milliarden
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02.09.2017Philipp Poisel
Prinz Pi
Von Wegen Lisbeth
Dat Adam
Ace Tee
Lotte
und viele Weitere
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03.09.2017Silbermond
Support: Mister Me
Special Guest: Matthias Schweighöfer
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IFA 2018 – Wie wichtig ist die Funkausstellung heute?

Nach wie vor ist die IFA eine der größten Messen weltweit, wichtige Leitmesse und die größte Elektronikmesse. Doch diesen Status zu behalten ist nicht leicht. Andere Messen holen auf und geraten in den Fokus von Herstellern und Öffentlichkeit. Eine wichtige Veranstaltung ist die International Consumer Electronics Show (CES). Anfang Januar stellen die Hersteller aus der Unterhaltungselektronik in Las Vegas die Produkte für das neue Jahr vor. Damit ermöglicht die CES einen Ausblick auf die Trends des neuen Jahres. Damit nimmt diese Messe eine wichtige Position ein. Mit der Ausrichtung auf Fachpublikum erreicht sich allerdings nicht den Stellenwert der IFA.

CES und MWC als internationale IFA-Konkurrenten

Der Mobile World Congress ist eine weitere wichtige Veranstaltung neben der IFA. Die Messe in Barcelona zeigt Ende Februar Neuheiten aus dem Bereich Smartphone und Tablet und ist die größte Mobilfunkmesse Europas. Traditionell präsentieren dort Hersteller, wie Samsung, LG, Sony oder Huawei die großen Neuheiten des Jahres. Die großen Frühjahrsmessen nehmen so der IFA einen bedeutenden Teil wichtiger Neuheiten vorweg. Dennoch haben die Hersteller auch Anfang September in Berlin jede Menge Produkteinführungen im Gepäck. Schließlich ist der Start des Weihnachtsgeschäfts nicht weit.

Dazu steht die IFA nicht still und entwickelt sich immer weiter. Als wichtige Fachbesuche-Messe versucht die IFA vieles, um weiter für das Branchenpublikum wichtig zu sein.  Mit den IFA Global Markets hat die Messe 2016 ihre Fläche und damit das Angebot speziell für Einkäufer und Händler erweitert. Dazu sollen verschiedenen Veranstaltungen sollen Raum für Austausch und Weiterentwicklung bieten. Die IFA Next ersetzt 2017 die IFA TecWatch als Innovations-Forum für Startups, Forschungslabors, Universitäten sowie große und kleine Unternehmen. Dazu gibt es zahlreiche Konferenzen und Vorträge rund um Innovation und Technik.

Die IFA heute: Bewährtes, Neues und Unterhaltung

Auch außerhalb der Messehallen zieht die IFA auch nach Jahrzehnten Besucher an. Die Konzerte im IFA-Sommergarten sind auch für diejenigen interessant, die sich weniger für neue Unterhaltungselektronik begeistern. Damit schließt die Messe den Kreis zu dem, was wirklich wichtig ist: Die beste Technik ist nichts, wenn die Inhalte nicht stimmen.


IFA 2018 - die Geschichte

| Die Anfänge ⇓ | Radio in jedem Haushalt ⇓ | IFA nach dem Krieg ⇓ |


IFA - Was waren die Anfänge?

Die Internationale Funkausstellung hat eine lange und interessante Geschichte. Von den Anfängen der Unterhaltungselektronik bis hin zu den letzten digitalen Neuerungen nicht nur fürs Wohnzimmer. Die Historie erstreckt sich vom Grammophon über Röhrenradios, Schallplattenspieler, Kassetten-Rekorder und CDs bis hin zu 3D-Fernsehern und Smart Home. Den Volksempfänger gab es ebenso unter dem Berliner Funkturm zu sehen, wie die Musikschränke der Nachkriegszeit oder große Kurzdistanz-Projektoren und OLED-Fernseher unserer Tage. So hat die IFA die Entwicklung der Unterhaltungsgeräte fast seit den Anfängen begleitet der Technik.

