Netzanbieter-Vergleich und Netztest 2019 » Telekom, Vodafone, o2 - Wer bietet das beste Handynetz?

Der im Rahmen des Netztests 2019 erneut durchgeführte Netzbetreiber-Vergleich belegt einmal mehr, dass manche Geschichten trotz unveränderten Erzählstoffs nicht an Spannung einbüßen. Im Klartext: Die Positionen im Netzanbieter-„Dreigestirn“ sind unverändert – Branchenprimus Telekom verweist Vodafone und o2 auf ihre Plätze. Alle drei großen Verbinder haben erfolgreich an den wichtigsten Stellschrauben von LTE bis Sprachqualität geschraubt, doch welche Kriterien bestimmen in Zeiten der netzlosen Sprechverbindungsmöglichkeiten überhaupt noch das beste Handynetz? Und welche Handlungsempfehlungen leiten sich dadurch für Mobilfunkkunden bei der Wahl des optimalen Konditionenpakets ab? Bei den vielen guten Handyvertrags-Angeboten, die wir täglich auf dem Blog präsentieren, sind jedenfalls zwei Kriterien besonders wichtig: Zum einen natürlich der Preis, zum anderen aber auch die Wahl des bestgeeigneten Netzproviders. Doch welcher Netzanbieter ist der beste und bietet das beste Handy- und Internetnetz an?


Welches Netz ist das beste? ⇓ | Die Preis-Leistung im Check ⇓ | Der Service der Anbieter ⇓ | Netztest 2019: Fazit ⇓


Wie schon 2018 bleibt auch nach dem Netzanbieter-Vergleich 2019 festzustellen, dass die Telekom ihren Konkurrenten in nahezu allen Belangen mindestens eine Nasenlänge voraus ist. Doch spürt man die Unterschiede an der Spitze in der Praxis überhaupt noch? Vielen Kunden wird sicherlich auch das gute D2-Netz von Vodafone reichen. Sowohl im Sprach-, als auch im Datenbereich hat das Unternehmen aufgeholt. Die Fusion von E-Plus und o2 ist mittlerweile abgeschlossen, die beiden UMTS-Netze wurden bereits vor einiger Zeit zusammengelegt und der größte deutsche Netzbetreiber hat sich in punkto Netzqualität weiter verbessert. Doch im Gegensatz zu den Netztests der vergangenen Jahre nahm sich der Sprung im aktuellen Anbietervergleich signifikanter aus, was besonders der gesteigerten Performance im urbanen Bereich zuzuschreiben ist. Und auch wenn das Münchner Unternehmen in ländlichen Regionen noch immer den einen oder anderen Wunsch nach Schließung von Qualitätslücken offen lässt, geraten die Rücklichter der Konkurrenz nun langsam aber sicher in Sichtweite.

TelekomVodafoneo2

Note1,41,61,9
Telefonie rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Internet rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Netzabdeckungrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox  rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Preis rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Pro

+ höchste LTE-Geschwindigkeiten

+ beste Netzabdeckung

+ beste Sprachqualität

+ sehr guter LTE-Ausbau

+ stabilste Telefonverbindungen

+ gutes Preis-/Leistungsverhältnis

+ UMTS-Roaming mit E-Plus-Netz

+ bester LTE-Empfang in Gebäuden in der Stadt

+ günstigster Anbieter

Kontra

– lässt sich Qualität gut bezahlen

– Probleme bei Telefonie in Zügen

– Probleme bei Telefonie in Zügen

– LTE-Verfügbarkeit auf dem Land

– Probleme bei Telefonie in Zügen

Zum AnbieterZum AnbieterZum Anbieter

Welcher ist der Mobilfunkanbieter eures Vertrauens? Kommt für euch nur die Telekom in Frage, da ein top Netz einfach das A und O ist? Haltet ihr Vodafone die Treue, da hier geringere Kosten anfallen, das Netz aber immer noch gut und die Qualität der Telefongespräche beinahe premium ist? Oder spielt der Preis für euch die Hauptrolle und der in den Städten überwiegend überzeugend abschneidende Netzbetreiber o2 ist der Verbinder eurer Wahl? Eure Meinung interessiert uns!

Netztest 2019: Welcher Netzanbieter bietet das beste Internet- und Handynetz?

Würde man den Alltagsgebrauch von iPhones, Windows-Phones oder Android-Smartphones statistisch auswerten, stünde unter dem Strich, dass das reine Telefonieren schon längst nicht mehr das Hauptaugenmerk bei einem Handyvertrag darstellt – das mobile Internet ist heute für viele Altersgruppen wichtiger, WhatsApp, Telegram oder Threema haben traditionelle Dienste wie die SMS weitestgehend abgelöst und übertragen die Nachrichteninhalte mittlerweile schneller. 4G und LTE sind die Zauberbegriffe der Stunde, aus der nicht mehr allzu utopischen Zukunft schimmert einem bereits das Licht des heiligen 5G-Grals entgegen (freilich nicht, ohne von mancher kritischen Stimme begleitet zu sein, kein Fortschritt ohne Verweilsentimentalität). Auch das Streaming von unterwegs hat an Bedeutung gewonnen. Musik und Videos sollen mittlerweile von überall und jederzeit über das Internet verfügbar sein.

