Handyflash-Pleite: Alles Wichtige in Kürze

  • Insolvenzverfahren über Handyflash-Betreiber eröffnet
  • Geschäftsbetrieb läuft weiter
  • Kunden sollten offene Leistungen prüfen
  • Zukunft von Handyflash noch offen

Handyflash-Insolvenz: Was ist passiert?

Beim Amtsgericht Bochum läuft seit heute das Insolvenzeröffnungsverfahren über das hinter dem Handy-Shop stehende Unternehmen. Mögliche Gründe sind bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit sowie eine Überschuldung. Das Gericht prüft nun, ob Gründe für ein Insolvenzverfahren vorliegen und ob genügend Vermögensmasse vorhanden ist. Perspektivisch wäre eine Sanierung ebenso denkbar wie die Abwicklung des Unternehmens.

Die Hintergründe für die die Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind unbekannt. 2015 ist der Mobilfunk-Händler Sparhandy eine strategische Partnerschaft mit Handyflash eingegangen. In diesem Zug hatte Sparhandy 30 Prozent des Unternehmens übernommen. Eine weitere Zukunft für das Unternehmen mit rund 140 Mitarbeitern scheint durchaus möglich. Entscheidend ist, dass für den Geschäftsbetrieb finanzielle Mittel verfügbar sind. Im angespannten Mobilfunk-Markt ist jedoch auch das Ende von Handyflash denkbar.

Handyflash-Pleite: Was sollten Kunden jetzt tun?

In der Vergangenheit waren Angebote von Handyflash häufig auf Schnäppchenfuchs zu finden. In den letzten Monaten haben entsprechende Beitrage zahlenmäßig abgenommen. Leser dürfte daher durch neuen Handyflash-Angeboten weniger betroffen sein.

Handflash hat als Mobilfunk-Shop Verträge von Providern wie Telekom, Vodafone oder o2 verkauft. Vertragspartner ist in diesem Fall der jeweilige Provider. Dieser bleibt auch weiterhin Ansprechpartner. Die Verträge laufen für den Kunden uneingeschränkt weiter.

Heikler ist es bei ausstehenden Auszahlungen oder der offenen Lieferung von Verträgen aus dem Vertragsabschluss. Ohne Genehmigung der vorläufigen Insolvenzverwalterin darf Handyflash weder liefern noch auszahlen. Es ist daher möglich, dass Kunden bestellte Geräte oder die vereinbarte Auszahlung nicht erhalten. Wer frisch einen Vertrag abgeschlossen hat, kann innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist den Vertrag widerrufen. Der Widerruf sollte sowohl gegenüber Handyflash als auch gegenüber dem Provider erklärt werden.

Wie kann ich Handyflash erreichen?

Handyflash ist sowohl per E-Mail als auch über die Hotline erreichbar. Kunden mit einem Anliegen sollten mit längeren Wartezeiten rechnen. Durch die aktuelle Situation dürfte die Zahl der Anfragen stark zunehmen.

  • W.E.S. Kommunikation GmbH handyflash.de
  • Porschestr. 13
  • 44809 Bochum
  • shop@handyflash.de
  • Hotline 0231 / 99 77 88 77  (Mo. – Fr. von 9:00 – 18:00 Uhr)

Beitragsbild von Republica auf Pixabay/ Handyflash