Outlets in Deutschland - Schnäppchenjagd vom Werksverkauf bis Outletcity

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Outlets in Deutschland sind ein Schnäppchenparadies. Während gerade bei Edel-Marken der Sparerblick ins Internet wenig hilft, sind Fabrikverkäufe ein richtiger Spartipp. Abseits des regulären Sortiments findet sich genug tolle Ware, die zu niedrigen Preisen verkauft wird. Restposten, die alte Kollektion, Rückläufer oder Testprodukte sind so gut wie die Produkte, die es in den normalen Stores gibt. Und warum nicht Artikel mit kleinen, unauffälligen Mängeln zum Schnäppchenpreis kaufen? Für das alles stehen die immer beliebter werdenden Outlets in Deutschland. Der miefige Fabrikverkauf ist schon lange schicken Stores gewichen. Dazu gibt es ganze Outlet-Städte mit Dutzenden von Marken. Zu finden sind Fabrikverkäufe überall im Land und es werden immer mehr. Hier präsentieren wir euch eine Rundreise auf einer interaktiven Karte mit allen Outlets Deutschlands! Und darüber hinaus alles, was man zum Thema wissen muss, mit den Vor- und auch Nachteilen.

Outlet-Karte ⇓ | Outlet-Übersicht ⇓Was sind Outlets? ⇓ | Outlet-Arten ⇓ | Tipps & Tricks ⇓


Outlets in Deutschland – Alles auf einen Blick

So funktioniert die Outlet-Karte

  1. Alle unsere Outlets sind auf der Karte verzeichnet und nach Kategorien sortiert. Hier finden sich Stores für Fashion, Sport, Lebensmittel, Technik, Spielzeug und alle großen Outlet Center in Deutschland. So kann man einfach über die Karte scrollen und per Klick auf den Werksverkauf nähere Infos erfahren.
  2. Natürlich kann man auch direkt in den Kategorien nach einem Outlet in der Nähe suchen. Dafür öffnet man das Auswahlmenü durch einen Klick auf den Button links oben auf der Karte.
  3. Auch eine Suchfunktion steht zur Verfügung. Dazu wechselt man in den Vollbildmodus, was durch einen Klick auf das Feld rechts oben auf der Karte passiert. Anschließend kann über das Lupensymbol im Menü gezielt nach einem Outlet gesucht werden.

Outlets in Deutschland – Übersichten für Lebensmittel, Mode, Sport & mehr

Outlets in Deutschland gibt es fast überall. Von der Nordseeküste im hohen Norden bis hinunter zum Bodensee im tiefen Süden, vom Rhein im Westen bis zur Oberlausitz im Osten, vom kleinen Dorf bis hin zur Hauptstadt. Vielleicht ist der nächste Fabrikverkauf näher als man denkt. Alle Outlets in unseren Übersichten, von Sport und Haushalt über Fashion bis hin zu Werksverkäufen für alle Lebenslagen haben wir thematisch und mit allen Infos zusammengefasst. Übersichtlicher als eine Tabelle ist nur der genaue Standort jedes Outlets auf unserer Karte.


Outlets In Deutschland: die größten Outlets in der Übersicht

Metzingen ⇓ | Zweibrücken ⇓ | Bad Münstereifel ⇓ | Soltau ⇓ | Berlin ⇓ | Neumünster ⇓ | Ingolstadt ⇓ | Wertheim ⇓ | Bremen ⇓ | Wolfsburg ⇓ | Ochtrup ⇓ | Radolfzell ⇓

Outletcity Metzingen

Deutschlands berühmtester und besucherstärkster Outlet-Standort. Kein Werksverkaufs-Thema ohne das schwäbische Metzingen. Angefangen hat es in den 70ern mit Hugo Boss. Über die Jahre wurde Boss erfolgreicher, Metzingen bekannter und das Outlet-Viertel größer. Mittlerweile besuchen 3,5 Millionen Shopper aus dem In- und Ausland den Ort jährlich. Das Angebot in den 70 Shops ist gut gemischt. Natürlich finden Besucher hier Mode, von der Oberbekleidung für Sie und Ihn bis hin zu Schuhen, von Designer-Kleidung bis sportlich. Hier gibt es auch Outlet-Ware von Top-Designern, die sonst selten Fabrikverkäufe betreiben. Armani, Gucci, JOOP!, Diane von Furstenberg oder Prada betreiben Stores in der schwäbischen Kleinstadt. Neben Bekleidung gibt es Parfüm, Uhren, Süßwaren, Sonnenbrillen, Reise-Accessoires oder Küchenutensilien.