Die erste IFA wurde 1924 als Große Deutsche Funkausstellung vom Verband der Radio-Industrie veranstaltet. Schon bei der ersten Auflage war die Ausstellung auf dem heutigen Messegelände beheimatet. Ort war das Haus der Funkindustrie", dort, wo heute die Halle 14 des Messegeländes steht. Für einen besseren Funkempfang war das Gebäude aus Holz. Der charakteristische Funkturm kam erst später.

Das Radio steckte damals noch in den Kinderschuhen. Erst Ende 1920 ging die erste öffentliche Radioübertragung auf Sendung. Radios waren groß und primitiv. Die Fertigung erfolgte noch manuell. Schwer vorstellbar in der heutigen Zeit, wo Elektronik zur billigen Massenware geworden ist.

Beginn mit Rundfunk-Empfängern, Grammophonen und erste Tonaufzeichnung

In den ersten Jahren standen die unterschiedlichsten Arten von Rundfunkempfänger im Mittelpunkt. Vor allem Detektor-und Röhrenradios wurden gezeigt, aber auch elektrische Bauteile fanden sich auf der Messe. Es wurde noch viel selbst gebaut, schließlich gab es nach dem 1. Weltkrieg Tausende erfahrene Funker. Die Radiotechnik entwickelte sich schnell weiter. Nach wenigen Jahren wurden die Geräte sicherer, einfacher zu bedienen und machten große Fortschritte in der Empfangs- und Tonqualität. Auch Grammophone zogen auf das Messegelände. Zu Beginn der 1930 zeigte die IFA das erste europäische Autoradio sowie den ersten Fernseher.

Welche Schwerpunkte zeigte die IFA in den 1930er? Rundfunk und der Beginn des Fernsehens

Auch in den 1930ern prägte der sich immer weiter entwickelnde Rundfunk die IFA. Albert Einstein sprach zur Eröffnung der Funkausstellung 1930 ein per Radio übertragenes Grußwort. Immer bessere Geräte wurden gezeigt. Dazu kamen die Entwicklung der Sendetechnik und Aufzeichnungsmöglichkeiten hinzu. Die Machtübernahme 1933 hatte schnell Folgen für die Berliner Rundfunkmesse. Die Nazis waren sich der Wichtigkeit des Rundfunks sehr bewusst. So übernahm ab 1933 der Reichs-Rundfunk die Organisation. Im selben Jahr wurde der Volksempfänger auf der Messe gezeigt.

Die Geräte wurden in den folgenden Jahren kompakter. Erste tragbare Radios gab es 1936 zu sehen. Die Olympischen Spiele brachten die Entwicklung und Verbreitung des Fernsehens weiter. Der "Einheits-Fernsehempfänger" wurde auf der Funkausstellung 1939 gezeigt. Der 2. Weltkrieg stoppte die Entwicklung des Rundfunks, Fernsehens und auch die Funkausstellung für ein Jahrzehnt.

Nachkriegs-IFA – Wie ging es mit der Funkausstellung weiter?

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs dauerte es einige Jahre, bis die nächste Funkausstellung eröffnete. 1950 war es wieder so weit. Die erste Nachkriegs-IFA fand jedoch nicht am angestammten Platz in Berlin statt. Die Messe zog nach Düsseldorf. Nicht nur der Ort wurde verändert, sondern auch der Rhythmus. Statt einer jährlichen Ausstellung für Radio- und Fernsehtechnik wechselte man auf einen 2-Jahres-Intervall. Diesen behielt man lange bei. Von Düsseldorf wechselte die Internationale Funkausstellung nach Frankfurt, 1961 ging es zurück an den Ursprung. Die IFA kam wieder nach Berlin. In den nächsten Jahren gastierte die Messe in Stuttgart und Düsseldorf. Ab 1971 kehrte die Messe endgültig nach Berlin zurück. Mit dem festen Standort kam auch der neue Name: Internationale Funkausstellung.

