Outlets in Deutschland - SchnÀppchenjagd vom Werksverkauf bis Outletcity

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Outlets in Deutschland sind ein SchnĂ€ppchenparadies. WĂ€hrend gerade bei Edel-Marken der Sparerblick ins Internet wenig hilft, sind FabrikverkĂ€ufe ein richtiger Spartipp. Abseits des regulĂ€ren Sortiments findet sich genug tolle Ware, die zu niedrigen Preisen verkauft wird. Restposten, die alte Kollektion, RĂŒcklĂ€ufer oder Testprodukte sind so gut wie die Produkte, die es in den normalen Stores gibt. Und warum nicht Artikel mit kleinen, unauffĂ€lligen MĂ€ngeln zum SchnĂ€ppchenpreis kaufen? FĂŒr das alles stehen die immer beliebter werdenden Outlets in Deutschland. Der miefige Fabrikverkauf ist schon lange schicken Stores gewichen. Dazu gibt es ganze Outlet-StĂ€dte mit Dutzenden von Marken. Zu finden sind FabrikverkĂ€ufe ĂŒberall im Land und es werden immer mehr. Hier prĂ€sentieren wir euch eine Rundreise auf einer interaktiven Karte mit allen Outlets Deutschlands! Und darĂŒber hinaus alles, was man zum Thema wissen muss, mit den Vor- und auch Nachteilen.

Outlet-Karte ⇓ | Outlet-Übersicht ⇓ | Was sind Outlets? ⇓ | Outlet-Arten ⇓ | Tipps & Tricks ⇓


Outlets in Deutschland – Alles auf einen Blick

So funktioniert die Outlet-Karte

  1. Alle unsere Outlets sind auf der Karte verzeichnet und nach Kategorien sortiert. Hier finden sich Stores fĂŒr Fashion, Sport, Lebensmittel, Technik, Spielzeug und alle großen Outlet Center in Deutschland. So kann man einfach ĂŒber die Karte scrollen und per Klick auf den Werksverkauf nĂ€here Infos erfahren.
  2. NatĂŒrlich kann man auch direkt in den Kategorien nach einem Outlet in der NĂ€he suchen. DafĂŒr öffnet man das AuswahlmenĂŒ durch einen Klick auf den Button links oben auf der Karte.
  3. Auch eine Suchfunktion steht zur VerfĂŒgung. Dazu wechselt man in den Vollbildmodus, was durch einen Klick auf das Feld rechts oben auf der Karte passiert. Anschließend kann ĂŒber das Lupensymbol im MenĂŒ gezielt nach einem Outlet gesucht werden.

Outlets in Deutschland – Übersichten fĂŒr Lebensmittel, Mode, Sport & mehr

Outlets in Deutschland gibt es fast ĂŒberall. Von der NordseekĂŒste im hohen Norden bis hinunter zum Bodensee im tiefen SĂŒden, vom Rhein im Westen bis zur Oberlausitz im Osten, vom kleinen Dorf bis hin zur Hauptstadt. Vielleicht ist der nĂ€chste Fabrikverkauf nĂ€her als man denkt. Alle Outlets in unseren Übersichten, von Sport und Haushalt ĂŒber Fashion bis hin zu WerksverkĂ€ufen fĂŒr alle Lebenslagen haben wir thematisch und mit allen Infos zusammengefasst. Übersichtlicher als eine Tabelle ist nur der genaue Standort jedes Outlets auf unserer Karte.


Outlets In Deutschland: die grĂ¶ĂŸten Outlets in der Übersicht

Metzingen ⇓ | ZweibrĂŒcken ⇓ | Bad MĂŒnstereifel ⇓ | Soltau ⇓ | Berlin ⇓ | NeumĂŒnster ⇓ | Ingolstadt ⇓ | Wertheim ⇓ | Bremen ⇓ | Wolfsburg ⇓ | Ochtrup ⇓ | Radolfzell ⇓

Outletcity Metzingen

Deutschlands berĂŒhmtester und besucherstĂ€rkster Outlet-Standort. Kein Werksverkaufs-Thema ohne das schwĂ€bische Metzingen. Angefangen hat es in den 70ern mit Hugo Boss. Über die Jahre wurde Boss erfolgreicher, Metzingen bekannter und das Outlet-Viertel grĂ¶ĂŸer. Mittlerweile besuchen 3,5 Millionen Shopper aus dem In- und Ausland den Ort jĂ€hrlich. Das Angebot in den 70 Shops ist gut gemischt. NatĂŒrlich finden Besucher hier Mode, von der Oberbekleidung fĂŒr Sie und Ihn bis hin zu Schuhen, von Designer-Kleidung bis sportlich. Hier gibt es auch Outlet-Ware von Top-Designern, die sonst selten FabrikverkĂ€ufe betreiben. Armani, Gucci, JOOP!, Diane von Furstenberg oder Prada betreiben Stores in der schwĂ€bischen Kleinstadt. Neben Bekleidung gibt es ParfĂŒm, Uhren, SĂŒĂŸwaren, Sonnenbrillen, Reise-Accessoires oder KĂŒchenutensilien.

