Bluetooth-Maus Test » Logitech MX Anywhere 2, Apple Magic Mouse 2, Vic Tsing und Co. im Vergleich

Die beste Bluetooh-Maus zu finden heißt, den Grundstein für Komfort und Präzision bei der Bedienung von PCs, Notebooks und anderen Geräten zu legen – ganz gleich, ob man das kabellose Gerät als Gaming-Maus, für die Arbeit oder zu anderen Zwecken verwendet. Ob ihr die Funkmaus per Bluetooth, Infrarot oder Kurzstreckenfunk verbindet, ist dabei egal, wichtig ist, dass sie kabellos verwendet wird. Wir haben Wireless-Mäuse von Logitech, Apple und Vic Tsing unter die Lupe genommen und zeigen euch, warum es sich lohnt, etwas mehr zu investieren. Aber wie funktionieren die unsichtbar gekoppelten Geräte überhaupt, welche Vor- oder auch Nachteile sind mit ihnen verbunden, worauf muss ich beim Kauf achten und welche optische Maus ist in unserem Vergleich die beste Bluetooth-Maus im Käfig? In diesem Ratgeber findet ihr alle Anworten.



Wie funktioniert eine Bluetooth-Maus? ⇓ | Wie übertragen Bluetooth-Mäuse Bewegungsdaten? ⇓ | Die 5 besten Bluetooth-Mäuse ⇓


Die Bluetooth-Maus ist anfällig für Verbindungsaussetzer? Mäuse per Kabel zu verbinden führt unweigerlich zu Kabelsalat? Jedes Klischee baut mindestens zu einem kleinen Teil auf Wahrheit auf – ich habe in Zeiten der Kugel-Maus erlebt, dass Kabel ein Eigenleben führen können, ebenso, wie ich in den Anfängen der kabellosen Mäuse ab und an das Gerät neu mit meinem PC oder Notebook verbinden musste. Alles in allem ist der Fortschritt aber bekanntlich nicht aufzuhalten und so hat sich auch im Bereich Bluetooth-Maus so einiges getan. Wir haben die folgenden fünf tonangebende Modelle von Logitech, Apple und Vic Tsing verglichen und verraten euch, wie ihr beim Gaming, im Büro oder in allen anderen Bereichen, in denen man einen PC oder Laptop braucht, am besten mit eurem Computer verbunden bleibt.


Bluetooth-Maus: Die besten 5 im Vergleich

Logitech MX MasterLogitech MX Anywhere 2Logitech M185Apple Magic Mouse 2VicTsing Mini Wireless Mouse
testsiegerLogitech-MX-Master-small 

 

 

 

 

 

 

 

Note1,31,81,51,82,5
Preis61€53€11€74€8€
Leistungrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Handhabungrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Ergonomierate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Preis/Leistungrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Pro

+ komfortabel und genau
+ tolle Software
+ sehr lange Akkulaufzeit

+ leicht und mobil
+ gute Akkulaufzeit
+ tolle Software

+ Preis
+ liegt gut in der Hand
+ perfekt für mobile Nutzung

+ gute Gestenerkennung
+ perfekt für Macs

+ präzise Tastendruckpunkte
+ Preis
+ Leicht

Kontra

– Probleme mit dem Mac
– nicht für Linkshänder

 – auf Dauer unkomfortabel

– nicht für jeden Untergrund
– nicht für große Hände geeignet

– nichts für Windows-PCs
– teurer als der Vorgänger

– Nicht perfekte Ergonomie
– etwas laute Tastenklicks

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Wie funktioniert eine Bluetooth-Maus?

Eine Bluetooth-Maus überträgt Handbewegungsdaten, wie der Name schon sagt, nicht via Kabel, sondern über die Bluetooth-Technologie, die auf dem Zusammenspiel von Sender und Empfänger basiert. Damit die Maus die Bewegungen der Hand auf dem Bildschirm von Notebook oder PC abbilden kann, muss der Bluetooth-Standard beider Geräte mit dem des jeweils anderen Gerätes kompatibel sein.  Weiter ist in jeder Bluetooth-Maus ist ein Sensor verbaut, der alle Bewegungen, die die Hand mit der Maus durchführt, speichert, sodass aus der Bewegung Bewegungsdaten werden, die an den Computer weitergegeben werden.

Bluetooth-Maus – Welche Arten gibt es?

Bluetooth-Mäuse übertragen die Daten der Handbewegungen auf unterschiedliche Weise auf den Bildschirm. Daher geben wir euch an dieser Stelle einen kleinen Überblick über die verschiedenen Geräte und verraten euch, welche Bluetooth-Maus Zocker als Gaming-Maus bevorzugen sollten und welche für dauerhafte Arbeit am Computer eher ungeeignet ist.