So wie die IFA vor dem Krieg die Entwicklung des Rundfunks widerspiegelte, so war die Messe auch in den Nachkriegs- und Wiederaufbaujahren ein idealer Spiegel ihrer Zeit. Zunächst Stand weiterhin der Rundfunk im Fokus. Mit UKW zogen neue Technologien und Standards mit besserem Klang ein. Neue Musikschränke mit integrierten Plattenspielern zogen in die Haushalte. Der Begriff HiFi wurde in den 1950ern geprägt. Zum Ende des Jahrzehnts erreichte die Rundfunktechnik einen vorläufigen Höhepunkt. Transistorradio machten die Geräte leichter zu bedienen und vor allem kleiner.

Welche Entwicklung bestimmten die IFA in den 60ern und 70ern? Fernsehen löst Radios ab - die 

In den 1960er-Jahren rückten Radios langsam in den Hintergrund. Mit dem Fernsehen gab es ein neues Gerät, dass die Besucher begeisterte. Dessen Entwicklung dominierte die IFA die nächsten Jahre und hält im Prinzip bis heute an. IFA und Fernseher gehören zusammen. Doch auch Audio hatte weiter einen festen Platz auf der Internationalen Funkausstellung. Immer bessere Aufzeichnungsgeräte und -Techniken erfreuten Audioliebhaber. Aus zwei Tonband-Kassetten-Systemen setzte sich am Ende die Compact-Cassette für die nächsten rund 30 Jahre durch.

Panne beim Farbfernseh-Start

Am deutlichsten zeigt sich auf der IFA in den Folgejahren die Entwicklung des Fernsehens. Auch das Farbfernsehen in Deutschland nahm von der Berliner Funkausstellung aus seinen Anfang. Willy Brandt gab am 25.08.1967 den Startschuss zu den bunten Fernsehbildern. Der werbewirksame Auftritt des damaligen Vizekanzlers gelang nicht fehlerlos. Die Techniker schalteten das Bild um, noch bevor Brandt den Knopf drückte. Die Panne dürfte durch die geringe Verbreitung von Farbfernsehgeräten den Wenigsten aufgefallen sein. So richtig zog das Fernsehen erst mit der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in die deutschen Wohnzimmer ein. Auch heute noch sind Sport-Großereignisse eine Triebfeder für neue Fernsehtechnologien.

Die Entwicklung ging stetig voran. Nicht nur Audio lies sich aufzeichnen, Ende der 1960er waren die ersten Videorekorder auf der IFA zu sehen. Die Fernseher wurden größer und immer leichter und vor allem bequemer zu bedienen. Die erste kabellose Fernbedienung für den Fernseher begeisterte 1969 die Besucher. Statt Infrarot setzte man damals auf eine Signalübertragung per Ultraschall.

Kofferradio, Fernbedienung - In den 1970ern wird es kleiner und bequemer

HiFi und Fernsehen prägten in den 1970ern die Funkausstellung. Die Hersteller zeigten kleine Küchenradios und Wecker mit Radiofunktion. Der Trend ging eindeutig in Richtung Miniaturisierung. Die Geräte wurden kleiner, doch gleichzeitig nahmen die Möglichkeiten zu. HiFi-Kompaktanlagen wurden immer beliebter. Die Hersteller entwickelten zudem die Tonqualität entscheidend weiter. Auf der IFA 1971 wurde erstmals die damals neue Tontechnik von Dolby gezeigt. Während die Fernseher auf der eine Seite eine größere Bilddiagonale erhielten, kamen die ersten tragbaren Geräte in den Handel - vor allem mit Schwarz-weiß-Bildschirm und teilweise mit Radio.

1975 änderte sich die Organisation der IFA. Die Veranstaltung wurde von der Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik, einem Verband großer Elektronikhersteller übernommen. Noch heute liegt die IFA in den Händen der GfÜ.  Im selben Jahr wurden erstmals Fernseher gezeigt, die neben dem Bild zusätzliche Einblendmöglichkeiten boten. Damit war dann auch Videotext möglich, welcher zwei Jahre später vorgestellt wurde.

