Breitband-Messung » Internet via DSL, Kabel und mobil häufig zu langsam
Ulrich
Ulrich
18. Jan. 2018, 14:50

Breitband-Messung » Internet via DSL, Kabel und mobil häufig zu langsam

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Breitband-Messung – Alle Wichtige in Kürze

  • Bundesnetzagentur legt Breitband-Messbericht vor
  • Breitband-Anschlüsse oft langsamer als versprochen
  • besonders mobiles Internet betroffen
  • Messergebnisse haben keine Folgen für die Anbieter


Breitband-Messung – Wie sind die Ergebnisse des Netztests?

Laut einer Untersuchung der Bundesnetzagentur liefert jeder vierte Internetanschluss nicht die versprochene Leistung, für die gezahlt wurde. Wie die Auswertung zeigte, hatten von rund 700.000 Messungen fast drei von zehn Nutzern eine langsame Internetverbindung. Die eigentlich vereinbarte Höchstgeschwindigkeit wurde demnach von 28,4 Prozent der Nutzer nicht erreicht, obwohl dies vertraglich vereinbart worden ist. Laut dem Behördenchef Jochen Homann wird über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg oft nicht die maximale Geschwindigkeit erreicht, die ihnen der Anbieter versprochen hat.

mindestens 50% Geschwindigkeit 100% Geschwindigkeit
stationäres Internet 71,6% 12%
mobiles Internet 18,6%  1,6%

Mobiles Internet langsamer als im Vorjahr

Rund 18,6 Prozent der Nutzer, die im mobilen Internet unterwegs sind, konnten 2017 gerade einmal mit der Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragung online surfen.  Somit haben sich die Werte in diesem Bereich gegenüber des Vorjahres sogar verschlechtert. Vor allem Nutzer mit langsamen Anschlüssen (acht bis 18 Mbit/s) bekommen oft weniger als das versprochene Maximum. Schnelle Kabelanschlüsse (200 bis 500 Mbit/s) zeigen zwar tagsüber volle Leistung, jedoch nicht in den Abendstunden – hier vor allem dann, wenn viele Nachbarn ebenfalls zur selben Zeit das Internet nutzen.

„Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erreichen Kunden nach wie vor oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen die Anbieter in Aussicht gestellt haben.“ – Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur

Nur eine Minderheit profitiert von der vertraglich vereinbarten Maximalgeschwindigkeit und gerade einmal 1,6 Prozent der Nutzer konnten mit der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate mobil surfen. Laut Bundesnetzagentur haben sich die Werte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zum Teil deutlich verschlechtert. Die Daten basieren auf Netztests, die die Verbraucher selbst durchführen können. Ein entsprechendes Tool zur Bandbreitenmessung wird von der Bundesnetzagentur auf einer Internetseite zur Verfügung gestellt. Dort findet sich ebenfalls eine Karte mit den aktuellen Messergebnissen.

Beim Breitbandausbau hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher

Schaut man sich den internationalen Wettbewerb an, so kann Deutschland hinsichtlich des Breitbandausbaus nicht wirklich mithalten. Funklöcher sowie langsame Festanschlüsse stellen nicht nur für Privatleute, sondern auch für Firmen ein Problem im internationalen Wettbewerb dar. Um schnelles Internet gewährleisten zu können, ist der weitere Breitbandausbau entscheidend. Hierfür sind mehr Fördermittel für den ländlichen Raum notwendig.


Breitband-Messung – Werden die Anbieter für langsames Internet bestraft?

Anbieter haben jedoch keine Sanktionen zu befürchten. Die Bundesnetzagentur setzt lediglich auf Transparenz, um so die Anbieter unter Druck zu setzen.Der Branchenverband Bitkom wies in einer Reaktion auf die Untersuchung darauf hin, dass die Übertragungshöchstgeschwindigkeiten von den Anbietern nicht immer zugesichert werden können – wie etwa aus technischen Gründen. Diese Informationen finden sich auch in den Produktinformationsblättern, in denen Angaben zu den zur Verfügung stehenden Bandbreiten gemacht werden. Für den Nutzer ist daher entscheidend zu wissen, was vertraglich mit dem Internetanbieter vereinbart wurde, so Nick Kriegeskotte, Telekommunikation-Bereichsleiter der Bitkom.

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Kommentare (8)

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Anonym
20.01.2018, 16:49

Habe seit anderthalb Jahren immer Abbrüche und es kommen manchmal weniger als die Hälfte an. Zwar gibt es immer Gutschriften dadurch bezahle ich nix aber die Techniker sind per du mit mir

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Anonym
19.01.2018, 07:23

Bei mir Zuhause kommen bei vereinbarten 100/40 um die 109/43 an. Damit gehöre ich wohl auch zur Minderheit. Der Kabelverzweiger steht aber auch nur 150m weg, wodurch die Kupferverluste gering sind. Aber ich kann das Problem gut nachvollziehen. Telekom und Co wollen halt (was auch sonst) das meiste Geld kassieren..ist aber, wie schon erwähnt, lange lange bekannt. Über FTTH brauchen wir uns bei der Telekom (außer bei Neubauten) kaum unterhalten. Leider!

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Anonym
19.01.2018, 00:06

ich finde es eine frechheit  etwas zu verkaufen was man garnicht liefern kann. kabel deutschland bietet hohes internet an aber kann es nicht mal ansatzweise liefern. bekomme schon seit über ein jahr rabatt auf mein vertrag

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Anonym
18.01.2018, 22:40

Wir waren im letzten Sommer in Japan und Südkorea. Unsere Kinder sind total von dem schnellen Internet in diesen Ländern begeistert, sowohl stationiär als auch mobil. Sie haben ihre Reisevideos auf Youtube nur nach keinen zweitelligen Minuten fertig hochgeladen. Hier zu Lande haben sie stundenlang gebraucht. Deutschland ist wirklich ein Entwicklungsland!!!

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Anonym
18.01.2018, 19:35

WOW die Bundesnetzagentur hat etwas herausgefunden, was schon ewig bekannt ist. Das Netz ist nicht komplett ausgebaut und wenn an einen Knoten zu viele Leute angemeldet sind, gibts halt für alle weniger. Überraschung!

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Anonym
18.01.2018, 19:00

Ich habe ftth von der Telekom und hab sogar mehr als vertraglich vereinbart. Dennoch gehöre ich damit zur Minderheit. Anstatt man nur noch Glasfaser verlegt, wurde ja auf VDSL gesetzt. Dies ist meiner Meinung nach ein Fehler.

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Anonym
18.01.2018, 18:47

Kann mich seit paar Monaten nicht mehr beschweren mit 50/10 mbit von denen fast 55/11 anliegen

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Anonym
18.01.2018, 18:13

willkommen in Zukunft 😈 Armes Deutschland 😅

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