Amazon Fake Shops - So erkennt ihr gehackte Händler-Accounts
Nina
Nina
2. Dez. 2022, 12:15

Amazon Fake Shops - So erkennt ihr gehackte Händler-Accounts

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Amazon Fake Shops - Hintergrundwissen

Der Onlineshop Amazon verkauft selbst zahlreiche Produkte im Internet, bietet mit seiner Plattform aber auch anderen Händler:innen die Chance, ihre Waren auf den Shopseiten feilzubieten. Die Angebote der sogenannten Händlershops ('Marketplaces') werden demnach über dieselbe Seite verwaltet und vertrieben wie die normalen Amazon-Angebote auch. Leider nutzen Betrüger:innen aus dem Bereich der Cyber-Kriminalität ihr Können, um die als gut bewerteten und somit seriösen Marketplace-Profile zu hacken und unter deren Namen günstige Fake Angebote ins Netz zu stellen. Käufer:innen werden durch die günstigen Preise auf das vertrauenswürdige Profil angelockt und bei Kaufinteresse auf eine externe Bezahlseite weitergeleitet, wo sie um Vorabüberweisung gebeten werden. Das Produkt wird am Ende aber nie bei ihnen ankommen.

Amazon Fake Shops - So erkennt ihr gehackte Händler-Accounts

Ihr erkennt ein Amazon Fake Profil daran, dass ihr im Kaufvorgang unüblicherweise auf externe Seiten weitergeleitet oder zur Kontaktaufnahme mit dem Händler-Profil aufgefordert werdet. Die Bezahlung soll dann über einen Link erfolgen und mittels PayPal, Paysafe oder Western Union angestoßen werden. Achtet in diesem Fall auch darauf, nicht nach Aufforderung noch einmal eure Amazon-Logindaten einzugeben, denn auch das ist Betrug (Phishing). Echte Amazon-Händler:innen wickeln ihre Verkäufe immer direkt über den Amazon-Warenkorb ab und werden mit dem in eurem Kundenprofil gespeicherten Zahlungsmittel beglichen.

Amazon Fake Shops - Wie ihr euch schützen könnt

Fake Shops auf Amazon bieten alle möglichen Arten von Artikeln - darunter Smartphones, Softwarelizenzen, Elektrogeräte oder Computer - an. Wenn ihr die Produkte shoppen wollt, wird euch angezeigt, bei welchen Händlershops ihr das Produkt zu welchem Preis erhalten könnt. Bei Produkten mit dem Hinweis "Verkauf und Versand durch Amazon" könnt ihr sicher sein, dass es sich nicht um ein Fake-Profil handelt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr in der Artikel-Ergebnisliste in den Filtereinstellungen nur Amazon- oder Prime-Angebote einstellen, um externe Anbieter:innen von der Auswahl auszuschließen. Auch ist es über einen Haken möglich, seriöse Händler:innen mit in die Ergebnisliste einzubinden. Über eine Verlinkung zum Verkäufer oder zur Verkäuferin könnt ihr euch außerdem über die UST-ID, die Handelsregisternummer oder das Impressum informieren sowie die Kontaktdaten einsehen. Über eine Google Recherche könnt ihr so mehr über das Unternehmen erfahren. Verdächtig ist es auch, wenn beispielsweise ein Antiquitätenhändler ein nagelneues Smartphone zum unschlagbaren Preis auf Amazon anbietet. Auch hier sollten eure Alarmglocken beginnen zu schrillen und ihr solltet Vorsicht walten lassen.

Amazon Fake Shops - Was Betroffene tun können

Für den Fall, dass ihr bedauerlicherweise auf einen solchen Fake Shop hereingefallen seid, solltet ihr den Vorfall auf jeden Fall bei Amazon und auch bei der Polizei melden. Hebt unbedingt alle E-Mails und Zahlungsdokumente auf, macht Screenshots dieser und überlasst alle Hinweise der ermittelnden Polizeidienststelle. Hier findet ihr Ratschläge aus einem Interview mit Hans-Joachim Henschel vom LKA Niedersachsen:

Wer Opfer einer Straftat geworden ist, sollte auch unverzüglich Anzeige bei einer örtlichen Polizeidienststelle erstatten. Hierzu sollten die Verkaufsunterlagen mitgebracht werden. Dazu gehören der Mailverkehr zwischen Verkäufer und Käufer und mögliche Screenshots des Shops mit gut lesbaren Inhalten. Wer Zahlungsunterlagen hat wie Einzahlungskopie, Kontoauszug, Paysafe- oder Ukash-Kartencodes, sollte diese ebenfalls mitbringen. Sollte der Original- Mailverkehr vorhanden sein, bitte nicht löschen. Vielleicht wird dieser für weitere Ermittlungen noch benötigt. Leider wissen die Täter jedoch, wie leicht man die Möglichkeiten des Internets anonym und für illegale Zwecke missbrauchen kann, so dass nicht immer die Chance auf eine erfolgreiche Ermittlung besteht. Wer weitere Fragen hat, kann sich gern im „Ratgeber Internetkriminalität“ der Polizei Niedersachsen auf www.polizei-prävention.de informieren oder dort eine persönliche Frage an die Polizei Niedersachsen zum Thema Cybercrime stellen.


Quelle: Gewerkschaft der Polizei

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