Bluetooth-Maus mit LED

Wenn eine Bluetooth-Maus auf ihrer Unterseite rot leuchtet, überträgt sie die Bewegungen über einen LED-Sensor. Auf diese Weise werden die Bewegungsdaten eigentlich ziemlich präzise übersetzt. Einziger Nachteil ist, dass undefinierte Wackelbewegungen idealisiert weitergegeben werden – d. h., sie werden auf eine Ideallinie übertragen, die unter Umständen nicht ganz dem Bewegungsziel des Nutzers entspricht. Sämtliche Hersteller, die Wireless-Geräte seriell fertigen, wissen natürlich um diese Problemematik, sodass dieses Phänomen bei LED-Mäusen inzwischen nicht mehr so häufig auftritt. Dennoch ist diese Technologie sicher nicht die allerbeste, weshalb sie auch nicht für dauerhafte Arbeit am Computer empfiehlt.

Blue Wave/ Blue Track – Bluetooth Maus

Im Gegensatz zur roten Leuchtdiode der LED-Bluetooth-Maus leuchtet die der Blue Wave- oder auch Blue Track-Bluetooth-Maus – ihr ahnt es schon – blau. Diese Technologie eignet sich für die unterschiedlichsten Untergründe, etwa für besonders glatte Oberflächen wie Glas. Mit der Blue Wave-Technologie ausgestattete Mäuse eignen sich für Gaming, weil der blaue Lichtstrahl bei diesem Übertragungsprinzip breiter ist als bei LED-Mäusen und dadurch die Bewegungsdaten exakter übertragen werden können. So ist eine Blue Wave-Maus nicht nur für Gamer spannend, sondern auch für Nutzer, die die Maus über längere Zeit permanent verwenden möchten.

Bluetooth/Laser-Maus

Auch eine mit Laser versehene Bluetooth-Maus könnte man auch als gut geeignete Gaming-Maus bezeichnen. Grund dafür ist, dass der Laser das Licht deutlich stärker bündelt als bei den anderen Übertragungstechnologien. Beim Untergrund macht die Laser-Maus keine Unterschiede – sie performt auf jedem Terrain gleich gut. Das größte Plus der Laser-Bluetooth-Maus ist sicher ihre Qualität bei der Übertragung von Bewegungen – man könnte sagen diese Maus „geht mit“, also schnelle Handbewegungen werden vom Mauszeiger direkt übersetzt und so weiter. Für Gamer ist das natürlich die optimale Voraussetzung und auch für dauerhaftes Arbeiten sind Laser-Geräte gut geeignet.

Bluetooth-Maus mit integriertem Akku

Neben den Funkmäusen mit Sensorbetrieb gibt es auch Bluetooth-Mäuse mit integriertem Akku. Was bei diesen Geräten wegfällt, ist das Einlegen einer Batterie bzw. eines Akkus – der wird entweder über USB oder an der Steckdose aufgeladen. Vorteil dieser Geräte ist ganz klar ihre relativ große Flexibilität, da man nicht ständige Batterien nachkaufen muss – man sollte aber darauf achten, sich eine Bluetooth-Maus anzuschaffen, deren Akku nach dem Aufladen eine Weile durchhält.


Welche ist die beste Bluetooth-Maus? 5 Geräte im Vergleich

MX Master ⇓ | Logitech MX Anywhere 2 ⇓ | Logitech M185 ⇓ | Apple Magic Mouse 2 ⇓ | Apple Magic Mouse 2 ⇓


Logitech MX MasterLogitech MX Anywhere 2Logitech M185Apple Magic Mouse 2VicTsing Mini Wireless
testsiegerLogitech-MX-Master-small 

 

 

 

 

 

 

 

VerbindungBluetooth 4.0, Unifying-EmpfängerBluetooth 4.0, Unifying-EmpfängerBluetooth 3.0Bluetooth 4.0Bluetooth 3.0, USB-Nano- Empfänger
Anzahl Tasten7 + 2 Scrollräder5 + 1 Scrollrad3 + 1 Scrollrad1 (Bedienung per Multitouch)7 + Mittel- und Seitentaste
Maße (H x B x T)85,7 mm x 126,0 mm x 48,4 mm61,6 mm x 100,3 mm x 34,4 mm90,0 mm x 39,0 mm x 60,0 mm21,6 mm x 57,1 mm x 113,5 mm49,0 mm x 110,0 mm x 77,0 mm
Gewicht145 g106 g75 g99 g59 g
Sensorauflösung400 – 1600 dpi
400 – 1600 dpimax. 1000 dpi400 – 1600 dpi500 – 2400 dpi
EnergieversorgungIntegrierter AkkuIntegrierter Akku1 x AA-BatterieIntegrierter Akku1 x AA-Batterie
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Die beste Bluetooth-Maus: Logitech MX Master im Praxis-Test