Video-Formatkrieg auch auf der IFA

Neben Videorekordern versuchten sich die Hersteller an zusätzlichen Techniken, wie Bildplattenspielern. Doch die Zukunft in diesem Bereich gehörte eindeutig den Magnetbändern. Sony präsentierte 1975 Betamax. In den darauffolgenden Jahren war auch die IFA Schauplatz des sogenannten "Formatkriegs" bei den Videorekordern. VRC, Betamax, VHS und ab 1979 auch das europäische Video 2000 wollten das vorherrschende Videoformat werden. Diesen Kampf entschied letztendlich VHS für sich. Die IFA war der Platz, wo man sich die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme ansehen konnte.

Im Audio-Bereich verdrängten kompakte, tragbare HiFi-Anlagen, die Ghettoblaster, den Radiorekorder. Das alles war möglich durch den Erfolg der Compact-Cassette. Gerade die Kassette war es, die Anfang der Ende der 1970er/ Anfang der 1980er eine neues Audio-Kapitel öffnete. Sony präsentierte 1979 den Walkman. Ein Welterfolg. Musik war nun überall verfügbar. Gleichzeitig wurde die Bedienung der Kassettenspieler durch Pausen-Suchlauf und weitere Funktionen immer komfortabler. Und während die Kompakt-Kassette ihren Höhepunkt feierte, zeigte die IFA bereits 1981 den Nachfolger: die Compact-Disc. 

Die 80er: Die CD übernimmt den Markt

Die CD zeigt Anfang der 1980er nicht nur das Speicherformat, welches 15 Jahre später den Audio- und Computerbereich dominieren sollte, sondern auch die aufkommende Digitalisierung. Die CD war ein Produkt, die digitale Bildaufzeichnung mit DAT-Rekordern ein anderes, Rückblickend kann man das Jahrzehnt als jenes bezeichnen, welches unsere heute täglich benutze Unterhaltungselektronik am deutlichsten beeinfluss hat.

Der Trend zur Miniaturisierung ging weiter. Auf der IFA gab es Radios im Scheckkartenformat zu sehen. Auch Camcorder wurden kleiner und handlicher. Ende der 1990er gab es dann auch bei den Fernsehern einen Blick in die Zukunft. 1987 wurden Kleinfernseher mit LCD-Technik gezeigt. 

Neben der CD wurden 1984 das Kabelfernsehen eingeführt. Auch der erste deutsche Sender strahlte in jenem Jahr sein Programm über Satellit aus. Ohne diese Entwickllung wäre das Privatfernsehen kaum denkbar gewesen, welche 1987 ein großes IFA-Thema waren. Die Videokassette war nach wie vor das dominierende System im Heimkinobereich. Durch die Einführung der Video-Programm-Steuerung VPS 1985 wurde die Aufzeichnung von Fernsehsendungen und Filmen deutlich vereinfacht. Eine bessere Bildqualität versprach SVHS. Auf der IFA gab es schon immer Neuheiten zum Anfassen

Anstehender Jahrtausendwechsel - Die IFA in den 90ern

Die Verbesserung der Bildqualität war auch in den 1990ern ein großes Thema. Es zeichnete sich deutlich ab, dass die Entwicklung in den HDTV-Bereich gehen würde. Die Standards wurden jedoch noch gesucht. Beim Bildformat verdrängte das Breitbildformat 16:9 das herkömmliche Bildverhältnis von 4:3. Da die Sender zunächst jahrelang weiter im alten Format ausstrahlen, ändert sich für die Kunden trotz schöner IFA-Präsentationen zunächst nichts. Allerdings nahm die Sendervielfalt auch durch das Aufkommen und die Verbreitung der Satelliten-Ausstrahlung durch Astra zu.

