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MP3-Ende - Fraunhofer beendet Erfolgsgeschichte mit Lizenz-Aus

MP3-Ende - Fraunhofer beendet Erfolgsgeschichte mit Lizenz-Aus

Womöglich ist das MP3-Ende nah. Zumindest markiert das Lizenz-Aus des beliebten Soundcodecs das Ende einer Soundära, kommt aber still und unspektakulär. In einer knappen Pressemitteilung des Fraunhofer-Institutes heißt es, die Lizenz für das mit Partner Technicolor über die Jahre zum Sound-Weltstandard entwickelte Format MP3 sei mit dem Auslaufen von US-Patenten am 23. April beendet worden. In Europa ist MP3 bereits seit 2012 lizenzfrei.

MP3-Ende – Nicht tot, aber kein Standard mehr

Das Aus für die MP3-Lizenz bedeutet, wie Fraunhofer in seiner Pressemitteilung klarstellt, nicht das plötzliche Verschwinden des Formats. MP3 sei unter Nutzern noch immer sehr beliebt. Dennoch geht das Institut davon aus, dass Streaming und neue Anforderungen bei der Radioübetragung dazu führen werden, dass MP3 künftig von neuen Standards abgelöst wird. Als Beispiele für neue Formate nennt Fraunhofer ISO-MPEG-Codecs aus der AAC-Familie und das erst in jüngerer Vergangenheit vorgestellte MPEG-H-Format.

Nach MP3-Ende – Was können andere Formate?

Das MP3-Lizenz-Aus wird unterschiedlich aufgenommen werden. Viele Musiklieber werden nicht müde, von Qualitäts- und Klangwärmeverlusten durch das Format zu berichten. Eine wissenschaftliche Studie will sogar herausgefunden haben, dass die Veränderung der Klangfarben durch MP3 zu negativen Emotionen führe.

Daher erstaunt weder der zweite Frühling, den das Vinyl-Format derzeit erlebt, noch die in den letzten Jahren zunehmende Beliebtheit anderer Dateiformate. MIttlerweile (zumindest unter Apple Nutzern) verbreitet ist beispielsweise das AAC-Format, bei Fans feinsten Sounds ist FLAC beliebt. Was können diese und andere mehr oder weniger verlustfreie Formate?

FLAC (Free Lossless Audio Codec)
  • Das FLAC-Format eine relativ geringe Kompressionsrate, ein von CD importierter Song wird nur noch etwa die Hälfte an Speicherplatz benötigen.
  • Das Ursprungssignal lässt sich perfekt wiederherstellen, dadurch entspricht die Qualität exakt der von CD.
  • Dass Metallica 2004 bekanntgaben, Konzertmitschnitte künftig nicht nur im MP3-Format, sondern auch im verlustfreien FLAC-Format anzubieten, hat zur Popularität des Dateiformats sicher beigetragen.
AAC (Advanced Audio Coding)
  • Überall dort verwendet, wo normalerweise auch MP3 zum Einsatz kommt.
  • Mit AAC wird schon ab einer Bitrate von 128 kbit/s CD-Qualität erreicht (vlg. MP3: 192 kbit/s.
  • Vorzugweise genutztes Format bei iTunes.
MLP (Meridian Losless Packing)
  • MLP wird auch Dolby Losless genannt und ermöglicht hochaufgelöste Soundinformationen, besonders im Multichannel.
  • Das Format ermöglicht Abtastraten bis zu 192 kHz und 24 Bit – weit über dem CD-Format.
  • DVD und Bluray nutzen den Kompressionsalgorithmus als Variante „Dolby TrueHD“.
 MPEG-H
  • Geeignet für 3D-Sound und beispielsweise zur Übertragung mehrerer Kommentatoren-Streams bei Fernseh-Events.
  • Zuschauer können beispielsweise auswählen, in welcher Sprache der Kommentator sprechen soll.
  • Die Soundinformationen werden erst auf dem verwendeten Gerät verarbeitet – das ermöglich Surround-Sound für Kopfhörer und andere Ausgabegeräte.

MP3-Ende – Lang lebe MP3?

Trotz vieler Unkenrufe aus der Medienlandschaft, MP3 sei tot – es gibt auch eine prominente Gegenstimme. Karl Brandenburg, einer der Pioniere bei der Entwicklung des Formats, glaubt sogar, das nun weltweit lizenzfreie Format werde noch populärer und ist sich sicher, für Konsumenten werde sich nichts ändern. Sicher ist, als das weltweit am meisten verbreitete Format wird es nicht so rasch von der Bildfläche verschwinden.

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