Auf der Suche nach der besten Bluetooth-Maus wird wir uns direkt nach dem Auspacken der Logitech MX Master erst einmal klar: sie ist kein Leichtgewicht. Mit einem Gewicht von 145 Gramm liegt die Maus recht wuchtig in der Hand, zumal sie im Vergleich zu vielen anderen Mäusen auch recht groß ausfällt. Wie bei früheren Bluetooth-Modellen setzt Logitech bei der MX Master in Sachen Abtasttechnologie auf den bewährten Darkfield-Laser. Damit arbeitet die Maus auf nahezu jeder Oberfläche sauber und präzise, selbst auf Glastischen lässt sich die MX Master verwenden. Im Praxistest der MX Master auf einer Glasplatte bestätigt sich der gute Eindruck, dennoch legen seltene, aber doch spürbare „Springer“ des Mauszeigers hier den Einsatz eines Mauspads nahe. Davon abgesehen sind wir mit der Präzision der MX Master auf den meisten Oberflächen absolut zufrieden. Die MX Master wirkt massig, liegt aber toll in der Hand.

Erfreulich: Trotz ihrer Größe kommen auch Nutzer mit kleinen Händen in der Praxis gut mit dieser Bluetooth-Maus zurecht. Anders sieht es bei der MX Master leider für die Linkshänder unter euch aus. Logitech hat die MX Master komplett auf die Bedienung mit der rechten Hand zugeschnitten, eine „gespiegelte“ Version für Linkshänder gibt es nicht. Linkshänder müssen sich also entweder an die rechtshändige Bedienung gewöhnen oder zu einer anderen Bluetooth-Maus greifen.

Von diesem Malus abgesehen überzeugt uns das Design der Logitech-Maus auf ganzer Linie. Die in mattem Schwarz gehaltene Maus wird durch einen geschwungenen Bronzefarbverlauf an der Unterseite akzentuiert. Die grundlegende Ergonomie ist gegenüber der Logitech Performance Mouse gleich geblieben: Die Hand liegt leicht erhöht auf der MX Master, was das Handgelenk angenehm entlastet. Der Daumen der Maushand liegt auf einer Auflage, die mit einer Gummierung in Prismen-Struktur einen angenehmen Halt bietet. Nach wenigen Augenblicken mit der MX Master hat man sich an die Haptik gewöhnt und will sie nicht mehr aus der Hand legen. Die Verarbeitung ist hervorragend, die Maus fühlt sich trotz Kunstoffgehäuse einfach durch und durch nach „Premium“ an. Einziger Mini-Wermutstropfen ist hier das Mausrad, das für unseren Geschmack ein wenig zu wackelig ist. Da es ansonsten sehr präzise arbeitet und zudem die Option bietet, zwischen einem freien und einem gerasterten Bildlauf zu wechseln, können wir darüber aber hinwegsehen.

Der gerasterte Bildlauf ermöglicht das schnelle Scrolling durch lange Dokumente, im „Klickmodus“ arbeitet das Rad hingegen präzise. Logitech ermöglicht den Wechsel der Modi auf Knopfdruck. Anders als bei früheren Bluetooth-Mäusen ist die Funktion nicht mechanisch an eine Taste gebunden, stattdessen kann die Taste über die Software frei gewählt werden (dazu später mehr). Ein nettes Gimmick ist die so genannte „SmartShift“-Option. Aktiviert ihr diese, schaltet das Rad bei schnellen Drehbewegungen automatisch zwischen gerastertem und schnellen Bildlauf um, was im Test sehr gut funktioniert.

Logitech hat seiner Parade-Bluetooth-Maus aber noch einige andere Tricks verpasst. So erlaubt ein zweites Scrollrad, das mit dem Daumen bedient wird, das horizontale Scrollen in Dokumenten oder auf Webseiten. Hinter dem Daumenrad hat Logitech zwei Sondertasten platziert, die standardmäßig mit der Vor- und Zurückfunktion im Browser oder dem Explorer bzw. Finder belegt sind. Zwar haben diese einen angenehmen Druckpunkt, allerdings empfinden wir sie als einen Tick zu klein. Das ist allerdings Gewöhnungssache, was auch für die „versteckte“ Daumentaste gilt, die Logitech an der Unterseite der Daumenablage platziert hat.