Online-Shopping in der Outletcity

Wer nicht vor Ort sein kann, der  der kann in der Outletcity auch online einkaufen. Im Online-Shop findet ihr viele gĂŒnstige Outlet-SchnĂ€ppchen.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Freitag 10:00-20:00 Uhr
Samstag 9:00-20:00 Uhr
mehr als 7030 % bis 70 %3.500 ParkplÀtze
kostenlos oder gegen eine GebĂŒhr
maximal 4,00 € am Tag
Sonderöffnungszeitenalle MarkenOnline-Shopmehr zu Anreise

Outlets Center ZweibrĂŒcken

Wer die grĂ¶ĂŸte Markenauswahl sucht, fĂŒr den kommt nur The Styles Outlet in ZweibrĂŒcken in Frage. Eine grĂ¶ĂŸere Auswahl gibt es in Deutschland nicht.  Mode fĂŒr Damen, Herren und Kinder, schicke Dessous, Sportbekleidung, Schuhe, Lederwaren, Accessoires und anderes lĂ€sst sich preiswert einkaufen. ZusĂ€tzlich sparen lĂ€sst sich bei den ExtraSales. Zweimal im Jahr sind dann bis zu 80% ErmĂ€ĂŸigung möglich. Interessierte sollten sich die Termine Ende Juni und Ende Dezember dick im Kalender anstreichen.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Samstag 10:00-19:00 Uhrmehr als 13030 % bis 70 %2.600 ParkplĂ€tze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

City Outlet Bad MĂŒnstereifel

Das außergewöhnlichste Outlet Center ist in Bad MĂŒnstereifel. Die kleine Eifelstadt hat kein Outlet Center, sie ist ein Outlet Center. Fast die gesamte Innenstadt des mittelalterlichen Kurorts besteht aus Fabrikverkaufs-Shops. Das Konzept eine zunehmend verödete Innenstadt durch FabrikverkĂ€ufe wiederzubeleben ist einmalig. WĂ€hrend an anderen Standorten Bilderbucharchitektur nachgebaut wurde, ist hier alles original. Die ersten Monate des im Sommer 2014 vorgestellten SchnĂ€ppchen-Projekts waren vielversprechend. Der weitere Erfolg wird auch davon abhĂ€ngen, ob weitere Edel-Marken in die Outlet-Stadt geholt werden können

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Samstag 10:00-19:00 Uhrrund 6030 % bis 70 %2.000 ParkplĂ€tze
kostenlos oder gegen eine GebĂŒhr
zwischen 70 Cent und 1,00 € pro Stunde
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlet Soltau

Urlaub und Shoppen gehören immer mehr zusammen. Da wundert es nicht, dass Outlets in Ferienregionen geholt werden. Die LĂŒneburger Heide sollte fĂŒr Touristen ein bisschen aufgemotzt werden und so wurde nach langem Hin und Her ein Werksverkaufszentrum in Soltau eröffnet. Neben den ĂŒblichen Fashion- und Sportartikeln sowie Accessoires finden die Besucher hier auch Haushaltswarenartikel mit Rabatt. Zum Beispiel betreiben Krups, Rowenta, Tefal und WMF FabrikverkĂ€ufe im Heide-Outlet. Durch die Teilnahme am VIP-Kundenprogramm sind teilweise bis zu 30% zusĂ€tzliche ErmĂ€ĂŸigung möglich.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Samstag 10:00-20:00 UhrĂŒber 8030 % bis 70 %ĂŒber 1.250 ParkplĂ€tze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlet Berlin

Berlin ist so schon nicht arm an SehenswĂŒrdigkeiten. FĂŒr Hauptstadt-Touristen kommt das Factory Outlet Center 30 Minuten vor den Toren Berlin nun dazu. Ob man sich beim zukĂŒnftigen Besuch lieber die nachgebaute Stadtschlossfassade oder das nachgebaute SchnĂ€ppchen-Dorf ansehen möchte, muss jeder fĂŒr sich entscheiden. Wer beim Einkauf lieber etwas gĂŒnstiger als in den Boutiquen auf dem KurfĂŒrstendamm oder in der Friedrichstraße davon kommen möchte, der sollte auf jeden Fall nach Wustermark. Im Angebot der ĂŒblichen Outlet-VerdĂ€chtigen findet sich fĂŒr jeden etwas.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrmehr als 80bis zu 70 %2.300 ParkplĂ€tze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlet NeumĂŒnster

In der Mitte Schleswig-Holsteins, keine Stunde nördlich von Hamburg, begeistert das Designer Outlet Center NeumĂŒnster die kĂŒhlen Norddeutschen. FĂŒr Nord- und Ostsee-Urlauber liegt das Center ideal, um Programm fĂŒr einen verregneten Urlaubstag zu haben. Mit Armani, Gucci und Versace sind drei große Modenamen in der alten Tuchstadt vertreten. NatĂŒrlich lĂ€sst sich auch alltĂ€glichere Mode und mehr finden. Aktuell wird das Designer Outlet erweitert, sodass SchnĂ€ppchenfreunde bald eine noch grĂ¶ĂŸere Auswahl haben werden.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrmehr als 8030 % bis 70 %3.000 ParkplĂ€tze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Outlet „Ingolstadt Village“

Auf Kundschaft aus dem MĂŒnchener Großraum hat es das IngolstĂ€dter Outlet Center abgesehen. Mit NĂŒrnberg, Regensburg und dem nicht kleinen Ingolstadt im Einzugsgebiet sowie sehr gut an der Autobahn A9 gelegen, ist das IngolstĂ€dter Fabrikverkaufs-Dorf das wichtigste Outlet Center in Bayern. Das Markenangebot in den ĂŒber 110 Shops ist entsprechend attraktiv und mit großen Namen besetzt. Ein paar eher regionale Outlet-Exoten wie Wiesnkönig runden das Angebot ab. Auch SchnĂ€ppchen-Experten finden hier Outlets, die bislang in den großen Centern gar nicht oder selten vertreten sind.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrmehr als 11030 % bis 60 %ĂŒber 2.000 ParkplĂ€tze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Outlet „Wertheim Village“

