HTC-Übernahme - Google kauft Handy-Sparte und Patentlizenz für 1,1 Milliarden Dollar
Sebastian
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21. Sept. 2017, 18:30

HTC-Übernahme - Google kauft Handy-Sparte und Patentlizenz für 1,1 Milliarden Dollar

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Google kauft Teile von HTC: Das Wichtigste in Kürze

  • Google kauft Teile von HTC-Handy-Sparte
  • Nutzungsrechte von HTC-Patenten gehen als Lizenz zu Google
  • HTC seit Jahren mit Schwierigkeiten im Smartphone-Segment
  • Taiwanesen aktueller Hersteller der Pixel-Smartphones von Google
  • HTC wird weiterhin eigene Smartphones anbieten
  • Kooperation soll bis Anfang 2018 abgeschlossen sein

HTC-Übernahme durch Google – Was ist passiert?

Googles Mutterkonzern Alphabet übernimmt die Hälfte des HTC-Smartphone-Teams, die in die Hardware-Abteilung des kalifornischen Megakonzerns integriert werden sollen. Bei dem 2.000 Mann starken Team handelt sich um die gleichen Entwickler, die zuvor bereits die Pixel-Smartphones produziert hatten. Die Geschichte der Kooperation von Google und HTC steht damit aber alles andere als am Anfang – bereits 2008 entwickelten die Firmen zusammen das T-Mobile G1. Neben der Kreativ-Expertise sichert sich Google durch den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz von HTC-Patenten aber auch Anspruch auf geistiges Eigentum der Taiwanesen. Verkündet wurde die Teil-Übernahme am Donnerstag von Google-Hardwarechef Rick Osterloh und HTC-CEO Cher Wang.

Was bedeutet die Teilübernahme durch Google für HTC?

Die Übernahme von HTCs Handy-Sparte durch Google kommt nicht ganz aus dem Nichts. Bereits seit Jahren strauchelt der taiwanesische Smartphone-Hersteller, der als einer der Pioniere auf dem Markt gilt. 2015 wurde HTC an der Börse gar als wertlos eingestuft, der August 2017 war laut einem Finanzbericht des Konzerns der schlimmste Monat seit 13 Jahren.

Obwohl der Hersteller aus Taoyuan derzeit mit die besten Smartphones produziert, scheinen das Marketing-Budget zu klein und die Konkurrenz zu groß, um sich auf dem Markt zu behaupten. Googles Großinvestition von 1,1 Milliarden Dollar gibt HTC nun die Möglichkeit, sich neu aufzustellen. HTC plant, sein Smartphone-Portfolio zu verschlanken und im operativen Bereich effizienter zu arbeiten. Doch greift Google HTC damit nur unter die Arme oder auch nach neuen Sternen?

Ereilt HTC nach Google-Übernahme das Motorola-Schicksal?

Die HTC-Teilübernahme weckt Erinnerungen an Googles Übernahme der Smartphone-Sparte von Motorola. 2011 hatte Google den amerikanischen Hersteller für stolze 12,5 Milliarden US-Dollar übernommen – und 2014 nach einem Patenstreit und anderen Unvereinbarkeiten zum Schnapper-Preis von 2,91 Milliarden wieder an Lenovo abgetreten. Ironischerweise ist Motorolas ehemaliger CEO Rick Osterloh nun Googles Hardwarechef, dennoch spricht manches dafür, dass die Zusammenarbeit von Google und HTC von längerer Dauer sein wird.

Google erwarb 2011 Patente von Motorola, die nach dem Wiederverkauf im Besitz von Google blieben. Im Unterschied dazu gehen die HTC-Patente nun nicht völlig in den Besitz von Google über, sondern nur eine Lizenz zur Nutzung. Zweifellos strebt Google durch die Übernahme auch eine Stärkung des eigenen Hardware-Bereiches an, das neue Know-How wird dem Konzern mit den bunten Lettern mehr Unabhängigkeit von anderen Herstellern verschaffen. Dass Google die Kraft dieser neu geschlossenen Zweckehe nicht so rasch wieder aus der Hand geben möchte, untermauert auch das Statement von Googles-Hardwarechef, der sich in einer Mitteilung gespant darauf zeigte, „was in den nächsten fünf, zehn oder 20 Jahren passieren“ werde. Wie es letztlich wirklich kommt, weiß nur die Zukunft – die wir für euch deshalb weiter im Auge behalten werden. Die 1,1 Milliarden US-Dollar, die von Google nun an HTC fließen, werden dem Smartphone-Hersteller sicherlich für einige Zeit helfen.

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