Slack-Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft: Das Wichtigste in Kürze

  • Kanadischer Messenger Slack legt Beschwerde gegen Microsoft ein.
  • Der Gates-Konzert habe gegen Wettbewerbsrecht verstoßen.
  • EU-Komission wird Slack-Wettbewerbsbeschwerde prüfen.

Warum hat Slack Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft eingelegt?

David Schellhase, Leiter der Rechtsabteilung des kanadischen Messenger-Konzerns Slack, ist unzufrieden mit dem Verquickungsgebahren des IT-Weltmultis Microsoft. Seiner Ansicht nach sei Microsoft mit der Einbindung seines Messengers Teams mit der Windows-Software Office sogar „zu altem Verhalten“ zurückgekehrt. Da Office die marktbeherrschende Programm-Palette bzw. Arbeits-Suite ist, sei es nach dem Dafürhalten Schellhases illegal, Teams dort anzudocken und Millionen Office-Nutzer zur Installation des Programms zu zwingen. Dieser Vorwurf markiert den Grundstein für die von Slack bei der EU-Komission eingelegten Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft, wobei Schellhase die Dringlichkeit folgendermaßen unterstreicht:

„Slack fordert die Europäische Kommission auf, rasch zu handeln, um sicherzustellen, dass Microsoft seine Macht nicht weiterhin illegal von einem Markt zum anderen ausnutzen kann, indem es Produkte bündelt oder zusammenbindet.“

Nach Slack Wettbewerbsbeschwerde: Wie geht es weiter?

Den eigenen Angaben von Slack, nach denen der kanadische Konzern Beschwerde gegen Microsoft eingelegt habe, folgte inzwischen eine offizielle Bestätigung vonseiten der EU-Komission. Gegenüber einem US-amerikanischen Fernsehsender ließ ein Sprecher der EU-Komission verlauten, dass man die Beschwerde prüfen werde – ob es zur formalen Untersuchung kommen wird, ist dabei aber noch offen. Microsoft indes hält sich bedeckt und hat bisher keine Reaktion gezeigt. Wir dürfen also weiterhin gespannt sein, wann und wie der IT-Gigant in den Ring steigen wird.