Carsharing – alle Anbieter im Vergleich

Carsharing

Carsharing – eine gute Alternative zum eigenen Auto?

Als wir vor 1,5 Jahren den ersten großen Vergleich zwischen den Carsharing Anbietern gemacht haben, konnte man das Ganze noch als einen Trend bezeichnen. Diese Zeiten sind vorbei! Carsharing ist mehr als nur ein Trend, es hat sich ein regelrechter Boom entwickelt. 4 Millionen Verbraucher nutzen die Angebote von DriveNow, car2go und Co. mittlerweile in knapp 500 deutschen Städten und Gemeinden in denen über 150 Carsharing Anbieter um die Gunst der Kunden buhlen.

Ein Vergleich der Stiftung Warentest zeigt, dass sich die Angebote der Unternehmen für all diejenigen lohnen, die ihr Auto nicht allzu oft von der Stelle bewegen. Wer weniger 10.000 km im Jahr fährt, der besitzt ein enormes Sparpotential, wenn er vom eigenen Auto aufs geteilte Fahrzeug umsteigt. Im Durchschnitt werden die eigenen 4 Räder nur 1 Stunde pro Tag genutzt, da sollte jeder einmal selbst für sich durchrechnen, ob man mit den Angeboten für 29 Cent pro Minute oder mit Stunden- und Kilometerpreis nicht günstiger fährt – seinem Geldbeutel und der Umwelt zuliebe. Zumal die meisten Anbieter den Vielfahrern dank Prepaid-Tarifen noch günstigere Preise offerieren.


Übersicht Carsharing Anbieter

DriveNowcar2goFlinksterciteecarStadtmobil
DriveNow-Logocar2go-Logoflinkster-preistippciteecar-LogoStadtmobil-Logo
Note1,82,12,12,52,3
Preisab 0,31€/min0,29€/minab 1,50€/h + 0,18€/kmab 1€/h + 0,22€/kmab 1,50€/h + 0,24€/km
Kostenrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Ausstattungrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Verfügbarkeitrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
SystemFree-FloatFree-Floatstationärstationärstationär
Pro

+ viel Komfort

+ große Autoflotte

+ flexibel buchbar

+ flexibel buchbar

+ Smart passt überall hin

+ an vielen Bahnhöfen

+ Preis

+ sehr günstiger Preis

+ Preis

Kontra

– relativ teuer

– kleine Autos (Smart)

– stationär

– unflexibel

– stationär

– stationär

– Preise unübersichtlich

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Die Shared Economy hat in der Automobilindustrie ihren Fuß in die Tür gesetzt und macht den Spalt nun immer weiter auf. Teilen ist das neue Besitzen. Und auf nichts anderem basiert das Prinzip vom Carsharing: Nutzer teilen sich ein Auto. Dabei gibt es verschiedene Geschäftsmodelle:

  • 1. Fahrzeuge, die innerhalb eines festgelegten Gebietes genutzt werden können = Free-Float-System
  • 2. Fahrzeuge, die an festen Standorten abgeholt und zurückgegeben werden müssen = stationäres System
  • 3. Fahrzeuge werden von Privatpersonen zur Verfügung stellen = Host-System

Erstere Variante erfreut sich vor allem in Großstädten enormer Beliebtheit. Besonders attraktiv sind diese Angebote für kurze Strecken innerhalb einer Stadt. Doch unter den zahlreichen Anbietern verliert man schnell den Überblick. Es kommen Fragen auf wie: Worauf muss ich bei Vertragsabschluss achten? Wie unterscheiden sich die Angebote? Welche Vor- und Nachteile bringt ein Carsharing-Fahrzeug mit sich? Wir haben für euch recherchiert und die Anbieter untereinader verglichen!


Vorteile und Nachteile des Carsharings

Pro

  • Anschaffungskosten für ein Fahrzeug entfallen
  • keine Fixkosten, wie: Steuern, Versicherung, Parkplatzgebühren
  • Nutzer zahlen bei meisten Anbietern nur tatsächliche Nutzung
  • Pflege und Wartung wird vom Anbieter übernommen
  • Smartphone-Apps erleichtern Suche nach Auto in der Nähe
  • ausgelastete Autos (Privat-PKW stehen Ø 23 Stunden am Tag)
  • große Fahrzeugflotte – Größe je nach Bedürfnissen wählen

Contra

  • oft steht kein Fahrzeug unmittelbar vor dem Abfahrtsort
  • für Berufspendler aufgrund der Kosten nicht geeignet
  • schlechte Verkehrslagen können den Preis in die Höhe treiben
  • Neue, unbekannte Technik muss kennengelernt werden
  • Carsharing-Auto ist kein Statussymbol (wenn man Wert darauf legt)

Welchen Anbieter soll ich wählen und worauf muss ich achten?

