Bester Gasgrill - Napoleon Triumph, Weber Spirit und Co. im Test

Das Grillen ist für viele Menschen mehr als nur ein Hobby – wer dabei auf das einfach Grillen mit Gas schwört und das beste verfügbare Gerät nutzen möchte, dem empfehlen wir den Napoleon Triumph T410. Von allen getesteten Gasgrills bis 800€ hat uns diese mobile Küche am meisten überzeugt. Hohe Grilltemperaturen, lange Haltbarkeit und eine flexible Handhabung sprechen für den Napoleon Gasgrill und auch optisch macht er einen hochwertigen Eindruck.

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In den USA ist das Grillen mit Gas wesentlich beliebter als in Deutschland. Wer kennt die Szenen aus Film und Fernsehen nicht, wenn der Familienvater vor versammelter Mannschaft an einem lauen Sommerabend auf dem silbernen Grillwagen die Burger-Patties wendet? Doch auch hierzulande kommt der Trend langsam aber sicher in Schwung und man findet immer mehr dieser großen Geräte in den Gärten der Nation. Warum? Man benötigt so gut wie keine Wartezeit bis das Gerät in Betrieb genommen werden kann, die Temperatur lässt sich per Drehregler einfach justieren und Vorteile für die Gesundheit ergeben sich dank geringer Rauchentwicklung und ggf. schonender Garzubereitung auch. Kurzum: das Grillen mit Gas ist praktisch, gesund und sauber. Welche die besten Gasgrills bis 800€ auf dem Markt sind, stellen wir euch im diesem Testbericht vor.

Napoleon Triumph T410Weber Spirit E320Activa LavasteingrillLandmann Triton 2Profi Cook PC-GG 1057
NapoleonWeber-Spirit-E320ActivaLandmann-Triton-2Profi-Cook-PC-GG-1057
Note1,41,72,22,52,7
Preis623 €707 €136 €269 €193 €
Handhabung4,54,54,03,52,5
Ausstattung5,04,52,53,53,5
Preis/
Leistung
4,03,55,03,04,0
Kunden-Meinung4,5 von 54,4 von 54,4 von 54,4 von 54,1 von 5
Pro

+ heizt sehr schnell

+ hohe Temperatur

+ Seiten einklappbar

+ heizt schnell

+ gut verarbeitet

+ lange Garantie

+ mit Seitenbrenner

+ gute Abdeckung

+ leichte Reinigung

+ Seiten klappbar

+ solide Verarbeitung
Kontra– Manual nur engl.– teuer

– heizt nicht gleich

– nur 1 Brenner

– heizt nicht gleich

– heizt langsam

– Verpackung

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Gasgrills – worauf muss ich beim Kauf achten?

Wie bei Holzkohlegrills ist auch bei Gasgrills neben dem Grillgut und dem Grill an sich noch eine Energiequelle nötig. Wie der Name schon verrät, heizt hier entflammbares Gas eurem Fleisch ein. Dieses gibt es in abgefüllten 5 oder 11 kg Flaschen als Flüssiggas und besteht aus einem Gemisch aus Propan und Butan. Im normalen Durchschnittsbetrieb kommt ihr mit einer Flasche in etwa ein Jahr lang aus, danach könnt ihr entweder eine neue kaufen oder aber nutzt die grauen 11 kg Flaschen um sie wieder auffüllen zu lassen. Sind die Gasflaschen gefüllt, kann es ans Grillen gehen – wenn man jedoch noch vor einer Kaufentscheidung steht, dann sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Wie viele Brenner besitzt der Gasgrill?
  • Wie viel Platz habe ich auf dem Balkon oder der Terrasse?
  • Welche Leistung liefert der Grill?
  • Aus welchem Material sind Gehäuse und Grillroste?