Online-Shopping in der Outletcity

Wer nicht vor Ort sein kann, der  der kann in der Outletcity auch online einkaufen. Im Online-Shop findet ihr viele günstige Outlet-Schnäppchen. Hier könnt ihr zusätzlich mit einem Gutscheincode sparen.

outletcity-gutschein

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Freitag 10:00-20:00 Uhr
Samstag 9:00-20:00 Uhr
mehr als 7030 % bis 70 %3.500 Parkplätze
kostenlos oder gegen eine Gebühr
maximal 4,00 € am Tag
Sonderöffnungszeitenalle MarkenOnline-Shopmehr zu Anreise

Outlets Center Zweibrücken

Wer die größte Markenauswahl sucht, für den kommt nur The Styles Outlet in Zweibrücken in Frage. Eine größere Auswahl gibt es in Deutschland nicht.  Mode für Damen, Herren und Kinder, schicke Dessous, Sportbekleidung, Schuhe, Lederwaren, Accessoires und anderes lässt sich preiswert einkaufen. Zusätzlich sparen lässt sich bei den ExtraSales. Zweimal im Jahr sind dann bis zu 80% Ermäßigung möglich. Interessierte sollten sich die Termine Ende Juni und Ende Dezember dick im Kalender anstreichen.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Samstag 10:00-19:00 Uhrmehr als 13030 % bis 70 %2.600 Parkplätze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

City Outlet Bad Münstereifel

Das außergewöhnlichste Outlet Center ist in Bad Münstereifel. Die kleine Eifelstadt hat kein Outlet Center, sie ist ein Outlet Center. Fast die gesamte Innenstadt des mittelalterlichen Kurorts besteht aus Fabrikverkaufs-Shops. Das Konzept eine zunehmend verödete Innenstadt durch Fabrikverkäufe wiederzubeleben ist einmalig. Während an anderen Standorten Bilderbucharchitektur nachgebaut wurde, ist hier alles original. Die ersten Monate des im Sommer 2014 vorgestellten Schnäppchen-Projekts waren vielversprechend. Der weitere Erfolg wird auch davon abhängen, ob weitere Edel-Marken in die Outlet-Stadt geholt werden können

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Samstag 10:00-19:00 Uhrrund 6030 % bis 70 %2.000 Parkplätze
kostenlos oder gegen eine Gebühr
zwischen 70 Cent und 1,00 € pro Stunde
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlet Soltau

Urlaub und Shoppen gehören immer mehr zusammen. Da wundert es nicht, dass Outlets in Ferienregionen geholt werden. Die Lüneburger Heide sollte für Touristen ein bisschen aufgemotzt werden und so wurde nach langem Hin und Her ein Werksverkaufszentrum in Soltau eröffnet. Neben den üblichen Fashion- und Sportartikeln sowie Accessoires finden die Besucher hier auch Haushaltswarenartikel mit Rabatt. Zum Beispiel betreiben Krups, Rowenta, Tefal und WMF Fabrikverkäufe im Heide-Outlet. Durch die Teilnahme am VIP-Kundenprogramm sind teilweise bis zu 30% zusätzliche Ermäßigung möglich.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrüber 8030 % bis 70 %über 1.250 Parkplätze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlet Berlin

Berlin ist so schon nicht arm an Sehenswürdigkeiten. Für Hauptstadt-Touristen kommt das Factory Outlet Center 30 Minuten vor den Toren Berlin nun dazu. Ob man sich beim zukünftigen Besuch lieber die nachgebaute Stadtschlossfassade oder das nachgebaute Schnäppchen-Dorf ansehen möchte, muss jeder für sich entscheiden. Wer beim Einkauf lieber etwas günstiger als in den Boutiquen auf dem Kurfürstendamm oder in der Friedrichstraße davon kommen möchte, der sollte auf jeden Fall nach Wustermark. Im Angebot der üblichen Outlet-Verdächtigen findet sich für jeden etwas.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrmehr als 80bis zu 70 %2.300 Parkplätze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlet Neumünster

In der Mitte Schleswig-Holsteins, keine Stunde nördlich von Hamburg, begeistert das Designer Outlet Center Neumünster die kühlen Norddeutschen. Für Nord- und Ostsee-Urlauber liegt das Center ideal, um Programm für einen verregneten Urlaubstag zu haben. Mit Armani, Gucci und Versace sind drei große Modenamen in der alten Tuchstadt vertreten. Natürlich lässt sich auch alltäglichere Mode und mehr finden. Aktuell wird das Designer Outlet erweitert, sodass Schnäppchenfreunde bald eine noch größere Auswahl haben werden.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrmehr als 8030 % bis 70 %3.000 Parkplätze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Outlet „Ingolstadt Village“

Auf Kundschaft aus dem Münchener Großraum hat es das Ingolstädter Outlet Center abgesehen. Mit Nürnberg, Regensburg und dem nicht kleinen Ingolstadt im Einzugsgebiet sowie sehr gut an der Autobahn A9 gelegen, ist das Ingolstädter Fabrikverkaufs-Dorf das wichtigste Outlet Center in Bayern. Das Markenangebot in den über 110 Shops ist entsprechend attraktiv und mit großen Namen besetzt. Ein paar eher regionale Outlet-Exoten wie Wiesnkönig runden das Angebot ab. Auch Schnäppchen-Experten finden hier Outlets, die bislang in den großen Centern gar nicht oder selten vertreten sind.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrmehr als 11030 % bis 60 %über 2.000 Parkplätze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Outlet „Wertheim Village“