Wer glaubt, dass sich zwei Outlet Center in relativ nahem Umfeld nicht vertragen, wird sich wundern. Zweieinhalb Autostunden von Metzingen entfernt, befindet sich mit dem Wertheim Village ein weiterer großer Mitspieler im Fabrikverkaufsmarkt. Ob das nun an der großen Dichte gefĂŒllter Portmonees in Deutschlands erfolgreichem SĂŒden oder den unterschiedlichen Konzepten liegt – wer weiß. Neben der gewachsenen SchnĂ€ppchen-Stadt Metzingen kann sich das das Outlet-Kulissendorf im frĂ€nkischen Wertheim gut behaupten. Wer also im schwĂ€bischen Outlet-Mekka nichts gefunden hat, der hat dort bei der großen Auswahl noch gute Chancen auf Spar-Erfolg.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrmehr als 11030 % bis 60 %1.800 ParkplĂ€tze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Outlet Center Bremen

Am klassischen Gewerbepark orientiert sich der Ochum Park bei Bremen. Mit den Großen der SchnĂ€ppchen-Branche können die Hanseaten nur schwer mithalten. FĂŒr Bremen und Umland ist das Factory Outlet Center aber durchaus interessant. Dazu liegt der Ochtum Park direkt an der viel befahrenen Autobahn A1. FĂŒr vorbeikommende, dealhungrige SchnĂ€ppchen-Reisende bietet das die ideale Gelegenheit fĂŒr eine Autopause. Die angebotene Markenware ist auf jeden Fall straßentauglich. Essen kann man hier auch.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Freitag 10:00-19:00 Uhr
Samstag 10:00-18:00 Uhr
mehr als 4530 % bis 70 %2.200 ParkplÀtze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlets Wolfsburg

Erfrischend vom viel verbreiteten Outlet-Dorf hebt sich das Designer Outlets Center in Wolfsburg ab. Direkt am Mittellandkanal gelegen, sollen die modernen GebĂ€ude zwei Schiffe symbolisieren. Freunde moderne Architektur finden daran sicherlich gefallen. Freunde toller SchnĂ€ppchen kommen im Inneren auf ihre Kosten. Eine weitere Besonderheit ist die Lage. Stolz bezeichnen die Betreiber sich als „einziges innerstĂ€dtisches Outlet“. Im Hinblick auf Bad MĂŒnstereifel, wo im Sommer 2014 fast die gesamte Innenstadt zum Outlet wurde, stimmt diese Aussage nun nicht mehr. So ist das Fabrikverkauszentrum in Wolfsburg nicht mehr das einzige Center in Innenstadtlage, doch es ist immer noch das erste deutsche. Bahnhof und Innenstadt sind leicht per Fuß zu erreichen. Fußball-Fans können schnell in das nahegelegenen Fußball-Stadion, wĂ€hrend die Liebste in Ruhe einkauft. So haben beide etwas vom Wochenendausflug.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Donnerstag 10:00-19:00 Uhr
Freitag + Samstag 10:00-20:00 Uhr
mehr als 70bis 70 %800 ParkplÀtze

50 Cent pro Stunde

Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlet Ochtrup

Bislang ist Nordrhein-Westfalen in Outlet Center-Hinsicht eher vernachlĂ€ssigt. Im bevölkerungsreichsten Bundesland ist mit dem DOC Ochtrup dafĂŒr eines der grĂ¶ĂŸten Center in NRW. Das Outlet-Dorf in mĂŒnsterlĂ€ndischer Optik befindet sich auf einem alten FabrikgelĂ€nde und wurde teilweise in die alten GebĂ€ude integriert. Hier hat man noch tatsĂ€chlich einen Fabrikverkauf. Die vor Ort vertretenen Marken sind wirklich zahlreich und decken wie ĂŒblich den gesamten Modebereich weit ab. Mit Armani ist ein großer Designer-Name als Zugpferd vertreten. Daneben ist das Schmuck- und Uhrenangebot sehr ansehnlich.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Donnerstag 10:00-19:00 Uhr
Freitag + Samstag 10:00-20:00 Uhr
mehr als 10030 % bis 70 %1.600 ParkplÀtze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Outlet Center Radolfzell

Als einziges Outlet Center am Bodensee hat das Seemaxx sicherlich die landschaftlich schönste Lage. Hier gibt es SchnĂ€ppchen-Deals mit See- und Alpenpanorama. So bestechend wie die Aussicht ist das Outlet-Sortiment nicht ganz. Aber mit Gerry Weber, Otto Kern, Tommy Hilfiger, Tom Tailor und Pierre Cardin sind Outlets aus der höheren Liga vertreten. Das ĂŒbrige Angebot vom Outlet am Seeufer braucht dahinter auf keinen Fall zurĂŒckstecken. Die Schweizer freuen sich gleich doppelt: Starker Franken und niedrige Outlet-Preise machen das SchnĂ€ppchenglĂŒck perfekt.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplĂ€tze
Montag – Freitag 10:00-19:00 Uhrmehr als 2030 % bis 70 %450 ParkplĂ€tze
bis zu 2 Stunden kostenlos
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Vom Fabrikverkauf und einem Affen

GĂŒnstig Einkaufen lĂ€sst sich nicht nur bei Konsumartikeln, sondern auch im Marketing. Doch war es eine gute Idee, einen Affen als Werbefigur zu wĂ€hlen? Der Schimpanse, der mit Hemd, Krawatte und Brille fĂŒr den schwĂ€bischen Bekleidungshersteller Trigema wirbt, polarisiert. Ob der Affen-Werbespot geliebt oder gehasst wird, dĂŒrfte Trigema-Chef Wolfgang Grupp egal sein. Der ursprĂŒnglich fĂŒr ein anderes Unternehmen gedrehte Spot war fĂŒr wenig Geld zu haben. Seinen Zweck erfĂŒllt er ohnehin. Der Affe und Trigema sind vielen ein Begriff. Auch wegen der Fernsehwerbung. Ein SchnĂ€ppchen mit großem Werbewert.

