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Weekend Markt: Flatrate-Supermarkt für 9,99€ im Monat - Schnäppchenmarkt oder Datenfalle?

Weekend Markt: Flatrate-Supermarkt für 9,99€ im Monat - Schnäppchenmarkt oder Datenfalle?

Der erste Flatrate-Supermarkt der Welt öffnet noch im Oktober in Wien seine Tore, ins Leben gerufen als Start-up-Projekt des Linzer Weekend Verlags. Noch ab diesen Monat können Kunden durch eine Shopping-Flatrate für kleines Geld eine bestimmte Zahl innovativer oder im Abverkauf weniger starker Produkte kaufen – geben dafür an der Kasse des Flatrate-Supermarktes aber auch persönliche Daten ab. Was bringt die Supermarkt-Flatrate? Lohnt sich das Supermarkt-Konzept oder ist die Shopping-Flatrate ein reiner Datenstaubsauger? Was haltet ihr von dem Projekt?


Erster Flatrate-Supermarkt – Was sind die wichtigsten Fakten?

  • Erster Flatrate-Supermarkt der Welt startet im Oktober in Wien (Genaues Datum noch nicht bekannt)
  • Idee des Weekend-Verlags aus Linz
  • Kunden zahlen Shopping-Flatrate von 9,99€ im Monat
  • Erhältlich: 20 Artikel bzw. Waren im Wert von 300€ monatlich
  • Probe-Mitgliedschaften bereits ausverkauft
  • Flatrate-Supermarkt dient auch als Marktforschungsinstrument
  • Kunden müssen für Flatrate viele persönliche Daten preisgeben

Weekend Flatrate-Supermarkt der Welt – Was ist das Konzept?

Im ersten Flatrate-Supermarkt der Welt sieht es aus wie in anderen Supermärkten auch – der Unterschied macht sich erst an der Kasse bemerkbar, da die Kunden im neuen Einkaufsladen des Weekend Verlags nicht mehr als den Preis der Shopping-Flatrate bezahlen: 9,99€. Dafür können sich die Flatrate-Besitzer monatlich bis zu 20 Artikel bzw. Produkte im Wert von insgesamt 300€ kaufen. Vorschusslorbeeren für das Konzept des Flatrate-Supermarktes gibt es offenbar bereits: Alle Probemitgliedschaften sind vergeben, über tausend potentielle Kunden haben beriets Interesse an der Flatrate angemeldet.

Was können Kunden im Flatrate-Supermarkt kaufen?

Als Gegenleistung für die monatliche Supermarkt-Flatrate bekommen die Kunden keine Mangelware oder Rücklauf-Artikel, sondern reguläre Produke aus dem Bereich FMCG („fast moving consumer goods“). Diese basieren auf den Partnerschaften des Weekend Verlags mit etwa 100 Herstellern, darunter Red Bull, Vöslauer oder Dr. Oetker. Zu den Kooperationspartnern gehören auch relativ neue „Player“ wie der britische Basmatireis-Hersteller Tilda, die Weekend-Supermarkt als Test-Terrain nutzen. Dennoch gleicht das Sortiment des Flatrate-Supermarktes nicht ganz dem eines herkömmlichen Ladens – im Wesentlichen setzt es sich aus diesen drei Kategorien zusammen:

  1. Innovative Produkte, also Artikel, die gerade erst in den Handel gekommen sind.
  2. Produkte, für die es im österreichischen Handel noch keine offizielle Listung gibt.
  3. Gelistete Artikel, von denen keine großen Zahlen abgesetzt werden.


Flatrate-Supermarkt – Welche Idee steckt dahinter?

Hinter der Idee des Flatrate-Supermarktes verbirgt sich natürlich auch eine Idee aus der Marketing-Schmiede der Industrie. Thomas Schwabl vom Marktforschungsinstitut Marktagent, einem Partner des Weekend Marktes, sagt dazu:

„Mit dem Weekend Markt schaffen wir einen Power Sampler mit einzigartigem Zusatznutzen, da der Industriepartner erfährt, wer seine Produkte tatsächlich „gekauft“ hat. Zusätzlich wird der gesamte Warenkorb der KonsumentInnen analysiert, um als Industrie zukünftig noch besser relevante Zielgruppen für Produkte definieren zu können.“

Der Weekend Verlag leistet hier also Pionierarbeit im Bereich der sogenannten Real-Life-Marktforschung: Statt sich auf herkömmliche Methoden wie Umfragen oder Labortests zu stützen, wird auf kürzestem Weg der „echte“ Käufer zum konsumierten Produkt befragt. Fragen wie „Was kommt gut an?“, „Welcher Käufer kaufen welche Produkte?“ lassen sich so rasch und präzise beantworten. Das ist aber natürlich nur möglich, weil die Kunden ihre Supermarkt-Flatrate auch mit der Angabe ihrer persönlichen Daten bezahlen.

Ist die Supermarkt-Flatrate eine Datenkrake?

Der Preis für die Supermarkt-Flatrate besteht freilich nicht nur aus den verführerisch günstig klingenden 9,99€ im Monat. Kunden des Weekend-Marktes legen so ziemlich alle elementaren Angaben zur eigenen Person auf die Ladentheke: Alter, Einkommen, Geschlecht und Beruf. Nach Angaben des Weekend Verlages entspricht die Flatrate-Markt dennoch der im Mai 2018 in Kraft tretenden neuen Datenschutzverordnung: Laut Initiator Thomas Perdolt sind die Daten alle anonymisiert. Trotzdem werden faktisch persönliche Daten an ca. 100 Hersteller weitergegeben und zumindest der Autor dieses Textes bleibt mit der Frage zurück: Ist uns die Sicherheit unserer persönlichen Daten vielleicht doch viel weniger wichtig als die Diskussion um ihre Anonymität vermuten lässt? Fangen wir an, uns an ein gläserndes Leben zu gewöhnen?

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