Wer glaubt, dass sich zwei Outlet Center in relativ nahem Umfeld nicht vertragen, wird sich wundern. Zweieinhalb Autostunden von Metzingen entfernt, befindet sich mit dem Wertheim Village ein weiterer großer Mitspieler im Fabrikverkaufsmarkt. Ob das nun an der großen Dichte gefüllter Portmonees in Deutschlands erfolgreichem Süden oder den unterschiedlichen Konzepten liegt – wer weiß. Neben der gewachsenen Schnäppchen-Stadt Metzingen kann sich das das Outlet-Kulissendorf im fränkischen Wertheim gut behaupten. Wer also im schwäbischen Outlet-Mekka nichts gefunden hat, der hat dort bei der großen Auswahl noch gute Chancen auf Spar-Erfolg.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Samstag 10:00-20:00 Uhrmehr als 11030 % bis 60 %1.800 Parkplätze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Outlet Center Bremen

Am klassischen Gewerbepark orientiert sich der Ochum Park bei Bremen. Mit den Großen der Schnäppchen-Branche können die Hanseaten nur schwer mithalten. Für Bremen und Umland ist das Factory Outlet Center aber durchaus interessant. Dazu liegt der Ochtum Park direkt an der viel befahrenen Autobahn A1. Für vorbeikommende, dealhungrige Schnäppchen-Reisende bietet das die ideale Gelegenheit für eine Autopause. Die angebotene Markenware ist auf jeden Fall straßentauglich. Essen kann man hier auch.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Freitag 10:00-19:00 Uhr
Samstag 10:00-18:00 Uhr
mehr als 4530 % bis 70 %2.200 Parkplätze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlets Wolfsburg

Erfrischend vom viel verbreiteten Outlet-Dorf hebt sich das Designer Outlets Center in Wolfsburg ab. Direkt am Mittellandkanal gelegen, sollen die modernen Gebäude zwei Schiffe symbolisieren. Freunde moderne Architektur finden daran sicherlich gefallen. Freunde toller Schnäppchen kommen im Inneren auf ihre Kosten. Eine weitere Besonderheit ist die Lage. Stolz bezeichnen die Betreiber sich als „einziges innerstädtisches Outlet“. Im Hinblick auf Bad Münstereifel, wo im Sommer 2014 fast die gesamte Innenstadt zum Outlet wurde, stimmt diese Aussage nun nicht mehr. So ist das Fabrikverkauszentrum in Wolfsburg nicht mehr das einzige Center in Innenstadtlage, doch es ist immer noch das erste deutsche. Bahnhof und Innenstadt sind leicht per Fuß zu erreichen. Fußball-Fans können schnell in das nahegelegenen Fußball-Stadion, während die Liebste in Ruhe einkauft. So haben beide etwas vom Wochenendausflug.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Donnerstag 10:00-19:00 Uhr
Freitag + Samstag 10:00-20:00 Uhr
mehr als 70bis 70 %800 Parkplätze

50 Cent pro Stunde

Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Designer Outlet Ochtrup

Bislang ist Nordrhein-Westfalen in Outlet Center-Hinsicht eher vernachlässigt. Im bevölkerungsreichsten Bundesland ist mit dem DOC Ochtrup dafür eines der größten Center in NRW. Das Outlet-Dorf in münsterländischer Optik befindet sich auf einem alten Fabrikgelände und wurde teilweise in die alten Gebäude integriert. Hier hat man noch tatsächlich einen Fabrikverkauf. Die vor Ort vertretenen Marken sind wirklich zahlreich und decken wie üblich den gesamten Modebereich weit ab. Mit Armani ist ein großer Designer-Name als Zugpferd vertreten. Daneben ist das Schmuck- und Uhrenangebot sehr ansehnlich.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Donnerstag 10:00-19:00 Uhr
Freitag + Samstag 10:00-20:00 Uhr
mehr als 10030 % bis 70 %1.600 Parkplätze
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Outlet Center Radolfzell

Als einziges Outlet Center am Bodensee hat das Seemaxx sicherlich die landschaftlich schönste Lage. Hier gibt es Schnäppchen-Deals mit See- und Alpenpanorama. So bestechend wie die Aussicht ist das Outlet-Sortiment nicht ganz. Aber mit Gerry Weber, Otto Kern, Tommy Hilfiger, Tom Tailor und Pierre Cardin sind Outlets aus der höheren Liga vertreten. Das übrige Angebot vom Outlet am Seeufer braucht dahinter auf keinen Fall zurückstecken. Die Schweizer freuen sich gleich doppelt: Starker Franken und niedrige Outlet-Preise machen das Schnäppchenglück perfekt.

