VPN im Vergleich – Was bieten Surfshark, NordVPN, Hide.me und Co.?

Verschiedene Anbieter versprechen sicheres und anonymes Surfen mit VPNs. Doch die virtuellen Netzwerke wollen mehr liefern, als die private Nutzung des Internets mit möglichst wenig oder gar keinen Spuren. Alle Betreiber betonen die Wichtigkeit des freien Datenverkehrs und die Nutzung aller Inhalte des World Wide Webs – zu Hause oder weltweit. Dabei ermöglichen VPNs nicht nur das namenlose Surfen, das freie Streamen oder den Zugriff auf sonst gesperrte Inhalte, auch für Firmen sind VPNs wichtig für einen sicheren Datenverkehr zwischen den Mitarbeitern weltweit. Ein Blick auf fünf wichtige Anbieter zeigt, welche Angebote sich lohnen.

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Was ist ein VPN? ⇓ | Was sind die Vor- und Nachteile eines VPN? ⇓ |  Was ist wichtig bei einem VPN? ⇓ | Wie sicher und anonym ist ein VPN? ⇓ | VPNs in der Übersicht ⇓Was ist mit kostenlosen VPNs? ⇓Fazit ⇓


Anonymität und Freiheit – von wichtigen Grundpfeilern des Internets ist mittlerweile nicht mehr viel geblieben. Aus der digitalen Spielwiese ist ein reglementierter Bereich geworden. Der Nutzer hinterlässt dort permanent eine digitale Spur. Diese Daten sind die Basis für eigene Geschäftsmodelle geworden – Google und Werbung sind dafür die wichtigsten Beispiele. Lässt sich das verhindern? Gib es Anonymität und Privatsphäre im Internet noch? Lassen sich diese Reglementierungen umgehen?

VPNs wollen dem Nutzer die Kontrolle über die eigenen Daten zurückgeben. Anonymität im Internet ist damit im Prinzip wieder möglich. Auch bei Beschränkungen durch Staat und Serviceanbieter können VPNs helfen. Eine tolle Sache, oder?


VPN-Vergleich – Was ist ein VPN?

VPN bedeutet Virtual Private Network (virtuelles privates Netzwerk). Damit ist eine in sich geschlossenes Kommunikations- und Datennetzwerk gemeint. Einfach gesagt: Ein VPN ist wie das Netzwerk zu Hause oder in der Firma. Allerdings wird ein bestehendes Datennetz verwendet. VPNs nutzen dafür in der Regel das Internet.

VPN – Surfen im Tunnel

Der Nutzer wählt sich über einen VPN-Client auf den Server des virtuellen Netzwerks ein. Das Signal wird durch den Client verschlüsselt und durch das VPN zum Ziel geleitet. Es befindet sich sozusagen in einem Tunnel.

Ist der Datenverkehr normalerweise prinzipiell einseh- und verfolgbar, verwischen sich die digitalen Spuren ab dem VPN-Client, damit schon vom eigenen Rechner aus. Durch das VPN werden wichtige Informationen wie die IP-Adresse oder das Herkunftsland geändert. Die Verschlüsselung verhindert dazu ungewollten Datenzugriff und schützt vor Manipulation. Daher sind VPNs auch im Geschäftseinsatz beliebt.

Ins VPN per Browser oder App

Zugang zu einem VPN gibt es auf zwei Wegen. So lässt sich per Browser ein VPN nutzen. Das ist praktisch für alle, die flexibel auf einen Anbieter zugreifen wollen. Auch wer unabhängig vom eigenen auch auf fremden Geräten surft, kann so den gewohnten Anbieter nutzen.

Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz einer speziellen Software. Diese Apps gibt es gewöhnlich für Windows, macOS und auch Linux. Dazu werden Apps für Android und IOS angeboten. Zahlreiche Anbieter stellen dazu Unterstützung für Smart TVs, Spielkonsolen wie Playstation und Xbox sowie Browsererweiterungen bereit. Zusätzlich lassen sich VPN-Zugänge auf Routern einrichten.

VPN-Vergleich – VPN oder Proxy?

Um regionale oder anderen Sperren zu umgehen, werden neben VPNs auch Proxy-Server verwendet. Der Proxy ändert dabei die IP-Adresse und benennt diese um. Am Ziel wirkt es so, als käme der Traffic von einem anderen Ursprung. Um ein Geoblocking zu umgehen ist ein Proxy eine durchaus praktische Möglichkeit.

