Telekom unterstützt Telefonica bei Netzverbesserung – Alles Wichtige in Kürze

  • Telefonica kooperiert mit Telekom bei Glasfaser-Anbindung
  • Mobilfunk-Stationen sollen mit schnellen Datenleitungen angebunden werden
  • Telefonica kann durch Telekom größtes deutsches Glasfasernetz nutzen
  • Telefonica o2-Netz soll dadurch auch für 5G vorbereitet werden

Telekom und Telefonica zusammen für besseres o2-Netz

Telefonica und die Telekom erweitern ihre Partnerschaft bei der Anbindung von Mobilfunk-Stationen. Wie o2-Betreiber Telefonica mitteilte, wollen beide Unternehmen dadurch gemeinsam den Netzausbau vorantreiben. Unmittelbar besser wird die Netzabdeckung durch die Vereinbarung nicht. Die beiden Unternehmen wollen mit der Vereinbarung die Anbindung der o2-Mobilfunk-Stationen verbessern. Dieser sogenannte Backhaul wird immer wichtiger, da die Leistungsfähigkeit des Mobilfunknetzes auch von der direkten Anbindung der einzelnen, verteilten Mobilfunkantennen an das Netzzentrum abhängt.

„Durch die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur können wir den Ausbau unseres Mobilfunknetzes beschleunigt vorantreiben und einen signifikanten Anteil an Mobilfunkstandorten fit für den Zukunftsstandard 5G machen. Unsere Kunden profitieren dadurch unmittelbar von einem leistungsfähigeren Mobilfunknetz und einem besseren Netzerlebnis.“ – Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland

Die Telekom betreibe nach Aussage von Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner  „das mit Abstand größte Glasfasernetz in Deutschland.“ Bereits seit 2011 kooperieren die beiden Unternehmen beim Backhaul. Mit der neuen Vereinbarung sollen mindestens 5.000 Mubilfunk-Sender an Telekom-Glasfaser angebunden werden.

Eine ähnliche Vereinbarung besteht mit Vodafone.  Diese Maßnahmen scheinen dringend nötig. Nach Berichten verschiedener Medien (t3n, Golem) waren im Februar 2018 20 Prozent aller o2-Mobilfunk-Stationen an Glasfaser angeschlossen. Mit den ständig steigenden Datenmengen werden auch die Anforderungen an die Funknetze höher. Dazu müssen nun die Weichen für den Ausbau des nächsten Mobilfunk-Standards 5G gestellt werden.

Der Stellenwert des 5G-Ausbaus scheint Haas bewusst zu sein. „Wenn wir 5G verschlafen, haben wir nicht nur in der Telekommunikationsbranche ein Problem, sondern dann hat Deutschland ein Problem“, sagte der Telefonica-Deutschland-Chef im Gespräch mit dem Handelsblatt. Mit der Versteigerung der Frequenzen für den Mobilfunk-Standard der Zukunft wird Anfang 2019 gerechnet. Aktuell laufen dafür die Vorbereitungen. Wenn die aufwendige Integration des E-Plus-Netzes infolge des Zusammenschlusses der beiden Mobilfunk-Anbieter abgeschlossen ist, steht damit die nächste große Aufgabe für Telefonica an.


Besseres o2-Netz durch schnellere Anbindung? – Fazit

Das Netz von Telefonica o2 hat Mängel in Deutschland. Der Netzanbieter-Vergleich zeigt das seit Jahren deutlich. Zusätzlich zur Verbesserung des o2-Netzes hat das Mobilfunk-Unternehmen seit 2016 die Integration des E-Plus-Netzes zu bewältigen. Eine riesige Aufgabe. Die Abschaltung vom E-Plus-LTE Ende Juni 2016 war für die Kunden dabei wenig hilfreich. Doch die Frequenzen mussten im Zuge der Übernahme freigegeben werden. Bis Ende 2018 soll die Netzintegration abgeschlossen sein. Danach folge die Optimierung, so das Unternehmen.

„Die Netzintegration wird bis Jahresende 2018 weitgehend abgeschlossen sein.“ – Telefonica

Für die Kunden wird es Zeit. Mit günstigen Preise hat Telefonica versucht, diese bei der Stange zu halten. In keinem Netz finden sich günstigere Tarife. An einer Verbesserung der Netzleistung kommt Telefonica auf Dauer aber nicht herum. Schon jetzt ist das Unternehmen mit sinkenden Umsätzen konfrontiert. Gut, wenn man nun mit leistungsstarken Partnern für die Infrastruktur kooperiert. Auch wenn der Kunde die Verbesserungen nicht sofort spürt, geht das Unternehmen mit den Glasfaser-Anschlüssen für die Mobilfunk-Stationen in die Zukunft. Am neue Standard 5G führt kein Weg vorbei.




Titelbild: Telefónica Deutschland