Diese erfordert mehr Druck, als es bei der MX Performance der Fall war. Hat man den Dreh aber einmal raus, lässt auch diese Taste sich gut bedienen – und das lohnt sich, über die Daumentaste könnt Ihr nämlich bei Bedarf verschiedene Gesten auslösen. Haltet die Taste gedrückt und bewegt die Maus in eine Richtung, öffnet Ihr die Mission Control-Ansicht beim Mac oder wechselt zwischen geöffneten Programmen. Logitech will damit vor allem Laptop-User locken, die entsprechende Gesten bislang über das Trackpad auslösten. In der Praxis geht die Gestenkontrolle mit der MX Master zwar nicht ganz so leicht von der Hand, wie es beispielsweise das Trackpad von Apples Macbook erlaubt, dennoch gefällt uns die Option. Schön: Falls ihr mit der Daumentaste nicht zurecht kommt, könnt ihr die Gesten (und jede andere Funktion) auch auf eine andere Taste packen oder komplett abschalten – mehr dazu weiter unten. Das seitlich angebrachte Scrollrad erleichtert die Navigation durch Dokumente und Webseiten.

Verbindungsfreudig – mit einem „aber“…

Egal, ob ihr die Logitech MX Master per Bluetooth oder mit dem daumennagelgroßen Unifying-Empfänger mit eurem PC oder Mac verbindet, die Einrichtung der Maus ist komfortabel und schnell erledigt. Beim Einsatz des mitgelieferten USB-Empfängers ist weder unter Windows 7, 8.1 und 10 noch bei Mac OS X die Installation eines Treibers oder anderer Software nötig; diese braucht ihr nur, wenn ihr die Tastenbelegung der MX Master und andere Optionen anpassen möchtet. Der Unifying-Empfänger ist bereits mit der Maus gekoppelt, sodass ihr in Sekunden loslegen könnt. Natürlich könnt ihr die MX Master auch mit einem vorhandenen Unifying-Stick koppeln oder weitere Unifying-Geräte – etwa eine Tastatur – hinzufügen, was über die Logitech-Software mit wenigen Klicks erledigt ist.

Entscheidet ihr euch für den Bluetooth-Einsatz, müsst ihr die Maus über die „Connect“-Taste an der Unterseite in den Kopplungs-Modus versetzen. Anschließend könnt ihr über die Bluetooth-Einstellungen des Geräts eurer Wahl die Verbindung herstellen. Wie gesagt, nutzt die MX Master dabei die Bluetooth Smart-Funktion des Bluetooth 4.0-Standards. Diese wird von den meisten bluetoothfähigen Smartphones, Laptops und Tablets unterstützt, sodass die MX Master problemlos verbunden werden kann.

Erfreulicherweise stellen wir in der Praxis keinen Unterschied zwischen der Nutzung via Bluetooth- oder Unifying-Empfänger fest. Das befürchtete „Stottern“, unter dem Bluetooth-Mäuse zuweilen leiden, ist bei der MX Master kein Thema – und zwar unabhängig vom gesteuerten Gerät. Ob unter Windows, OS X, Linux (die Verbindung klappt, auch wenn die Software fehlt), auf einem Android-Tablet oder sogar einer Streaming-Box wie dem Amazon Fire TV, die MX Master macht durchgehend eine gute Figur. Die Maus reagiert in jeder Situation schnell und sauber, nach dem Einschalten der Maus ist eine Verbindung (mit einer Ausnahme, siehe unten) in weniger als einer Sekunde hergestellt. Auch der Wechsel zwischen den verschiedenen Geräten, mit denen wir die MX Master koppeln, klappt praktisch verzögerungsfrei, ganz gleich ob per Unifying- oder Bluetooth-Verbindung. Erfreulicherweise ist es auch kein Problem, Geräte über mehrere Meter Entfernung zu steuern – wollt ihr also euren HTPC vom Sofa aus steuern, seid ihr mit der MX Master gut bedient. Ob im Office-Alltag, bei der Detailarbeit in Photoshop und sogar in schnellen Spielen, die MX Master überzeugt in faktisch jeder Situation. Pro-Gamer werden sich natürlich nicht mit einer kabellosen Maus zufrieden geben, für alle anderen Szenarien können wir das Logitech-Flaggschiff aber uneingeschränkt empfehlen. Über eine Taste an der Unterseite schaltet Ihr zwischen bis zu drei Geräten um.