Die Brenner sind das eigentliche Herzstück des Grills – in ihnen wird das Gas aus der Flasche entzündet, so dass im besten Fall eine gleichmäßige Flamme entsteht. Im Preisbereich von bis zu 800€ sind dabei drei Brenner im Garraum meist das höchste der Gefühle, obwohl im Profibereich teilweise noch mehr genutzt werden. In unserem Testbericht finden sich aber auch Modelle mit nur einem oder zwei Brennern. Wie viele ihr letztlich benötigt, hängt von eurem Grillstil ab. Generell kann man sagen, dass bei 3 Brennern die Hitze besser auf dem Grill verteilt wird und dadurch der Garvorgang um einiges kontrollierter gestaltet werden kann. Somit lassen sich auch mehrere Temperaturzonen herstellen, so dass auf der einen Seite noch entspannt gegart wird, während auf der anderen Seite unter hoher Hitze Röststreifen als Feintuning eingraviert werden. Einige Grills verfügen auch über einen Seitenbrenner bzw. Seitenkocher, der es ermöglicht nebenbei Soßen oder Suppen im Topf zuzubereiten.

Je nachdem wie man welches Grillgut zubereiten möchte, benötigt man unterschiedliche Temperaturen auf dem Grill. Die Maximaltemperatur so wie die Aufheizzeit werden dabei von der Leistung der Brenner beeinflusst – generell gilt dabei: je höher die Leistung, desto schneller heizt sich der Grill auf und desto höher wird die erreichte Temperatur im Garraum. Es ist dabei nicht unbedingt nötig, dass die Hitze bis ins Unermessliche ansteigt, mehr als der heimische Ofen und Herd, sollte der Grill aber schon bieten. Wer auch mal Pizza zubereiten möchte, kann mithilfe eines Pizzasteins und mindestens 350 °C hervorragende Ergebnisse erzielen.

  • 4 Minuten: Pizza bei 350 °C
  • 8 Minuten: Hamburger bei 280 °C (nach 4 Minuten wenden)
  • 60 Minuten:  ganzes Hühnchen bei 180 °C
  • 4,5 Stunden: Spareribs bei 130 °C
  • 15 Stunden: Pulled Pork bei bei 120 °C

Essentiell bei einem Gasgrill ist ebenfalls, dass die Hitze auf einem stetigen Level gehalten werden kann – und das hängt maßgeblich von den verbauten Materialien und deren Verarbeitung und Passform ab. In den meisten Fällen sind Schrank, Seitenablagen und Deckel des Grills aus rostfreiem Edelstahl. Wenn es noch etwas hochwertiger sein darf und damit weniger Hitze von Innen nach Außen abgetragen wird, wurde bei unseren zwei Topmodellen aus dem Hause Weber und Napoleon der Deckel noch mit Gusseisen emailliert. Ähnliches gilt für die Grillroste – höherpreisige Modelle setzen hier ebenfalls auf Gusseisen anstatt verchromtem Stahl, da dieses robuster ist und der Fleisch daran weniger haftet, wodurch sich auch die Reinigung vereinfacht.

Eine wichtige Frage ist natürlich, wie viel Platz einem zu Hause zur Verfügung steht. Wenn der Balkon sowieso nur begrenzte Ausmaße hat, dann zählt natürlich jeder Zentimeter. Hier gibt es einige Unterschiede zwischen unseren betrachteten Modellen – gerade unser Preistipp weiß in dieser Kategorie zu glänzen. Sehr hilfreich erweist es sich da, wenn die Seitentische einklappbar sind, um bei Nichtgebrauch mehr Platz für andere Dinge zu schaffen. Leider haben nur 2 der 5 von uns getesteten Geräte an dieses Feature gedacht, obwohl die technische Umsetzung kein Problem darstellen sollte.


