Studie zu Gefährlichkeit von Xiaomi-Handys: Das Wichtigste in Kürze

  • Litauisches Zentrum für Cybersicherheit warnte im September ’21 vor Xiaomi-Handys
  • Deutsche Studie über Gefährlichkeit von Xiaomi-Smartphones gibt Entwarnung
  • Vermutete „Auffälligkeiten“ bzw. Zensur-Funktion konnten nicht entdeckt werden
  • In Taiwan hingegen wurde ein zensierender Mechanismus auf Xiaomi-Smartphones entdeckt

Deutsche Xiaomi-Handys laut BSI sicher – Vorsicht bei China-Importen

Im vergangenen Jahr adressierte das litauische Zentrum für Cybersicherheit eine Warnung an die Nutzerinnen und Nutzer von Xiaomi-Handys: Auf dem Xiaomi Mi 10T 5G war ein Mechanismus aufgespürt worden, der Zensur begünstigt, zudem würden aber auch, wie die Behörde mitteilte, deutlich mehr Daten als notwendig über die Nutzenden der Smartphones gesammelt. In der Folge leitete Xiaomi eine eigene Untersuchung ein und auch in Deutschland wurden die Geräte des chinesischen Herstellers unter die Lupe genommen. Nun liegen die Ergebnisse der Studie des Bundesamts für Sicherheit und Informationstechnik vor. Und die daraus hervorgehenden Nachrichten für deutsche Xiaomi-Nutzende sind gut: In einer Stellungnahme äußerte sich das BSI wie folgt:

„[…] Das BSI konnte keine Auffälligkeiten feststellen, die weitere Untersuchungen oder Maßnahmen nahelegen“ (übersetzt aus dem Engl.)

Das BSI weist in der Bekanntgabe zu den Untersuchungsergebnissen jedoch darauf hin, dass es sich bei den Studienergebnissen um ausschließlich für Deutschland geltende Daten handelt. In Deutschland gekaufte Xiaomi-Geräte sind der Untersuchung nach also sicher, aus China importierte Geräte hat die Behörde jedoch nicht auf den Prüfstand gestellt. Wer beim Kauf eines Xiaomi-Handys also gänzlich auf Nummer sicher gehen möchte, sollte es in Deutschland erwerben.

Andere Länder, andere (Cyber-)Sicherheit: Taiwan warnt vor Xiaomi-Handys

Ganz anders scheint die Situation hingegen in Taiwan zu sein. Dort hat die Regierungsbehörde NCC nun auf dem Xiaomi 10T auf sieben Apps Zensur begünstigende Aktivitäten ausgemacht, genauer sollen politisch delikate Begrifflichkeiten zensiert werden – die Rede ist von über 2.000 Termina, die herausgefiltert werden sollen. Überdies soll auch die Web-Chronik an chinesische Behörden gesendet werden können. Ruhige Zeiten dürften sich auf Basis dieser beunruhigenden Meldungen in nächster Zukunft also nicht einstellen.