Beim Vertrieb verfolgt Trigema ebenfalls eine Strategie ohne viel unnötige Ausgaben. NatĂŒrlich produziert man in Burladingen fĂŒr Großabnehmer. 2/3 des Umsatzes erzielen die Schwaben jedoch durch VerkĂ€ufe in eigenen GeschĂ€ften. Nichts Ungewöhnliches? Doch! 46 sogenannte Testshops betreibt das Unternehmen. Hier gibt es Mode zu Fabrikverkaufspreisen. Es sind Outlets. Zumindest fast.


Outlet in Deutschland – Was ist das?

Outlet, Fabrikverkauf, Resterampe, Einkaufsparadies. Viele Begriffe bezeichnen SchnĂ€ppchenlĂ€den fĂŒr den besonders gĂŒnstigen Einkauf. Zugrunde liegt ein einfacher Umstand: Die Hersteller haben zu viel Ware und diese soll an den Mann und die Frau gebracht werden. Volle Lager gibt es aus unterschiedlichen GrĂŒnden. Doch immer der Reihe nach.

UrsprĂŒnglich wurde in FabrikverkĂ€ufen mangelhafte Ware an Firmenmitarbeiter verkauft. Die Idee hierzu stammt aus den USA. SpĂ€ter erweiterte sich nicht nur das Angebot, sondern auch die Zielgruppe. FĂŒr Unternehmen waren FabrikverkĂ€ufe eine willkommene Möglichkeit, Modelle der Vorsaison, Musterkollektionen, ProduktionsĂŒberschĂŒsse und B-Ware zu verĂ€ußern, anstatt diese zu entsorgen. Kleine Einnahmen sind besser als gar keine. Den Kunden bot sich so die Möglichkeit, gute Produkte mit geringen oder gar keinen EinschrĂ€nkungen in der QualitĂ€t gĂŒnstig zu kaufen. Die Bluse, das Kleid oder die Schuhe aus dem Vorjahr sind vielleicht nicht mehr modisch der letzte Schrei. FĂŒr 50% oder mehr ErmĂ€ĂŸigung verzichtet es sich jedoch leicht auf die Position des Trendsetters.

Lange Zeit erfolgte in Deutschland diese Art des Verkaufs direkt an der ProduktionsstĂ€tte in schlichten Hallen und einfachen VerkaufsrĂ€umen. Lagerverkauf statt edler Boutique. So gab es bereits vor Jahrzehnten Schuhe bei Salamander in Kornwestheim, Schokolade von Ritter Sport in Waldenbuch oder AnzĂŒge von Hugo Boss in Metzingen.

Fabrikverkauf wird zum Outlet Center

In den USA entwickelten sich diese Outlets weiter. Diese Entwicklung stand im Zusammenhang mit den Einkaufszentren. Solche entstanden ab den 1950er-Jahren auf der grĂŒnen Wiese vor den StĂ€dten. Die Malls boomten und verbreiteten sich schnell. Was lag daher nĂ€her, als dieses Konzept auf den Werksverkauf zu ĂŒbertragen? Also legte man mehrere Outlets an einen gemeinsamen Standort zusammen. Zu einem Outlet-Einkaufszentrum. Das war die Geburtsstunde der Factory Outlet Center (FOC), kurz Outlet Center. Der Plan ging auf.

Sicherlich erinnern sich viele an die ErzĂ€hlungen von USA-Urlaubern, die mit großen Augen von sagenhaften Shoppingerlebnissen auf der anderen Seite des Atlantiks erzĂ€hlten. Jeans und Schuhe massenhaft als Super-Deals. Unglaublich gĂŒnstig. Factory Outlet Center waren dort schon weit verbreitet. 1995 gab es in den USA 324 Fabrikverkaufszentren. SonderverkĂ€ufe – neudeutsch „Sales“, waren dort an der Tagesordnung, wĂ€hrend es bei uns zweimal im Jahr den Schlussverkauf gab. Der war dann SchnĂ€ppchenjagd fĂŒr Harte. Ansonsten fuhr man in Deutschland weiter brav zum Fabrikverkauf, kaufte im Handel vor Ort oder aufgrund des Preises eben gar nicht. Wer war nicht neidisch auf die gĂŒnstige LeviÂŽs oder das Nike-SchnĂ€ppchen? Mit GlĂŒck brachten die Urlauber einem was vom Shopping mit. Auch hierzulande wollte man „Sales“, gĂŒnstige Preise – eben einen tollen SchnĂ€ppchen-Deal.