Vor- und Nachteile von Gasgrills

Die Wahl zwischen Gasgrill und Holzkohlegrill ist ja mittlerweile schon fast zur Glaubensfrage geworden. Während die Holzkohlegrill-Fanatiker monieren, dass gar kein Grillaroma aufkommen kann und so männliche Dinge wie Feuermachen banalisiert werden, freut sich der Gasgrill-Besitzer über konstante Temperaturen, kaum vorhandene Vorlaufzeiten und ein sanfteres Grillen, bei dem sich kein gesundheitsschädliches Benzopyren aus Stichflammen am Grillgut festsetzt. Wir haben euch nochmal die Pros und Kontras des Gasgrillens aufgezählt:

Vorteile von Gasgrills

  • schnelle Inbetriebnahme durch geringe Vorheizzeit und automatische Piezo-Zündung
  • Hitze einfach zu regulieren und gleichmäßig zu halten (auch für das Warmhalten gut geeignet)
  • einfache Reinigung
  • erzeugen kein Qualm und lassen sich so auch auf dem Balkon nutzen
  • Unterhaltskosten geringer, da länger gegrillt werden kann

Nachteile von Gasgrills

  • Anschaffungskosten relativ hoch
  • Geräte sind schwer und sperrig
  • schwere Gasflaschen müssen gewechselt werden
  • kein typischer Holzkohlegrillgeschmack am Fleisch

Gasgrill Test – die besten Geräte in der Übersicht

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Nachdem wir unzählige Kundenrezensionen und Tests gelesen und uns viele Hands-Ons bei YouTube angesehen haben, ist unsere Auswahl letztendlich auf diese 5 Gasgrills gefallen: Napoleon Triumph T410, Weber Spirit E320 Original, Activa Lavasteingrill, Landmann Triton 2 und den Profi Cook PC-GG 1057.

Diese Modelle liegen in einem Preisbereich von 150€ bis 720€. Damit sollte auch klar sein, dass das günstigste Gerät nicht 1:1 mit dem teuersten zu vergleichen ist – wir wollten aber dennoch wissen wie sich bspw. ein Activa Lavasteingrill in Sachen Handling, Ausstattung und Preis/Leistung gegen einen knapp 5 mal so teuren Weber Grill schlägt. Unsere wichtigsten Kriterien sind dabei die Verarbeitung von Gehäuse, Brennern und Grillfläche, die Leistung der Brenner, und die Handhabung und Vielseitigkeit gewesen.

Einige Geräte haben es nicht in unsere Testauswahl geschafft, weil sie entweder von der Ausstattung nicht an die hier aufgeführten Referenzen der Hersteller kamen, aus den Kundenrezensionen bereits ersichtlich war, dass sie nicht länger als zwei Jahre durchhalten oder gar keine aufschlussreichen Informationen zu finden waren. Dazu gehören u. a. Modelle von Broilmaster oder BBQ, der Campingaz Partygrill, der Enders Baltimore oder die Q-Serie von Weber.

Napoleon Triumph T410Weber Spirit E320Activa LavasteingrillLandmann Triton 2Profi Cook PC-GG 1057
NapoleonWeber-Spirit-E320ActivaLandmann-Triton-2Profi-Cook-PC-GG-1057
Brenner3 + 13 + 11 + 123
SeitenkocherSeitenkocher mit 2,4 kWSeitenkocher mit 3,5 kW Seitenkocher mit 1,0 kW//
Grillfläche59 x 43 cm, Gusseisen emailliert60 x 45 cm,  Gusseisen emailliert48 x 36 cm, verchromt48 x 44  cm, Gusseisen emailliert54 x 40 cm, Gusseisen emailliert
Leistung gesamt14.400 W12.900 W5.500 W7.000 W12.600 W
MaterialEdelstahl, Porzellan emailliertEdelstahl, Porzellan emailliertEdelstahlEdelstahl, teils pulverbeschichtetEdelstahl
Thermometerjajajajaja
Warmhalterostjajajajaja
BesonderheitenSeitenteile klappbarintegrierte Tankanzeigemit LavasteinenSeitenteile klappbar
Gewicht42 kg57 kg18 kg41 kg30 kg
Maße128 x 114 x 56 cm160 x 132 x 82 cm103 x 99 x 56 cm
123 x 121 x 57 cm122 x 112 x 52 cm
Garantie2 Jahre – Lebensdauer2 – 10 Jahre2 Jahre2 – 5 Jahre2 Jahre
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Napoleon Triumph T410

