Wiko View 3 – Alles Wichtige in Kürze

  • offiziell erstes Smartphone mit Triple-Cam für unter 200 Euro
  • 12 MP Teleobjektiv, 13 MP Superweitwinkel mit 120 Grad und 2 MP für Tiefenschärfe
  • MediaTek Helio P22 Acht-Kern-Prozessor und drei Gigabyte RAM
  • 6,3 Zoll HD+-Display
  • 64 Gigabyte interner Speicher, bis zu 256 Gigabyte erweiterbar
  • Akku mit 4.000 mAh

Wiko View 3 erstes Smartphone mit Triple-Cam unter 200 Euro

Spätestens seitdem im Frühjahr Samsung mit dem Galaxy S10 und Huawei mit dem P30 Smartphones mit Triple-Kamera vorgestellt haben, sind Geräte mit drei Linsen der große Smartphone-Trend. Das Handy ist so in der Lage, Aufnahmen mit einem Bildbereich von über 100 Grad zu machen. Super- oder Ultraweitwinkel ist der letzte Schrei.

Mit dem Wiko View 3 kommt diese Technik nun auch in Smartphones im niedrigen Preis-Segment. Laut dem französischen Hersteller ist das Smartphone das erste mit einer Dreifach-Kamera für unter 200 EUR in Deutschland. Ganz so stimmt das nicht, wird doch das Ulefone Note 7 in Preissuchmaschinen gelistet.  Doch sowohl bei der Performance als auch bei der Kamera trennen Welten das chinesische Gerät vom Wiko View 3. Wenn es um den Superweitwinkel geht, hat Wiko eindeutig recht.

Dreifach-Kamera mit Superweitwinkel

Die Kamera des Wiko View 3 kommt mit  einem 12 MP Teleobjektiv, einem 13 MP Superweitwinkel und einer 2 MP-Linse für die Tiefenschärfe für Tiefenschärfe. Die Tele-Kamera verwendet dabei den Sony IMX486-Kamera-Sensor, der in vielen Einsteiger-Smartphones, gerade bei chinesischen Handys verwendet wird.

Die Superweitwinkel-Kamera bietet einen Bildbereich von 120 Grad. Damit liegt das Wiko über dem OnePlus 7 Pro mit 117 Grad und deutlich über dem Huawei P30 Pro, welches 107 Grad liefert. Ein paar Grad mehr als beim Wiko View 3 gibt es beim Samsung Galaxy S10. Das Premium-Smartphone aus Südkorea liefert Bilder in einem Bereich bis 123 Grad.

Durch den Tiefensensor lassen sich gezielt Fotos mit Unschärfen, dem sogenannte Bokeh-Effekt, einfangen. Dazu liefert das View 3 verschiedene, auf künstlicher Intelligenz basierende Optimierungsoptionen für Tiefenschärfe, Portraits, HDR und Selfies. Ob dahinter mehr steckt als eine Filter-Funktion, müssen Tests zeigen. Weiter bekommt der Nutzer Features wie Panorama, Live Filter, Pro-Modus, Videostabilisierung, Nachtmodus, Zeitraffer, Zeitlupe, Google Lens, Motion Photo oder Google Assistant Actions.

Wiko View 3 – Schwächen bei Prozessor und Display

So gut die Möglichkeiten der Kamera auf dem Papier klingen, bleibt die Frage, wo im Hinblick auf den Einsteigerpreis Abstriche zu machen sind. Da wäre zum einen der Prozessor. Wiko verbaut im View 3 den MediaTek Helio P22 Acht-Kern-Prozessor. Einen großen Leistungsbereich deckt der Chip weniger ab. Wie die Benchmarks zeigen, liegt die Performance deutlich unter den Werten von Mittelklasse-Smartphone aus dem Vorjahr, wie zum Beispiel der Honor 10-Test zeigt.

Weiter zeigt sich das Einsteiger-Niveau beim Display. Mit rund 6,3 Zoll können sich Nutzer des Wiko View 3 über einen großen BIldschirm freuen. Die Auflösung ist mit  1.520 x 720 Pixel und damit HD+ eher mäßig. Das muss Käufer nicht unbedingt stören und ist dem niedrigen Preis geschuldet.

Überzeugen kann das Display mit dem fast randlosen Design und nur einer kleinen Aussparung für die Frontkamera. Insgesamt wirkt das Wiko View 3 optisch recht gelungen. Zum hochwertigen Eindruck trägt auch die Rückseite aus Glas bei. Sehr schön ist dazu der große Akku mit 4.000 mAh. Damit soll das Gerät für rund zwei Tage ohne Steckdose auskommen. Für einen aktuellen Preis von rund 179 Euro ist das Paket durchaus beachtlich.

Einsteiger-Handy kaufen oder auf günstige Mittelklasse warten?

Zumindest auf dem Papier zeigt das Wiko View 3 Licht und Schatten. Auf der Plus-Seite scheint eindeutig die Kamera mit dem Superweitwinkel zu stehen. Für alle, denen eine Kamera mit aktuellen Funktionen im Smartphone wichtig ist, für die ist das französische Gerät durchaus eine Überlegung wert. Für etwas ältere Gerät werden sonst mindestens über 200 Euro aufgerufen.


Technische Details

BetriebssystemAndroid 9.0
Display6.26″, 1.520 x 720 Pixel, 16 Mio. Farben, IPS, kapazitiver Touchscreen, Aussparung
Kamera hinten12.0MP, Phasenvergleich-AF, LED-Blitz, Videos @1080p/​30fps (Kamera 1); 13.0MP, Weitwinkelobjektiv (Kamera 2); 2.0MP, Tiefenschärfe (Kamera 3)
Kamera vorne8.0MP
SchnittstellenMicro-USB-B 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11b/​g/​n, Bluetooth 4.2
SensorenBeschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Lichtsensor, Kompass, Fingerabdrucksensor (hinten)
SoCMediatek MT6762 Helio P22, 64bit
CPU8x 2.00GHz Cortex-A53
GPUPowerVR GE8320
RAM3GB
Speicher64GB, microSD-Slot (shared, bis 256GB)
NavigationA-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
ModemGSM (0.2Mbps/​0.1Mbps), UMTS, LTE Cat 4 (150Mbps/​50Mbps)
Frequenzbänder2G (850/​900/​1800/​1900), 3G (B1/​B2/​B5/​B8), 4G (B1/​B3/​B5/​B7/​B8/​B20/​B28/​B40)
NetzstandardsGPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE-A
Akku4000mAh, fest verbaut
Ladeleistungkeine Angabe (Mediatek Pump Express)
Standby-Zeit327h
Gesprächszeit51h/​22h (GSM/​UMTS)
SAR-Wert0.248W/​kg Kopf, 1.089W/​kg Körper
GehäuseformBarren
Farbeblau
Abmessungen159 x 76.5 x 8.2mm
Gewicht178g
SIM-FormfaktorNano-SIM (1x shared)
BesonderheitenDual-SIM, UKW-Radio, Benachrichtigungs-LED