ÖffnungszeitenMarkenRabatteParkplätze
Montag – Freitag 10:00-19:00 Uhrmehr als 2030 % bis 70 %450 Parkplätze
bis zu 2 Stunden kostenlos
Sonderöffnungszeitenalle Markenmehr zu Anreise

Vom Fabrikverkauf und einem Affen

Günstig Einkaufen lässt sich nicht nur bei Konsumartikeln, sondern auch im Marketing. Doch war es eine gute Idee, einen Affen als Werbefigur zu wählen? Der Schimpanse, der mit Hemd, Krawatte und Brille für den schwäbischen Bekleidungshersteller Trigema wirbt, polarisiert. Ob der Affen-Werbespot geliebt oder gehasst wird, dürfte Trigema-Chef Wolfgang Grupp egal sein. Der ursprünglich für ein anderes Unternehmen gedrehte Spot war für wenig Geld zu haben. Seinen Zweck erfüllt er ohnehin. Der Affe und Trigema sind vielen ein Begriff. Auch wegen der Fernsehwerbung. Ein Schnäppchen mit großem Werbewert.

Beim Vertrieb verfolgt Trigema ebenfalls eine Strategie ohne viel unnötige Ausgaben. Natürlich produziert man in Burladingen für Großabnehmer. 2/3 des Umsatzes erzielen die Schwaben jedoch durch Verkäufe in eigenen Geschäften. Nichts Ungewöhnliches? Doch! 46 sogenannte Testshops betreibt das Unternehmen. Hier gibt es Mode zu Fabrikverkaufspreisen. Es sind Outlets. Zumindest fast.


Outlet in Deutschland – Was ist das?

Outlet, Fabrikverkauf, Resterampe, Einkaufsparadies. Viele Begriffe bezeichnen Schnäppchenläden für den besonders günstigen Einkauf. Zugrunde liegt ein einfacher Umstand: Die Hersteller haben zu viel Ware und diese soll an den Mann und die Frau gebracht werden. Volle Lager gibt es aus unterschiedlichen Gründen. Doch immer der Reihe nach.

Ursprünglich wurde in Fabrikverkäufen mangelhafte Ware an Firmenmitarbeiter verkauft. Die Idee hierzu stammt aus den USA. Später erweiterte sich nicht nur das Angebot, sondern auch die Zielgruppe. Für Unternehmen waren Fabrikverkäufe eine willkommene Möglichkeit, Modelle der Vorsaison, Musterkollektionen, Produktionsüberschüsse und B-Ware zu veräußern, anstatt diese zu entsorgen. Kleine Einnahmen sind besser als gar keine. Den Kunden bot sich so die Möglichkeit, gute Produkte mit geringen oder gar keinen Einschränkungen in der Qualität günstig zu kaufen. Die Bluse, das Kleid oder die Schuhe aus dem Vorjahr sind vielleicht nicht mehr modisch der letzte Schrei. Für 50% oder mehr Ermäßigung verzichtet es sich jedoch leicht auf die Position des Trendsetters.

Lange Zeit erfolgte in Deutschland diese Art des Verkaufs direkt an der Produktionsstätte in schlichten Hallen und einfachen Verkaufsräumen. Lagerverkauf statt edler Boutique. So gab es bereits vor Jahrzehnten Schuhe bei Salamander in Kornwestheim, Schokolade von Ritter Sport in Waldenbuch oder Anzüge von Hugo Boss in Metzingen.

Fabrikverkauf wird zum Outlet Center

In den USA entwickelten sich diese Outlets weiter. Diese Entwicklung stand im Zusammenhang mit den Einkaufszentren. Solche entstanden ab den 1950er-Jahren auf der grünen Wiese vor den Städten. Die Malls boomten und verbreiteten sich schnell. Was lag daher näher, als dieses Konzept auf den Werksverkauf zu übertragen? Also legte man mehrere Outlets an einen gemeinsamen Standort zusammen. Zu einem Outlet-Einkaufszentrum. Das war die Geburtsstunde der Factory Outlet Center (FOC), kurz Outlet Center. Der Plan ging auf.

Sicherlich erinnern sich viele an die Erzählungen von USA-Urlaubern, die mit großen Augen von sagenhaften Shoppingerlebnissen auf der anderen Seite des Atlantiks erzählten. Jeans und Schuhe massenhaft als Super-Deals. Unglaublich günstig. Factory Outlet Center waren dort schon weit verbreitet. 1995 gab es in den USA 324 Fabrikverkaufszentren. Sonderverkäufe – neudeutsch „Sales“, waren dort an der Tagesordnung, während es bei uns zweimal im Jahr den Schlussverkauf gab. Der war dann Schnäppchenjagd für Harte. Ansonsten fuhr man in Deutschland weiter brav zum Fabrikverkauf, kaufte im Handel vor Ort oder aufgrund des Preises eben gar nicht. Wer war nicht neidisch auf die günstige Levi´s oder das Nike-Schnäppchen? Mit Glück brachten die Urlauber einem was vom Shopping mit. Auch hierzulande wollte man „Sales“, günstige Preise – eben einen tollen Schnäppchen-Deal.

