VW ID.3 Vorbestellung – Alles Wichtige in Kürze

  • Reichweite von bis zu 550 Kilometern und Startpreis unter 30.000 Euro
  • Präsentation auf der Internationalen Automobil Ausstellung IAA
  • Vorbestellung von 30.000 Sondermodellen bereits möglich
  • IT mit Zahl der Registrierungen laut VW teilweise überfordert

ID.3 als Start für VWs neue E-Auto-Modellfamilie

Mit dem ID.3 startet VW eine neue Modellfamilie für E-Mobilität. Während Tesla die Produktion und Auslieferung des Mittelklasse-Autos Modell 3 immer besser in den Griff zu bekommen scheint und Hunderttausende Vorbestellungen vorliegen, tut sich Volkswagen mit der E-Mobilität schwer. Mit der neuen Modellfamilie ID soll es nun besser werden. Der ID.3 ist damit das erste Modell dieser neuen Produktgruppe, mit der die Wolfsburger auf den Start gehen.

Am 8. Mai hat Volkswagen das erste Modell diese Modellfamilie vorgestellt. den ID.3. Vorgestellt ist dabei der falsche Ausdruck. Bei dem Event in Berlin wurde lediglich die Vorbestellung für den elektrischen Kompaktwagen gestartet. Mit Details hielt sich VW stark zurück. Selbst die Karosserieform wurde hinter erlkönighaften Tarnstreifen versteckt. Offensichtlich ist die Nähe zum VW Golf. Der Kompaktwagen ist nach wie vor das beliebteste Fahrzeug der Wolfsburger, daher dürfte der umjubelte Marktstart in dieser Fahrzeugklasse wenig wundern.

Auch bei weiteren Angaben zeigte sich der Autobauer schweigsam. So ist lediglich bekannt, dass der ID.3 in verschiedenen Varianten auf den Markt kommen wird. Die Reichweite soll von 330 bis 550 Kilometern betragen. Mit einem Startpreis von unter 30.000 Euro liegt VW mit de ID.3 eindeutig in dem von Tesla für das Modell 3 anvisierten Bereich – auch wenn die Amerikaner mittlerweile hauptsächlich die Variante für 40.000 Dollar verkaufen.

Die offizielle Präsentation des ID.3 wird Volkswagen im Herbst auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt halten. Wer sich so lange geduldet, wird möglicherweise mit einer längeren Wartezeit rechnen müssen.

ID.3 Vorbestellung mit hoher Nachfrage

So hat Volkswagen in der vergangenen Woche die. Kunden können sich bei Interesse für eines der 30.000 E-Autos der Sonderedition registrieren. Damit kopiert der Wolfsburger Konzern Tesla. Nach der Präsentation des Model 3 war für Interessenten der Tesla-Mitteklasse die Vorbestellung für rund 1.000US-Dollar Anzahlung ähnlich hoch möglich. Anders als bei den Amerikanern dürfte für Volkswagen die Anzahlung weniger wichtig für den Start der Produktion sein. Über 400.000 Kunden haben sich für Teslas Model 3 registriert.

Die Autobauer bei Volkswagen werden diese Geldmittel kaum nötig haben. Doch geben die Vorbestellerzahlen einen Einblick zur möglichen Nachfrage. Hier scheinen die Wolfsburger überrascht worden zu sein. In den ersten 24 Stunden habe es laut VW-Angaben über 10.000 Registrierungen gegeben. Die Technik sei diesem Ansturm nicht gewachsen gewesen. So kam es zu Registrierungsabbrüchen. Mittlerweile lägen über 15.000 Vorbestellungen vor.

„Die positive Resonanz zeigt uns, dass viele Kunden bereit sind für die E-Mobilität.“ – Jürgen Stackmann, Vorstandsmitglied Volkswagen

Obwohl kaum Details über VWs erstes Volks-E-Auto bekannt sind, scheinen die Vorbestellerzahlen für Volkswagen ein Erfolg zu sein – auch wenn Tesla die Messlatte deutlich höher gelegt hat.

ID.3 Sonderedition vorbestellbar – Mit Sonderausstattung und großem Akku

Das ID.3 1st-Sondermodell wird besser ausgestattet sein als das Basisfahrzeug. Neben dem größeren Akku wird der Wagen weitere Ausstattungsdetails aufweisen. Welche das genau sind, ist bislang nicht bekannt. Auch vom Preis gibt Volkswagen nur eine vage Vorstellung. Für unter 40.000 Euro soll es Volkswagens erstes Massen-E-Auto geben. Käufer der Sonderedition erhalten darüber hinaus ein Jahr kostenloses Stromladen bis maximal 2.000 Kilowattstunden. Dafür kann an jeder bei WeCharge angeschlossen Ladesäule, sowie im europaweiten Schnellladenetz Ionity gratis geladen werden. Bei Tesla ist das kostenlose Laden an Superchargern mittlerweile entfallen.

Die Produktion des ID.3 1st soll Ende 2019 starten. Mit einer Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist Mitte 2020 zu rechnen. Dann wird sich zeigen, ob Volkswagen gegen Tesla mit E-Autos bestehen kann. Vom Hype wird Tesla wohl weiter vorn bleiben, bei der Qualität scheint noch Platz nach oben zu sein. Zumindest ist E-Mobilität kein Thema, das dynamischen amerikanischen Unternehmen vorbehalten bleiben muss. Wenn es die deutschen Autobauer denn auch wollen.

Fotos: VW