Black Friday Preischeck » Wie viel sparen Schnäppchenjäger wirklich?

Der Black Friday Preischeck 2018 zeigt auch in diesem Jahr, ob die Schnäppchen-Versprechen realistisch sind. Am letzten Freitag im November versprechen zahlreiche Händler sensationelle Rabatte. 50, 60, 70 oder gar 80 Prozent Rabatt sollen möglich sein. Doch ist das große Shopping-Event im November wirklich ein heißer Tipp für Schnäppchenjäger oder nur ein überbewerteter Hype?


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Black Friday Preischeck – das Wichtigste in Kürze

  • Größte Rabattaktion des Jahres in Deutschland mit Sonderpreisen bei fast allen großen Online-Shops
  • Günstige Preise nicht nur am 23.11., sondern auch in der Black Friday Woche, der Cyber Week und am Cyber Monday
  • Black Friday ist planbar und Schnäppchen sind sicher, doch teilweise zu anderen Zeitpunkten günstigere Preise
  • Besonders viele gute Preise für unterschiedliche Produktkategorien

In wenigen Jahren hat sich der letzte Freitag im November auch in Deutschland zu einem Shopping-Event entwickelt. Vor 13 Jahren begannen Händler auch bei uns, spezielle Rabattaktionen am Black Friday einzuführen. Spätestens als der Online-Händler Amazon den Schwarzen Freitag zusammen mit dem Cyber Monday zu uns holte, stieg die Beliebtheit auch hierzulande. Die Marketingabteilungen arbeiten auf Hochtouren und versprechen Rabatte von bis zu 90%. Dass diese Versprechen oft nicht der Realität entsprechen, stellen wir beim Schnäppchenfuchs tagtäglich fest. Für den Verbraucher aber stellt sich die Frage: Wieviel spart man denn wirklich? Zusammen mit dem Preisvergleichsportal Geizhals haben wir auch in diesem Jahr eine umfangreiche Analyse der Preise vor, während und nach dem Black Friday gemacht, um diese Frage zu beantworten. Schnäppchen-Lust oder Shopping-Frust?

Black Friday Preischeck – Der wichtigste Tag für den Handel?

Mittlerweile lässt es sich auch bei uns kaum ein Händler entgehen, am vermeintlich wichtigsten aller Shoppingtage für seine Produkte zu werben: Tiefpreise, Riesen-Rabatte und Sonderangebote werden an jeder Ecke versprochen. Gerade bei großen Händlern reicht der Black Friday schon gar nicht mehr: Es wird eine ganze Black Week. Der Grund hierfür war zunächst wohl bei Amazon zu suchen. Der wohl wichtigste Online-Händler veranstaltet seit mehreren Jahren die Cyber Week mit täglich wechselnden Sonderaktionen und Schnäppchen-Angeboten im Minutentakt. Da mussten die Wettbewerber reagieren, wenn sie das Geschäft nicht dem Versandriesen überlassen wollen. Amazon belässt es auch gar nicht bei der Cyber Woche. Schon im Vorfeld gibt es den Countdown zur Cyber Week. Auch andere Händler erweitern die Rabattphase. Der Wettbewerb ist so groß, dass eine Aktion am Tag des großen Shopping-Events in der Masse unter geht. Daher wird schon früher geworden und rabattiert. Man könnte meinen: „Shopping ohne Ende.“

Doch das Geschäft lohnt sich. Jahr für Jahr werden bessere Geschäftszahlen genannt. Im ohnehin wachsenden Online-Markt ist der letzte Freitag im November sicher die wichtigste Phase im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Selbst Rechtsstreitigkeiten um das Markenrecht am Black Friday nimmt Amazon in Kauf. Andere Händler sind waren in der Vergangenheit vorsichtiger, wodurch bei uns auch viele andere Aktionsnamen zu sehen waren. Im internationalen Vergleich sind das große Shopping-Event im November und all die Handelsumsätze jedoch keinesfalls spitze. Der Singles Day in China liegt weit vorn.