Das alles stellt die drei deutschen Provider vor eine große Herausforderung. Um herauszufinden, wie Telekom, Vodafone und o2 diese Herausforderungen meistern, haben wir uns durch die Auswertungsergebnisse der Netztests von Connect.de und Computerbild.de gearbeitet und können euch unten die Ergebnisse präsentieren.

Bestes Internet: Welcher Netzanbieter hat beim Up- und Downstream die Nase vorn?

Bei der Versorgung via mobilem Internet fällt die Gegenüberstellung der Big Player im Netzbetreiber-Vergleich weniger deutlich aus als in den vergangenen Jahren. Der Ausbau geht bei allen Anbietern voran, jedoch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, sodass die Abstände, insbesondere zwischen der vormals deutlich abfallenden Telefónica und ihren zwei großen Nebenbuhlern, nicht mehr so groß sind. Besonders interessant ist hierbei die Verteilung der Upload- und Downloadraten, die Connect in seinem Netztest übersichtlich darstellt.

Ausgewertet wurden die Ergebnisse unter LTE-Bedingungen. Dabei liefert die Telekom testkategorie-übergreifend vom „Drive-Test“ in der Großstadt bis zum „Walk-Test“ in der Kleinstadt (so benannt von connect) vernünftige Verbindungsgeschwindigkeiten, auch bei Vodafone können sich die Werte sehen lassen. o2 liegt mit seiner durchschnittlichen Downloadgeschwindigkeit noch erkennbar dahinter. Voraussetzung ist natürlich ein Handyvertrag, bei dem solche Datenraten überhaupt angeboten werden, was meist relativ teuer ist. Gerade Telekom und Vodafone lassen sich hohe Geschwindigkeiten von 300 bzw. 375 MBit/s gut bezahlen, während o2 ohnehin nur Tarife mit höchstens 50 MBit/s anbietet. Und während der LTE-Ausbau vorangetrieben wird, gucken Nutzer älterer Handys ohne 4G-Kompatibilität angesichts des UMTS-Rückgangs zuweilen etwas alleingelassen aus der Wäsche. Unten seht ihr beispielhaft die aus dem Walk-Test in der Großstadt hervorgegangenen Upload- und Downloadraten bei den drei Großen.

Upload- und Downloadraten von Telekom, Vodafone und o2 im Vergleich

Upload- und DownloadratenTelekomVodafoneo2
10% aller Downloads sind schneller als…
77,87 MBit/s
68,79 MBit/s57,87 MBit/s
10% aller Uploads sind schneller als…29,09 MBit/s28,99 MBit/s26,77 MBit/s

Im Durchschnitt kann die Telekom landesweit ungefähr 43,7 MBit/s im Downstream zur Verfügung stellen und ist damit deutlich schneller als der nächstbeste Konkurrent Vodafone mit etwa 36,4 MBit/s. o2 fällt mit einer durchschnittlichen Downloadrate von 26,9 MBit/s (entspricht etwa dem Level der durchschnittlichen Uploadrate von Vodafone) zwar noch immer deutlich deutlich ab, hat gegenüber dem Vorjahr aber einen beachtlichen Sprung gemacht. Waren im Jahr 2017 Datenraten von 100 MBit/s noch die Ausnahme, lieferte die Deutsche Telekom 2018 in einigen Städten bereits Geschwindigkeiten von mehr als dem Doppelten ab – am Leipziger Platz in Berlin etwa lagen in dieser Zeit über 10% aller Downloads im Telekom-Netz über 160 MBit/s. Das theoretische Maximum von LTE Cat. 6 (300 MBit/s) ist also kein Wachtraum der Vielkommunizierer mehr. Vodafone hat auch bereits damit begonnen, den schnelleren LTE Cat. 9-Standard (375 MBit/s) auszurollen. Da dürften einige Internetprovider mit ihren V-DSL-Anschlüssen nur noch die Rücklichter sehen.

Doch nicht nur die Downloadraten, sondern auch die Erfolgsquoten für das Aufrufen von Websites und Downloaden von Dateien, die Verbindungsabbrüche sowie die Sprachqualität sind bei der Bewertung des Netzes von Bedeutung. Hier kann ebenfalls kein Anbieter mit der Telekom mithalten. o2 hat zwar auch hier auf dem Land nachgelegt, läuft aber noch immer deutlich hinter Konkurrent Vodafone über die Ziellinie.

Wie steht es laut Netztest 2019 um die LTE-Verfügbarkeit der Netzanbieter?