Mit dem Triumph T410 hat der kanadische Hersteller Napoleon ein hervorragendes Gerät unter den Gasgrills bis 800€ auf den Markt gebracht. Grund für den Testsieg gegen den im Vorfeld leicht favorisierten Weber Gasgrill waren letztlich die höhere Leistung und eine flexiblere Handhabung. Innerhalb von nur 8 Minuten haben die drei Edelstahlbrenner den Garraum des Grills auf 350 °C aufgeheizt und bei Bedarf geht es sogar noch ein paar weitere Grad Celsius nach oben. Ebenfalls überzeugt haben uns die einklappbaren Seitenteile und der große Schrank unter dem Grill, in dessen Stauraum sogar eine 11kg Gasflasche Platz hat.

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Die hohen Grilltemperaturen sollten für all diejenigen interessant sein, die im heimischen Backofen bereits versucht haben eine echte italienische Pizza zuzubereiten. Dort mangelt es ja meist an dem letzten bisschen Hitze, mit dem Napoleon lassen sich aber schon fast Temperaturen wie im typischen Holzofen erreichen. Die Wärme wird dank der prozellanemaillierten Abdeckung auch sehr gut im Innenraum gehalten, so dass sehr gleichmäßige Temperaturen zu halten sind, die auch für die Zubereitung von weniger hitzeintensiven Gerichten à la Pulled Pork von Nöten sind.

Bis auf die äußere Gestaltung und die Leistungswerte ähneln sich die beiden Topfavoriten doch sehr. Ein emaillierter Gusseisen-Grillrost sorgt dafür, dass das Grillgut nicht am Rost kleben bleibt und ist somit ein Garant für eine entspannte Reinigung. Die Verarbeitung kann sich ebenfalls sehen lassen und so steht der 41kg schwere Triumph sicher auf seinen 4 Rollen. Ein integrierter Besteckhalter und eine herausziehbare Fettwanne gehören natürlich auch zum guten Ton. Rein optisch gesehen, gefällt uns der Napoleon Gasgrill sogar etwas besser. Bei den Garantiebedingungen zeigt sich Napoleon sogar noch kulanter als Weber und garantiert z. B. auf den Deckel eine lebenslange Garantie. Für Brenner und Gusseisen-Grillroste besteht nach Ablauf der 10 bzw. 5-jährigen Garantielaufzeit sogar die Möglichkeit die Ersatzteile weitere 5 Jahre mit 50% Rabatt vom Einzelhandelspreis zu erwerben.

Einziges kleines Manko, das wir feststellen konnten, ist die Aufbauanleitung. Diese steht leider ausgeschrieben nur in englischer Sprache zur Verfügung. Allerdings ist die bebilderte Version sehr ausführlich gestaltet, so dass man in einer bis zwei Stunden entspannt durch den Aufbau kommen sollte und vielleicht schon mal das erste Vorfreudebier nebenbei am integrierten Flaschenöffner öffnen und genießen kann.

Fazit: der beste Gasgrill unter 800€

Wer nach dem besten Gasgrill im Preisbereich von bis zu 800€ sucht, der ist mit dem Napoleon Triumph T410 auf jeden Fall bestens beraten. Hier kommt beim Grillen dank hoher und gleichmäßiger Temperaturen, einem platzsparenden Konzept und einem integrierten Seitenkocher richtig Spaß auf, der bei so kulanten Garantiebedingungen einige Jahre anhalten sollte. Nur die Zusammenbauanleitung hätte für unseren Geschmack auch auf Deutsch formuliert werden können.