Black Friday Preischeck – Schnäppchen oder Schmu?

Sale ist überall und ständig, die vermeintliche Ersparnis im Prozentbereich allgegenwärtig. Fast jede Gelegenheit, und sei es nur der Jahreszeitenwechsel, wird für eine Aktion genutzt. Obwohl es den Black Friday in Deutschland erst seit einigen Jahren gibt, ist der Ruf als Tag für besondere Schnäppchengelegenheiten mittlerweile verankert – vor allem bei Schnäppchenjägern. Am Schwarze Freitag soll es die besten Preise, die größten Rabatte, schlicht die besten Schnäppchen geben. Der Handel profitiert von diesem Ruf. Doch was ist wirklich dran?

Black Friday Preischeck – Spart man wirklich?

Werbung und Rabattversprechen gehören zum Handel. Auch zum großen Shopping-Event im November ist das so. Im Umkehrschluss gibt es damit auch an diesem Tag Sonderangebote, doch es muss sich dabei nicht immer um einen richtig guten Preis handeln. So haben wir 9 Tipps und Tricks um die wahren Schnäppchen zu finden für euch formuliert. Grundsätzlich gilt: Preise vergleichen! Den Preisvergleich haben wir uns auch als Grundlage genommen um herauszufinden, ob es die besten Preise wirklich am Black Friday gibt.

Die Methodik

Um zu prüfen, wie gut die Preise wirklich sind, haben wir die Preisdatenbank von Geizhals.de als Grundlage genommen. Geizhals ist eines der bedeutendsten Preisvergleichs-Portale in Deutschland. Das österreichische Unternehmen ist auch in der Alpenrepublik, in Polen und Großbritannien aktiv.

Als Grundlage für den Preischeck wurde das zweite Halbjahr 2016 und 2017 untersucht. Dazu kommt der Zeitraum vom Juli bis Oktober 2018. Für das Jahr 2016 lagen 18.500 Datensätze, für das Jahr 2017 24.000 Datensätze zugrunde. Mit Preispunkten für jeden Tag ergaben sich für 2016 3.385.000 Datenpunkte. Für 2017 lagen 4.392.000 einzelne Preispunkt vor. Basis für das Jahr 2018 waren 51.500 Datensätzen mit 6.283.000 Preisen für jeden Tag des Beobachtungszeitraums vor. Hier wurden allerdings nur die Top 50 Produkte berücksichtigt. Der Indexverlauf für 2018 berücksichtig so 67.100 Datenpunkte. Den tagesaktuellen Indexverlauf zeigen die Grafiken.

Die Geizhals-Daten basieren auf täglich ermittelten Preisen. Der Direktabzug eines Betrages im Warenkorb geht nicht in die Preisfindung ein. Dadurch kann es teilweise während verschiedener Aktionszeiträume zu tatsächlich niedrigeren Preisen kommen.

Beobachtet wurde die Preisentwicklung in verschiedenen Produktkategorien. Dabei wurde der Fokus auf Geräte gelegt. Die Daten wurden um Software und Gebrauchsgüter bereinigt. Für den Preischeck wurden alle Preise eines Tages zu einem Index aggregiert. Als Ausgangspunkt wurde jeweils der 1. Juli betrachtet. Der Preis an diesem Tag gilt als Ausgangswert mit dem Indexwert 100. Die nachfolgenden Indexwerte zeigen die Veränderung zum diesem Ausgangswert.

Ziel ist es, aufgrund dieser Daten festzustellen, ob die Produkte in den beobachteten Kategorien tatsächlich am Black Friday 2016, dem 25. November und am Black Friday 2017, dem 24. November am günstigsten waren. Der Vergleich mit der Preisentwicklung 2018 soll aktuelle Trends zeigen. Darüber hinaus ist die Frage interessant, ob sich parallele Entwicklungen feststellen lassen.