Für das Heimkino hat die Einführung von Dolby Surround akustisch ein neues Zeitalter eingeläutet. Erstmals war nun durch zusätzliche Kanäle echter Raumklang möglich. So konnten Lautsprecher nun auch hinter dem Zuschauer platziert werden, was das Hörerlebnis deutlich beeinflusste.


Mit die bedeutendste Neuerung auf der IFA der 1990er Jahre war sicherlich die DVD. Damit schaffte der Fernseh-Genuss aus der Konserve den Sprung in das digitale Zeitalter. Flimmernde Bilder und die mit der Zeit nachlassende Bildqualität der analogen Videokassetten gehörten damit der Vergangenheit an. Die Bildqualität, wie wir sie heute kennen, nahm ihren Anfang in dieser Zeit. So waren Ende der 90er die ersten Großbild-Fernseher mit Plasma und Flachbildschirme mit der später beherrschenden LCD-Technik auf der IFA zu sehen. Auch das digitale terrestrische Fernsehen warf mit den ersten DVB-T-Geräten seine Schatten voraus.

Der Audio-Bereich wandelte sich ebenfalls. Neue Verfahren sollten die Tonqualität spürbar verbessern. Doch bis heute hat sich das Radio nur in Details verändert und ist nach wie vor hauptsächlich analog. Auch die MiniDisc konnte sich trotz guter Ansätze am Ende nicht durchsetzen. 

Dabei war die Funkausstellung nicht immer die Veranstaltung, die die Hersteller zur Präsentation neuer Technik nutzten. Zwar fand der Start des Farbfernsehers in Deutschland während der Funkausstellung statt, auch die CD wurde auf der IFA erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, doch die Berliner Funkausstellung ist auch der Ort, an dem bereits veröffentlichte Technik vorgeführt wird. Technikbegeisterte können sich bei der Messe einen umfassenden Überblick, über die Produktvielfalt der Hersteller machen. Das mach die IFA zu einer der wichtigsten Publikumsmessen Deutschlands. 


Was waren die wichtigsten IFA Highlights?

  • 1924 - Röhrenradios und elektrische Bauteile
  • 1926 - Einweihung des Berliner Funkturm
  • 1929 - industrielle Fertigung und Musikschränke mit eingebautem Plattenspieler
  • 1931 - Fernseher
  • 1932 - Autoradio
  • 1933 - Volksempfänger
  • 1938 - Einführung des Drahtfunks
  • 1939 - Vorstellung des "Einheits-Fernsehempfängers"
  • 1950 - Vorstellung des UKW-Rundfunks
  • 1961 - Transistorradios
  • 1965 - Tonband-Kassetten-Systeme
  • 1967 - Start des Farbfernsehens
  • 1971 - Heim-Videorekorder und kabellose Fernbedienung, Dolby wird präsentiert0
  • 1973 - Bildplattenspieler
  • 1977 - Videotext
  • 1979 - Video 2000
  • 1981 - Compact Disc (CD) und Stereo-Ton Fernsehgeräte
  • 1985 - Kabelfernseh-tauglichen Fernseher und VPS-Steuerung
  • 1987 - Fernsehen mit Satelliten-Direktempfang und RDS
  • 1993 - Dolby Surround und ShowView
  • 1995 - Beamer und Plasma-Fernseher
  • 1997 - Digital-Kameras, Smart TV
  • 1999 - LCD-Fernseher, Minidisc, Smart TV
  • 2001 - LDC-Fernseher mit großer Bildschirmdiagonalen
  • 2006 - Full HD-Fernseher
  • 2007 - Navigationsgeräte, Blu-ray Disc und HD DVD,
  • 2008 - erstmals Haushalts- und Küchengeräte auf der IFA
  • 2009 - 3D-TV und HBBTV
  • 2011 - 3D-TV ohne Zusatzbrille
  • 2012 - OLED und Ultra HD-Fernseher
  • 2014 - Smart Home und intelligente Haushaltsgeräte

Alles Fotos: Messe Berlin