Weber Spirit E320 Original

Im Konsumentenbereich hat sich der Hersteller Weber bei Gas- und Holzkohlegrills mittlerweile schon so einen Namen gemacht, wie Apple in der Mobilfunkbranche. Geht man in die einschlägigen Baumärkte, dann thront dort meist ein Weber Grill als Objekt der Begierde. Doch Qualität und Marketing haben ihren Preis und so ist der Weber Spirit E320 Original das teuerste Gerät in unserem Testfeld. Dass man dafür aber auch so einiges erwarten kann, beweist einer der Bestseller in diesem Preissegment im Mutterland des BBQs USA jedoch nahezu ohne Beanstandungen.

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Nach dem knapp 90-minütigen, sehr einfachen Aufbau sitzt und passt alles perfekt, wobei die gewählten Materialien einen hochwertigen Gesamteindruck bei sehr guter Verarbeitung und stabilem Stand hinterlassen. 300 °C sind in flotten 10 Minuten erreicht und wer noch mehr Hitze benötigt, kann sogar minimal höher gehen. Die drei Edelstahl-Brenner lassen sich natürlich unabhängig voneinander regulieren, so dass man mit den zwei äußeren für eine gleichmäßige Hitzeverteilung sorgen und mit dem dritten dann eine knusprige Kruste zaubern kann. Damit sich keine Stichflammen entwickeln, liegen über den Brennern die so genannten Flavorizer Bars, eine Art längliches Dach, welches das Fett an den Flammen vorbei führt. Ein äußert potenter Seitenkocher mit 3,5 kW lässt auf der linke Fläche auch mal schnell eine Soße oder eine Suppe zubereiten – wer ihn nicht benötigt, klappt einfach die Deckel zu und nutzt den gewonnenen Platz als weitere Ablagefläche.

Besonders gut gefallen hat uns die integrierte „Tankanzeige“, so dass man weiß, wie viel Gas sich noch in der Flasche befindet und einem so mitten beim Grillen nicht die Puste ausgeht. Ebenfalls eine Erwähnung wert sind die Garantiezeiten bei Weber – auf Aluminiumgussteile, den Deckel und die Brenner gibt es ganze 10 Jahre Garantie, die wahrscheinlich nur in den seltensten Fällen auch greifen muss. Falls es dann doch mal zum Bedarfsfall kommen sollte, dann wird der Support immer wieder gelobt und erweist sich als sehr hilfsbereit.

Wer hier nach Nachteilen sucht, muss schon ziemlich tief ins Detail gehen. Die nicht besonders hochwertigen Regler und die aufwendige Reinigung sind Erbsenzählerei. Natürlich schreckt der Preis im ersten Moment ab, aber eine solche Anschaffung soll etwas für einen längeren Zeitraum sein. Im Gegensatz zu manch anderen Modellen vermissen wir die Möglichkeit, dass man zur Not auch mal ein Seitenteil einklappen kann – wenn aber sowieso viel Platz im Garten zur Verfügung steht, sollte das kein Hindernis sein.

Fazit: Der Grill für’s Leben

Sucht man nach einem Gasgrill, der einen jahrelang zuverlässig mit feinstem Grillgut versorgen kann, dann ist der Weber Spirit E320 Original definitiv einen Blick wert. Der Preis kann sich sehen lassen, dafür stimmen Verarbeitung, Handhabung und Leistung des Geräts und man findet auch Jahre nach dem Kauf noch die passenden Ersatzteile. Wer unbedingt einen Weber im Garten stehen haben möchte, kann alternativ auch zum knapp 100€ günstigeren Weber Spirit E-320 Classic greifen, bei dem allerdings nur emaillierter Stahl anstatt Gusseisen für das Grillrost verwendet wird.


Activa Lavasteingrill

Der Lavasteingrill mit der korrekten Bezeichnungsnummer 11993 von Activa stellt in vielerlei Hinsicht eine Ausnahme zu den anderen Kandidaten dar. Zunächst einmal fällt rein äußerlich auf, dass die deutsche Firma hier ein vergleichsweise platzsparendes und leichtes Modell vorlegt. Mit nur 18 kg Lebendgewicht wiegt es knapp die Hälfte vom nächst schwereren Modell, das wird aber relativ schnell relativiert durch ein bauartbedingtes Zubehörteil. Wie der Name schon verrät, handelt es sich hier um einen Gasgrill über dessen Brenner Lavasteine für eine ausgewogene Wärmeentwicklung sorgen sollen – damit ist er das einzige Gerät in unserem Testfeld, dass noch mit dieser etwas älteren Methode grillt und gart.