Black Friday – Der Preischeck

Black Friday Preischeck – Sind Vorhersagen für 2018 möglich?


Computer & Hardware ⇓ | TV, Video & Foto ⇓ | Telefon & Kommunikation ⇓ | Auto & Motorrad ⇓  | Drogerie & Gesundheit ⇓ | Haushalt ⇓ | Sport & Outdoor ⇓ | Heimwerken & Garten ⇓  | Konsolen ⇓ | Spielzeug & Modellbau ⇓


Die zugrundeliegenden Preisdaten erfassen eine große Bandbreite an Produkten. Generell ist jedoch nur eine Auswahl an Artikeln von den Rabatten betroffen. In der Regel finden sich hier eher beliebte Produkte. Um die vorhandenen Daten genauer zu erfassen wurde eine Auswahl der Top 50 Produkte der verschiedenen Kategorien erstellt. Für 2016 und 2017 wird auch hier das zweite Halbjahr erfasst. Für 2018 sind es die Monate Juli bis Oktober. Insgesamt ergeben sich aus diesem Betrachtungszeitraum für die Top 50-Produkte 100.650 Preispunkte.

Computer & Hardware

Computer, Computer-Komponenten und Zubehör gehören zu den am meisten nachgefragten Produkten bei Geizhals. Keine Kategorie enthält mehr Einträge. Der Preisvergleich bei Technik ist aufgrund der eindeutigen Produktbezeichnungen einfach. Technik unterliegt einem zügigen Preisverfall und der Wettbewerb ist hart. Das begünstigt die Produktsuche per Preisvergleich.

Die Top 50 der Beobachtungszeiträume 2016 und 2017 wird von Prozessoren, Grafikkarten und Speicherkomponenten geprägt. Diese Zusammensetzung erklärt auch den Preisverlauf im Jahr 2016 sowie das höhere Preisniveau 2017. Die Preise für Speicher und Grafikkarten stiegen. In diesem Jahr nahmen die Preise wieder ab. Der deutliche Indexanstieg im Oktober 2017 ist mit dem Marktstart der neuen Nvidia-Grafikkarten begründet. Die alte Generation verschwand vom Markt und bei den wenigen restlichen Anbietern stieg der Preis.

In den Vorjahren zeigt sich am Schwarzen Freitag ein deutlich nachlassendes Preisniveau. Während der Indexverlauf diesen genau zwischen dem Black Friday und dem Cyber Monday zeigt, waren die Preise kurz vor dem Shopping-Event besser. Im Hinblick auf das restliche Weihnachtsgeschäft empfiehlt sich der Kauf zum Black Friday-Wochenende jedoch deutlich. Sowohl 2016 als auch 2017 stieg das Preisniveau zum Jahresende hin an.

Die Prognose für 2018: Zum Black Friday hin sinken den Hardwarepreise. Die besten Schnäppchen können aber auch schon in den Tagen vorher zu finden sein.

TV, Video & Foto

Fernseher gehören zur wichtigsten Produktkategorie in der Unterhaltungselektronik. Die Entwicklung ist schnell. Mehrmals im Jahr bringen die Hersteller neue und veränderte Geräte auf den Markt. Das lässt die Preise schnell sinken – zumindest eine Zeit lang. Der Indexverlauf zeigt sich für die verschiedenen Jahre recht unterschiedlich. Während das Preisniveau 2016 wie zu erwarten stetig abnahm, steigt der Indexverlauf für das Jahr 2017 und auch für dieses Jahr an.

Ein Grund hierfür sind die Fernseher-Generationen. Deren Preis sinkt nach der Markeinführung ständig, nach einem Jahr ist allerdings spätestens der Nachfolger da. Die Restposten werden im Internet nicht einfach zu günstigen Preisen losgeschlagen, der Preis steigt bei den wenigen Online-Händlern sogar wieder an. Zum Teil stark, was sich durch den großen TV-Anteil in der Top 50-Auswahl im Index bemerkbar macht.

