o2-Netzabdeckung 2018 – Alles Wichtige in Kürze

  • Telefonica arbeitet weiter am Netzausbau des o2-Netzes
  • Ziel ist besserer Netzempfang in bereits erfassten Bereichen und der Anschluss neuer Gebiete
  • 2018 bislang rund 5.000 neue LTE-Stationen in Betriebe genommen
  • auch Verbesserung der LTE-Kapazität an vorhandenen Standorten

Telefonica mit Netzabdeckung hinter der Konkurrenz

Mit günstigen Preisen lockt die Deutschland-Tochter der spanischen Telefonica seit Jahren Kunden in das o2-Netz. Kein Netzanbieter bietet günstigere Preise. Dabei liegt o2 beim Vergleich von Abdeckung, Geschwindigkeit und Qualität seit Jahren hinter den Konkurrenten Telekom und Vodafone. Die Übernahme von E-Plus hat es für Telefonica nicht einfacher gemacht. Die beiden Funknetze müssen aufwendig integriert werden. Keine alltägliche Aufgabe.

In diesem Jahr soll der Netzzusammenschluss weitgehend abgeschlossen sein, wie das Unternehmen mitteilte.  Dann könne Telefonica die „Ressourcen im kommenden Jahr ganz und gar auf den LTE-Ausbau in der Fläche, die Netzverdichtung sowie auf die weitere Netzoptimierung konzentrieren.“ Dabei helfe auch eine Verbesserung des sogenannten Backhauls, der Anbindung der Mobilfunk-Stationen an schnelles Glasfaser-Internet. Telefonica kooperiert hier mit Telekom und Vodafone.

Verbesserte o2-Netzabdeckung mit knapp 2.000 neuen LTE-Standorten im 3. Quartal

Mit dem Ausbau der LTE-Standorte kommt Telefonica nach eigenen Angaben gut voran. Bereits im Juli meldete der o2-Betreiber die Erweiterung des Funknetzes in diesem Jahr um „deutlich mehr als 3.000 LTE-Stationen“.  Nun soll die Zahl der Funkmasten 2018 um rund 5.000 LTE-Stationen gewachsen sein. Im dritten Quartal kamen so knapp 2.000 zusätzliches Standorte ans Netz. Laut Angaben von Telefonica-Deutschland-Technikvorstand Cayetano Carbajo Martin nehme das Unternehmen „im Durchschnitt beinahe jede Stunde eine neue LTE-Station (…) in Betrieb.“

Verbesserte o2-Netzabdeckung auch im ländlichen Raum

Dabei habe Telefonica das o2-Netz nicht nur in Ballungsbereichen verbessert. Auch in ländlichen und dünn besiedelten Gebieten habe die LTE-Verfügbarkeit zugenommen. Bislang liege die LTE-Flächenabdeckung von o2 bei 66 Prozent, wie das Online-Portal Allnet-Flatrate im Mai berichtete. In allen Bundesländern wurden Kleinstädte und Gemeinden mit LTE-Anlagen ausgestattet, so Telefonica. Auch touristisch beliebte Regionen wurden berücksichtigt.

Auch Ausbau von LTE-Kapazitäten an vorhandenen Standorten

Doch nicht nur neue Standorte sollen zur Verbesserung der o2-Netzabdeckung beitragen. Auch die Kapazität vorhandener LTE-Standorte soll verbessert worden sein. In großen Städten wie Köln, München, Leipzig, oder Stuttgart sei der Zahl an aufgerüsteten LTE-Standorten von Juli bis September jeweils zweistellig gestiegen. In Berlin und Hamburg sei eine fast dreistellige Zahl an Standorten aufgerüstet worden. Gerade in Städten mit einer hohen Nutzerzahl ist ist eine Verbesserung der Kapazität unerlässlich.

Im kommenden Jahr möchte Telefonica sich dann auf den LTE-Ausbau konzentrieren. Dazu sollen die Netzverdichtung und zusätzliche Netzoptimierungen im Fokus stehen. Darüber hinaus soll das o2-Netz entlang wichtiger Autobahnen und ICE-Strecken ausgebaut werden

o2-Netzausbau 2018 – Fazit

Telefonica scheint die Verbesserung des o2-Netzes ernst zu nehmen. Dabei ist das Mobilfunknetz des Anbieters gar nicht überall schlecht. Stellenweise ist der Empfang mit o2 besser als mit einem anderen Anbieter. Infos finden sich in der o2-Netzkarte. In der Summe hat das o2-Netz deutliche Schwächen. Wenn am Berliner Hauptbahnhof nur Edge zur Verfügung steht, dann muss nachgebessert werden.

Gerade in Süddeutschland will o2 schon weit gekommen sein. Auch die Ergebnisse des Online-Portals Allnet-Flatrate dürften Kunden Mut machen. Schnelles und verfügbares mobiles Internet sind heute unerlässlich. Nur über günstige Preise lassen sich auch bei o2 die Kunden nicht bei der Stange halten. Telefonica darf daher beim LTE-Ausbau nicht nachlassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Schließlich ist mit 5G bereits der nächste Funkstandard in Sichtweite.





Titelbild: Telefónica Deutschland