Internet-Nutzung in Deutschland hat zugenommen: Das Wichtigste in Kürze

  • ARD/ZDF-Studie: Internet-Nutzung in Deutschland hat zugenommen
  • Deutsche täglich im Schnitt 136 Minuten im Netz
  • Musik- und Streaming-Dienste, Messenger und Social-Plattformen dominieren

Streaming & Instagram: Internet-Nutzungssieger sind die 14-29-Jährigen

Die Erhebungen der 25. Online-Studie von ARD und ZDF beziehen natürlich nicht die Internet-Nutzung am Arbeitsplatz mit ein, sondern die Privat-Nutzung des Deutschen. Diese beträgt laut den Auswertungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten im Durchschnitt 16 Minuten mehr als im vergangenen Jahr und damit 136 Minuten am Tag. Bei der jungen Nutzerschaft zwischen 14 und 29 Jahren sind es sogar 269 Minuten, was sich in Stunden (Fünf Stunden und 29 Minuten) noch etwas erheblicher liest. Bei der letztgenannten Gruppe liegen natürlich die Streaming-Services in der Gunst weit vorne, während sich allumfassend das Musik-Streaming der größten Popularität erfreut: Satte 53 Prozent der „Jungen“ nutzen Tag für Tag Spotify, knapp gefolgt von Netflix und Amazon Prime.

Platz eins bei den Social Media-Angeboten belegt bei den 14- bis 29-Jährigen wenig überraschend Instagram, welche gegenüber dem Meta-Konzernbruder Facebook ja schon seit einer ganzen Weile das Rennen macht.

Streaming steigert Nutzungsdauer, auch Online-Artikel beliebt wie nie

Doch nicht nur bei den Zusehenden unter 30, auch bei den (etwas) Älteren bestimmt das Film- bzw. Serien-Streaming das Online-Nutzungsverhalten. Von den 30- bis 49-Jährigen nutzen 30 Prozent jeden Tag Netflix, Amazon Prime oder Services für eher Arthaus-lastige Filme Mubi. Bewegtbild-Streaminganbieter sind damit laut der ARD- und ZDF-Erhebung der Haupttreiber für die gestiegene Web-Nutzungsdauer.

Natürlich befeuert hier auch das Musik-Streaming die Statistik und abermals zeichnen hier natürlich vor allem die jüngeren Nutzenden für die Hauptnutzung verantwortlich –  allerdings geilt das auch für das Lesen von online verfügbaren Zeitungs- und Zeitschriften-Artikeln, die von 27 Prozent Unterdreißigjährigen häufiger genutzt werden als von 30- bis 49-Jährigen (in dieser Gruppe sind es nur 26 Protzen). Grund hierfür dürfte die hohe Verfügbarkeit dieser informierenden Kurzlektüren auf Social Media-Kanälen sein. Deren Verfügbarkeit, ob auf Social Media oder durch die digitalen Angebote der Publikationen selbst, bestimmt wiederum das Nutzungs-Verhalten bei den Älteren: Mit 17 Prozent Nutzenden bei den 50- bis 69-Jährigen und immerhin noch 10 Prozent bei den Über-70-Jährigen bestimmt das digitale Lesen in diesen Altersklassen die Internetznutzung. Dass Online-Artikel wichtiger geworden sind, gaben gruppenübergreifend 35 Prozent der Studienteilnehmer an.

Unangefochten: WhatsApp beliebtester Messenger

Wichtiger denn je ist der Erhebung zufolge aber auch die Kommunikation geworden. Hier sticht WhatsApp als Nummer eins bei den Nutzendenzahlen noch immer unerreichbar die Konkurrenz aus und erfreut sich in allen Altersgruppen reger Nutzung. Natürlich tragen auch in Sachen Austausch die 14- bis 29-Jährigen wieder den größten Teil zu den Gesamtzahlen bei, 49 Prozent gaben, auch pandemie-bedingt, an, dass WhatsApp in den vergangenen 12 Monaten eine größere Wichtigkeit erlangt hat. Alternative Messenger-Services wie Threema, Telegram oder Signal hingegen haben die „Mitte der Bevölkerung“ noch immer nicht erreicht, da die Zahlen zwar auch bei diesen Diensten steigen, jedoch im Vergleich zum übermächtigen WhatsApp sehr langsam.