Abseits dieser Entwicklung zeigt der Indexverlauf für die Jahres 2016 und 2017 ein einheitliches BIld zum Black Friday. Die Preise sinken zum großen Shopping-Event, das niedrigste Preisniveau wuren in den beiden vergangenen Jahren am Tag vor dem schwarzen Freitag erreicht. Offenbar nutzt der Handel den Tag, um zwar mit Rabatten zu werben, doch diese kommen nicht in dem zu erwarteten Maß beim Kunden an. Eine entsprechende Preisanpassung liegt daher nahe. Besser scheint der Dezember für die Anschaffung geeignet zu sein.

Die Prognose für 2018: Der Preis für den Bereich TV, Video und Foto wird zum Black Friday sinken, die besten Angebote finden sich jedoch am Tag davor.

Telefon & Kommunikation

Fast ausnahmslos Smartphones finden sich in den Top 50 im Bereich Telekommunikation. Ein neues Handy ist attraktiv und natürlich möchte man bei der Anschaffung sparen. Beim preisstabilen iPhone möchte der Käufer möglichst die Chance auf eines der seltenen Schnäppchen nutzen. Android-Smartphones sinken im Preis schneller, doch auch hier gibt es den Wunsch nach dem besten Preis.

In den Jahren 2016 und 2017 zeigt sich ein deutliches Absinken des Preisindex in der Black Friday-Woche. Dabei wurden in den beiden vergangenen Jahren das niedrigste Preisniveau einen Tag vor dem eigentlichen Schwarzen Freitag erreicht. Weiter übereinstimmend: Der letzte Freitag im November war im zweiten Halbjahr nicht die Phase mit den niedrigsten Preisen. Diese wurde jeweils im September erreicht – passend zum Start der neuen iPhones. Zum Jahresende hin zieht der Preisindex wieder an. Ein Sparpreisniveau ist möglich.

Die Prognose für 2018: Der Black Friday ist ein guter Zeitpunkt zum Smartphone-Kauf – oder besser der Tag davor.

Audio & HiFi

Die klassische Stereoanlage hat ausgedient. In Sachen Audio haben sich vor allem drei Geräte-Kategorien den Audio-Markt geteilt. Receiver, Surround-Systeme und Multiroom-Lautsprecher. Als Schnittstelle für das Heimkino sind Receiver eine wichtige Geräteklasse. Wer für den Filmabend den bestmöglichen Ton wünscht, der greift hier zu. Doch der Markt ist umkämpft. Multiroom-Systeme lassen sich an den Fernseher anschließen, sind für HiFi allerdings das flexiblere System. Einfacher geht es mit Surround-Lösungen wie Soundbars.

Der Preisverlauf der Jahre 2016 und 2017 zeigt sich uneinheitlich. Während 2016 wie im Elektronik-Bereich zu erwarten, mit einem über das zweite Halbjahr nachgebendem Indexwert auftrat, steigt der Indexverlauf für das Vorjahr an. Doch es gibt eine deutliche Gemeinsamkeit. In beiden Jahren gaben die Preise zum großen Shopping-Event deutlich nach. 2016 fällt der Index nach dem Black Friday- und Cyber Monday Wochenende weiter. 2017 zog der Index wieder an.

Die Prognose für 2018: Für 2018 zeigt sich der Index seit Juli stabil, doch sehr wahrscheinlich wird es zum Black Friday wieder sinkende Preise geben.

Auto & Motorrad

Was suchen die Kunden im Bereich Auto & Motorrad? Die Antwort wird vermutlich überraschen: Vor allem Navigationsgeräte. Obwohl Smartphones mit GPS ausgestattet sind und den Fahrer bei der Wegfindung unterstützen können, finden Navigationsgeräte weiterhin Absatz. Der Preisindex zeigt weitgehend stabile Preise mit gelegentlichen Einbrüchen.