Activa-Lavastein-Gasgrill

Viele Feierabendgriller schwören auf diese Funktionsweise und einen großen Vorteil besitzt sie. Die Hitzeentwicklung ist im Vergleich zu einem normalen Gasgrill mit nur einem Brenner etwas gleichmäßiger, da sie sich erst durch die Zwischenräume den Weg nach oben bahnen muss. Allerdings muss hier auch gleich der Einwand erhoben werden, dass ein einzelner Brenner nicht die gleichmäßige Hitze erzeugen kann, wie dies von zwei oder drei Brennern möglich ist. So bleibt festzuhalten, dass an den Rändern nicht mehr so viel Wärme für das Grillen zur Verfügung steht und Fleisch &. Co. also möglichst mittig gegrillt werden sollten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich keine Stichflammen bilden, da der Stein porös ist und so das Fett aufsaugt.

Die für den Betrieb notwendigen Lavasteine im Lieferumfang sind leider etwas knapp bemessen und so sollte man bei der Bestellung gleich noch 3 weitere Kilo von diesen mit in den Warenkorb packen. Unter der Last wird das Gestell dann auch schon mal etwas wackelig – man sollte sich also eher nicht zu stark darauf abstützen, wenn man den Wagen nicht ins Rollen bringen will.

Positiv zu erwähnen ist der integrierte Seitenkocher auf der linken Seite, mit dem ihr auch mal eine Vorsuppe nebenbei erwärmen oder warmhalten könnt – auch wenn 1 kW Leistung nicht gerade viel sind und man schon einiges an Geduld mitbringen muss, wenn man mal einen Topf Wasser erhitzen möchte. Aufgrund der kompakten Größe geht auch der Aufbau schnell von der Hand. Über die mit im Lieferumfang enthaltene Abdeckplane kann man sich ebenfalls freuen. Ein kleiner Tipp noch, der aus den Amazon-Rezensionen stammt: wenn man sich die Reinigung etwas erleichtern will, kann man die Fettwanne mit Alufolie auslegen und diese dann einfach wegschmeißen, anstatt die Wanne aufwendig zu bürsten und waschen.

Fazit: Der einfache Lavastein-Gasgrill für den Sommer

Alles in allem ist der Activa Lavasteingrill ein gutes Gerät für Einsteiger, die zunächst einmal einen Gasgrill ausprobieren möchten, aber trotzdem lange an diesem Teil Spaß haben werden. Bei seiner Größe kann er in etwa eine Familie satt machen, bei größeren Feiern wird er schnell an die Kapazitätsgrenzen des Rosts stoßen – und durch die nicht ganz gleichmäßige Hitzeverteilung könnte auch das Grillgut darunter etwas leiden.


Landmann Triton 2

Mit dem Triton 2.0 geht Landmann einen sehr eigenen Weg im Segment der Gasgrills – typischerweise finden sich in den Prospekten und Baumärkten entweder die großen Geräte mit mindestens 3 Brennern oder ein paar unbedarftere mit nur einer Flamme. Der Triton in dieser Ausführung schlägt hier eine Brücke und versucht sein Glück mit 2 Brennern, die unabhängig voneinander regulierbar sind. Leider bestätigt sich auch hier das Problem der nicht ganz gleichmäßigen Hitzeverteilung und so wird der vordere Teil des emaillierten Gusseisenrosts schneller heiß und auch die Endtemperatur ist höher als beim hinteren Teil.