Oberklasse-Bluetooth-Maus mit Problemen am MacBook

Der eigentlich hervorragenden Eindruck, den die Logitech MX Master in Sachen Konnektivität hinterlasst, wird durch unseren Test der Maus mit einem aktuellen Macbook Pro allerdings getrübt. Verbinden wir die Maus per Unifying-Empfänger mit dem Macbook, funktioniert sie in jeder Situation genauso, wie sie soll. Anders sieht es leider bei der Nutzung von Bluetooth aus: Trotz bestehenden Pairing neigt die MX Master gelegentlich dazu, die Verbindung mit dem Macbook zu verweigern, was vor allem dann auftritt, wenn der Laptop aus dem Standby-Modus aufgeweckt wird. In diesem Fall hilft lediglich, die Bluetooth-Funktion von OS X aus- und wieder einzuschalten oder das Pairing erneut durchzuführen. Das Problem tritt sowohl in der aktuellen Mac OS X-Version 10.11 alias El Capitan als auch beim Vorgängersystem Yosemite auf und mach den Einsatz der MX Master am Macbook zur nervigen Angelegenheit. Ein Blick ins Logitech-Forum zeigt, dass wir mit dem Bluetooth-Problem der MX Master am Macbook offenbar nicht alleine sind. Kurios: An einem 2013er iMac konnten wir die Problematik nicht replizieren, hier verrichtete die Maus auch per Bluetooth tadellos ihren Dienst. Da wir diese Problematik weder bei diversen Windows- noch auf anderen Geräten nachstellen können, gehen wir hier von einem Apple-spezifischen Problem aus. Ob der Fehler nun bei Logitech oder Apple liegt, ist uns in diesem Fall egal, für euch als Käufer ist es schlichtweg nervig.

Die Mac-User unter euch sollten also zweimal überlegen, bevor sie sich für den Kauf der MX Master entscheiden – zumindest, wenn ihr sie per Bluetooth nutzen möchtet. Im Idealfall kauft ihr sie bei einem Händler, bei dem der Umtausch kein Problem ist. Immerhin: Ist die Verbindung hergestellt, können wir in Sachen Präzision und Funktionalität der MX Master auch am Mac keinen nennenswerten Unterschied zwischen Bluetooth- und Unifying-Betrieb feststellen.

Bluetooth-Maus nach Maß mit Logitech Options

Um die Logitech MX Master optimal auszureizen, empfiehlt sich die Installation der Treibersoftware Logitech Options. Diese tritt die Nachfolge der Logitech Setpoint-Software an und steht für Windows (ab Windows 7) und Mac OS X (von 10.8 bis zum aktuellen El Capitan) zur Verfügung; eine Linux-Version bietet Logitech leider nicht an. Logitech Options überzeugt durch eine einfache und durchdachte Benutzeroberfläche. Wie schon erwähnt, erlaubt Logitech die freie Anpassung aller Sondertasten der MX Master. Dazu klickt ihr einfach auf die entsprechende Taste und sucht aus dem Menü die entsprechende Funktion aus, die ihr über die Taste ausführen wollt.

Dabei gibt es faktisch keine Grenzen: Ob ihr über das Daumenrad die Bildschirmhelligkeit regeln oder über die Taste im Mausrad eine Tastenkombination ausführen wollt, Logitech erlaubt euch bei dieser Bluetooth-Maus das allermeiste. Auch die Funktionen durch die gedrückte Gestentaste legt ihr mit hoher Flexibilität fest. Logitech Options bietet dabei auch Zugriff auf die unterschiedlichen Funktionen eures Betriebssystems. So dürfen Windows 10-User beispielsweise per Geste zwischen den neuen virtuellen Desktops wechseln, zudem spendiert Logitech Options den Windows-Versionen auf Wunsch Mac-Features wie Mission Control. Neben der Tastenbelegung könnt ihr auch die Scrollgeschwindigkeit- und Richtung der beiden Rädchen sowie die generelle Empfindlichkeit der Maus regeln. Auf Wunsch könnt ihr für einzelne Programme auch speziell angepasste Tastenbelegungen für die MX Master festlegen. So könnt ihr zum Beispiel das Daumenrad bei der Nutzung eines Bildbetrachters für den Zoom nutzen oder die Zurück- und Vor-Tasten unter Word mit den Tastenkombinationen für das Kopieren und Einfügen belegen. Logitech Options erlaubt euch bei dieser Bluetooth-Maus also, die Tasten und Funktionen bis ins Detail anzupassen. Die Aufzeichnung von Makro-Operationen ist hingegen aktuell nicht möglich, was vor allem all jene enttäuschen dürfte, die auf der Suche nach der besten Gaming-Maus sind.