Das Black Friday- und Cyber Monday-Wochenende ist ein guter Zeitraum für niedrige Preise, wie der Indexverlauf der Jahres 2016 und 2017 zeigt. Der beste Kaufzeitpunkt des Jahres ist das große Shopping-Wochenende allerdings laut den ersichtlichen Daten nicht. 2016 befand sich der Preisindex mehrfach auf Black-Friday-Niveau, war Mitte November sogar stark darunter. Im Vorjahr gab der Index Mitte Dezember stark nach. Der Schwarze Freitag 2017 war dennoch ein guter Kaufzeitpunkt. Der Indexverlauf von 2018 ähnelt stark dem von 2016.

Die Prognose für 2018: Am Black-Friday-Wochenende ist ein Preisrückgang von rund vier Prozent zum Ausgangswert von Anfang Juli zu erwarten.

Drogerie & Gesundheit

Haushalt und Gesundheit sind wichtige Themen, die jeden betreffen. Entsprechend groß ist die Nachfrage. Die Top 50 zeigt, wofür sich die Verbraucher interessieren. Zum größten Teil sind die 50 beliebtesten Produkte Elektrorasierer und elektrische Zahnbürsten. Doch auch Vibratoren wurden in den letzten Jahren beim Onlineshopping immer beliebter.

Wer mit einer entsprechenden Anschaffung liebäugelt, für den ist der Black Friday ein guter Zeitpunkt. Der Preisindex für 2016 und für 2017 zeigt einen deutlichen niedrigeren Wert als im gesamten vorangegangenen Zeitraum. Dabei ist es unerheblich, dass die Indexverläufe der letzten beiden Jahre voneinander abweichen. Käufer finden zum großen Shopping-Event also zuverlässig Rasiergeräte und elektrische Zahnbüsten zu einem niedrigen Preis. Doch auch vor Weihnachten zeigen beide Indizes ein günstiges Niveau. Ziemlich zuverlässig lassen die Preise an oder kurz nach den Adventswochenenden nach.

Die Prognose für 2018: Der Black Friday ein guter Tag zum Shoppen, doch für die Weihnachtsklassiker der Beauty- und Gesundheitsprodukte ergeben sich in der Weihnachtszeit noch weitere Gelegenheiten.

 

Haushalt

Fernseher, Smartphones, Computer und HiFi-Geräte mögen zwar die attraktiveren Anschaffungen sein, doch an Haushaltsgeräten kommt niemand vorbei. Die Auswahl an verschiedenen Geräten ist groß und so setzen sich auch die Top 50 in dieser Kategorie zusammen. Waschmaschinen, Trockner, Staubsauger, Saugroboter und Küchenmaschinen werden häufig gesucht.

Die Betrachtung der Indexverläufe der vergangenen Jahre zeigt ein uneinheitliches Bild. Im Jahr 2017 war der Indexwert der beliebtesten Haushaltsgeräte sehr stabil. Für 2016 zeigt sich ein nachgebender Index ab dem September. In den beiden Jahren wies die Zeit um den letztern Freitag im November einen Preisrückgang auf. Ganz deutlich zeigt sich dieser Ausschlag im Jahr 2016. Im vergangenen Jahr waren der Indexwert an den auf den Schwarzen Freitag folgenden Tagen teilweise niedriger.

Schlussfolgernd ist das Shopping-Event für Haushaltsgegenstände ein guter Kaufzeitpunkt. Die Anschaffung lässt sich allerdings auch auf das Wochenende legen. Spätestens ab dem Dezember ziehen die Preise wieder an. Da der Preisindex für 2018 seit Oktober einen Negativtrend zeigt, darf auch für 2018 mit Haushaltsschnäppchen um den Black Friday und Cyber Monday gerechnet werden.

Die Prognose für 2018: Der Black Friday ist nicht unbedingt der beste Kaufzeitpunkt für Haushaltsartikel. Der Cyber Monday ist besser geeignet.