Im Gegensatz zu einem VPN ist die Datenverbindung allerdings nicht verschlüsselt. Das Surfen über einen Proxy ist damit nicht anonym. Für den Schutz der eigenen Privatsphäre ist ein Proxy daher wenig geeignet.


VPN-Vergleich – Was sind die Vor- und Nachteile eines VPN?

Die Vorteile von VPNs?

  • Schutz der Privatsphäre, anonymes surfen
  • Verschlüsselung, Schutz vor Manipulation
  • Zugriff auf sonst gesperrte Inhalte
  • Umgehen von Bandbreitenbeschränkung

Anonymes surfen ohne Einschränkungen

Dadurch ergeben sich verschiedenen Vorteile für den Nutzer. Durch das Ändern der IP-Adresse durch den VPN-Server lässt sich das Surfverhalten nicht mehr exakt auf den Nutzer zurückführen. Der Standort ist damit unklar. Auch kann der Netzanbieter im Prinzip keine Rückschlüsse auf den Nutzer ziehen. Einschränkungen beim Zugriff auf Inhalte lassen sich so umgehen. Gerade für das Streaming von Filmen, Videos oder Sportübertragungen, die am Standort nicht übertragen werden,  ist ein VPN damit sehr hilfreich.

Durch die Verwendung eines VPN-Servers im Ausland, lassen sich jeweilige nationale Einschränkungen umgehen. So bekommt der Nutzer Zugang zu Internet-Angeboten, die im oder für das jeweilige Land gesperrt sind.

Mehr Sicherheit – privat und geschäftlich

Neben der Anonymisierung kann durch die Verwendung eines VPN auch die Sicherheit steigern. Der Datenverkehr über einen öffentlichen Zugang, in der Bahn, am Bahnhof, dem Flughafen oder an einem anderen öffentlichen Hotspot kann verhältnismäßig einfach von Dritten mitgelesen werden. Hier schützt ein VPN vor möglichem Datenmissbrauch und schützt die Privatsphäre.

Für Privatpersonen mag diese Anwendung noch mehr oder weniger irrelevant sein, für berufliche Anwendungen ist der Schutz des Datenverkehrs umso wichtiger. Die Kommunikation von Mitarbeiter über ein VPN sicher interne und vertrauliche Firmendaten vor dem Zugriff Dritter.

Die Nachteile von VPNs?

  • Anonymität ist Vertrauenssache
  • Verringerung von Übertragungsgeschwindigkeit und Latenz

Doch ein VPN hat nicht immer Vorteile. Prinzipiell ist das Surfen im privaten virtuellen Netzwerk eben nicht anonym. Alle Daten liegen dem VPN-Anbieter vor. Behörden können daher grundsätzlich auf diese Informationen zugreifen. Auch eine Verkauf wäre möglich. Viele Anbieter betonen daher, dass das Surfverhalten der Kunden eben nicht aufgezeichnet wird. Es werden nur die Daten erhoben, die für den Betrieb des VPNs erforderlich seinen. Für alle anderen Aufzeichnungen seinen die Server gar nicht eingerichtet. Entsprechend werden regelmäßig Transparenzberichte unabhängiger Prüfer veröffentlicht.

Doch auch nach außen lassen sich durch die Größe der Datenpakete Rückschlüsse auf deren Art treffen. Völlig unsichtbar ist der Nutzer eben auch über ein VPN nicht.

Auch die Surf-Geschwindigkeit kann durch einen VPN beeinträchtigt werden. Generell wird die Geschwindigkeit des Datenstroms über einen VPN reduziert. Wie groß die Einbuße ist, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Ein Blick auf die Transferrate und und die Geschwindigkeit der eigenen Datenleitung sollte daher auf jeden Fall geworfen werden.


Was ist wichtig bei einem VPN?

Grundsätzlich dient ein VPN dem Schutz der eigenen Daten, der Anonymität und dem Umgehen von Beschränkungen. Im Grunde wird das von allen VPN-Anbietern geboten. Auf einige Features sollten Nutzer dennoch achten, wenn es um die Wahl des passenden VPN-Anbieters geht.

Kill Switch – Keine Verbindung ohne Sicherheit

Der sogenannte Kill Switch ist ein Kernelement, wenn es um den Datenschutz bei der Verwendung eines VPNs geht. Geschützt und verschlüsselt ist der Datenstrom nur, wenn es über das VPN läuft. Hier kann es allerdings zu Störungen oder Verbindungsabbrüchen kommen. Diese erfolgen mitunter vom Nutzer unbemerkt. Hier greift der Kill Switch ein.