Outlets in Deutschland – SchnĂ€ppchenjagd vom Werksverkauf bis Outletcity


 Outlet Center auf dem Weg nach Europa

Sicher, es dauert immer, bis eine gute Idee den Sprung ĂŒber den Atlantik zu uns schafft. 1984 eröffnete das erste europĂ€ische FOC in Frankreich. Outlets in Deutschland bremsten auch planungsrechtliche UmstĂ€nde die Entstehung von derartigen SchnĂ€ppchen-Centern. Seit den 1970er-Jahren wird die Ansiedlung von EinzelhĂ€ndlern durch die staatliche Raum- oder Regionalplanung geregelt. Gewerblicher Wildwuchs soll so verhindert werden. Der Shopping-Tempel auf der grĂŒnen Wiese war nicht erwĂŒnscht. Die Raumplanung machte auch die Ansiedlung von Outlet Centern nahezu unmöglich. Dazu kam noch der Widerstand angrenzender Ortschaften in der Planungsphase. Diese befĂŒrchteten negative Auswirkungen fĂŒr den lokalen Einzelhandel in ihren Gemeinden. Solche Debatten beherrschen auch heute noch die Entstehung neuer Fabrikverkaufszentren. Heute ist die Angst vor verödeten InnenstĂ€dten grĂ¶ĂŸer denn je.

Trotz dieser Hindernisse haben sich in den letzten Jahren mehrere große Outlet Center in Deutschland etabliert. Mit großem Erfolg. Die Deutschen sind im SchnĂ€ppchenfieber. „Geiz ist geil“? Zumindest dĂŒrfen hochwertige Artikel gerne auch gĂŒnstig sein. Neben den Produkten fĂŒr den tĂ€glichen Bedarf möchte man etwas Besonderes. Schickes gefĂ€llt immer. Die KĂ€ufer in Deutschland sind markenbewusst. So verteilen sich gĂŒnstige Shopping-Gelegenheiten mittlerweileÂ ĂŒber ganz Deutschland. Vom kleinen Werksverkauf mit einfachem Verkaufstresen bis hin zur „Outletcity“ mit dutzenden, sogar ĂŒber hundert Outlet Stores. Von der Nordsee bis zu den Alpen, von der Hauptstadt bis in die tiefste Provinz.

Fabrikverkauf zieht Vorteil aus Internet-Handel

Nicht nur fĂŒr das herkömmliche GeschĂ€ft mit ProduktionsĂŒberschĂŒssen und Waren mit kleinen Fehlern sind Outlets praktisch. Auch die Entwicklungen in der digitalen Welt spiegeln sich dort wider. Der Fabrikverkauf profitiert vom Online-GeschĂ€ft. Was zunĂ€chst widersprĂŒchlich klingt, hat einen einfachen Hintergrund. Vieles wird heute online bestellt. Die RĂŒckgabequote liegt jedoch bei bis zu 50%. Im schnelllebigen ModegeschĂ€ft kann die Retour-Ware oft nicht rechtzeitig an neue Kunden verkauft werden. Bis die zurĂŒckgesendete Ware wieder fĂŒr den Verkauf aufbereitet ist, steht die neue Kollektion bereit. Jetzt haben die Hersteller ĂŒber Outlets einen zuverlĂ€ssigen und bewĂ€hrten Verkaufskanal. Die SchnĂ€ppchenfreunde freuts.

Outlet Verzeichnis Deutschland


Faszination „Outlet“

Die SchnĂ€ppchenhatz in Outlets ist mehr als reines Einkaufen. Das Werksverkauf-Shopping gleicht einem Abenteuer. SchnĂ€ppchen suchen und SchnĂ€ppchen finden ist dabei nur ein Aspekt. Es ist weniger das TĂŒten schleppen als mehr ein Event. Das haben auch die Centerbetreiber und Hersteller erkannt und reagiert. Boten FabrikverkĂ€ufe bis vor wenigen Jahren die Sales-Ware in einfacher, oft trostloser Fabrikhallen-AtmosphĂ€re an, sind heutige DirektverkaufsgeschĂ€fte oft attraktiv eingerichtete Boutiquen. Auch darĂŒber hinaus wollen die Edeldiscount-Anlagen ein Erlebnis fĂŒr die Besucher sein.

Center-Betreiber McArthurGlen mit europaweit 21 Fabrikverkaufszentren verspricht selbstbewusst, „mehr als nur ein Designer Outlet„ zu bieten. Man möchte die Kunden möglichst lange auf dem GelĂ€nde halten. Neben den Outlet Stores selbst bietet McArthurGlen den Kunden auch CafĂ©s und Restaurants. Noch mehr als die vorhandene Verpflegung zeigt die Architektur der Designer Outlet Center den Anspruch, fĂŒr ein Eventerlebnis zu sorgen. „Wenn Sie das erste Mal durch eines unserer Designer Outlets spazieren, könnten Sie dass GefĂŒhl haben, Sie befĂ€nden sich auf der Bond Street in London oder der Via Napoleone in Mailand„. Die Center sind ein GebĂ€ude-Ensemble in den typischen Merkmalen der jeweiligen Region. Kritiker nennen es eine Scheinwelt. Ein Outlet-Disneyland. Zweifellos schaffen die Macher so eine fĂŒr die Sale-Freunde außergewöhnliche AtmosphĂ€re.

Dekorative Kulisse und preiswerte Deals sind lange nicht alles. Auch ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm wird den Kunden geboten. Golfwochenenden, Mitternachts-Shopping, Live-Musik, TrendgesprĂ€che, Stilberatung. Das Outlet Center soll zumindest fĂŒr einen Tag der Mittelpunkt sein. Der Aufenthalt soll rundherum Spaß machen. Es geht um das vielbeschworene Einkaufserlebnis. Zudem macht das sich regelmĂ€ĂŸig Ă€ndernde Veranstaltungsprogramm das Wiederkommen attraktiver.