Sport & Outdoor

Im Bereich Sport und Outdoor findet sich alles vom Laufschuh über das Zelt bis zum Fitness-Tracker. Gerade die smarten Armbänder und Laufuhren finden sich besonders häufig in den Top 50. Outdoor und Sport haben die wichtigste Zeit im Frühjahr und Sommer. Für Fitness-Uhren und -Armbänder ist allerdings der Winter wichtig – oder besser: Weihnachten und Silvester. Da geht es um die guten Vorsätze.

Der Indexverlauf der Jahre 2016 und 2017 zeigt ein deutlich nachlassendes Preisniveau in der Zeit um den Black Friday. 2016 war der niedrigste Stand zwei Tage vor dem eigentlichen Shopping-Event erreicht. Im letzten Jahr war genau die Zeit um den Schwarzer Freitag die Phase mit dem niedrigsten Indexwert für das zweite Halbjahr. Übereinstimmend zog das Preisniveau danach an.

In diesem Jahr fällt auf, dass der Preisindex bereits ein recht niedriges Nivea erreicht. Ende Oktober lag der Index im Vergleich tiefer als in den vergangenen Jahren.

Die Prognose für 2018: Zum Black Friday ist im Sportbereich mit Preisen auf Tiefpreisniveau zu rechnen.

Heimwerken & Garten

Im Haus und im Garten gibt es immer was zu tun. Wenn es um Akkuschrauber, Bohrmaschinen oder anderes Elektrowerkzeug geht, ist ständig Saison. Anders sieht es mit Gartengeräten und Grills aus. Gerade diese Produktgruppen finden sich recht häufig in den Top 50. Zum Ende des Sommers 2016 scheint der Preiskampf härter gewesen zu sein, was zu stärkeren Preisschwankungen führte. Der Indexverlauf für das Vorjahr ist da weit ausgeglichener.

Auch wenn sich um den Black Friday herum in den letzten beiden Jahren eine kurze Schwäche der Indizes zeigt, ist der letzte Freitag im November für Einkäufe im Bereich Heimwerken und Garten eine weniger gute Shopping-Zeit. Der Indexverlauf für 2016 und 2018 legt nahe, dass der Herbstbeginn in der zweiten Jahreshälfte der bessere Kaufzeitpunkt ist. Gerade für Gartenbedarf ist dann eine sehr wettbewerbsintensive Zeit. Zum Black Friday sind Schnäppchen hier nicht ausgeschlossen, vor allem, wenn der Käufer Glück mit seinem Wunschprodukt hat – bei Werkzeug ist das wahrscheinlicher als bei Gartenbedarf.

Die Prognose für 2018: Mit Glück lassen sich einzelne Schnäppchen finden, große Rabatte sind im Allgemeinen allerdings kaum zu erwarten.

Konsolen

In den letzten beiden Jahren kamen mit der Playstation 4 Pro, der Xbox One X und der Nintendo Switch neue Konsolen auf den Markt. Bundles mit attraktiven Spielen machen den Umstieg auf die neuen Konsolen reizvoll. Für die Händler und Hersteller bedeuten die neuen, aber auch höherpreisigen Konsolen mehr Umsatz. Das zeigt sich im Indexverlauf für 2018. Während die Preisentwicklung in den Jahren 2016 und 2017 sehr parallel verlief, weicht das Preisniveau für das aktuelle Jahr deutlich nach oben ab. Was bedeutet das für das große Shopping-Event im November?

In der Vergangenheit war das Wochenende um den Black Friday und den Cyber Monday eine der besten Phasen für den Kauf von Konsolen. Nur im Jahr 2016 war das Preisniveau in einem anderen Zeitraum niedriger. Generell zeigt der Indexverlauf, dass die Preise nach dem SChwarzen zu Weihnachten hin wieder anziehen. Gamer sollten also zwischen Black Friday und dem Cyber Monday die Augen offen halten.