Kommt es zu einem Verbindungsabbruch, ist der Traffic also nicht mehr vom VPN geschützt, wird die Verbindung abgebrochen. Damit kann sich der Nutzer sicher sein, dass seine Daten nicht in unbefugte Hände geraten oder manipuliert werden

Verschlüsselung – Sicherheit vor unbefugtem Zugriff

Die hohe Sicherheit eines VPN ergibt sich durch die Verschlüsselung. So können unbefugte nicht auf die Daten zugreifen. Wer viel Wert auf Sicherheit legt, sollte daher ein Auge auf die Verschlüsselung haben. Generell verschlüsseln VPN-Anbieter den Datenverkehr mit einer AES-256-Codierung. Unterschiede gibt es bei den verwendeten Schlüsseln. Wer mehr Sicherheit möchte sollte daher auf die Angaben des jeweiligen Anbieters achten.

Multihop – zusätzliche Anonymität durch Umleitung

Da VPNs den Datenstrom über einen eigenen Server leitet, lässt sich der Ursprung nicht oder kaum ermitteln. Noch sicherer wird es, wenn der Traffic über zusätzliche Server geleitet wird. Dieses sogenannte Multihop wird von vielen, aber nicht allen VPN-Anbietern geboten. Teilweise wird das Feature unter anderer Bezeichnung angeboten.

Serverzahl – Viel hilft viel

Ein zentrales Element von VPNs sind die Server. Je nachdem auf welchen Inhalt zugegriffen und zu welchem Zweck das VPN eingesetzt werden soll, sind Server in Unterschiedlichen Ländern oder Standorten hilfreich. Gerade wen Inhalte oder Funktionen auf eine bestimmte Region beschränkt sind, ist der entsprechende lokale Server entscheidend.

Dazu sollte für eine möglichst hohe Geschwindigkeit der jeweilige Server möglichst nahe am eigenen Standort sein. Zusätzlich wirkt sich die jeweilige Auslastung auf die Surfgeschwindigkeit aus. Anbieter mit zahlreichen Server haben hier Vorteile.

Split-Tunneling – VPN nur für Ausgewähltes

Die Nutzung eines VPNs kann hilfreich und sinnvoll sein. Doch nicht für alle Fälle sind VPNs geeignet. Einige Anbieter sperren den Zugang für VPNs. Das können zum Beispiel Banken sein. Auch sind manche Funktionen auf Webseiten nicht per VPN nutzbar. Dazu kann es sein, dass die Geschwindigkeit und Latenz durch die Nutzung eines VPNs zu gering ist.

Hier ließe sich der VPN einfach abschalten. Durch Split-Tunneling bieten zahlreiche Anbieter eine deutlich komfortablere Funktion. Damit lassen sich gezielt Apps auswählen, die den VPN nutzen beziehungsweise nicht nutzen sollen. So trifft der Anwender einmal die Wahl. Danach wird der Datenverkehr so behandelt und geschützt wie es ideal ist.

Adblocker – zusätzlich integrierte Sicherheit

Seit langem sind Adblocker eine beliebtes Tool um ungewollte Inhalte vom eigenen Rechner fern zu halten Das kann lästige Werbung sein, doch auch Cookies und oder gar schädliche digitale Elemente lassen sich so effektiv verhindern. Teilweise ist eine entsprechende Funktion bei VPNs integriert. Das spart die Verwendung einer zusätzlichen, oft auch teuren Lösung.

Apps – für jedes Gerät passen

Es gibt unterschiedliche Arten, wie ein VPN auf dem jeweiligen Gerät benutzt werden kann. Am einfachsten ist die Benutzung einer App als Client. Die meisten Anbieter unterstützen dabei Windows und macOS, Android und iOS sowie die Browser Chrome und Firefox.

Wer Linux nutzt, sollte schauen, ob der jeweilige Anbieter hierfür einen Client anbietet. Oft werden zusätzlich Apps für Smart TVs, den Fire TV Stick oder auch das Apple TV geboten. Teilweise werden sogar Xbox und Playstation unterstützt.

Vielfach geht es auch einfacher. Dann lässt sich der VPN-Zugang einfach über den Router einrichten. Gerade wer nur die Grundfunktion eines VPN mit dem verschlüsselten Datentransfer nutzen möchte, findet hier eine einfache Lösung für alle Geräte im eigenen Heimnetzwerk.


