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DVB-T Abschaltung – Alles über das neue Antennen-Fernsehen

DVB-T Abschaltung – Alles über das neue Antennen-Fernsehen

Die DVB-T Abschaltung ist vollzogen. Am 29. März wurde das bisherige, DVB-T genannte, Antennen-Fernsehen weitgehend abgeschaltet. An dessen Stelle tritt DVB-T2 HD. Mit der alten Technik bleibt der Bildschirm im Wohnzimmer seit heute um 00:01 Uhr schwarz. In den großen Ballungsräumen wird sich nun der Fernsehempfang über Antenne deutlich verändern. Die wichtigsten Infos zur DVB-T-Abschaltung gibt es hier, so dass das Fernsehen auch mit DVB-T2 HD klappt. Alle Infos zur DVB-T Alternative gibt es in unserem Ratgeber.


| Was ist DVB-T2 HD ⇓ | Unterschied von DVB-T und DVB-T2 HD? ⇓ | Wann? ⇓ | Wo? ⇓ | Was passiert mit DVB-T? ⇓ | Warum wird abgeschaltet? ⇓ | Was wird benötigt? ⇓ | Die Kosten? ⇓ | Die Vorteile? ⇓ | Die Nachteile? ⇓ |

Was ist DVB-T2 HD?

DVB-T2 HD ist das neue Antennen-Fernsehen. Wer das Fernseh-Programm nicht über Kabel, Satellit oder Internet bekommt, der empfängt das terrestrische Fernsehsignal über eine Dach- oder Zimmer-Antenne. Bislang geschah das über das digitale DVB-T.

Was ist der Unterschied von DVB-T und DVB-T2 HD?

DVB-T2 HD ist generell leistungsfähiger als DVB-T. Für den Zuschauer bedeutet das: Mehr Sender, bessere Qualität und zusätzliche Dienste. Möglich ist das durch eine verbesserste Verschlüsselung der Signale. Hierfür wird der HEVC/ H.265- Codec verwendet. Damit lassen sich größere Datenmengen und damit mehr Signale versenden.

DVB-T Abschaltung: Wann kommt DVB-T2 HD?

DVB-T2 HD ist bereits im Regelbetrieb und damit auch empfangbar. Aktuell werden jedoch nur wenige Sender gesendet. Richtig los geht es am 29. März. Dann wird das neue Antennen-Fernsehen vollständig aufgeschaltet und ist im vollem Umfang nutzbar.

Wo kann ich DVB-T2 HD empfangen?

Zum Start am 29. März wird DVB-T2 HD in den großen Ballungsgebieten empfangbar sein. Dazu gehören Berlin, der Großraum Hamburg, München, weite Teile Nordrhein-Westfalens, das Rhein-Main-Gebiet und weitere bevölkerungsreiche Regionen. Nach und nach wird mit DVB-T2 HD dann auch in den übrigen Regionen Deutschlands übertragen. Allerdings wird es auch dünn besiedelte Bereiche geben, wo DVB-T2 wie auch DVB-T nicht ermpfangbar sein werden.

DVB-T-Abnschaltung-DVB-T2-Empfangsgebiet

Was passiert mit DVB-T?

DVB-T wird nach dem Wechsel auf DVB-T2 HD abgeschaltet. Bis Mitte 2019 soll der volle Ausbau beendet sein. Dann ist DVB-T Geschichte. In wenigen Regionen werden einzelne Sender noch eine Zeit lang mit dem alten Antennen-Fernsehen empfangbar sein. Das wird jedoch eine Ausnahme bleiben. Ein Parallelbetrieb ist nicht vorgesehen. In Berlin wurde soeben DVB-T abgeschaltet und der Signal ist nicht mehr zu finden.

Warum wird DVB-T abgeschaltet?

DVB-T2 HD bringt mehr Programme und bessere Qualität. Damit wird DVB-T nicht mehr benötigt. Doch der Wechsel zur neuen Technik hat auch andere Vorteile. Bisher vom Fernsehen besetzte Funk-Frequenzen werden frei. Das ist vor allem für den Mobilfunk interessant. Damit die Telekom, Vodafone und o2 ihr Netz ausbauen können, sind diese Frequenzen und damit die Abschaltung von DVB-T notwendig. Das ist auch der Grund, warum in Deutschland der von anderen Ländern abweichende DVB-T2 HD-Standard, und damit eine eigene Lösung, verwendet wird.

Was brauche ich für DVB-T2 HD?