Landmann-12901

Diese Bauweise hat jedoch den Vorteil, dass sich der Landmann recht schlank präsentieren kann, unterstützt wird das darüber hinaus durch die herunter klappbaren Ablagen links und rechts. Sollte auf dem Balkon also nicht mehr allzu viel Platz für die Küche im Freien sein, dann lassen sich mit diesem Modell wertvolle Zentimeter an den Seiten sparen. In diesem Zusammenhang ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass in den kleinen Schrank unter der Fettauffangschale nicht nur die 5kg, sondern auch die 11kg Gasflasche Platz findet, so dass man sich keine Sorgen um genügend Treibstoff machen muss.

Bei der Verarbeitung kann uns der Triton 2 mit Edelstahl und Gusseisen überzeugen und durch die gewählten Materialien erweist sich auch die Reinigung als ein leichtes Unterfangen. Ein schmerzliches Manko muss man beim Kauf dieses Geräts allerdings hinnehmen – obwohl die 7.000 W Gesamtleistung bei zwei Brennern auf dem Blatt ganz ordentlich aussehen, benötigt der Landmann 15 bis 20 Minuten bis er 270 °C Betriebstemperatur erreicht hat. Vereinzelt berichten einige Nutzer auch davon, dass sie solche Temperaturen erst gar nicht erreichen und der Spaß am Grillen somit schnell vergeht.

Fazit: Der platzsparende Gasgrill für den kleinen Balkon

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Landmann Triton 2 vor allem für diejenigen eine gute Alternative darstellt, die nicht allzu Platz auf ihrem Balkon oder ihrer Terrasse besitzen. Die Seitenflügel lassen sich bei Nichtgebrauch herunter klappen und addieren so nur ein paar Zentimeter zu der bereits kleinen Standfläche. Allerdings sollte man bei diesem Gerät etwas mehr Zeit einplanen, da die nur zwei verbauten Brenner mit der Grillfläche mitunter etwas überfordert sind.


Profi Cook PC-GG 1057

So ganz wird der Profi Cook PC-GG 1057 seinem Namen leider nicht gerecht – doch wie viel kann man bei einem Preis im niedrigen 3-stelligen Bereich erwarten? Das überzeugendste Argument bei diesem Gerät ist sicherlich das Preis-/Leistungsverhältnis, denn auf dem Papier kann der Grill fast mit den Großen mithalten. Eine Grillfläche aus emailliertem Gusseisen mit ausladenden 54 x 40 cm sollte so einige Steaks, Würstchen und Grillspieße beherbergen können. Drei Brenner mit jeweils 4200 W sorgen für das nötige Feuer unterm Hintern.

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Doch in der Gartenpraxis sieht es leider nicht ganz so rosig aus. Es ist banalerweise ein Thema, das im ersten Moment nicht mal etwas mit dem Grill an sich zu tun hat, womit sich der Hersteller selbst ins Bein schießt – die Verpackung. Scheinbar will man an dieser Stelle Kosten einsparen, anders kann man sich die meisten schlechten Bewertungen in den Kundenrezensionen von Amazon nicht erklären. Leider erhalten zu viele Kunden ihren Grill mit verbeulten und verzogenen Blechen, so dass der Aufbau zu einer Tortur wird und das Endergebnis rein optisch auch nicht dafür entschädigen kann.

Dadurch kann es schnell passieren, dass nicht alle Ecken und Kanten im aufgebauten Zustand bündig zueinander sind, was erklären würde weshalb einige Kunden nicht mal auf eine Maximaltemperatur von 250 °C kommen. Direktes Grillen mit schönen Brandings auf der Fleischoberfläche eines Steaks gestaltet sich damit äußerst schwierig, wenn man verhindern will dass das Grillgut zu trocken wird. Auch beim Aufheizen kommt man in 10 Minuten auch nur auf 200 °C, wo andere Grills schon die doppelte Temperatur erreicht haben, ohne dass die Leistung höher ist.

