9 Tipps und Tricks zum Black Friday: Wie findet man als Verbraucher die besten Schnäppchen?

Am 24. November 2017 geht das Shopping-Spektakel Black Friday in seine 12. Ausgabe in Deutschland und die Händler werden mit unzähligen Angeboten um die Gunst der Kunden buhlen. Im Jahr 2016 knackte der deutsche Einzelhandel erstmals die magische Marke von einer Milliarde Umsatz zusätzlich mit dem kurz darauffolgenden Cyber Monday. Auch die Marketingabteilungen arbeiten schon auf Hochtouren und versprechen erste Sonderangebote mit über 50% Ersparnis und Top-Produkte zu Niedrigpreisen. Jetzt als Verbraucher den Überblick zu behalten fällt nicht leicht: Wie unterscheidet man zwischen Schnäppchen und Lockangebot? Die Profis aus unserer Redaktion verraten 9 Tipps & Tricks zum Black Friday, wie man nicht auf leere Werbeversprechen hereinfällt und sich stattdessen über die richtigen Schnäppchen freuen kann.



Unser Verbraucherportal Schnäppchenfuchs gibt es mittlerweile seit 10 Jahren. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht Licht ins Dunkel des Rabattdschungels zu bringen und unseren Usern nur die besten Schnäppchen zu präsentieren. Den Black Friday und Cyber Monday verfolgen wir seitdem die Aktionen in den Kinderschuhen steckten und mittlerweile zu den größten Sale-Events des Internets herangewachsen sind. Über die Jahre haben wir eine große Expertise im Onlineshopping für Preisbewusste erlangt und wollen nun ein paar Tipps & Tricks zurückgeben, die es zu beachten gilt, wenn man in den kommenden Tagen nach Schnäppchen sucht.


Das Wichtigste in Kürze: 9 Tipps & Tricks zum Black Friday

  1. Preiswecker für gewünschte Produkte stellen
  2. Angebote schon vorab prüfen
  3. Preise vergleichen
  4. Zusätzliche Gutscheine nutzen
  5. Lieferzeiten und Lieferkosten beachten
  6. Vergriffene Produkte bei anderen Händlern zum gleichen Preis erhalten
  7. Nur bei vertrauenswürdigen Händlern einkaufen und sichere Bezahlmethoden wählen
  8. Viele Angebote sind auch nach dem Black Friday noch erhältlich
  9. Widerrufsfristen und Rücksendekosten im Auge behalten

Tipps & Tricks: Vor dem Black Friday

1. Preiswecker stellen

Einen echten Profi-Trick wollen wir gleich am Anfang verraten. Ein gewisses Maß an Vorbereitung ist wohl die beste Waffe um im Shopping-Dschungel des Black Fridays nicht unterzugehen. Damit man nicht von den zahlreichen Angeboten überwältigt wird, empfiehlt es sich eine Liste mit Produkten anzulegen, auf die man es zum Black Friday abgesehen hat. Mit der Entscheidung was man wirklich benötigt und was nicht ist die Arbeit aber noch nicht getan. Wer ein echtes Schnäppchen schlagen will, legt sich für die Produkte einen Preiswecker an. Dies ist beispielweise beim Preisvergleichsportal idealo möglich. Egal ob iPhone X, Sony PlayStation 4 oder eine neue Waschmaschine – gebt einfach euren Wunschpreis ein und lasst euch per E-Mail benachrichtigen, wenn dieser erreicht wurde. Einen guten Preispunkt kann man daran festmachen, wenn das Produkt in den letzten 3 Monaten nicht günstiger zu haben war. Im Vergleich zum aktuellen Preis sollte man mit mindestens 10% Ersparnis rechnen, wenn man von einem Schnäppchen sprechen möchte.

2. Angebote der Händler starten schon vor dem 24.11.

Der Black Friday fällt dieses Jahr auf den 24. November, den Todestag von Rock-Ikone Freddie Mercury. Wer denkt, dass erst an dem Tag Sonderangebote zu finden sind, liegt falsch. Da der Wettbewerb um Aufmerksamkeit am Black Friday direkt besonders hoch ist, veröffentlichen viele Anbieter ihre Angebote bereits in den Tagen davor. Dazu drei Beispiele der größten Onlineshops Deutschlands: Bei Saturn läuft ab dem 17.11. die Black Week, Amazon beginnt mit den sogenannten Cyber Monday Angeboten bereits am 20.11. und Otto wird am Donnerstag die ersten Black Friday Angebote veröffentlichen. Tipp: Es lohnt sich also im Voraus bereits die Augen offen zu halten, bevor am Freitag einige Produkte zu den Angebotspreisen vielleicht bereits vergriffen sind.