Die verschiedenen Outlet-Arten in Deutschland

Fabrikverkauf ⇓ | Outlets ⇓ | Factory Outlets ⇓ | Outletcitys ⇓

Das Wort „Sale“ ziert mittlerweile jede Schaufensterscheibe. Das ganze Jahr ĂŒber. Dieser Hinweis auf SonderverkĂ€ufe ist kaum noch ernst zu nehmen. Outlets in Deutschland werden dagegen von den Kunden nach wie vor sehr positiv gesehen. Die Assoziation mit gĂŒnstigen Preisen, guten Deals und SchnĂ€ppchen funktioniert. Trotzdem: Der Begriff „Outlet“ lĂ€sst sich nur schwer abgrenzen. Werksverkauf, Fabrikverkauf, Outlet-Store, Factory-Outlet, Outlet Center, Outlet-Village – alles bezeichnet irgendwie SonderverkĂ€ufe der Hersteller. Doch was bedeuten diese Bezeichnungen genau? Und was ist eigentlich mit HĂ€ndlern von Sonderposten?


Fabrikverkauf – Restposten und B-Waren direkt ab Werk

Im klassischen Sinn ist ein „Outlet“ ein Fabrik- oder auch Werksverkauf. Die Shops fĂŒr diese Art des Direktverkaufs befinden sich in der Regel am Produktionsstandort des Herstellers. Verkauft werden Restposten, Ausschuss und Ware mit leichten MĂ€ngeln, VorfĂŒhr- oder Restposten sowie nicht mehr aktuelle Modelle und auch RĂŒcklĂ€ufer. Entscheidend ist, dass der Kunde nie weiß, welche Ware vor Ort erhĂ€ltlich ist. Der Wahnsinns-Deal fĂŒr den schicken Anzug, auf den man schon lange ein Auge geworfen hat, ist eher unwahrscheinlich. Außer man hat GlĂŒck. Rabatt-JĂ€ger sollten sich auch bewusst sein, dass nicht jede GrĂ¶ĂŸe vorhanden ist. So macht Fortuna den Discount-Erfolg manchmal schwer. Dennoch ist die Auswahl in der Regel groß. Wer einen Anzug will, der findet schon einen. Das ist dann halt ein anderes Modell. Doch die SchnĂ€ppchen-Welt ist wieder in Ordnung.

Durch das Fehlen von ZwischenhĂ€ndlern erhĂ€lt der Kunde hier die Produkte zu vergĂŒnstigten Preisen. FĂŒr Vorjahresmodelle, Restposten oder Ware mit leichten Fehlern lĂ€sst sich ohnehin kein voller Preis mehr abrufen. NatĂŒrlich bekommt der Hersteller so die eigenen Lager leer, ohne die Produkte entsorgen zu mĂŒssen.

Entsprechende FabrikverkĂ€ufe gibt es zum Beispiel von Villeroy & Boch in LĂŒbeck, vom Wurstwarenhersteller Tönnies in Rheda-WiedenbrĂŒck oder von Katjes in Potsdam.


Outlets – Fabrikverkauf in SchnĂ€ppchenfilialen

Ein Outlet ist eine weitere Direktverkaufsart des Herstellers. Anders als beim Fabrikverkauf befinden sich GeschĂ€fte nicht am eigentlichen Herstellungsort. Die Verkaufsware beider Verkaufsmodelle Àhnelt sich und besteht wie beim Fabrikverkauf aus RestbestĂ€nden, B-Ware und RĂŒcklĂ€ufern. Letztlich ist es ein Werksverkauf „in grĂŒn“. Die Unternehmen vergrĂ¶ĂŸern damit die SchnĂ€ppchen-VerfĂŒgbarkeit fĂŒr ihre Kunden. Ganz so beliebig ist die Auswahl eines entsprechenden Standorts daher nicht mehr. Entsprechende Outlets gibt es von bekannten Herstellern wie Keksfabrikant Bahlsen, Bekleidungshersteller Gerry Weber und der Schuhfabrik Salamander.

Factory Outlet Verzeichnis Deutschland

Off-Price-Outlets

Typische Outletware wird nicht nur von den Herstellern direkt vertrieben. Auch WiederverkĂ€ufer betreiben Shops unter eigenem Namen, in denen Auslaufmodelle, LagerbestĂ€nde und Überschussware verkauft werden. Da es keine Herstellerbindung gibt, wird in Off-Price-GeschĂ€ften Ware von unterschiedlichen Herstellern verkauft. Hier findet der Kunde ebenfalls vergĂŒnstigte Preise. Ein richtiges Outlet sind solche HĂ€ndler jedoch nicht. Durch die Marge der VerkĂ€ufer sind die Preise in der Regel etwas höher als beim Werksverkauf. Doch nicht nur die ĂŒbliche Outlet-Ware lĂ€sst sich bei diesen Off-Price-Outlets finden. Die Hersteller vertreiben ĂŒber die unabhĂ€ngigen WiederverkĂ€ufer auch speziell fĂŒr diese LĂ€den produzierte Ware. Das bekannteste in Deutschland aktive Unternehmen ist die T.K. Maxx-Kette.


