Britische Elektrowende vorgezogen: Das Wichtigste in Kürze

  • ursprünglich 2040: Elektrowende in Großbritannien vorgezogen auf 2030
  • ab 2030 kein Verkauf von Verbrennern mehr im Vereinigten Königreich
  • ab 2035 sollen auch Hybrid-Motoren nicht mehr verkauft werden dürfen
  • 13 Milliarden Euro Fördergeld als Ausgleich

Großbritannien zieht Elektrowende vor: Bereit für die Aufholjagd?

Unter der Überschrift des Klimaschutzes will Großbritanniens Premierminister Boris Johnson bis 2030 den Verkauf von Verbrennungsmotoren in ganz Großbritannien, also England, Schottland, Nordirland und Wales, verbieten. Das Vorhaben ist Bestandteil eines weiter gefassten Zehn-Punkte-Plans zum Zwecke einer „Grünen Industrie-Revolution“. Durch das regierungsseitig verkündete Vorhaben, welches außerdem ein Verbot des Verkaufs von Fahrzeugen mit Hybridmotor ab 2035 einschließt, dürfte die Automobilbranche nun vor einer großen Herausforderung stehen.

13 Milliarden Euro Fördergeld für ein grünes Großbritannien

Um die ruckartige Planänderung einer Kettenreaktion zum Negativen vorzubeugen, will Johnson der für viel Nachholbedarf in Sachen Elektromobilität bekannten Autobranche in Großbritannien mit Fördergeldern von insgesamt 13 Milliarden Euro auf die Sprünge zu helfen. Mit der Finanzspritze soll unter Anderem der Verkauf von Elektroautos unterstützt und in die Ladeinfrastruktur investiert werden. Bisher hat sich nur der japanische Autohersteller Nissan in Großbritannien einen Namen für die Produktion von Elektroautos für den EU-Markt gemacht und im Zuge des No-Deal-Brexits ist auch eine Abwanderung der Produktionsstätten großer japanische Autohersteller nicht auszuschließen. Die Ankündigung erfolgte außerdem nur Stunden nach der Bekanntgabe eines neuen Bündnisses von Tesla, Rivian und Uber namens Zeta 2030, dessen Ziel  das Vorantreiben100%-iger Elektromobilität bis 2030 ist.