Tipps & Tricks: Am Black Friday – 24. November 2017

3. Preise vergleichen

Was wir im ersten Tipp bereits angedeutet haben, sei an dieser Stelle noch einmal genauer erläutert. Die Händler werden vor, während und nach dem Black Friday mit Rabatten in Höhe von bis zu 90% werben. Was auf den ersten Blick nach einem guten Angebot aussehen mag, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung leider oft nur als Lockangebot. Häufig werden die Rabattierungen nämlich nur auf die unverbindliche Preisempfehlung bezogen, dem Preis den der Hersteller dem Handel vorschlägt. Nach Markteintritt des Produkts ist die UVP in der Regel schon nicht mehr relevant und es werden deutlich günstigere Preise angeboten. Insofern sollte man jede Rabattierung hinterfragen – und das geht am besten, wenn man die Preise über unabhängige Preisvergleichsportale überprüft. Diese Regel ist zugleich die wichtigste am Black Friday um die Übersicht zu wahren zwischen echtem und vermeintlichen Schnäppchen. Aus der Redaktionsarbeit haben sich als zuverlässige Quellen idealo und Geizhals herauskristallisiert.

4. Zusätzliche Gutscheine nutzen

Die Händler werben zwar mit allerlei Reduzierungen und Preisnachlässen auf ihren Webseiten, doch ab und an kann man die Angebote sogar noch toppen mit unseren Tipps & Tricks. Teilweise ist es möglich zusätzliche Gutscheine mit den Angeboten zu kombinieren. Gutscheinportale wie Gutscheinpony listen für die Mehrzahl der Onlineshops zusätzliche Coupons, die an der Kasse eingelöst werden können und einen zusätzlichen Rabatt oder eine Versandkostenbefreiung ermöglichen. Auch für die Anmeldung zum Newsletter versprechen viele Händler einen zusätzlichen Rabatt – da die Gutscheincodes oft nicht personalisiert sind, kann man diese sogar über Wegwerf-E-Mail-Adressen generieren und erhält so nicht einmal die Newsletter auf die eigene E-Mail-Adresse. Nicht immer sind Gutscheine allerdings zusätzlich einlösbar und eine Kombination mit bereits reduzierten Artikeln ist ausgeschlossen. Dies muss allerdings in den Bedingungen des Gutscheins ersichtlich sein.

5. Lieferzeiten und Lieferkosten beachten

Am Ende eines Bestellvorganges werden alle Kosten zusammengefasst und hier lauert teilweise eine böse Überraschung – die Versandkosten. Vor allem bei großen und sperrigen Waren können zusätzliche Speditionskosten anfallen, die das Schnäppchen zunichtemachen. Auch bei günstigen Produkten im niedrigen zweistelligen Bereich sind Kosten für Porto und Verpackung ein Dorn im Auge, wiegen sie doch prozentual umso mehr. Vor allem die Onlineshops mit einem klassischen Filialgeschäft wie Cyberport, Douglas oder H&M bieten mittlerweile aber die Möglichkeit diese Kosten trotz der Bestellung im Internet zu umgehen, indem man das Paket in einer Filiale abholt. Gegebenenfalls kann man sein Wunschprodukt durch eine schnellere Belieferung der Märkte dadurch sogar noch früher in den Händen halten. Ein Blick auf die Verfügbarkeit und die Lieferzeiten der Artikel kann ebenfalls nicht schaden. Ist das Wunschprodukt beispielsweise nicht vorrätig aber dennoch bestellbar mit einer Lieferfrist von 2-3 Monaten, dann ist es zum Auslieferungszeitpunkt vielleicht gar kein Schnäppchen mehr, weil der Preis noch weiter gesunken ist. Vor allem bei Bestellungen aus dem Ausland ist mit einer längeren Lieferzeit zu rechnen.

6. Vergriffene Produkte trotzdem bekommen

Manchmal passiert es, dass man das berühmte Quäntchen zu spät kommt und das bereits in den Warenkorb gelegte Produkte doch nicht mehr verfügbar ist. Das ist jedoch nicht immer ein Grund zum Verzagen. Wegen des enormen Wettbewerbs im Onlinehandel ziehen viele Händler mit den günstigen Angeboten der anderen Shops mit und bieten das gleiche Produkt zum gleichen Preis an. Tipp: In diesem Falle hilft erneut der Blick auf Preisvergleichsportale, die mehrere Onlineshops mit all ihren Preisen listen. Eine weitere Möglichkeit einen günstigen Preis bei einem anderen Shop zu erzwingen, ist die sogenannte Tiefpreisgarantie. Mehrere Baumärkte und Elektronikhändler bieten diesen Service an und erstatten die Differenz zum eigenen Preis. Wer sich bei der Verhandlung freundlich und bestimmt zeigt, hat in der Regel gute Chancen eine Preisreduzierung zu erhalten.