Die Netzbetreiber bieten mittlerweile in immer mehr Tarifen die Nutzung des schnellen LTE-Netzes an, das im Vergleich zu UMTS neben höheren Transferraten bis dato auch weniger Auslastung auf den gleichen Frequenzen verspricht. Auf dem Feld der Verfügbarkeit siegt, wenn man den Durchschnitt aus den Testergebnissen in den Kategorien „Autofahren in der Stadt“, „Autofahren auf dem Land“, „Stadt zu Fuß (Hotspots)“ und „Zugfahrt“ ermittelt, knapp die Telekom. Die Bonner behalten dabei die Nase knapp vorn, vor allem im Zug macht dem Magenta-Konzern immer noch kein Konkurrent etwas vor. Mit kaum zwei Prozentpunkten ist der Abstand zu Vodafone zwar beinahe marginal, das bedeutet allerdings nicht, dass die Durchschnittsgeschwindigkeiten automatisch besser sein müssen, wie die Daten oben zeigen. Allerdings holt Vodafone im Vergleich zum Vorjahr weiter auf. Seit dem Zusammenschluss von o2 mit dem LTE-Netz von E-Plus ist das LTE-Netz nicht automatisch besser, die erste Stagnation nach dem zugesagten Abgeben der 1.800 Mhz-Masten scheint aber überwunden. Die folgende Grafik von computerbild.de zeigt übersichtlich, wie es um die LTE-, 3G- und auch die 2G-, also die gut alte GSM-Verfügbarkeit, bestellt ist.

Bildquelle: Computerbild.de | Netztest bei COMPUTER BILD: Deutschlands Mobilfunknetze im Test!

Welcher Netzanbieter bietet laut Netztest 2019 das beste Telefonnetz?

Alles in allem kann man sagen, dass sich die Netzanbieter auch in Sachen Telefonie allmählich angleichen und alle ein gutes bis sehr gutes Netz zur Verfügung stellen. Eine Hackordnung hat sich in den letzten Jahren dennoch etabliert: Am besten ist und bleibt vorerst die Telekom, darauf folgt mit immer geringerem Abstand der sich als Gigabit-Netzanbieter präsentierende Vodafone-Konzern; Platz drei nimmt mit weiteren Punktabzügen das durch die Übernahme von E-Plus vergrößerte, aber auch eine größere Last tragende Münchner Unternehmen o2 ein.

Grundlegende Indikatoren sind hier v. a. die Sprachqualität, die Dauer des Rufaufbaus und daraus resultierende Fehler, sowie der Anteil abgebrochener Gespräche. In diesen vier Kategorien bekommt die Telekom durch die Bank die besten Noten und kann sowohl beim Telefonieren in der Stadt, als auch auf dem Land überzeugen. Doch bei Weitem nicht in allen Wertungskategorien liegen Welten zwischen T wie Telekom und o wie o2: Gemäß dem connect.de-Netztest liegt etwa bei der Gesprächs-Erfolgsquote in Städten, ermittelt aus den Telefonaten ohne Abbruch gegenüber der Gesamtzahl der Gespräche, nur eine Daumenbreite zwischen den drei Netzanbietern, wobei Telekom und Vodafone sich das Zepter hin und her reichen. Anders sieht es wiederum bei der Rufaufbauzeit aus: So haben Telekom- und Vodafone-Kunden den gewünschten Gesprächspartner oft viel rascher an der Strippe. In der Bahn und auf dem Land ist alles beim Alten: Während o2 beispielsweise in der Berliner U-Bahn punkten kann und dort in Sachen Rufaufbau teils ganz vorne liegt, verbindet in Überlandzügen keiner zuverlässiger als die Telekom, während die Telefónica dem gegenüber auch weiterhin etwas alt aussieht.

Sprachqualität von Telekom, Vodafone und o2 im Vergleich

GesprächsqualitätTelekomVodafoneo2
Gespräche in der Stadt (im Auto)
Gesprächs-Erfolgsquote99,6%99,1%97,3%
Durchschnittliche Rufaufbauzeit in Sekunden1,81,72,6
Gespräche in der Stadt (zu Fuß)
Gesprächs-Erfolgsquote99,7%99,8%99,5%
Durchschnittliche Rufaufbauzeit in Sekunden1,81,82,3
Gespräche in Kleinstädten (im Auto)
Gesprächs-Erfolgsquote99,6%98,8%96,6%
Durchschnittliche Rufaufbauzeit in Sekunden1,82,03,1
Gespräche in der Bahn
Gesprächs-Erfolgsquote83,986,173,4
Durchschnittliche Rufaufbauzeit in Sekunden2,42,43,6

Sobald der Anruf einmal durchgedrungen ist, unterscheidet sich diese in MOS (Mean Opinion Score) bei den drei Netzanbietern nur marginal. Die Telekom liegt in jeder Testumgebung vorne oder gleich auf mit Vodafone im MOS-Bereich zwischen 4,4/ 4,3 im besten Fall (Telekom oder Vodafone zu Fuß oder im Auto in der Stadt ) und 3,9 in der Bahn. Den schlechtesten MOS-Wert ermittelten die Tester mit 3,6 bei einem o2-Gespräch in der Bahn. Vodafone hat hier gegenüber 2018 definitiv Verbesserungsarbeit geleistet, doch inzwischen wird der Nachfolger des Audio-Codec HD-Voice – die sogenannten EVS (Enhanced Voice Services) – bei allen drei Großen angeboten. Wie HD-Voice verbessert EVS die Sprachqualität, deckt im Gegensatz zum bisherigen Standard allerdings den gesamten menschlichen Frequenzbereich ab. Genutzt werden kann der Codec jedoch nur, wenn beide Smartphones im LTE-Netz eine Voice-over-LTE-Verbindung (VoLTE) aufbauen können und EVS von Netz und Gerät unterstützt wird.