Factory Outlet Center oder Designer Outlet Center – Shopping-Tempel fĂŒr SchnĂ€ppchenjĂ€ger

Es war nur eine Frage der Zeit, bis findige Unternehmer auf die Idee kamen, mehr aus ihren FabrikverkĂ€ufen herauszuholen. So kopierte und verfeinerte man das Konzept von Einkaufszentren. Outlets wurden zu Fabrikverkaufszentren zusammengelegt. Die Anlagen werden von einem Betreiber errichtet und verwaltet. Hersteller mieten sich dort mit ihren Shops ein. Viele Vorteile liegen auf der Hand. FĂŒr den Kunden machen mehrere Werksverkaufshops den Besuch deutlich attraktiver. Es gibt einfach mehr Auswahl. Die Hersteller erschließen sich eine grĂ¶ĂŸere Kundenzahl. So lĂ€sst sich auch Laufkundschaft und SpontankĂ€ufer erreichen, welche sonst nicht extra zum Fabrikverkauf gefahren wĂ€re.

Viele SchnÀppchen-Chancen unter einem Dach

In deutschen Outlet Centern finden sich bis zu 50 Stores unter einem Dach. Dominiert werden die Center von hochwertigen Modemarken wie Calvin Klein, Tom Tailor oder Esprit. Auch die Sportartikelmarken Nike und Adidas sind stark vertreten. Neben Bekleidung finden sich auch Stores aus anderen Bereichen. Schokolade von Lindt, Uhren von Swatch und Schmuck von Swarovski.

FĂŒr FOCs ist ein großes Einzugsgebiet wichtig. Mindestens 3 Mio. Einwohner sollten innerhalb einer PKW-Stunde das Outlet Center erreichen können. Aus StĂ€dten hĂ€lt man sich in der Regel fern. GrundstĂŒcke auf der grĂŒnen Wiese sind preiswerter. Das Center lĂ€sst sich bei Bedarf einfacher vergrĂ¶ĂŸern. Leichte Erreichbarkeit ist hingegen wichtig. Gerne liegen Designer Outlets daher an Autobahnen. Der „normale“ Besucher kommt ohnehin mit dem Auto. Oder mit dem Bus: Organisierte Shopping-Touren mit Reisegruppen gehören zum tĂ€glichen Bild. Es gibt Kooperationen mit Reiseveranstaltern und Hotels. Die Fabrikverkaufszentren haben sich nicht nur fĂŒr Reisegruppen zu Anziehungspunkten entwickelt. Der „Factory Outlet“ als Reisedestination und Ziel fĂŒr den (Familien-) Ausflug gehört fest zum Konzept der Betreiber. Nur ein Kunde, der lang vor Ort ist, kauft ein. DafĂŒr muss es den SchnĂ€ppchenjĂ€gern gut gehen. Das erfordert unter anderem Gastronomie-Angebote und Betreuungsmöglichkeiten fĂŒr Kinder.

Zunehmend erkennen auch Raumplaner den touristischen Stellenwert der Rabatt-Tempel. Mit dem Designer Outlet Soltau wurde gezielt eine Ansiedlung in der touristischen LĂŒneburger Heide vorgenommen. Die Region erhĂ€lt so einen zusĂ€tzlichen Anziehungspunkt fĂŒr den Fremdenverkehr. Selbst Besucher aus dem Ausland nehmen nach dem GeschĂ€ftstermin oder im Urlaub die Gelegenheit zum gĂŒnstigen Einkauf wahr. Die Outlets sind bezĂŒglich des zollfreien Einkaufs fĂŒr diese SchnĂ€ppchenfans gut vorbereitet.


Outlet-„StĂ€dte“ – Einkauf der Superlative

Der aktuelle Trend weitet sowohl den Reiseaspekt als auch das Markenangebot noch weiter aus. Outlet Center mit ĂŒber 50 Stores werden zunehmend als Fabrikverkaufs-Siedlungen angelegt. Die Anlagen bestehen aus unterschiedlichen GebĂ€uden unter freiem Himmel. Begonnen hat diese Entwicklung im schwĂ€bischen Metzingen. In dem Ort sĂŒdlich von Stuttgart begann der Herrenausstatter Hugo Boss mit einem einfachen, kleinen Werksverkauf. Der Erfolg der Marke zog mehr und mehr Besucher in den Ort am Fuss der SchwĂ€bischen Alb. Mit den Kunden kamen die Shops. So eröffneten weitere Hersteller ihre DirektverkaufsgeschĂ€fte in Metzingen. Mittlerweile bilden rund 60 Outlets ein Shoppingviertel, dessen Großteil unter dem Namen „Outletcity Metzingen“ betrieben und vermarktet wird. Mit 3,5 Mio. Shoppern jĂ€hrlich liegt die schwĂ€bische Kleinstadt an der Rabatt-Spitze und wird nicht ohne Grund das „Mekka der SchnĂ€ppchenjĂ€ger“ genannt.

Noch einen Schritt weiter gehen die Center-Betreiber Value Retail mit den FOCs „Wertheim Village“ und „Ingolstadt Village“, sowie der nach eigenen Angaben europĂ€ische MarktfĂŒhrer MacArthurGlen mit den beiden deutschen FOCs in Wustermark bei Berlin und NeumĂŒnster nahe Hamburg. Hier sind die VerkaufsgebĂ€ude in der klassischen Architektur der jeweiligen Region gestaltet. Auch das Designer Outlet Soltau zeigt sich in traditioneller Heide-Optik. An die Spitze wird diese Entwicklung in Bad MĂŒnstereifel getrieben. Dort hat die Betreibergesellschaft einen großen Teil der historischen Altstadt aufgekauft. In den mittelalterlichen GebĂ€uden residieren nur die Outlets von rund 40 Edelmarken.


