Kontogebühren bei ING – Alles Wichtige in Kürze

  • ING bringt Kontogebühren für das Girokonto
  • zukünftig Berechnung bei einem Geldeingang unter 700€ monatlich
  • ING-Girokonto bei Nutzung als Gehaltskonto oder unter 28 Jahren weiter kostenfrei
  • Geldeingang laut ING auch Renten, Pensionen oder andere Einkommen
  • neue Regelung ab 1. Mai 2020 gültig

Das Girokonto der ING auch wegen des kostenlosen Girokontos zu den beliebtesten Direktbank-Angeboten in Deutschland. Die gute Leistung hat auch viele Schnäppchenfreunde überzeugt. Beim Schnäppchenfuchs gehören die Produkte der ING seit Jahren zu den Favoriten der Leser. Die Ankündigung der ING, zukünftig Gebühren zu erheben, hat sich auch in den Kommentaren niedergeschlagen.

ING-Girokonto zukünftig mit Kontogebühren – Was ist passiert?

Am vergangenen Donnerstag informierte die ING auf der Bilanzpressekonferenz über das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahrs. Neben dem Wirtschaftsdaten informierte ING-Chef Nick Jue auch über die Ausrichtung der Direktbank im laufenden Jahr 2020.

Allgemein zeigte sich Jue zufrieden. Natürlich will der Bank-Manager im laufenden Geschäftsjahr ein besseres Ergebnis erzielen. „Wir punkten nach wie vor mit unserem Angebot und unseren beliebten Marken, so Jue. „Aber es wird auch nicht einfacher zu wachsen.“ Durch den Niedrigzins ist das Geschäft für Banken ohnehin schwieriger geworden.

Daher soll der Kontakt zu den ING-Kunden intensiviert werden. Dafür wählt die Bank einen einfachen Weg: Über das Portemonnaie. Das bislang uneingeschränkt kostenlose Girokonto der ING wird zukünftig nicht mehr uneingeschränkt kostenlos sein.

ING-Girokonto – Was wird sich ändern?

Ob Kunden der ING das Girokonto in Zukunft weiterhin kostenlos nutzen können, wird vom monatlichen Zahlungseingang abhängen. „Girokonten mit weniger als 700 Euro Geldeingang kosten ab 01. Mai 2020 monatlich 4,90 Euro.“, teilt die ING auf einer Infoseite zur Änderung der Kontogebühren mit.

Die Visa Debitkarte der ING wird und alle weiteren bislang kostenlosen Leistungen des Girokontos werden weiterhin kostenfrei sein. Auch wird die Kontoführung für Kontoinhaber unter 28 Jahren weiterhin kostenlos bleiben.

Kunden aktivieren – ING soll Hausbank werden

„Ziel der ING sei es, mit allen Girokonten-Kunden in eine aktive Kundenbeziehung zu gehen“, teilte die Bank im Rahmen der Pressekonferenz via Twitter mit. „Wir wollen mit diesem Modell für inaktive Kunden einen Anreiz schaffen, uns als volldigitale Hausbank auszuprobieren, so ING-Chef Jue.

Offenbar stört sich die ING an der Zahl von Kunden, die auf dem kostenlosen ING-Konto nur Geld parken. Natürlich will die Bank die Kunden zu einer aktiveren Kontonutzung und damit auch zu einem Geschäft mit Zusatzprodukten bringen. Hierfür will die ING das Angebot anpassen.

Die Änderung sei für 3/4 der ING-Kunden ohne Auswirkung. Bereits 1,8 Millionen Kunden nutzten die ING bereits als Hausbank, so das Unternehmen.

ING-Girokonto mit Kontogebühren – Was ist Geldeingang?

Ob ING-Kontoinhaber ab Mai 2020 monatlich 4,90 Euro für die Kontoführung zahlen müssen, hängt vom Geldeingang ab. Auf der Infoseite zur Änderung der Kontogebühren versucht die ING, ihre Kunden darüber zu informieren, welche Art von Geldeingang berücksichtigt wird.

Dementsprechend scheint die ING sehr tolerant bei der Art des Geldeingangs zu sein. Es scheint jede Art von Geldeingang berücksichtigt zu werden, Hauptsache, der Eingang beträgt in Summe 700 Euro im Monat.

Darunter könnten somit auch Eigenüberweisungen fallen. Oft werden solche Transaktionen ausgeschlossen und die Banken bestehen auf der Verwendung des Kontos als Gehaltskonto. Der Gehaltseingang kann über den Textschlüssel 53, der bei Überweisungen verwendet wird, identifiziert werden.

Neben Gehalt/Lohn zählen auch Renten, Pensionen oder andere Einkommen als Geldeingang. Bei Freiberuflern/Selbständigen sind es bspw. Honorare. Der Textschlüssel ist nicht unbedingt entscheidend. – Sprecher ING

Der Textschlüsse sei für die ING nicht „unbedingt entscheidend, beantwortete ein ING-Sprecher die Anfrage unserer Redaktion. Der Einkommensbegriff wird in der Antwort sehr weit gefasst. Auch das Honorar von Selbständigen und Freiberuflern falle darunter. Bleibt für die ING-Kunden die Hoffnung, dass die Bank den Geldeingang wirklich so großzügig betrachtet.

Beitragsbild: ING Pressebild


Kostenloses Girokonto bei der ING – Welche Alternative gibt es?

Das Girokonto der ING ist eines der bekanntesten Angeobte dieser Art. Doch auch andere Banken bieten Girokonen ohne Kontogebühren an. Die Kontoeröffnung für Neukunden ist dabei häufig mit einer zusätzlichen Prämie verbunden. Eine Übersicht von aktuellen Angeboten hat die Redaktion zusammengestellt. Weitere Finanzangebote finden sich auf der Finanz-Seite vom Schnäppchenfuchs.