7. Nur bei vertrauenswürdigen Händlern einkaufen und sichere Bezahlmethoden wählen

Im Eifer des Gefechts und unter dem Zeitdruck vermeintlich bald endender Angebote kann es durchaus geschehen, dass man sich von hohen Rabatten auf Kosten der eigenen Sicherheit im World Wide Web blenden lässt. Bestellen sollte man nur bei Shops, die einem bereits bekannt sind oder die auf Bewertungsportalen wie Trusted Shops gelistet sind. Ein Blick ins Impressum verrät zudem, wer den Shop betreibt. Ein gutes Indiz für vertrauenswürdige Onlineshops sind viele verschiedene mögliche Zahlungsarten. Zu empfehlen sind dabei die Möglichkeiten Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal – hier können Abbuchungen widersprochen oder zurückgebucht werden, außerdem greift ggf. ein zusätzlicher Käuferschutz. Hat man hingegen per Überweisung bezahlt, sollte man sich bewusst sein, dass diese in der Regel nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Tipps & Tricks: Nach dem Black Friday

8. Angebote auch nach dem Black Friday erhältlich

Viele Kunden wissen nicht, dass der Black Friday nicht ausschließlich am Freitag zelebriert wird. Wer am Freitag arbeiten muss und keine Zeit für die intensive Schnäppchensuche hat, kann auch noch am darauffolgenden Wochenende zahlreiche Angebote finden. Viele Händler lassen ihre Aktionen über die freien Tage weiterlaufen, um zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Das beste Beispiel dafür ist der von Amazon ausgerufene Cyber Monday, der drei Tage nach dem schwarzen Freitag stattfindet und das Jahreshighlight des amerikanischen Versandhändlers markiert. Erfahrungsgemäß versuchen andere Onlineshops an diese Kampagne anzuknüpfen und öffnen am Montag nach dem Black Friday erneut die Tore für Schnäppchen.

9. Widerrufsfristen und Rücksendekosten im Auge behalten

Zu guter Letzt werden die Produkte von der Post nach Hause geliefert. Wer erst jetzt feststellt, dass das Angebot doch nicht ganz den Wünschen entspricht, sollte die Widerrufsfristen und Rücksendemodalitäten im Hinterkopf haben. Online kann man Produkte innerhalb von 14 Tage und Angabe von Gründen widerrufen – beim stationären Einzelhandel gibt es keine solche gesetzliche Regelung, hier beruht der Umtausch oder die Rücknahme nur auf Kulanz. Auf die Rücksendekosten sollte man im besten Falle schon im Voraus achten. Bei vielen Shops zahlt man dafür mittlerweile gar nichts mehr und es wird dem Paket ein kostenloser Retouren-Aufkleber beigelegt. Doch auch das beruht nur auf Kulanz, rechtlich gesehen müsste der Verbraucher seit 2014 die Kosten für die Rücksendung selbst tragen. Besonders ärgerlich kann das bei Bestellungen aus dem Ausland werden, bei denen der Rückversand erheblich teurer ist. Vor allem bei Kleidung sollte man diese zusätzlichen Kosten vor dem Kauf in Erwägung ziehen, da Hosen und Jacken gerne mal in mehreren Größen bestellt werden und nur die passende Größe im Kleiderschrank Platz findet.


In eigener Sache: Wie der Schnäppchenfuchs den Black Friday begleitet

Black Friday

Natürlich werden wir euch vom Schnäppchenfuchs auch durch die Angebotsflut am Black Friday und Cyber Monday führen und die Spreu vom Weizen trennen. Dabei setzen wir auf unseren erprobten Preischeck. Als Maßgabe dient uns der aktuelle Preisvergleich – nur wenn ein Produkt mindestens 10% günstiger als beim nächstgünstigen Onlineshop ist, berichten wir darüber in einem ausführlichen Artikel. Auf unseren Übersichtsseiten findet ihr nur die Angebote, die sich für die Verbraucher auch wirklich lohnen. Dabei geben wir euch eine prozentuale Ersparnis an, die sich aus der Differenz zwischen dem Angebotspreis und dem Vergleichspreis errechnet – damit könnt ihr den tatsächlichen Rabatt erkennen und nicht nur den vom Händler angegebenen, der sich häufig nur auf den UVP bezieht. Zahlreiche Tipps & Tricks findet ihr dann auch noch einmal in den Einzelartikeln.

Wenn ihr im Black Friday selbst zu viel zu tun habt, dann nutzt doch die Gelegenheit und lasst euch nur bei den besten Angeboten von uns informieren. Über unseren Schnäppchen-Ticker via WhatsApp schicken wir stündlich die besten Angebote am Black Friday raus – wer sich anmeldet, kann darüber hinaus sogar einen 100€ Amazon-Gutschein gewinnen. Unsere App (iOS und Android) gibt euch auch mobil immer die besten Hinweise. Wer es lieber klassisch mag, kann sich auch für einen unserer verschiedenen Newsletter anmelden.


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