Outlets in Deutschland – Schnäppchenjagd vom Werksverkauf bis Outletcity


 Outlet Center auf dem Weg nach Europa

Sicher, es dauert immer, bis eine gute Idee den Sprung über den Atlantik zu uns schafft. 1984 eröffnete das erste europäische FOC in Frankreich. Outlets in Deutschland bremsten auch planungsrechtliche Umstände die Entstehung von derartigen Schnäppchen-Centern. Seit den 1970er-Jahren wird die Ansiedlung von Einzelhändlern durch die staatliche Raum- oder Regionalplanung geregelt. Gewerblicher Wildwuchs soll so verhindert werden. Der Shopping-Tempel auf der grünen Wiese war nicht erwünscht. Die Raumplanung machte auch die Ansiedlung von Outlet Centern nahezu unmöglich. Dazu kam noch der Widerstand angrenzender Ortschaften in der Planungsphase. Diese befürchteten negative Auswirkungen für den lokalen Einzelhandel in ihren Gemeinden. Solche Debatten beherrschen auch heute noch die Entstehung neuer Fabrikverkaufszentren. Heute ist die Angst vor verödeten Innenstädten größer denn je.

Trotz dieser Hindernisse haben sich in den letzten Jahren mehrere große Outlet Center in Deutschland etabliert. Mit großem Erfolg. Die Deutschen sind im Schnäppchenfieber. „Geiz ist geil“? Zumindest dürfen hochwertige Artikel gerne auch günstig sein. Neben den Produkten für den täglichen Bedarf möchte man etwas Besonderes. Schickes gefällt immer. Die Käufer in Deutschland sind markenbewusst. So verteilen sich günstige Shopping-Gelegenheiten mittlerweile über ganz Deutschland. Vom kleinen Werksverkauf mit einfachem Verkaufstresen bis hin zur „Outletcity“ mit dutzenden, sogar über hundert Outlet Stores. Von der Nordsee bis zu den Alpen, von der Hauptstadt bis in die tiefste Provinz.

Fabrikverkauf zieht Vorteil aus Internet-Handel

Nicht nur für das herkömmliche Geschäft mit Produktionsüberschüssen und Waren mit kleinen Fehlern sind Outlets praktisch. Auch die Entwicklungen in der digitalen Welt spiegeln sich dort wider. Der Fabrikverkauf profitiert vom Online-Geschäft. Was zunächst widersprüchlich klingt, hat einen einfachen Hintergrund. Vieles wird heute online bestellt. Die Rückgabequote liegt jedoch bei bis zu 50%. Im schnelllebigen Modegeschäft kann die Retour-Ware oft nicht rechtzeitig an neue Kunden verkauft werden. Bis die zurückgesendete Ware wieder für den Verkauf aufbereitet ist, steht die neue Kollektion bereit. Jetzt haben die Hersteller über Outlets einen zuverlässigen und bewährten Verkaufskanal. Die Schnäppchenfreunde freuts.

Outlet Verzeichnis Deutschland


Faszination „Outlet“

Die Schnäppchenhatz in Outlets ist mehr als reines Einkaufen. Das Werksverkauf-Shopping gleicht einem Abenteuer. Schnäppchen suchen und Schnäppchen finden ist dabei nur ein Aspekt. Es ist weniger das Tüten schleppen als mehr ein Event. Das haben auch die Centerbetreiber und Hersteller erkannt und reagiert. Boten Fabrikverkäufe bis vor wenigen Jahren die Sales-Ware in einfacher, oft trostloser Fabrikhallen-Atmosphäre an, sind heutige Direktverkaufsgeschäfte oft attraktiv eingerichtete Boutiquen. Auch darüber hinaus wollen die Edeldiscount-Anlagen ein Erlebnis für die Besucher sein.

Center-Betreiber McArthurGlen mit europaweit 21 Fabrikverkaufszentren verspricht selbstbewusst, mehr als nur ein Designer Outlet zu bieten. Man möchte die Kunden möglichst lange auf dem Gelände halten. Neben den Outlet Stores selbst bietet McArthurGlen den Kunden auch Cafés und Restaurants. Noch mehr als die vorhandene Verpflegung zeigt die Architektur der Designer Outlet Center den Anspruch, für ein Eventerlebnis zu sorgen. Wenn Sie das erste Mal durch eines unserer Designer Outlets spazieren, könnten Sie dass Gefühl haben, Sie befänden sich auf der Bond Street in London oder der Via Napoleone in Mailand. Die Center sind ein Gebäude-Ensemble in den typischen Merkmalen der jeweiligen Region. Kritiker nennen es eine Scheinwelt. Ein Outlet-Disneyland. Zweifellos schaffen die Macher so eine für die Sale-Freunde außergewöhnliche Atmosphäre.

Dekorative Kulisse und preiswerte Deals sind lange nicht alles. Auch ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm wird den Kunden geboten. Golfwochenenden, Mitternachts-Shopping, Live-Musik, Trendgespräche, Stilberatung. Das Outlet Center soll zumindest für einen Tag der Mittelpunkt sein. Der Aufenthalt soll rundherum Spaß machen. Es geht um das vielbeschworene Einkaufserlebnis. Zudem macht das sich regelmäßig ändernde Veranstaltungsprogramm das Wiederkommen attraktiver.