Fazit: Viel Grill für wenig Geld

Mit dem PC-GG 1057 hat Profi Cook eigentlich einen gut gemeinten Gasgrill konzipiert, dem es bei der Umsetzung jedoch leider etwas an Qualität fehlt. Hier scharfkantige Ecken, dort Verpackungsschäden, die schon vor der Lieferung einprogrammiert sind. Schade eigentlich, denn hat man ein unverbeultes Gerät erwischt, dann steht dem Grillspaß bis auf die nicht ganz so hohen Maximaltemperaturen kaum noch etwas im Wege.


Fazit – der beste Gasgrill ist der Napoleon Triumph T410SB

Der Kampf um die Krone des besten Gasgrills hat in unserem Testbericht und Vergleich in letzter Instanz der Napoleon Triumph T410SB gewonnen. Die drei verbauten Edelstahl-Brenner konnten in unserem Testfeld die stärkste Hitze im Garraum entfachen, wodurch der Grill flexibel einsetzbar ist und auch für Gerichte, die eine höhere Temperatur benötigen, gewappnet ist. Ebenso wichtig ist, dass diese mindestens 350 °C in rekordverdächtigen 8 Minuten erreicht werden und die Wärme dank hochwertigen Materialien und hervorragender Verarbeitung auf konstantem Niveau gehalten werden können. Auch die langen Garantiezeiten hinterlassen einen vertrauenserweckenden Eindruck und versprechen viel Freude über einen langen Zeitraum.

Ein immer noch sehr guten zweiten Platz belegt der Weber Spirit E320 Original, der damit aber schon de erste Verlierer ist. Zu verstecken braucht sich diese Freiluftküche aber auf keinen Fall, war die Entscheidung auf wen der Sieg entfällt doch eine sehr knappe. Hochwertige Verarbeitung, viel Feuer unterm Hintern, eine äußerst gute Handhabung und teilweise bis zu 10 Jahre Garantie sprechen für dieses beliebte Modell. Uns hat es jedoch ein wenig an Flexibilität in Sachen Aufstellung gefehlt – wo der Testsieger noch mit einklappbaren Seitentischen glänzen kann, bleibt hier alles fest verbaut. Etwas bitter stößt da vielleicht auch der nochmals 100€ teurere Preis auf, obwohl keine nützlicheren Features mit an Bord sind.

Wer möglichst wenig Geld ausgeben möchte und in die Welt des Gasgrillens erst einmal einen Fuß setzen will, der sollte sich unbedingt den Activa Lavasteingrill ansehen. In unserem Test küren wir ihn zum Preis-Leistungssieger, denn bei knapp 150€ kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Allerdings stehen euch hier nur 2 Brenner zur Verfügung, wovon einer auch noch als Seitenkocher fungiert. Somit können die Grillergebnisse nicht mit denen der größeren Kandidaten mithalten. Dafür passt er auch auf die kleinsten Balkons, ist einfach aufzubauen und gut verarbeitet.

Der Landmann Triton 2.0 kommt ebenfalls mit nur zwei Brennern daher, diese arbeiten jedoch gemeinsam in einem Brennraum. Leider sind die Grillergebnisse aber auch hier nicht sonderlich gleichmäßig, da sich die Temperatur nicht im gleichen Maß überall auf dem Grillrost verteilt und teilweise weniger als 270 °C erreichen lassen. Ein definitiver Pluspunkt ist hingegen die Möglichkeit, dass man die Seitenteile des sowieso schon sehr schmalen Grills einklappen kann.

Bei dem Profi Cook PC-GG 1057 hat man ein wenig das Gefühl, dass der Hersteller zu viel bei zu wenig Investition erreichen wollte. Drei Brenner und eine große gusseiserne Grillfläche bei einem Preis, der nur bei einem Drittel vom Weber liegt – da muss es doch einen Haken geben? In diesem Fall ist das leider die schlampige Verpackung, die immer wieder Lieferungen verbeult bei den Kunden ankommen lässt. Diese Gefahr muss man bei dem Preis wohl leider in Kauf nehmen.


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