Änderung bei Android-Backups: Das Wichtigste in Kürze

  • Android-Backups nun auf Basis von Googles Cloud-Dienst Google One
  • Mehr Entscheidungsfreiheit bzw. Übersicht für Android-Nutzer bei Update-Vorgang
  • Google wirbt auf Benutzeroberfläche prominent für Google One

Neues Android-Backup: Mehr Übersicht und Feineinstellungen für Nutzende

Kaum einem fiel es auf, doch so hat es sich begeben: Google hat das Android-Backup mit einer Änderung versehen. Mit den neuen Möglichkeiten beim Backup wird zunächst den Nutzenden der Android-Betriebsoberfläche einen Strauß von Feineinstellungen an die Hand gegeben, die so vorher nicht in Anspruch genommen werden konnten: So können nun auch SMS und MMS gesichert werden, die bisher über diverse andere Apps gesichert werden mussten. Mit der Sicherung über Google One wird der Backup-Prozess nun auf eine digitale Oberfläche reduziert, sodass man nicht mehr den Überblick über eine ganze Reihe von Werkzeugen behalten muss.

Überdies werden auch Detaileinstellungen am Gerät, so etwa die Helligkeit des Displays, Wlan-Passwörter, die Daten verschiedener Apps oder die Telefonanruf-Historie gesichert, und das Ganze, ohne das neue Tool abonnieren zu müssen. Google One wird Teil des Arsenals an Apps, die über die Google-Kontooberfläche genutzt werden können: Ein Google-Dienst also. Ihr wartet noch auf den Haken? Kommt sofort.

Auch Google profitiert von neuen Android-Updates

Von einem Haken zu sprechen, wäre vermutlich noch etwas zu hoch gegriffen, doch dass Google die neue Oberfläche nicht ohne Eigennutz ins Spiel bringt, könnte der einen oder anderen Nutzerin oder manchem Nutzer die große Freude am neuen, komfortableren Handling versauern. Gemeint ist damit die überaus prominente Platzierung von Google One innerhalb der Android-Einstellungsoberfläche: Natürlich lässt sich der Mega-Konzern hier das Werben für das neue Alles-in-einem-Werkzeug nicht entgehen. Dieses ist zugleich auch ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung der Voll- bzw. Abo-Version, denn natürlich ist Google One in der Standard-Version kostenfrei, hält jedoch auch nur 15 Gigabyte Speicherplatz bereit. Das Kalkül von Google ist als unverkennbar, die Nutzenden zumindest auf die Bezahl-Version zu stoßen.

Ob diese in großer Zahl heruntergeladen wird, darf Google „in den kommenden Wochen“ beobachten, dann nämlich soll die Änderung sukzessive auf allen Android-Geräten zur Verfügung gestellt werden.