Immerhin: Mit VoLTE wird mittlerweile in allen Netzen gefunkt. Zumindest, wenn beide Gesprächsteilnehmer im selben Netz telefonieren, läuft die Verbindung also über LTE. Das wirkt sich insbesondere auf den Verbindungsaufbau aus. Und diese Disziplin ist es auch, in der Vodafone mit seinem D2-Netz nun an der Telekom vorbeizieht – keiner der beiden Konkurrenten schaffte es so schnell, eine Verbindungen zwischen zwei Geräten herzustellen. Beim Anteil der VoLTE-Verbindungen hat die Telekom dennoch die Netznase vorn und konnte sich damit wiederum von Vodafone etwas abheben, die vor einem Jahr noch gleichauf lagen.

Unter dem Strich bleibt festzustellen, dass für o2 auch der Zusammenschluss mit E-Plus bisher nichts an der Rangordnung ändern konnte. Mit dem Slogan „Zwei Netze sind besser als eines“ versucht die Telefónica zwar, die Kunden von der neuen Stärke zu überzeugen, allerdings können die Praxiswerte auch weiterhin nicht an Vodafone und Telekom anknüpfen. Gegenüber dem letzten Jahr, als die Mühen der Fusion das Netz eher weiter zurückzuwerfen schienen, haben die Konsolidierungsmühen im Jahr 2019 aber bereits gefruchtet und der Münchner Netzhoster steht wieder etwas breitbeiniger da.

Wie ist das Netz in meiner Stadt?

Was nützt einem der beste Netzanbieter oder das günstigste Netz, wenn es um die Netzabdeckung am eigenen Wohnort eher bescheiden bestellt ist? Die Netzabdeckungen sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich, deshalb sollte man sich im Voraus informieren – ein Blick auf die oben abgebildete Karte, abgeleitet aus dem Computer Bild Netztest 2019, verschafft einem bereits die wichtigsten Anhaltspunkte zur LTE- bzw. 3G- oder GSM-Verfügbarkeit in der Wunschregion. Auch lohnt ein Blick auf entsprechende Apps wie 4G Mark oder Computer Bild Netztest – wer eine präziseren Vor-Ort-Eindruck in Echtzeit möchte, ist bei diesen Prüfwerkzeugen jedenfalls an der richtigen Adresse.

Generell lässt sich sagen, dass die Netze im großstädtischen Bereich natürlich besonders gut ausgebaut sind und in ländlichen Gegenden qualitativ nachlassen. Wie das Bild oben verdeutlicht, definiert die Telekom hier auch weiterhin den Qualitätsstandard und verweist Vodafone, aber gerade auch o2 deutlich auf Platz zwei und drei. Vor allem o2 weist teilweise starke Lücken in der Netzabdeckung auf. Durch die Integration des E-Plus-Netzes stagniert gerade der LTE-Ausbau im Vergleich zum Vorjahr. Dafür können sich o2-Kunden über eine Verbesserung beim immer noch nicht gänzlich irrelevant gewordenen UMTS-Empfang freuen.

Und wann kommt eigentlich 5G?

Mit 5G ist es ein wenig wie mit dem Amen in der Kirche – es steht außer Frage, dass es kommt, doch keiner weiß, wie lange die vorangehende Predigt sein wird. Während sich das Netzanbieter-Dreigestirn beim Thema 4G noch lange nicht vollumfänglich eingegroovt hat, wird bereits eifrig um die neuen 5G-Frequenzen wettgesteigert, wobei sich besonders Telekom und Vodafone hervortaten. Insgesamt bezahlten die Netzbetreiber sowie das 1&1-Unternehmen Drillisch bei der Anfang des Jahres von der Bundesregierung betreuten Versteigerung um die Frequenzblöcke 6,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand schließlich folgende Aufteilung:

  • Die Telekom ersteigerte 13 Blöcke für ca. 2,2 Milliarden Euro,
  • Vodafone ersteigerte zwölf Blöcke für 1,9 Milliarden Euro,
  • Telefónica (o2) ersteigerte neun Blöcke für 1,4 Milliarden Euro
  • Drillisch ersteigerte sieben Blöcke für 1,1 Milliarden Euro.

Wofür steht die 5G-Technologie und wann können wir mit ihr rechnen?

5G ist das schmucklose Kürzel für die fünfte Generation der Mobilfunknetze. Die Kommunikationstechnologie der gar nicht mehr so fernen Zukunft soll eine Download-Geschwindigkeit von 10 Gigabit pro Sekunde ermöglichen – das entspricht dem 10-Fachen dessen, was eine solide LTE-Verbindung ermöglicht. Mit 5G sollen Datenübertragungen vollkommen verzögerungsfrei erfolgen, was im Optimalfall dazu führt, dass etwa ein Fußballspiel in ruckelfreier Echtzeit zum Beispiel auf das Tablet übertragen werden kann. Auch für die Technologie der selbstfahrenden Fahrzeuge ist 5G beinahe ein Muss, da nur mithilfe unterbrechungsfreier Datenübertragung sicheres autonomes Fahren gewährleistet werden kann.

Glaubt man den Prognosen, werden „bereits“ 2020 die ersten Handyverträge mit dem neuen, rasanten Netz angeboten – glaubt man hingegen den Skeptikern, dürfen wir Ottonormalverbraucher nicht vor 2021 in das neue Zeitalter der Geschwindigkeit eintauchen.