Langläufer ohne Akku-Flexibilität

Anders als bei früheren Bluetooth-Mäusen setzt Logitech bei der MX Master auf einen fest verbauten Akku anstelle eines Batteriefachs. Geladen wird der Akku der MX Master über eine Micro-USB-Schnittstelle an der Frontseite der Funkmaus. Ob ihr die Maus dabei an einen USB-Port des PCs oder Notebooks hängt oder ein klassisches USB-Ladegerät (etwa von eurem Smartphone) für das Aufladen nutzt, ist der Maus erfreulich egal.

Die Akkulaufzeit der MX Master kann uns in der Praxis überzeugen. Selbst bei täglichen mehrstündigen Arbeits- oder Gamingsessions hält die Logitech-Maus problemlos über eine Woche mit einer Akkuladung durch, Gelegenheitsnutzer können sogar mehrere Wochen mit einer Ladung überstehen. Hängen wir die leere Bluetooth-Maus für 30 Minuten an den USB-Port, hält sie problemlos den Rest des Tages durch. Die dreistufige Akkuanzeige wechselt von grün auf rot, wenn sich die Akkuladung dem Ende entgegen neigt, und erlaubt selbst dann noch einige Stunden Betrieb. Angesichts der einfachen Ladefunktion ohne proprietäre Kabel (wie sie beispielsweise Apple bei der neuen Magic Mouse 2 verwendet) können wir der Logitech MX Master in Sachen Akkulaufzeit also ein tadelloses Zeugnis ausstellen.

Dennoch: Der fest verbaute Akku dürfte dem einen oder anderen Käufer bei dieser Bluetooth-Maus sauer aufstoßen. Bei der MX Performance Mouse war es beispielsweise möglich, neben AA-Batterien auch entsprechende Akkus in die Maus einzusetzen, die per UBS-Anschluss geladen oder eben gegen vollen Ersatz ausgetauscht werden können – Angst vor dem Akkuverschleiß war hier also kein Thema. Zwar soll der fest verbaute Akku der MX Master nach Logitech-Angaben mehrere Jahre überstehen, ob das stimmt, muss sich aber erst im Langzeittest herausstellen.

Unabhängig davon fehlt dem aktuellen Bluetooth-Flaggschiff durch den Verzicht auf ein Akkufach auch die bei älteren Modellen vorhandene Option, den Unifying-Empfänger in der Maus zu „parken“. Wer den kleinen USB-Stecker also unterwegs nicht verlieren möchte, muss ihn anderweitig unterbringen oder im Laptop eingesteckt lassen – unserer Meinung nach verliert die MX Master dadurch eine praktische Komfortfunktion.



Vielseitig und mobil: Logitech MX Anywhere 2

Wenn euch MX Master als Bluetooth-Maus zu groß ist, findet ihr in der Logitech MX Anywhere 2 eine hervorragende Alternative mit ähnlichem Funktionsumfang wie das letztgenannte Modell. Wie das aktuelle Flaggschiff von Logitech erlaubt sie die Verbindung mit drei verschiedenen Geräten, wobei ebenfalls Bluetooth und Unifying-Receiver zur Wahl stehen. Auch softwareseitig ist die MX Anywhere 2 mit der MX Master vergleichbar, selbst die Gestensteuerung hat es an Bord der kleineren Funkmaus-Ausgabe geschafft. Im Gegensatz zur MX Master steht dafür aber keine separate Taste zur Verfügung, auch auf ein seitliches Scrollrad muss bei der Logitech MX Anywhere 2 verzichtet werden.

 

Die flache Bauform der MX Anywhere 2 ist im Dauerbetrieb nicht so komfortabel wie das „Handschmeichler“-Design der MX Master. Im Gegenzug ist das kleinere Modell wesentlich besser für Linkshänder geeignet, wobei die seitlich angebrachten Tasten auch hier für die Benutzung mit dem Daumen der rechten Hand ausgelegt sind. Wie bei der MX Master verbaut Logitech auch bei der MX Anywhere 2 den Akku fest im Gehäuse der Maus, ein Batteriewechsel wie bei älteren Modellen ist nicht vorgesehen. In Sachen Genauigkeit und Flexibilität steht die Logitech MX Anywhere 2 ihrer großen Schwester aber in nichts nach. Wer auf der Suche nach einer mobilen Premium-Maus ist, macht hier also nichts falsch.