Alles Bestens bei der SchnÀppchensuche im Outlet?

Preiswerte Marken-Artikel, gĂŒnstige Einkaufsdeals, tolle Unterhaltung fĂŒr die ganze Familie. Spannung, Spaß, Unterhaltung. Ist fĂŒr den Kunden alles glĂ€nzend in der Outlet-Welt? Nein. Sicherlich ist das preiswerte Angebot von hochwertigen Markenprodukten gut. Schatten wirft das Outlet-GeschĂ€ft in anderer Hinsicht.

Bei gĂŒnstigen Deals kribbelt es. Das „Haben wollen“-GefĂŒhl stellt sich ein. Wohlige WĂ€rme beim Gedanken, ein tolles Produkt besonders gĂŒnstig zu bekommen. Es juckt in den Fingern. Klar will man da zugreifen. Doch „Ruhig, Brauner!“. NatĂŒrlich wecken die Niedrigpreise den Jagdtrieb. Das verfĂŒhrt zum Geldausgeben. Wenn man schon mal dabei ist, dann sucht und kauft man gerne mehr. Auch lĂ€sst der innere Widerstand mit der Zeit nach. Greift man anfangs zögerlich nicht zu, ist man spĂ€ter viel mehr zum Kauf bereit. Schließlich ist man extra angereist. Die Zeit im Outlet soll nicht umsonst gewesen sein. Laut einer Studie geben EinkĂ€ufer 79 % mehr in einem Outlet Center aus als bei einer normalen Einkaufstour. Es ist zu verlockend. Die Rabatte sind zu attraktiv.

Wie hoch die Reduzierungen wirklich sind, bleibt vielfach unklar. Gerne wird mit PreisnachlĂ€ssen bis zu 70% geworben. Alles auf die unverbindliche Preisempfehlung. Wer die tatsĂ€chlichen Preise in GeschĂ€ften und Boutiquen nicht kennt, dem fĂ€llt es schwer, die tatsĂ€chlichen SchnĂ€ppchen zu erkennen. Transparent ist das nicht, verfĂŒhrerisch dagegen schon. Gute Deals sind natĂŒrlich möglich. Superdeals auch, jedoch eher selten. Realistisch sind 20-40% Ersparnis. Klingt weniger toll als 70%, ist aber trotzdem gut.

Outlet-Tipps fĂŒr SchnĂ€ppchenshopping

Auch anderweitig treibt der Outlet-Boom und die zunehmende Zahl von Fabrikverkaufsfans teilweise seltsame BlĂŒten. „Sales“ ziehen an. Wo ein GeschĂ€ft zu machen ist, versuchen stets windige VerkĂ€ufer ihren Schnitt zu machen. Bei WerksverkĂ€ufen ist das nicht anders. So versuchen nach wir vor regulĂ€re HĂ€ndler in Outlet Centern und mit dem Versprechen großer Rabatte unter dem „Sonderverkaufs“-Mantel, Umsatz zu machen. Darunter leiden sowohl die Kunden als auch Center-Betreiber und Hersteller. Ein einmal abgezockter Kunde ĂŒberlegt es sich gut, ob er das Abenteuer „Outlet-SchnĂ€ppchenjagd“ erneut eingehen wird.

Welche Voraussetzungen ein Fabrikverkauf erfĂŒllen muss, um wirklich ein solcher zu sein, ist nicht definiert. 2013 hat der Bundesgerichtshof die Thematik behandelt. Ein Outlet, beziehungsweise ein Factory Outlet, sei im Sinne eines Fabrikverkaufs zu verstehen. Die angebotene Ware hat daher vom Anbieter zu stammen. Das schließt reine HĂ€ndler aus. Ob diese Rechtsprechung sich tatsĂ€chlich auf die Praxis auswirkt, ist fraglich. Reine HĂ€ndler bezeichnen sich nach wie vor als „Outlets“. Auch rutschen bei Outlet-Shops durchaus mal aktuelle Produkte in das Angebot. So etwas soll eigentlich nicht passieren. NachprĂŒfen, ob zum Beispiel die Hose aus der neusten Kollektion stammt, tut jedoch niemand.

Die FOCs sind von einem attraktiven Marken- und Branchenmix abhĂ€ngig. Schwarze Schafe schaden dem Ruf. Auch auf die Hersteller selbst schlĂ€gt sich der Ruf des Outlet-Abzockers nieder. Daher legen gerade die großen Outlet Center und Outlet-Villages mittlerweile großen Wert auf seriöse Stores unter ihrem Dach. Vorsicht ist dennoch geboten. Niemand sollte sich von dem vermeintlich gĂŒnstigen Angeboten blenden lassen. Außer einem gesunden Misstrauen gibt es jedoch keinen Grund, sich den Spaß am Outlet-Shopping und der SchnĂ€ppchensuche verderben zu lassen. Jeder SchnĂ€ppchenfuchs weiß: Gute Deals liegen nicht auf der Straße und mĂŒssen gefunden werden. Mit etwas Geduld und dem richtigen SpĂŒrsinn klappt es dann auch mit dem schicken Anzug. FĂŒr den vollen Überblickt schaut doch auf einem unserer Outlet-Verzeichnisse vorbei. In den dort gelisteten ĂŒber 500 Outlet Stores findet ihr alles von Mode ĂŒber Lebensmittel bis hin zu HaushaltsgegenstĂ€nden.


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