Facebook löscht biometrische Daten: Das Wichtigste in Kürze

  • Facebook will biometrische Daten von einer Milliarde Nutzerinnen und Nutzer löschen
  • Gesichtserkennung im gewohnten Umfang soll beendet werden
  • Biometrie-Daten für Sicherheit, Kontoentsperrung etc. bleiben werden weiterhin genutzt

Facebook streicht Gesichtserkennung: Welche Folgen ergeben sich für die User?

Eine Ankündigung ist zunächst mal natürlich nur ein Lippenbekenntnis und die Frage, wie das Angekündigte letztlich nachgeprüft werden können soll, wird wenigstens in Teilen unbeantwortet bleiben. Im Zweifel für den Verkünder liest sich die Ankündigung von Facebook bzw. Meta, man wolle die biometrischen Daten von einer Milliarde Nutzerinnen und Nutzer löschen, aber natürlich toll. Dem Social Media-Imperium zufolge soll auch die jahrelang ohne genaue Aufklärung der User betriebene Gesichtserkennung schon bald nicht mehr zu den Gepflogenheiten des Unternehmens gehören. Welche Folgen ergeben sich daraus für die Nutzenden der Social Media-Plattform?

Laut Jerome Pesenti, Abteilungschef in Facebooks Department für Künstliche Intelligenz, wird die Abkehr vom Sammeln biometrischer Daten ein paar kleinere Änderungen mit sich bringen. Diese werden insbesondere für User, die ganz bewusst die Einstellung der Gesichtserkennung ausgewählt hatten, bemerkbar: Fortan sollen sie auf Fotos und Videos nicht mehr automatisch erkannt werden, da die „zur Identifizierung verwendete Gesichtserkennungsvorlage“ gelöscht wird, wie man auf Meta nachlesen kann. Das in Deutschland von je her in der Kritik stehende Procedere der automatischen Gesichtserkennung ist in den USA bereits seit 2010 im Einsatz und wurde ein Jahr danach auch in Europa Usus.

Schluss mit Biometrie? Natürlich nicht ganz

Wie oben bereits bemerkt ist das Ergebnis einer Ankündigung digitalen Vorgehens letztlich schwer nachzuvollziehen und so müssen wir Facebook bzw. Meta einfach glauben. Immerhin scheint das Vorgehen dadurch etwas glaubwürdiger zu werden, dass bestimmte biometrische Daten zu diversen Zwecken auch weiterhin genutzt werden sollen. So etwa zur Entsperrung von Geräten, zur Betrugsbekämpfung oder auch zur zweifelsfreien Identifizierung, falls ein gesperrtes Konto wieder entsperrt werden soll. Hierfür greift die automatisierte Gesichtserkennung auch weiterhin.