In sieben Amazon-Zentren soll das Personal die Arbeit niederlegen – die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag. Laut Aussagen des Konzerns werden keine Auswirkungen für die Kund:innen erwartet.
Das Wichtigste in Kürze
- In sieben Amazon-Zentren legen Arbeiter:innen die Tätigkeit nieder
- Weitere sind geplant
- Kund:innen sollen nicht betroffen sein
Von ver.di veranlasst werden die Arbeitskräfte an mehreren Amazon-Standorten ihre Arbeit auf Eis legen. Los ging es bereits heute Nacht, ein Ende ist zunächst nicht geplant. Die Gewerkschaft fordert die Anerkennung des Flächentarifvertrags für den Einzel- und Versandhandel sowie den Abschluss eines Tarifvertrags. Insgesamt sieben Verteilzentren in Graben bei Augsburg, Leipzig, Koblenz, Rheinberg, Werne und zwei Standorte in Bad Hersfeld werden von den Maßnahmen betroffen sein, weitere sollen laut ver.di folgen.
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Anlass für den Streik ist nach Gewerkschaftsangaben Amazons Rabattaktion Prime Day, die am Dienstag beginnt. Amazon erwartet keine Auswirkungen für die Kundschaft durch die Aktionen. Ein Unternehmenssprecher sagte, die Vorbereitungen für die besonderen Verkaufstage hätten schon vor Wochen begonnen.
Amazon bezog bereits Stellung und erklärte, dass alle Mitarbeitenden bei Amazon mindestens zwölf Euro pro Stunde verdienten. Tatsächlich habe Amazon die Mindestlohnerhöhung auf zwölf Euro pro Stunde vorweggenommen, hieß es auch seitens ver.di. Da aber weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld ausgezahlt werden und länger gearbeitet wird, als in vergleichbaren Unternehmen, lassen die Bedingungen nach wie vor zu wünschen übrig.
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