Die verschiedenen Outlet-Arten in Deutschland

Fabrikverkauf ⇓ | Outlets ⇓ | Factory Outlets ⇓ | Outletcitys ⇓

Das Wort „Sale“ ziert mittlerweile jede Schaufensterscheibe. Das ganze Jahr über. Dieser Hinweis auf Sonderverkäufe ist kaum noch ernst zu nehmen. Outlets in Deutschland werden dagegen von den Kunden nach wie vor sehr positiv gesehen. Die Assoziation mit günstigen Preisen, guten Deals und Schnäppchen funktioniert. Trotzdem: Der Begriff „Outlet“ lässt sich nur schwer abgrenzen. Werksverkauf, Fabrikverkauf, Outlet-Store, Factory-Outlet, Outlet Center, Outlet-Village – alles bezeichnet irgendwie Sonderverkäufe der Hersteller. Doch was bedeuten diese Bezeichnungen genau? Und was ist eigentlich mit Händlern von Sonderposten?


Fabrikverkauf – Restposten und B-Waren direkt ab Werk

Im klassischen Sinn ist ein „Outlet“ ein Fabrik- oder auch Werksverkauf. Die Shops für diese Art des Direktverkaufs befinden sich in der Regel am Produktionsstandort des Herstellers. Verkauft werden Restposten, Ausschuss und Ware mit leichten Mängeln, Vorführ- oder Restposten sowie nicht mehr aktuelle Modelle und auch Rückläufer. Entscheidend ist, dass der Kunde nie weiß, welche Ware vor Ort erhältlich ist. Der Wahnsinns-Deal für den schicken Anzug, auf den man schon lange ein Auge geworfen hat, ist eher unwahrscheinlich. Außer man hat Glück. Rabatt-Jäger sollten sich auch bewusst sein, dass nicht jede Größe vorhanden ist. So macht Fortuna den Discount-Erfolg manchmal schwer. Dennoch ist die Auswahl in der Regel groß. Wer einen Anzug will, der findet schon einen. Das ist dann halt ein anderes Modell. Doch die Schnäppchen-Welt ist wieder in Ordnung.

Durch das Fehlen von Zwischenhändlern erhält der Kunde hier die Produkte zu vergünstigten Preisen. Für Vorjahresmodelle, Restposten oder Ware mit leichten Fehlern lässt sich ohnehin kein voller Preis mehr abrufen. Natürlich bekommt der Hersteller so die eigenen Lager leer, ohne die Produkte entsorgen zu müssen.

Entsprechende Fabrikverkäufe gibt es zum Beispiel von Villeroy & Boch in Lübeck, vom Wurstwarenhersteller Tönnies in Rheda-Wiedenbrück oder von Katjes in Potsdam.


Outlets – Fabrikverkauf in Schnäppchenfilialen

Ein Outlet ist eine weitere Direktverkaufsart des Herstellers. Anders als beim Fabrikverkauf befinden sich Geschäfte nicht am eigentlichen Herstellungsort. Die Verkaufsware beider Verkaufsmodelle ähnelt sich und besteht wie beim Fabrikverkauf aus Restbeständen, B-Ware und Rückläufern. Letztlich ist es ein Werksverkauf „in grün“. Die Unternehmen vergrößern damit die Schnäppchen-Verfügbarkeit für ihre Kunden. Ganz so beliebig ist die Auswahl eines entsprechenden Standorts daher nicht mehr. Entsprechende Outlets gibt es von bekannten Herstellern wie Keksfabrikant Bahlsen, Bekleidungshersteller Gerry Weber und der Schuhfabrik Salamander.

Factory Outlet Verzeichnis Deutschland

Off-Price-Outlets

Typische Outletware wird nicht nur von den Herstellern direkt vertrieben. Auch Wiederverkäufer betreiben Shops unter eigenem Namen, in denen Auslaufmodelle, Lagerbestände und Überschussware verkauft werden. Da es keine Herstellerbindung gibt, wird in Off-Price-Geschäften Ware von unterschiedlichen Herstellern verkauft. Hier findet der Kunde ebenfalls vergünstigte Preise. Ein richtiges Outlet sind solche Händler jedoch nicht. Durch die Marge der Verkäufer sind die Preise in der Regel etwas höher als beim Werksverkauf. Doch nicht nur die übliche Outlet-Ware lässt sich bei diesen Off-Price-Outlets finden. Die Hersteller vertreiben über die unabhängigen Wiederverkäufer auch speziell für diese Läden produzierte Ware. Das bekannteste in Deutschland aktive Unternehmen ist die T.K. Maxx-Kette.