VPN-Vergleich – Wie sicher und anonym ist ein VPN?

Der Schutz der Privatsphäre ist für Nutzer eines VPN wichtig. Daher betonen viele Betreiber besonders die Anonymität. Ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang ist die strikte No-Logs-Richtlinie. Technisch lässt sich der Datenverkehr innerhalb des VPN aufzeichnen. Der Traffic wäre so nachvollziehbar, der Nutzer könnte identifiziert werden. Die technischen Möglichkeiten stehen im Widerspruch zum anonymen Nutzen eines VPNs.

Server speichern Daten

Grundsätzlich zeichnen Server verschiedene Daten auf. Die sogenannten Activity Logs beinhalten den ausführlichen Verlauf einer Sitzung. Alle Verbindungen, die besuchten Internetseiten, alle Suchanfragen, Downloads – all diese Informationen werden in den Activity Logs gespeichert.

Daneben gibt es Metadata logs. Diese beinhalten keine Informationen zu der Verbindung selbst. Aufgezeichnet werden Infos, über welche Server die Verbindung lief, wie lange die jeweilige Sitzung andauert oder wieviele Daten gesendet wurden. Auch wenn sich hier keine Infos zum Inhalt des Datenverkehrs finden, kann auf dieser Grundlage ein Nutzer identifiziert werden.

No Log-Richtlinie für mehr Privatsphäre

Durch die No Log-Richtlinien wollen die Betreiber hier gegensteuern. Dabei soll der Datenverkehr nicht von den Servern gespeichert werden. Persönliche Daten der Nutzer lägen nicht vor, so die Betreiber. Lediglich die für den Betrieb der Server notwendigen Daten würden aufgezeichnet werden. Das ist das Versprechern. Und es ist eben auch nur das: ein Versprechen. Wie ernst es der jeweiligen Anbieter mit dem Datenschutz nimmt, kann schwer nachvollzogen werden. Gerne wird auf Transparenzberichte verwiesen. Doch deren Aussagekraft ist fraglich, selbst wenn eine unabhängige Stelle involviert ist. Surfen via VPN ist Vertrauenssache.

Datenschutz durch Öffentlichkeit

Wie plausibel sind diese Versprechen? Zumindest bei den großen Betreibern kann man sicher sein, dass Datenmissbrauch früher oder später ans Licht käme. Gerade bei den bekannten Namen in der VPN-Szene würde sich eine solche Nachricht wie ein Lauffeuer verbreiten. Zukünftig wäre das betroffene Unternehmen wohl erledigt. Fälle von Missbrauch durch Betreiber sind bislang nicht bekannt geworden. Datenlecks sind durchaus bekannt geworden. Vielfach waren die Anbieter bemüht, hier Klarheit für die Anwender zu schaffen.

Staatlich garantierte Anonymität

Doch selbst wenn die Betreiber tatsächlich keine näheren Aufzeichnungen anfertigen, je nach Standort können sie durch die lokale Gesetzgebung dazu verpflichtet sein. Hier wollen die Anbieter durch den jeweiligen Firmensitz gegensteuern. So finden sich VPN-Anbieter in Malaysia, auf den Britischen Jungferninseln oder Rumänien. Hier soll es keine Pflicht zur Aufzeichnung von Daten geben.

Völlige Sicherheit auf kompletten Datenschutz, umfassende Privatsphäre und 100 Prozent Anonymität liefern VPNs daher nicht. Die Nutzung ist Vertrauenssache, das sollte nie vergessen werden.


VPNs in der Übersicht

In den Grundfunktionen sind die Lösungen der meisten VPN-Anbieter einigt. Anonymes surfen, Sicherheit und Datenschutz sind Kernelemente der virtuellen Netzwerke. Im Funktionsumfang gibt es unter den Anbieter jedoch unterschiede. Sind weitere Features hilfreich oder einfach Details?

Je nach VPN-Anbieter kann das leicht unübersichtlich werden. Oft werden die Zusatzfunktionen mit eigenen Begriffen benannt. Beworben werden sie immer. Unübersichtlich und unnötig? Natürlich will sich jeder Anbieter mit einem besseren Angebot von den Mitbewerbern abgrenzen. Wer sich auf das Thema VPN einlässt und den Anbietern vertraut, findet so sicher das für sich passendste Angebot.

Bei der Auswahl haben wir Anbieter berücksichtigt, die in der Vergangenheit beim Schnäppchenfuchs präsent waren. Ein VPN zum Schnäppchenpreis ist doch fast immer gu


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