Logitech M185 – Sparsame Bluetooth-Maus für wenig Mäuse

Dass eine gute Bluetooth-Maus für PC oder Notebook (nicht nur farblich) keine graue Maus sein muss, beweist Logitechs Preisschlager M185 eindrucksvoll. Wirft man einen Blick auf die Beliebtheitsskala, schneidet das geldbeutelsparende Funkmäuschen sogar mit als beste Bluetooth-Maus ab. Doch dass die Maus in so vieler Nutzer Hände ein bleibendes Zuhause findet, hängt sicher zu einem wesentlichen Teil mit dem Preis für das Gerät zusammen. Werfen wir also einen genaueren Blick auf Bedienkomfort und Bluetooth-Verbindungsmerkmale der Logitech M185.

3-Tasten-Maus mit solider Performance

Die Logitech M185 gehört zu den 3-Tasten-Bluetooth-Mäusen, die mit der 2,4 GHz-Technologie ausgestattet sind, das Gerät erlaubt eine Auflösung von bis zu 1.000 dpi. Für ein so günstiges Gerät zeigt Logitechs Standardmaus überraschend zügige Reaktionszeiten. Die schlanke Maus in Betrieb zu nehmen, verlangt wie so oft keinerelei Fachkenntnisse. Wie bei den meisten kabellosen Mäusen lautet die Devise hier Plug and Play. Falls gewünscht, kann der wirklich winzige Nano-Empfänger dauerhaft im USB-Port bleiben, da er mit diesen Abmessungen beim Transport des Notebooks nicht stört. Optional, und damit schafft die Logitech M185 einen angenehmen Kontrast zur MX Master, lässt sich der Empfänger aber auch im praktischen Aufbewahrungsschlitz der Funkmaus unterbringen – dazu ist grundsätzlich zu raten, da gerade bei einer günstigeren Maus nicht damit zu rechnen ist, dass ihre Einzelteile jeden Crash verzeihen.

Schmeichelt beiden Händen – wenn sie nicht zu groß sind

Was auffällt, ist die geschwungene Linie der Bluetooth-Maus. Durch diese „sportliche“ Form liegt die M185 relativ angenehm in der Hand – und das gilt nicht nur für die rechte. Das Gerät explizit als Linkshänder-Maus zu bezeichnen, wäre zu hoch gegriffen, doch auch nach längerem Arbeiten bereitet uns die Maus auf keiner Hand Unannehmlichkeiten. Dennoch können wir den kleinen Flitzer in Sachen Ergonomie nicht ausschließlich über den grünen Klee loben, denn bei größeren Händen zeigt er sich nicht als wahrer Schmeichler. Da die Bluetooth-Maus vergleichsweise klein ist, bleibt bei größeren Händen ein Teil der Handfläche in der Luft hängen, was permanentes Arbeiten durch die Beanspruchung zusätzlicher Handmuskelgruppen ab einem gewissen Punkt anstrengend gestalten kann.

In Sachen Verbrauch spielt die M185 wahrlich in der Königsklasse der Bluetooth-Mäuse. Durch einen Ein- und Ausschalter besteht jederzeit die Möglichkeit, sie in den Sleep-Modus zu versetzen. Ehe skeptisch sollte man mit Logitechs Angabe der Batterie-Lebensdauer von einem Jahr umgehen – aber vielleicht wäre das bei einer derart günstigen Maus auch etwas zu viel verlangt. Alles in allem ist die M185 eine kostensparende Alternative zu den teureren Bluetooth-Mäusen von Logitech – allerdings nur dann, wenn man eher kleine Hände hat und außer den „zeitlosen“ Links- und Rechtsklicks bei der Arbeit an PC und Laptop nicht allzu viel Schnickschnack erwartet.


Das Apple-Gegenstück: Magic Mouse 2

Ihr seid Apple-User und sucht die optimale Maus, die mit jedem Mac und Macbook ihren Dienst verrichtet? Dann empfehlen wir den Griff zur Apple Magic Mouse 2. Sie verbindet sich per Bluetooth mit dem iMac oder einem MacBook und arbeitet dabei in jeder Situation komplett zuverlässig. Die Besonderheit der Magic Mouse ist die Möglichkeit, die Touch-Gesten von OS X auf der Rückseite der Maus auszuführen. Wie mit dem Trackpad eures MacBooks könnt ihr damit durch Dokumente und Webseiten scrollen oder per Wischbewegung Mission Control und andere Funktionen von Mac OS X starten. Das klappt nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr gut und geht leichter von der Hand als die Gesten der MX Master. Dafür liegt die Logitech-Maus unserer Meinung nach besser in der Hand als das Apple-Gegenstück.