Factory Outlet Center oder Designer Outlet Center – Shopping-Tempel für Schnäppchenjäger

Es war nur eine Frage der Zeit, bis findige Unternehmer auf die Idee kamen, mehr aus ihren Fabrikverkäufen herauszuholen. So kopierte und verfeinerte man das Konzept von Einkaufszentren. Outlets wurden zu Fabrikverkaufszentren zusammengelegt. Die Anlagen werden von einem Betreiber errichtet und verwaltet. Hersteller mieten sich dort mit ihren Shops ein. Viele Vorteile liegen auf der Hand. Für den Kunden machen mehrere Werksverkaufshops den Besuch deutlich attraktiver. Es gibt einfach mehr Auswahl. Die Hersteller erschließen sich eine größere Kundenzahl. So lässt sich auch Laufkundschaft und Spontankäufer erreichen, welche sonst nicht extra zum Fabrikverkauf gefahren wäre.

Viele Schnäppchen-Chancen unter einem Dach

In deutschen Outlet Centern finden sich bis zu 50 Stores unter einem Dach. Dominiert werden die Center von hochwertigen Modemarken wie Calvin Klein, Tom Tailor oder Esprit. Auch die Sportartikelmarken Nike und Adidas sind stark vertreten. Neben Bekleidung finden sich auch Stores aus anderen Bereichen. Schokolade von Lindt, Uhren von Swatch und Schmuck von Swarovski.

Für FOCs ist ein großes Einzugsgebiet wichtig. Mindestens 3 Mio. Einwohner sollten innerhalb einer PKW-Stunde das Outlet Center erreichen können. Aus Städten hält man sich in der Regel fern. Grundstücke auf der grünen Wiese sind preiswerter. Das Center lässt sich bei Bedarf einfacher vergrößern. Leichte Erreichbarkeit ist hingegen wichtig. Gerne liegen Designer Outlets daher an Autobahnen. Der „normale“ Besucher kommt ohnehin mit dem Auto. Oder mit dem Bus: Organisierte Shopping-Touren mit Reisegruppen gehören zum täglichen Bild. Es gibt Kooperationen mit Reiseveranstaltern und Hotels. Die Fabrikverkaufszentren haben sich nicht nur für Reisegruppen zu Anziehungspunkten entwickelt. Der „Factory Outlet“ als Reisedestination und Ziel für den (Familien-) Ausflug gehört fest zum Konzept der Betreiber. Nur ein Kunde, der lang vor Ort ist, kauft ein. Dafür muss es den Schnäppchenjägern gut gehen. Das erfordert unter anderem Gastronomie-Angebote und Betreuungsmöglichkeiten für Kinder.

Zunehmend erkennen auch Raumplaner den touristischen Stellenwert der Rabatt-Tempel. Mit dem Designer Outlet Soltau wurde gezielt eine Ansiedlung in der touristischen Lüneburger Heide vorgenommen. Die Region erhält so einen zusätzlichen Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr. Selbst Besucher aus dem Ausland nehmen nach dem Geschäftstermin oder im Urlaub die Gelegenheit zum günstigen Einkauf wahr. Die Outlets sind bezüglich des zollfreien Einkaufs für diese Schnäppchenfans gut vorbereitet.


Outlet-„Städte“ – Einkauf der Superlative

Der aktuelle Trend weitet sowohl den Reiseaspekt als auch das Markenangebot noch weiter aus. Outlet Center mit über 50 Stores werden zunehmend als Fabrikverkaufs-Siedlungen angelegt. Die Anlagen bestehen aus unterschiedlichen Gebäuden unter freiem Himmel. Begonnen hat diese Entwicklung im schwäbischen Metzingen. In dem Ort südlich von Stuttgart begann der Herrenausstatter Hugo Boss mit einem einfachen, kleinen Werksverkauf. Der Erfolg der Marke zog mehr und mehr Besucher in den Ort am Fuss der Schwäbischen Alb. Mit den Kunden kamen die Shops. So eröffneten weitere Hersteller ihre Direktverkaufsgeschäfte in Metzingen. Mittlerweile bilden rund 60 Outlets ein Shoppingviertel, dessen Großteil unter dem Namen „Outletcity Metzingen“ betrieben und vermarktet wird. Mit 3,5 Mio. Shoppern jährlich liegt die schwäbische Kleinstadt an der Rabatt-Spitze und wird nicht ohne Grund das „Mekka der Schnäppchenjäger“ genannt.

Noch einen Schritt weiter gehen die Center-Betreiber Value Retail mit den FOCs „Wertheim Village“ und „Ingolstadt Village“, sowie der nach eigenen Angaben europäische Marktführer MacArthurGlen mit den beiden deutschen FOCs in Wustermark bei Berlin und Neumünster nahe Hamburg. Hier sind die Verkaufsgebäude in der klassischen Architektur der jeweiligen Region gestaltet. Auch das Designer Outlet Soltau zeigt sich in traditioneller Heide-Optik. An die Spitze wird diese Entwicklung in Bad Münstereifel getrieben. Dort hat die Betreibergesellschaft einen großen Teil der historischen Altstadt aufgekauft. In den mittelalterlichen Gebäuden residieren nur die Outlets von rund 40 Edelmarken.