Preis-Leistungs-Verhältnis der Netzanbieter im Check

In Deutschland gibt es mittlerweile mehr Mobilfunkanschlüsse als Einwohner – im Schnitt hat in etwa jeder dritte Deutsche zwei Handyverträge. Seit der Übernahme von E-Plus durch o2 kann sich der Telefonica-Konzern mit 52,9 Mio. Kunden als der größte Provider zählen. Der ehemalige Krösus Telekom kommt auf 41,1 Mio., womit die Bonner nun sogar hinter Vodafone mit 41,9 Mio. Nutzer die wenigsten Kunden mit ihrem Service bedienen. Doch wie kann Telefonica eine so marktbeherrschende Position einnehmen, wenn die Netzqualität doch nachweisbar schlechter ist? Die Antwort auf diese Frage liegt im Preis. Wir beim Schnäppchenfuchs sind Experten für günstige Handyverträge und weisen tagtäglich auf neue Angebote hin.

o2 bleibt Preissieger – aber die Kosten sind nicht alles

Dabei fällt auf, dass die o2-Tarife bei gleichen Vertragsbedingungen deutlich günstiger sind als die Angebote von Vodafone und dem teuersten Anbieter Telekom. Die Kosten können hier teilweise nur bei der Hälfte liegen. Viele Subprovider wie Mobilcom-Debitel, Klarmobil, Otelo, Sparhandy und Co. können die Preise durch Auszahlungen oder eine verringerte Bandbreite sogar noch weiter drücken. Interessanterweise ist es aber gerade der günstigste Provider, der mittlerweile dauerhaft LTE bereitstellt, wo bei den anderen beiden Netzanbietern über die Discounter-Provider die Geschwindigkeiten gedrosselt werden. Wie die persönlichen Anforderungen aussehen, ist jedoch von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich – schaut deshalb am besten auf unserer Übersichtsseite nach den besten Angeboten für euch. Außerdem arbeiten wir uns in regelmäßigen Abständen durch den Dschungel der Tarife, damit ihr nicht nur den günstigsten, sondern auch einen Handyvertrag abschließen könnt, genau euren persönlichen Anforderungen entspricht. Worauf es beim Vertragsabschluss ankommt und wo versteckte Kosten lauern, erfahrt ihr in unserem Ratgeber zu günstigen Handyverträgen.


Netztest 2019: Welchen Service bieten die Provider?

Viele Anbieter locken ihre Kunden mit Vorteilen für junge Leute und Studenten, so genannten Kombinationsvorteilen oder Zusatzleistungen für Bestandskunden. Darüber hinaus gibt es mit der Datenautomatik bei 2 Netzanbietern aber auch eine nicht ganz so erfreuliche Entwicklung, die hier erklärt werden soll. Da auch das Telefonieren und Surfen im Ausland immer günstiger und interessanter wird, haben wir die wichtigsten Informationen dazu zusammengetragen.

Vorteile für Bestandskunden der Netzanbieter

 

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt eines Mobilfunkvertrages, der im Netztest 2018 berechtigterweise nicht beleuchtet wurde (sagt er schließlich nichts über die Netzqualität an sich aus) sind die Vorteile für Bestandskunden. Hier bieten Telekom, Vodafone und o2 unterschiedliche Vorzüge.

Vorteile für Bestandskunden: Telekom

Wer als Kunde bei der Telekom einen IP-Festnetzanschluss über MagentaEINS besitzt, kann die Grundgebühr seines Telekom-Mobilfunkvertrags monatlich um 10€ reduzieren lassen. Dies ist bei Hinzubuchung einer „Family Card“ zum bestehenden Vertrag möglich – durch bis zu vier mögliche Family Cards ist also eine Ersparnis von bis zu 40€ möglich. Zusätzlich wird der Vertrag für das Smartphone auf volle LTE-Geschwindigkeit umgestellt. Dem Festnetzanschluss wird darüber hinaus noch eine kostenlose Handyflatrate in alle deutschen Netze spendiert. Bei bestimmten Verträgen ist ebenfalls die kostenlose Nutzung der deutschen Telekom HotSpots inkludiert. Zu guter Letzt enthält das MagentaEINS-Paket weitere Extras und Vorzüge wie ein kostenloses StreamOn-Abo oder Early Bird Konzerttickets.

Vorteile für Bestandskunden: Vodafone

Vodafone-Bestandskunden mit allen Red-Tarifen seit 2014 sowie Young M, L und XL, alle Kunden, die über Kabel einen Internet & Phone-Tarif mit einer Download-Geschwindigkeit von höchstens 25 Mbit/s nutzen sowie alle ab 2009 abgeschlossenen Internet & Phone-Tarife können sich bei Anmeldung zum Kombipaket GigaKombi über eine monatliche Ersparnis von 10€ freuen. Dabei können, je nach Zusammenstellung des Kombipaketes, zwischen 5 und 15€ gespart werden.

