Laut dem Landeskriminalamt Niedersachsen ist eine breite Phishing Welle gestartet, die nach einem bestimmten Schema funktioniert: Per SMS und E-Mail werden zusätzliche Zollgebühren für Pakete gefordert. Wie geben sich die Betrüger zu erkennen?
Das Wichtigste in Kürze
- Phishing-Nachrichten fordern Zollgebühren für Pakete
- Per SMS oder E-Mail
- Paketzusteller wie DHL, Hermes, UPS werden imitiert
- Keine Daten eingeben! Immer genau die Texte, Links und Webseiten auf Echtheit prüfen
Das LKA Niedersachsen stellt in seiner Warnmeldung zur Phishing-Welle Beispiele und Fake-Webseiten zur Verfügung. Sind Phishing-Nachrichten oft sehr leicht erkennbar, wirken die derzeit per SMS oder E-Mail verschickten Zollforderungen ziemlich authentisch. Das Vorgehen ist dabei meist das gleiche:
- Niedrige Zollgebühren oder Versandinformationen werden per SMS oder Mail gefordert
- Links werden verschickt
- Auf den Fake-Webseiten wird aufgefordert zur Eingabe von sensiblen Daten
- z.B. Adresse, Kreditkartennummer, E-Mail Adresse
Die SMS und Mails können laut Screenshots des LKA Niedersachsen zum Beispiel so aussehen:
Wie erkenne ich die Phishing Nachrichten?
Prüft immer genau den Absender und die mitgeschickten Links. Anstatt auf den Link zu klicken, googelt lieber nach dem Paketzusteller. Taucht der Link in der Ergebnisliste nicht auf, ist das ein Warnsignal. Auch offensichtliche Rechtschreibfehler sollten euch stutzig machen. Seid ihr euch unsicher, gebt auf keinen Fall eure Daten an oder antwortet auf die Nachrichten! Beim BSI findet ihr noch mehr Tipps zum Erkennen von Phishing Nachrichten. Folgende Phishing Webseiten hat das LKA Niedersachsen bisher gesammelt:
- deutschepostdienst.com
- meindeutschepost.com
- dhl-paketshop.com
- deutschpostde.com
- post.de-Kunde.com
- post-traking.com
- dhl-de-world.com
Was passiert, wenn ich auf einen Phishing-Link klicke?
Am besten klickt ihr gar nicht erst auf die Links, denn mit ganz viel Pech landet schon dadurch Schadsoftware auf eurem Gerät. Meistens geht es den Betrügern aber eher um eure Daten wie Adresse, Handynummer oder Zahlungsdaten. Das Wichtigste ist also: Gebt niemals leichtfertig eure Daten ein! Seid ihr schon auf der Webseite, googelt den Paketzusteller und gleicht die Ergebnisse ab.
Ich habe meine Daten eingegeben: Was kann ich tun?
- Waren Zahlungsdaten dabei, gebt sofort eurer Bank Bescheid und lasst die betroffene Karte ggf. sperren.
- Ihr könnt den Vorfall dann bei der örtlichen Polizei anzeigen.

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