Wenn man sich dazu entschieden hat dem Carsharing eine Chance zu geben und das eigene Auto vielleicht komplett abzuschaffen, dann stellen sich zunächst ein paar wichtige Fragen. Zunächst einmal sollte man klären, welche Anbieter in der Heimatstadt überhaupt eine eigene Wagenflotte anbieten. In der Hauptstadt hat man natürlich die Qual der Wahl, in kleineren Städten wie Hannover oder Dresden sieht es mit der Auswahl hingegen schon sehr mau aus. Als nächstes ist die Frage nach dem Preis natürlich eine entscheidende. Generell sind die Free-Float Systeme etwas teurer, die stationären Angebote hingegen günstiger. Diese beiden Bausteine sind sicherlich die wichtigsten bei der Auswahl des Anbieters, doch manchmal spielt auch der Service der Firma eine wichtige Rolle, z. B. bei Zusatzoptionen oder im Schadensfall.

Geschäftsgebiete der Carsharing Anbieter

Um euch ein übersichtliches Bild zu geben, welcher Anbieter in welcher Stadt vertreten ist, haben wir eine Tabelle angelegt. Bei den 7 größten überregionalen Serviceleistenden haben wir auf der Website nachgeforscht, in welchen Städten sie aktiv sind. Dabei haben wir der Übersichtlichkeit halber 9 der größten Städte Deutschlands ausgewählt und abgefragt, ob dort die jeweiligen PKW zur Verfügung stehen.

BerlinHamburgMünchenKölnFrankfurtStuttgartDüsseldorfHannoverDresden
Cambiojajaneinjaneinneinneinneinnein
car2gojajajajajajajaneinnein
CiteeCarjajajaneinjaneinneinneinnein
DriveNowjajajajaneinneinjaneinnein
Flinksterjajajajajajajajaja
Greenwheelsjajaneinneinneinneinjaneinja
Stadtmobiljaneinneinneinjajajajanein

Preisvergleich der Carsharing Anbieter

Jeder Kunde ist unterschiedlich und nutzt sein Fahrzeug auf eine andere Weise – mal um zur Arbeit zu fahren, mal um einen Shopping-Trip zu machen oder mal um viele Kilometer zu schrubben weil etwas abgeholt werden muss. Dafür haben die Anbieter reagiert und bieten in den meisten Fällen flexible Preise für unterschiedliche Anforderungen an. So gibt es die normalen Minutentarife oder Kilometerpauschalen, gedeckelte Kosten für mehrere Stunden oder Tage und darüber hinaus aufladbares Prepaid-Guthaben, welches die Mobilität für Vielfahrer günstiger gestaltet. Um einen Überblick über die Kosten zu bekommen, haben wir die 5 großen Anbieter mit 3 Beispielen über eine kurze, mittlere und lange Strecke verglichen. Dabei sind wir von den günstigsten Tarifen und vergleichbaren Fahrzeugmodellen ausgegangen.

DriveNowcar2goFlinksterciteecarStadtmobil
DriveNow-Logocar2go-Logoflinkster-preistippciteecar-LogoStadtmobil-Logo

Beispiel 1: Kurzstrecke

8 km in 25 Minuten

7,75€7,25€3,74€6,32€4,42€

Beispiel 2: Mittelstrecke

50 km in 2 Stunden

37,20€29,80€13,60€20,50€16€

Beispiel 3: Langstrecke

200 km in 24 Stunden

109€102,50€75€87€64,50€

Unser Test zeigt, dass die Free-Float-Modelle im Preisvergleich definitiv das Nachsehen haben und ihre Flexbilität ihnen teuer zu stehen kommt. Alle drei stationsbasierten Varianten können immer einen günstigeren Preis anbieten, der teilweise sogar bei weniger als der Hälfte der Angebote von car2go oder DriveNow liegt. Was wir dabei jedoch nicht mit einberechnet haben, sind die Grundgebühren die bei Stadtmobil und ggf. Flinkster anfallen. Wer die Dienste der Preissieger nur selten nutzt, muss hier in den sauren Apfel beißen. Außerdem müsste man noch die Zeit und evtl. Kosten einberechnen, die man bis zur nächsten Ausleihstation veranschlagen muss.

Eine weitere Erkenntnis, die sich aus dem Test ableiten lässt, ist dass das Autoteilen bei längeren Touren nicht unbedingt empfehlenswert ist – hier gibt es günstigere Alternativen durch die Mietwagen-Anbieter, wie wir das in unserem Test „Mobil für einen Tag“ herausgefunden haben. Darüber hinaus ist es mit den Mietwagen häufig auch möglich ins Ausland zu fahren, wohingegen das bei car2go bspw. mit einer Strafe in Höhe von 250€ geahndet wird.