Vorteile für Bestandskunden: o2

Für o2-Bestandskunden, die gerne ins Kino gehen, könnten die Aktionen von o2 schmackhaft sein. Denn registriert man sich für das Mehr o2 Vorteilsprogramm, ist jeden Donnerstag Kinotag, d.h. der Netzanbieter schenkt euch das zweite Kinoticket in teilnehmenden Vorführungsstätten. Außerdem gibt es für Bestandskunden immer wieder o2-exklusive Aktionen wie Verlosungen von Skipässen oder Fitnessclub-Mitgliedschaften, aber auch einen gratis Kindle und dergleichen mehr.

Vorteile für junge Leute und Studenten

Da junge Leute und Studenten bekanntermaßen ja eh ihren Eltern auf den Taschen liegen, weil sie selbst kein bis kaum ein Einkommen haben, gibt es seitens vieler Anbieter eine kleine Stütze. Entweder wird der Vertrag monatlich um einige Euro reduziert oder man bekommt kostenlose Extras.

  • Telekom – Magenta Mobil Friends: Junge Leute bis zum Alter von 18 bis 25 Jahren bzw. Studenten bis 29 bekommen als Upgrade kostenlos das doppelte Datenvolumen obendrauf. Zu Vertragsbeginn muss das Alter oder das Studium aber nachgewiesen werden, mit dem Ausweis oder der Immatrikulationsbescheinigung, die jedes Jahr eingefordert werden kann. In der Praxis geschieht dies in der Regel jedoch nicht.
  • Vodafone – Junge Leute: Unter jungen Leuten versteht Vodafone Personen bis zum Alter von 27 Jahren. Hier kann man sich den passenden Tarif unter den Young-Tarifen aussuchen. Je nach Wunsch lassen sich die SMS-Flat gegen 500 MB zusätzliche Datenvolumen oder die Telefon-Flat gegen 200 Frei-Minuten und 500 GB zusätzliches Internet tauschen.
  • o2 – Junge Leute: Bei o2 erhalten junge Leute einen Rabatt von 5€ pro Monat. „Jung“ ist man in den Augen von o2 als Unter-26-Jähriger oder als Schüler und Student.
Datenautomatik
Quelle: teltarif.de

Datenautomatik – und wie man sie kündigt

Ein sicherlich ärgerliches und für die Kunden nicht unbedingt durchsichtiges Gebaren hat sich durch E-Plus mit der sogenannten Datenautomatik seit dem Jahr 2014 eingeschlichen und auch der Netztest 2019 zeigt, dass es noch nicht der Vergangenheit angehört – mittlerweile ist sie bei Vodafone in nahezu allen und bei o2 in den Blue-Verträgen Bestandteil der Tarife. Ist euer Inklusivvolumen für das Internet aufgebraucht, wird euch bei diesen Anbietern statt einer Drosselung nun automatisch weiteres Datenvolumen hinzugebucht – kostenpflichtig, versteht sich.

Eigentlich wollen die Provider dem Kunden so möglichst lange schnelles Internet anbieten, doch ein fader Beigeschmack ob des hohen Aufpreises bleibt. Die Umsetzung ist definitiv fragwürdig, auch wenn man per SMS vor jedem Upgrade darauf hingewiesen wird. Wer das nicht möchte, sollte rechtzeitig widersprechen bzw. kündigen – wie das geht, erfahrt ihr hier.

  • o2 Blue: In den beliebten 02 Blue Tarifen bucht der Anbieter bei Neuverträgen seit 30.09.2015 automatisch Datenvolumen nach, wenn das inkludierte verbraucht ist. Das geschieht bis zu 3x im Monat, danach wird gedrosselt. In den o2 Blue Basic, Smart und All-in S Verträgen werden jeweils 100MB für 2€ nachgebucht; in den o2 Blue All-in M und L jeweils 250MB für 3€; und in den o2 Blue All-in XL und Premium jeweils 750MB für 5€. Vor dem Upgrade werdet ihr jeweils per SMS informiert. Die dauerhafte Deaktivierung erfolgt über die Kundenhotline: 55222. Kündigen könnt ihr aber auch online: Loggt euch auf der O2-Homepage unter „Mein O2“ ein und klickt „Tarife & Optionen“. Setzt nun das Häkchen bei „Ich möchte die Datenautomatik deaktivieren“ und drückt abschließend den Button zur Deaktivierung.
  • Vodafone SpeedGo: Hat ein Vodafone-Kunde sein Highspeed-Datenvolumen zu 90% verbraucht, so bekommt er per SMS einen Hinweis auf das demnächst anstehende Upgrade, genannt SpeedGo. Dieses beinhaltet in den teureren Red-Tarifen weitere 250MB für 3€ und wird bis zu 3x im Monat hinzugebucht – in den Smart-Tarifen jeweils 100MB für 2€. Vodafone kommuniziert nach außen hin, dass es keine dauerhafte Kündigung der SpeedGo-Datenautomatik gibt, tatsächlich klappt es bei einem Anruf der netzinternen Kundennummer aber doch: 1212. Man kann den Dienst jedoch auch monatlich ablehnen, mit der Antwort „langsam“ auf die Benachrichtigungs-SMS nach Verbrauch von 90% des Datenvolumens, oder in der MeinVodafone-App. Mehr Infos zum Thema „Datenautomatik“ findet ihr in unserem Ratgeber.