Alles Bestens bei der Schnäppchensuche im Outlet?

Preiswerte Marken-Artikel, günstige Einkaufsdeals, tolle Unterhaltung für die ganze Familie. Spannung, Spaß, Unterhaltung. Ist für den Kunden alles glänzend in der Outlet-Welt? Nein. Sicherlich ist das preiswerte Angebot von hochwertigen Markenprodukten gut. Schatten wirft das Outlet-Geschäft in anderer Hinsicht.

Bei günstigen Deals kribbelt es. Das „Haben wollen“-Gefühl stellt sich ein. Wohlige Wärme beim Gedanken, ein tolles Produkt besonders günstig zu bekommen. Es juckt in den Fingern. Klar will man da zugreifen. Doch „Ruhig, Brauner!“. Natürlich wecken die Niedrigpreise den Jagdtrieb. Das verführt zum Geldausgeben. Wenn man schon mal dabei ist, dann sucht und kauft man gerne mehr. Auch lässt der innere Widerstand mit der Zeit nach. Greift man anfangs zögerlich nicht zu, ist man später viel mehr zum Kauf bereit. Schließlich ist man extra angereist. Die Zeit im Outlet soll nicht umsonst gewesen sein. Laut einer Studie geben Einkäufer 79 % mehr in einem Outlet Center aus als bei einer normalen Einkaufstour. Es ist zu verlockend. Die Rabatte sind zu attraktiv.

Wie hoch die Reduzierungen wirklich sind, bleibt vielfach unklar. Gerne wird mit Preisnachlässen bis zu 70% geworben. Alles auf die unverbindliche Preisempfehlung. Wer die tatsächlichen Preise in Geschäften und Boutiquen nicht kennt, dem fällt es schwer, die tatsächlichen Schnäppchen zu erkennen. Transparent ist das nicht, verführerisch dagegen schon. Gute Deals sind natürlich möglich. Superdeals auch, jedoch eher selten. Realistisch sind 20-40% Ersparnis. Klingt weniger toll als 70%, ist aber trotzdem gut.

Outlet-Tipps für Schnäppchenshopping

Auch anderweitig treibt der Outlet-Boom und die zunehmende Zahl von Fabrikverkaufsfans teilweise seltsame Blüten. „Sales“ ziehen an. Wo ein Geschäft zu machen ist, versuchen stets windige Verkäufer ihren Schnitt zu machen. Bei Werksverkäufen ist das nicht anders. So versuchen nach wir vor reguläre Händler in Outlet Centern und mit dem Versprechen großer Rabatte unter dem „Sonderverkaufs“-Mantel, Umsatz zu machen. Darunter leiden sowohl die Kunden als auch Center-Betreiber und Hersteller. Ein einmal abgezockter Kunde überlegt es sich gut, ob er das Abenteuer „Outlet-Schnäppchenjagd“ erneut eingehen wird.

Welche Voraussetzungen ein Fabrikverkauf erfüllen muss, um wirklich ein solcher zu sein, ist nicht definiert. 2013 hat der Bundesgerichtshof die Thematik behandelt. Ein Outlet, beziehungsweise ein Factory Outlet, sei im Sinne eines Fabrikverkaufs zu verstehen. Die angebotene Ware hat daher vom Anbieter zu stammen. Das schließt reine Händler aus. Ob diese Rechtsprechung sich tatsächlich auf die Praxis auswirkt, ist fraglich. Reine Händler bezeichnen sich nach wie vor als „Outlets“. Auch rutschen bei Outlet-Shops durchaus mal aktuelle Produkte in das Angebot. So etwas soll eigentlich nicht passieren. Nachprüfen, ob zum Beispiel die Hose aus der neusten Kollektion stammt, tut jedoch niemand.

Die FOCs sind von einem attraktiven Marken- und Branchenmix abhängig. Schwarze Schafe schaden dem Ruf. Auch auf die Hersteller selbst schlägt sich der Ruf des Outlet-Abzockers nieder. Daher legen gerade die großen Outlet Center und Outlet-Villages mittlerweile großen Wert auf seriöse Stores unter ihrem Dach. Vorsicht ist dennoch geboten. Niemand sollte sich von dem vermeintlich günstigen Angeboten blenden lassen. Außer einem gesunden Misstrauen gibt es jedoch keinen Grund, sich den Spaß am Outlet-Shopping und der Schnäppchensuche verderben zu lassen. Jeder Schnäppchenfuchs weiß: Gute Deals liegen nicht auf der Straße und müssen gefunden werden. Mit etwas Geduld und dem richtigen Spürsinn klappt es dann auch mit dem schicken Anzug. Für den vollen Überblickt schaut doch auf einem unserer Outlet-Verzeichnisse vorbei. In den dort gelisteten über 500 Outlet Stores findet ihr alles von Mode über Lebensmittel bis hin zu Haushaltsgegenständen.



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