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Flixbus schluckt Postbus – das Ende von Schnäppchen-Tickets?

Die Bereinigung am Fernbus-Markt geht weiter. Der heftige Preiskampf hat erneut Auswirkungen für die Branche. Mit Postbus verschwindet nun ein weiterer Wettbewerber. Das Unternehmen wird vom Branchenführer Flixbus übernommen.

Flixbus kauft PostbusDer Fernbus-Pionier sichert damit die Marktführerrolle im deutschen Fernbus-Markt ab. Vor gerade einmal einem Monat hat Flixbus bereits den englischen Konkurrenten Megabus, der mit einer besonders aggressiven Preisstrategie am Markt aktiv war, übernommen.

Die Bereinigung in der Branche war lange erwartet worden. Die einzelnen Anbieter führen einen harten Preiskampf, um schnell zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen. Wirtschaftlich war das nicht. Wohin die Reise geht, wurde bereits durch den Zusammenschluss von Flixbus und dem direkten Konkurrenten MeinFernbus Anfang 2015 klar. Nach dem Megabus-Deal schluckt der Marktführer Flixbus nun auch die Nummer 2.

Was bedeutet die Postbus-Übernahme?

Im Vergleich der Fernbusse wird somit wieder ein Unternehmen weniger vertreten sein. Damit verbleibt im deutschen Markt nur noch BerlinLinienBus als bedeutender Konkurrent. Flixbus steigert den Marktanteil durch den Kauf von 71% auf über 80% der bedienten Strecken.

Flixbus schluckt PostbusTrotz der nun deutlich stärkeren Position des Marktführers ist die Übernahme kein Fall für die Kartellbehörde. Zum einen wird diese nur tätig, wenn Auswirkungen auf eine gesamte Sparte erwartet werden. In diesem Fall wäre der gesamte Fernreiseverkehr zu betrachten. Durch Flugzeug und Bahn stehen jedoch noch weiter Anbieter zur Verfügung. Darüber hinaus ist für eine Prüfung durch das Bundeskartellamt ein bestimmter Umsatz erforderlich, den die beiden Busunternehmen nicht erreichen.

Kurzfristig wird sich nichts ändern. Ab dem 1. November wird Postbus dann in Flixbus aufgehen. Die markanten, gelben Busse sowie der Name werden verschwinden. Auch das Serviceangebot wird angepasst.

Wie wird es auf dem Fernbus-Markt weiter gehen?

Vom Reisen zu Schnäppchenpreisen werden wir uns zukünftig weitgehend verabschieden müssen. Mehr und mehr zeichnet sich ein Ende des Preiskampfs ab. Dass unwirtschaftliche Preise eh nur eine kurze Erscheinung sind, war abzusehen. Inwieweit sich die Preise ändern, muss sich zeigen. Flixbus erklärte auf Nachfrage, es werde auch weiterhin Sonderaktionen geben. Ob wir weiterhin Ticketpreise für europaweite Fahrten ab 10€ oder gar Sonderaktionen mit Tickets ab 1€ sehen werden, bleibt abzuwarten.

Für weniger nachgefragte Reisezeiten oder Verbindungen bleiben günstige Preise wahrscheinlich. Eine möglichst hohe Auslastung ist wichtig. Wer flexibel ist, hat daher wohl auch weiterhin die Chance auf eine günstige Fahrt.

Postbus-Verkauf an FlixbusSo sehr der Zusammenschluss den Kunden in preislicher Hinsicht Nachteile bringt, hinsichtlich der Taktung und der Verfügbarkeit soll der Zusammenschluss Vorteile bringen. Bis Ende des Jahres sollen Kunden auch in 5.000 Postfiliale Flixbus-Produkte kaufen können. Eine langfristige Vertriebs- und Marketingkooperation beider Unternehmen wird angestrebt.

Bessere regionale Angebote

Hinsichtlich des Liniennetzes will Flixbus das regionale Angebot stärken und auch Städte anbinden, die bislang noch nicht angefahren werden. Flixbus-Chef André Schwämmler spricht von einer Verbesserung des Individualverkehrs, sodass mehr auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen wird „Hierzu braucht es ein attraktives Fernbus-Angebot auch in Regionen, keine Parallelverkehre auf Metropolverbindungen“, so Schwämmler.

Wieweit der Fernbus-Markt nun wirklich besser wird, muss sich zeigen. Mehr Attraktivität und neue Kunden würden dem momentan schwächelnden Fernbus-Markt gut tun. Von einem besseren Angebot profitiert am Ende der Verbraucher.


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