Ausnahme Drillisch: Datenautomatik als „Fester Bestandteil“

Eine Ausnahme stellt jedoch der Discounter-Provider Drillisch dar. Unter diesem Dach befinden sich zahlreiche namhafte Anbieter, die besonders günstige Tarife anbieten. Der Haken vor allem bei vielen neuabgeschlossenen Tarifen ist jedoch die Datenautomatik, die sich teilweise gar nicht mehr kündigen lässt – dies äußert sich in den Worten „fester Tarifbestandteil“. Achtet bei den folgenden Anbieter auf diese Klausel, andernfalls seid ihr vertraglich an das kostenpflichtige Datenupgrade nach Verbrauch eures Volumens gebunden: DeutschlandSIM, HelloMobil, Maxxim, McSim, Smartmobil, Simply, PremiumSIM, WinSIM und Yourfone. Doch nicht alle Tarife dieser Anbieter besitzen eine zwangsweise Upgrade-Automatik, wenn dem so ist, wird sie zwar trotzdem gebucht, kann aber online in der persönlichen Servicewelt, über eine entsprechende Service-Telefonnummer und bei manchen Anbietern auch im Chat gekündigt werden.


Telefonieren und Surfen im Ausland?

Da das Handy ja mittlerweile auch im Urlaub nicht mehr aus der Hand gelegt werden kann, weil man noch mit Freunden WhatsAppen muss oder weil noch eine wichtige Aufgabe bei der Arbeit zu erledigen ist, sind auch die Preise für das Roaming mittlerweile von Interesse. Seit dem weitestgehenden Wegfall der EU-Roaming-Gebühren am 15. Juni 2017 hat sich – zur Freude der Mobilfunkkunden – bei der Telefonie im Ausland natürlich einiges geändert. „Roam like at home“ lautet die Devise im europäischen Ausland. In der folgenden Tabelle seht ihr auf einen Blick, zu welchem Kostenwegfall die EU-Regulierung EU MEMO/16/4396 bei den Netzanbietern geführt hat.

TelekomVodafoneo2
Verfügbares DatenvolumenWie in DeutschlandWie in DeutschlandVoreingestellt 1GB monatlich – bei Überschreiten Umstellung auf 250 kbit/s
SMS-VersandWie in DeutschlandWie in Deutschland7-9 Cent
Anruf: EU → DeutschlandWie in DeutschlandWie in DeutschlandWie in Deutschland
Anruf: EU → anderes EU-Land (nicht D)Inklusive (Keine Kosten für den Angerufenen)5,95 Cent/min. (Keine Kosten für den Angerufenen)39 Cent/min. (Keine Kosten für den Angerufenen)

Trotzdem alle deutschen Mobilfunkanbieter seit Juni 2017 der neuen EU-Roaming-Verodnung folgen, gibt es auch einen Ausreißer: Bei DeutschlandSIM, einem Tarif von Drillisch, ist die Roaming-Option im Basic-Modell grundsätzlich nicht inkludiert – hier lässt sich Roaming aber natürlich auch hinzubuchen.

In welchen Ländern ist das Roaming seit 2017 kostenlos?

In allen Ländern, die in die EU „eingemeindet“ sind, gibt es seit 15. Juni 2017 keine Roaming-Kosten mehr. In alphabetischer Aufzählung sind das: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien (bis zum Abschluss des Brexits) Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Die folgende Karte, auf welche Ausnahmen ihr beim Telefonieren und Surfen im europäischen Raum dennoch aufpassen müsst.

Der überwiegende Teil der Mobilfunkanbieter (mit Ausnahme von, wie oben genannt, DeutschlandSIM) hat Gruppen von Ländern definiert, in denen der Normal-Tarif, also ohne EU-Roaming-Aufschlag, gilt. Abhängig von der Zeitzone kommen hier bei ein paar Ländern, die zwar nicht der Europäischen Union, aber dem Europäischen Wirtschaftsraum angehören, hinzu. Konkret handelt es sich um Norwegen, Liechtenstein, Island, Gibraltar, die Kanarischen Inseln, Madeira, Guadeloupe, Französisch Guyana und bei vielen Anbietern auch die Schweiz. In diesen Ländern können die Roaming-Gebühren der Provider abweichen – solltet ihr euch nicht sicher sein, fragt am besten noch einmal bei eurem Anbeiter nach.


Exkurs: Welche Vorwahlen haben die deutschen Handynetze?

Immer wieder stellt sich bei Vertragsangeboten die Frage, welches Netz hinter den Providern steht. Bei Subprovidern wie klarmobil oder von Drillisch ist dies teilweise nicht eindeutig, da z. B. nur mit „Top D-Netz“ oder „Bester D-Netz Qualität“ geworben wird. Der Hintergrund ist, dass sich Premium-Anbieter wie die Telekom die hohen Preise für Allnet-Flats und LTE-Datenvolumen nicht von den Discountern kaputt machen lassen wollen. Der einfachste und sicherste Weg herauszufinden, in welchem Netz man nun surft und telefoniert, führt über die Vorwahlen. Häufig wird im Bestellprozess bereits eine Nummernwahl ermöglicht, anhand der Vorwahlen erkennt man dann die Netzzugehörigkeit.

