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Einschätzung: Huawei FreeBuds 3

Mittlerweile sind True-Wireless-Kopfhörer eine große Sache. Es ist auch kein Wunder: Die kleinen Ohrstöpsel sind sehr flexibel und lassen sich leicht verstauen. Dazu ist der Klang durchaus ordentlich. Zusammen mit einem Ladecase und der einfachen Bedienung inklusive Sensorfelder ergeben True Wireless-Kopfhörer eine gutes Paket ab.

Die AirPods haben sicher einen Teil zum Erfolg beigetragen. Huawei hat mit den Freebuds seit einiger Zeit eine eigene Interpretation davon, wie ein kabelloser Kopfhörer aussehen soll. Dabei unterscheiden sich die Chinesen gar nicht so sehr von den Kollegen aus Kalifornien. Mit den Freebuds 3 ist jetzt die neue Generation der kabellosen In-Ears erhältlich.

Alte Optik, schöner Sound

Optisch unterscheiden sich die Freebuds 3 kaum von den Vorgängern. Der glatte Kunststoff gibt den kaum fünf Gramm schweren Stöpseln ein wertiges Aussehen. Waren die Freebuds bislang nur in Weiß erhältlich, können Käufer bei den Freebuds 3 nun auch in Schwarz zugreifen. Ob in Weiß oder in Schwarz: Die glatte Oberfläche macht die Huawei-Kopfhörer leider nicht für alle Ohren geeignet.

Technisch sind die Unterschiede der neuen Kopfhörer zu den Vorgängern deutlich bedeutender. Huawei verwendet hier den neuen Kirin A1-Chip. Der Prozessor soll zum einen für einen klaren Klang sorgen. Beim Test auf der Ifa 2019 hinterließen die Freebuds 3 einen gute Eindruck. Mitten und Höhen sind schön definiert. Auch der Bass ist für einen In-Ear sehr beachtlich, gefühlt etwas besser als bei Samsungs Galaxy Buds und in einem ähnlichen Bereich wie Apples AirPods.

Dazu soll der Kirin A1 auch für eine klare Sprachübertragung bei Telefongesprächen sorgen. Hervorgehoben wird von Huawei die verbesserte Antenne und die Übertragung durch Bluetooth 5.1. So wird jeder Ohrhörer einzeln angesteuert. Üblich ist es, dass ein Stöpsel als Empfänger fungiert und das Signal an den zweiten Ohrhörer weiterleitet. So soll es zu keinen Abweichungen in der Wiedergabe kommen.

Die Bedienung erfolgt per Sensorfelder. Die jeweilige Funktion lässt sich per Huawei-App frei einstellen. Die App ist allerdings nur für Android erhältlich. Wer als iPhone-Nutzer eine Alternative zu den AiPods sucht, wird hier kaum bedient.

Wichtiges neues Feature der Freebuds 3 ist das aktive Noise Cancelling. Die Kopfhörer können Hintergrundgeräusche identifizieren und neutralisieren. Eine Reduktion von 15 dB sollen laut Huawei möglich sein.

FreeBuds 3: Bewertung

Was gibt es an den Freebuds 3 zu bemängeln. Subjektiv wäre da das recht einfallslose Design. Ob Apple mit den AirPods tatsächlich eine Design-Ikone geschaffen hat, ist sicher umstritten. Huawei setzt mit den Freebuds auf eine sehr ähnliche Formsprache. Vielleicht mag das auch technische Gründe haben. Wahrscheinlicher ist, dass in gewissen Märkten die Kunden auf das Apple-ähnliche Design stehen.

Doch das Design hat bei den Freebuds 3 nicht nur optische sondern auch praktische Auswirkungen. Wie die Apple-Kopfhörer werden die Freebuds 3 in die Ohrmuschel gelegt. Wenn das Ohr zum Huawei-Kopfhörer passt, dann ergibt sich dadurch durchaus ein hoher Komfort und auch der Klang ist gut. Allerdings schirmt ein solcher Kopfhörer das Ohr weitaus weniger von Außengeräuschen ab, als es ein richtiger In-Ear tut. Daher ist die Wirkung des aktiven Noise Cancellings auch eingeschränkt. Nicht ohne Grund hat Apple für die AirPods Pro das Design gegenüber den üblichen AirPods geändert.

Erste Tests bestätigen diesen Umstand, wie zum Beispiel die Computerbild schreibt. Gerade bei Wind sollen die Huawei-Kopfhörer an ihre Grenzen kommen. Ansonsten liefert das ANC eine durchaus gute Leistung ab, also bei der Benutzung in der Bahn oder im Flugzeug. Bei längerer Nutzung sollen sich dazu Schwächen bei der Akkulaufzeit zeigen. Huawei gibt hier eine Spieldauer von bis zu 4 Stunden an. Der Test zeigt hier eine deutlich geringere Laufzeit. Ohne Noise Cancelling ist natürlich mehr Spielzeit drin.

Pro & Contra

  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • präziser Klang
  • gut definierte Höhen
  • ordentlicher Bass
  • Bluetooth 5.1
  • mäßiges Noise Cancelling
  • kurze Akkulaufzeit
  • nicht für alle Ohren passend
  • App nur für Android

Fazit: FreeBuds 3 mit Licht und Schatten

Kauftipp oder nicht? Ganz so einfach macht es euch Huawei mit den Freebuds 3 nicht. Der Klang und die Anbindung an Huawei-Smartphones und Android sind auf jeden Fall ein Plus für die neuen Huawei-In-Ears. Auch das Ladecase lässt sich kabellos Laden. Im Vergleich zu Apple ist der aktuelle Preis von rund 180€ hier schon deutlich besser im Vergleich zu den AirPods 2.

Vergleicht man die Freebuds 3 jetzt noch mit anderen In-Ears, die aktive Geräuschunterdrückung bieten, dann zeigt sich hier durchaus ein Preisvorteil. Für Apples AirPods Pro sind aktuell rund 150€ mehr zu zahlen. Sonys Ifa 2019-Neuheit WF-1000XM3kostet momentan rund 240€. Klarer Preisvorteil für Huawei. Allerdings sollte Käufern das aktive Noise Cancelling nicht allzu wichtig sein. Hier gibt es bessere Optionen.

Technische Details

• Produktname: FreeBuds 3 • Bauart: Ohrhörer (Earbuds) • Bauform: True Wireless, bügellos • Prinzip: offen • Mikrofon: integriert • Wireless: Bluetooth 5.1 • Kabel: nein • Betriebsdauer: 4h, 20h (mit Ladeetui) • Akku: USB-C Ladeanschluss, Ladeetui, kabelloses Laden (Qi), 1h Ladedauer • Treiber: 14.2mm • Gewicht: 9g (Ohrhörer), 48g (Ladeetui) • Farbe: weiß • Besonderheiten: aktive Geräuschunterdrückung (ANC) • Prozessor: Dual-Core • Betriebssystem: Toshiba Smart TV • Wiedergabe: MKV, AVI • Audio-Decoder: DTS, Dolby Digital Plus • Audio-Gesamtleistung: 20W (2x 10W) • Energieeffizienzklasse: A • Jahresverbrauch: 163kWh • Leistungsaufnahme: 112W typisch, 0.5W Standby • Farbe: schwarz • VESA: 200×200 • Standfuß: mittig • Besonderheiten: HbbTV • Abmessungen mit Standfuß: 123×73.4×19.3cm • Abmessungen ohne Standfuß: 123×70.5×5.5cm • Gewicht mit Standfuß: 23.50kg