In den meisten Fällen ist für den Empfang von DVB-T2 HD eine zusätzliche Ausstattung erforderlich. Der Fernseher braucht einen für das neue Antennen-Fernsehen geeigneten Tuner. Bei neuen Geräten kann dieser bereits vorhanden sein. Wichtig ist: Ein einfacher DVB-T Tuner ist nicht ausreichend. Das Gerät muss mit DVB-T2 HD und dem HEVC/ H.265- Codec arbeiten. Ist das nicht der Fall, lässt sich der Fernseher über einen zusätzlichen Receiver aufrüsten. Teilweise ist auch ein CI+-Modul für die Entschlüsselung der Privatsender erforderlich. Viele Receiver haben eine entsprechende Funktion bereits eingebaut. Die Antenne kann jedoch unverändert bleiben.

DVB-T Abschaltung: Was kostet DVB-T2 HD?

Der Wechsel auf DVB-T2 HD kostet Geld. Wenn der Fernseher nicht in der Lage ist, dass DVB-T2-Signal zu entschlüsseln wird zumindest ein zusätzlicher Receiver benötigt. Günstige Geräte sind bereits für rund 50 Euro erhältlich. Wer einen Receiver mit besserer Ausstattung möchte, der kann auch leicht über 100 Euro ausgeben. Wer die Privatsender und Freenet TV empfangen möchte sollte auf ein Gerät mit entsprechender Ausstattung achten. Neu wird mit dem Wechsel zu DVB-T2 HD eine Zusatzgebühr für den Empfang der Privatsender sein. RTL, Sat1, Vox und viele weitere Sender werden dann jährlich 69 Euro kosten. Monatlich werden so 5,75 Euro fällig. Wer jedoch mit den öffentlich-rechtlichen Sendern auskommt, der hat neben der einmaligen Anschaffung für den Receiver keine weiteren Zusatzkosten durch die DVB-T Abschaltung.

DVB-T-Abschaltung-Programme-und-Sender

Was sind die Vorteile von DVB-T2 HD?

Mit DVB-T2 HD gibt es Fernsehen in hochauflösender HD-Qualität einfach nach Hause. Gerade auf großen Flachbild-Fernsehern wird das Bild damit deutlich besser. Dazu ist es möglich mit dem neuen Antennen-Fernsehen mehr Sender auszustrahlen. So sind mit dem Wechsel rund 40 Sender empfangbare. Weiter kann man die Multithek nutzen. Mit dieser bekommt man Zugang zu verschiedenen Mediatheken, empfangt weitere Sender, kann zeitunabhängig On-Demand-Dienste nutzen und bekommt zusätzlichen Nachrichten- und Informationsportalen.

Was sind die Nachteile von DVB-T2 HD?

Für den Zuschauer hat DVB-T2 HD nach der DVB-T Abschaltung auch einige Nachteile. Zunächst wird in den meisten Fällen neue Technik benötigt. Viele bereits vorhandene Fernseher können das neue3 DVB-T-Signal nicht umwandeln. Hierfür braucht es aber keinen neuen Fernseher. Mit einem Receiver in Form einer Set-Top-Box kann der vorhandenen Fernseher für das neue Antennen-Signal fit gemacht werden. Ein entsprechender Receiver ist bereits ab rund 50€ erhältlich. Je nach Ausstattung kann man auch weit über 100 Euro ausgeben. Im Handel gibt es bereits Bundles, bei denen der Receiver und das Freenet TV-Abo im Paket zu einem reduzierten Preis verkauft werden. Hier kann man bei der Anschaffung sparen. Allerdings beinhaltet das Freenet TV-Abo in diesem Fall meist eine Laufzeit von 24 Monaten.

Bei diesen Kosten wird auch der zweite Nachteil von DVB-T2 HD deutlich. Antennen-Fernsehen wird nicht mehr kostenlos empfangbar sein. Zwar ist der Empfang der öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin ohne Zusatzgebühr fällig, wer allerdings statt ARD und ZDF lieber RTL und Sat1 schauen möchte wird, um einen eine monatlichen beziehungsweise jährliche Zuzahlung nicht herumkommen. Zwar wird auch bei Kabel oder Satellit der HD-Empfang zusätzlich berechnet, doch hat man bei diesen Empfangswegen die Wahl. Ob HD mit Aufpreis oder SD kostenlos liegt beim Zuschauer. Bei DVB-T2 HD entfällt diese Wahl. Wer die Privatsender sehen möchte, dem bleibt nur das kostenpflichtige Abo.

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