Apple hat kürzlich mit der Magic Mouse 2 eine Neuauflage seines Nagers veröffentlicht. Die wichtigste Neuerung im Vergleich zum Erstling ist der integrierte Akku, der wie das iPhone oder iPad über Apples Lightning-Anschluss geladen werden kann. Davon abgesehen hat Apple die Magic Mouse 2 im Vergleich zum Erstling vor allem in einigen Details überarbeitet, beispielsweise gleitet die Maus nun etwas sanfter über den Schreibtisch. In unserem Video zeigen wir euch, wie sich die Apple Magic Mouse 2 im Alltag schlägt. Übrigens: Windows-User können sich den Kauf der 89 Euro teuren Apple-Maus sparen: Zwar funktioniert die Verbindung grundsätzlich, die praktischen Gesten funktionieren aber nur auf dem Mac.


Spar-Maus: VicTsing Mini Wireless Mouse

Eine Bluetooth-Maus, die dem Geldbeutel nicht wehtut und dennoch vernünftige Performance in Sachen dpi, Konnektivität und Bedientkomfort bietet? So etwas gibt es und ein solcher Fund in der Landschaft der noch immer nicht wirklich günstigen Bluetooth-Mäuse entlockt uns Schnäppchenfüchsen natürlich ein Lächeln. Wenn ihr auf der Suche nach einem zuverlässigen und präzisen Alltagsgerät seid, solltet ihr die VicTsing Mini Wireless auf jeden Fall in Betracht ziehen. Obwohl der Straßenpreis aktuell nur knapp über 10 Euro liegt, müsst ihr deshalb nicht automatisch auf sämtliche Features verzichten, mit dem viele andere kabellosen Mäuse daherkommen. Was die VicTsing Mini beispielsweise mit den Logitech-Mäusen oder der Apple Magic Mouse auf Augenhöhe stehen lässt: Mit 5 dpi-Schaltern lässt sich frei zwischen 800, 1200, 1600, 2000, 2400 dpi hin- und herschalten.

Auch darüber hinaus macht das Mäuschen im Spektrum der Bluetooth-Mäuse ein rundum gute Figur. Die Verbindung zu PCs, Macs und Android-Geräten via Bluetooth 3.0 funktioniert stabil und zuverlässig. Mit einem Gewicht von gerade einmal 59 Gramm ist die Maus nicht nur durchaus mobil, sonder auch die leichteste Bluetooth-Maus in unserem Gerätevergleich. Mit ihrer AA-Batterie hält das Leichtgewicht außerdem erstaunlich lange durch. Auch wenn der Bedienkomfort der MX Master offensichtlich hinterherhinkt und mit dem simplen Multitouch-Handling der Magic Mouse nicht ganz Schritt halten kann, ist die VicTsing Mini allemal eine Überlegung wert – zumal, wenn man gerne den einen oder anderen Euro sparen möchte.

Fazit: Die perfekte Bluetooth-Maus? Nicht ganz!

Die beste Bluetooth-Maus ist für uns die Logitech MX Master. Haben die Jungs und Mädels von Logitech mit der MX Master also die perfekte kabellose Maus geschaffen? Ihr könnt es euch an dieser Stelle sicher schon denken, aber: Nein, haben sie nicht. Aber sie haben sehr vieles richtig gemacht. Die MX Master liegt hervorragend in der Hand, ermöglicht eine äußerst präzise Kontrolle und lässt sich dank durchdachter Software bis ins kleinste Detail an die eigenen Vorlieben anpassen. Die lange Akkulaufzeit und die Möglichkeit, gleich drei Geräte gleichzeitig mit der MX Master zu beackern, sorgen für einen echten Wohlfühl-Faktor auf dem Schreibtisch.

Neben den schon angesprochenen Problemen am Macbook und der fehlenden Version für Linkshänder ist die mangelnde Mobilität der MX Master für Laptop-Arbeiter ein Problem. Während kleinere Mäuse wie die MX Anywhere 2 problemlos in jeder Laptop-Tasche Platz finden, ist die vergleichsweise klobige MX Master eher für den Heimgebrauch ausgelegt.

Uneingeschränkt empfehlen können wir die Logitech MX Master also vor allem für Windows-Fans, die eine zuverlässige kabellose Maus für den Schreibtisch suchen. Die MX Master ist ein Arbeitstier mit Premium-Qualitäten, die man schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen will – umso ärgerlicher, dass Mac-Usern durch gelegentliche Bluetooth-Zickereien der Spaß an Logitechs Edel-Maus verdorben wird.


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