ProviderVorwahlenAbfrage der Netzzugehörigkeit
  • 0151x
  • 0160
  • 0170
  • 0171
  • 0175
Anruf an: 4387
  • 0152x
  • 0162
  • 0172
  • 0173
  • 0174
Anruf an: 12313
  • 0157x
  • 0163
  • 0176
  • 0177
  • 0178
SMS mit Inhalt „NETZ Rufnummer“ an: 4636

Service Hotlines und Kündigungsadressen

Bei unseren Handyvertragsangeboten weisen wir immer darauf hin, dass Verträge in der Regel eine Laufzeit von 24 Monaten haben. Man sollte auf eine rechtzeitige Kündigung bis spätestens 3 Monate vor Ende der Laufzeit achten, da sich der Vertrag sonst um weitere 12 Monate verlängert. In vielen Fällen entfallen dann aber Gutschriften, die den Monatspreis bislang reduziert haben. Der Schnäppchentarif wird dann schnell teuer. Innerhalb von 2 Jahren tut sich auf dem Tarif-Markt außerdem äußerst viel und so kann man flexibel ein anderes Angebot wahrnehmen – man denke nur daran, dass LTE vor wenigen Jahren noch fast wie ein Zauberwort klang und heute bereits bei den günstigsten Tarifen angeboten wird. Außerdem bekommt man so manchmal Zugang zu exklusiven Verlängerungsangeboten. Die Kündigung zurückziehen kann man immer noch. Wir empfehlen den kostenlosen Erinnerungsservice von remind.me:

Wurde lange Zeit in vielen Fälle nur die Kündigung per Brief akzeptiert, hat der Gesetzgeber nun im Sinne der Verbraucher nachgebessert. Seit dem 1. Oktober 2016 ist die Kündigung per E-Mail möglich. Bei fehlender E-Mail-Adresse könnt ihr auch eine Nachricht über das Kontaktformular versenden. Gültig ist diese Regelung allerdings nur für Verträge die nach dem 1. Oktober 2016 geschlossen wurden. Alle Infos hierzu findet ihr in unserem Ratgeber

NetzanbieterServiceKündigung
Telekom
  • per Post an: Telekom Deutschland GmbH, Landgrabenweg 151, 53227 Bonn
  • online über das Kontaktformular
Vodafone
  • per Post an: Vodafone GmbH, Kundenbetreuung, 40875 Ratingen
  • online über das Kontaktformular
o2 & E-Plus
  • per Post an: Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, Kundenbetreuung, 90345 Nürnberg
  • online über das Kontaktformular

Fazit zum Netztest 2019: Das beste Netz besitzt die Telekom

Unterm Strich konnten sich im Gegensatz zum Netztest 2018 im Jahr 2019 zwei der drei Großfunker etwas verbessern:

Die Telekom konnte ihre Leistungen gegenüber dem Vorjahr noch einmal leicht steigern und damit den Abstand zum D2-Netzbetreiber etwas ausbauen. Der Abstand gegenüber den zwei Hauptkonkurrenten in Sachen Datenübertragung, Sprache und der in diesem Jahr neu eingeführten Bewertungskategorie „Crowd“ entspricht nicht mehr der einstigen, unüberwindbar scheinen Kluft, so einholbar, wie wir die Nummer Eins noch im vergangenen Jahr sahen, scheint die Telekom aber vorerst nicht zu sein.

Bei Vodafone hat sich auf den ersten Blick am wenigsten getan. Mit weitestgehend gleichen Endnoten in den Hauptbewertungsdisziplinen bewacht der Düsseldorfer Funker auch in der achten Gegenüberstellung des deutschlandweiten Netzangebotes traditionell Treppchenplatz zwei.

Auffälliger sind die Verbesserungen beim Münchner Anbieter o2: Obwohl der Abstand zum Netztest-Zweitplatzierten aus Düsseldorf die Köpfe der Strategen wohl auf Trab halten dürfte, trägt die Verquickung der vormals getrennten Netze von o2 und E-Plus inzwischen deutlich erkennbare Früchte. Besonderes in den Großstädten konnte die Telefónica zur Freude der Mobilfunkkunden erkennbar nachlegen. Preislich liegt der Netzbetreiber ohnehin seit einigen Jahren vor der Konkurrenz – sollte der Anbieter mit den Blubberblasen auch in den übrigen Vergleichsfeldern zumindest aufschließen können, könnten die zwei anderen Großen ins Schwitzen geraten. Bis dahin muss aber noch viel LTE- und Sprachqualitäts-Optimierung ins Land gehen.

Zum Stichwort „Verbesserung“ ist unter dem finalen Wertungsstrich des diesjährigen Netztests aber auch eine, für alle Netzbetreiber etwas unangenehme Wahrheit zu finden: In Sachen Telefonie in der Bahn hat o2 seine Hausaufgaben bisher am wenigsten zufriedenstellend gemacht, doch auch Vodafone und Telekom hinken im Vergleich zu anderen Ländern mit ihrem Angebotsspektrum hinterher. Während uns andere Staaten auf den kommunikativen Gleisen bereits davon schweben, geht der digitale Fortschritt in diesem Bereich in Deutschland in den letzten Jahren nur schleppend voran. Bleibt zu hoffen, dass mit den perspektivisch niedrigeren Öffi-Preisen ein entsprechender Wandel die so wichtige Beschleunigung erfährt – im wahrsten Sinne.


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