Die Prognose für 2018: Es wird Konsolen-Schnäppchen geben. Danach werden die Preise zu Weihnachten hin wieder anziehen.

Spielzeug & Modellbau

Das Vorweihnachtsgeschäft ist ohne Spielzeug nicht denkbar. Lego gehört fest dazu. Doch auch Drohnen sind nach wie vor sehr beliebt. Die unterschiedlichen Produktgruppen zeigen starke Schwankungen im Laufe des Jahres und auch im Jahresvergleich. Eine Gelegenheit für günstige Preise ist die Black Friday-Zeit. Doch vielleicht sollte man am Freitag selbst abwarten.

Der Index 2016 zeigt einen besseren Zeitpunkt: Das Wochenende – eben dann, wenn die Eltern Zeit haben Weihnachtsgeschenke zu shoppen oder man in Ruhe die neue Drohne kauft. Auch 2017 war das Wochenende zwischen Black Friday und Cyber Monday der beste Zeitpunkt für den Spielwaren-Einkauf. Im vergangenen Jahr erreichte der Index zu diesem Zeitpunkt den niedrigsten Wert. Während 2017 das Preisniveau weiter sank, zog es im letzten Jahr zu Weihnachten wieder an.

Übereinstimmend zeigt der Indexverlauf der beiden vergangenen Jahre, dass kurz vor Weihnachten die Preise erneut sinken. Dann gibt es die letzte Chance für das Weihnachtsgeschäft – sowohl für Händler als auch für Kunden. Das Preisniveau für 2018 liegt zwischen dem der letzten beiden Jahre. Der Trend zu einem sinkenden Preiniveau ist wie auch 2016 und 2017 klar zu erkennen.

Die Prognose für 2018: Die Preise sinken klar zum Black Friday. Ob dann der Bestwert des Jahres erreicht wird, bleibt bislang offen.


Black Friday 2018 Preischeck – das Fazit

Das Ergebnis ist gemischt. Aufgrund der vorliegenden Daten ist der Black Friday oder die Tage um den letzten Freitag im November nicht zwangsweise der beste Zeitpunkt zum Schnäppchenkauf im Jahr. Je nach Produktgruppe gab es mehrere andere Zeitpunkte mit zum Teil deutlich günstigeren Preisen. Im Zeitraum vor Weihnachten zeigt der Preisindex jedoch je nach Produktgruppe ein häufig ausgeprägtes Tief. Man kann das große November-Shopping-Event also durchaus als günstige Shopping-Möglichkeit vor Weihnachten nutzen. Natürlich geht es auch anders. Wer aktiv Preise vergleicht und Geduld hat, kommt im Laufe des Jahres zu einem günstigeren Ergebnis. Durch einen nach dem Black Friday steigenden oder fallenden Preisindex lässt sich der Kauf für folgende Kategorien empfehlen:

Black Friday: Kaufempfehlung

  • Telefon & Kommunikation
  • Auto & Motorrad
  • Drogerie & Gesundheit
  • Sport & Outdoor
  • Haushalt
  • Konsolen

Der Black Friday hat zwei große Vorteile: Aufmerksamkeit und Planbarkeit. Ziemlich sicher sinken die allgemeinen Preise. Die Woche um den letzten Freitag im November ist vollgepackt mit Rabattaktionen. Um aufzufallen brauchen die Händler daher besonders attraktive Angebote. Kurz: Verschiedene, besonders interessante Produkte sind stark im Preis reduziert. Darauf kann man sich verlassen. Das können Fernseher sein oder auch Konsolen. Die Erfahrung zeigt, dass es sich daher durchaus lohnt, die Augen offen zu halten. In der Black Friday-Woche und um den Cyber Monday gibt es dafür genug Gelegenheiten. Doch man muss sich von der Werbung nicht irre machen lassen. Die besten Preise findet ihr wie immer beim Schnäppchenfuchs.


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