Weitere Fragen, die man sich stellen sollte

1. Gibt es eine Anmeldegebühr? Wie hoch ist diese?

Tipp: Oft gibt es Aktionszeiträume, in denen die Anmeldegebühr komplett entfällt. Auch Freiminuten oder Gutscheine sind nicht selten.

2. Wie erfolgt die Abrechnung? Pro Minute, Stunde oder Tag? Gibt es eine Mindestgebühr?

Tipp: Durch Minuten- oder Kilometerpakete, die viele Anbieter anbieten, lassen sich die Kosten nochmals senken.

3. Wie hoch ist die Selbstbeteiligung im Schadensfall?

Tipp: Zusätzliche Beitragszahlungen verringert Selbstbeteiligung bei vielen Anbietern. In manchen Fällen kann diese sogar komplett wegfallen.

4. Gibt es Pakete, die man buchen kann?

Tipp: Bei vielen Anbietern reduzieren sich die Kosten, wenn man die Paketpreise in Anspruch nimmt.

5. Gibt es eine monatliche Grundgebühr?

Tipp: Bei manchen Anbietern gibt es verschiedene Tarife, bei denen sich diejenigen mit monatlicher Grundgebühr und demnach niedrigeren Fixkosten lohnen, sofern man ein Vielfahrer ist.


Unser Tipp:

tipp

Thomas, unser Redakteur, sagt:
Ich bin bei verschiedenen Carsharing-Anbietern angemeldet. Dabei habe ich darauf geachtet, mich in den Aktionszeiträumen anzumelden, um die Anmeldegebühren zu senken und ggf. noch eine Prämie in Form von Freiminuten mitzunehmen. So bin ich flexibel und die Chance, dass ein Fahrzeug in meiner Nähe ist, steigt. Die App „Mobility Map“ zeigt mir dabei die verschiedenen Fahrzeuge in meiner Nähe.

„Carsharing ermöglicht mir Flexibilität und Freiheit.“


Die größten Carsharing-Anbieter

Der Carsharing-Markt ist in Bewegung. Immer wieder schließen sich Firmen zusammen um eine größere Fahrzeugflotte zu offerieren, werden Geschäftsgebiete neu erschlossen und zurückgebaut, oder müssen Anbieter aufgrund mangelnder Konkurrenzfähigkeit aufgeben. Ein prominentes Opfer dieser Entwicklung war spotcar von Opel, die ihre großbeworbene Umparken im Kopf Kampagne Mitte des Jahres 2015 in Berlin zu Grabe tragen mussten. Auch car2go verkleinert in der jüngsten Geschichte die Geschäftsgebiete in der Innenstadt, um so auf kleinerem Terrain die Fahrzeugdichte zu erhöhen. Eine Überraschung hingegen war der Zusammenschluss von Flinkster und car2go – seit Juni 2015 können die Kunden des einen Unternehmens ganz einfach die Fahrzeuge des jeweils anderen nutzen ohne sich dafür extra registrieren zu müssen. Damit sind die derzeit fünf größten Anbieter auf dem deutschen Markt die folgenden: DriveNow, car2go, Flinkster, CiteeCar und Stadtmobil.


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DriveNow

Die Kooperation von BMW und Sixt machen es möglich, dass DriveNow eine hochwertige Fahrzeugflotte von knapp 2.400 Fahrzeugen in 5 Städten hat. Kleinere Fahrzeuge wie der MINI eignen sich gut für Fahrspaß im Stadtverkehr. Auch für den Transport von großen Gegenständen wird man in der Flotte des Anbieters fündig: Der BMW X1 bietet genügend Stauraum für Großeinkäufe oder Shoppingtouren durch Möbelhäuser. DriveNow zeichnet sich vor allem durch den hohem Komfort aus, was den erhöhten Preis rechtfertigt. Ein Vorteil bei DriveNow ist zudem, dass die Berechnung erst ab dem Start des Motors beginnt. Weitere Infos


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car2go

Die von car2go angebotenen Smarts eignen sich als perfektes Stadtauto. Mit 3.500 Fahrzeugen verteilt auf sieben Städte, ist der Fuhrpark momentan einer der größten in Deutschland. Hinzu kommt, dass im Sommer 2015 die Anbieter car2go und Flinkster ihr Angebot zusammegelegt haben, so dass car2go Kunden nun auch die Flinkster-Wagen nutzen können. Durch die Möglichkeit das Fahrzeug quer zu parken, entfällt in vielen Fällen die lästige Parkplatzsuche. Die Preise des Anbieters sind jedoch eher hoch, wenn man bedenkt, dass lediglich zwei Personen ins Auto passen und es als Möbeltransportmöglichkeit ungeeignet ist. Weitere Infos


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Flinkster

Das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn ist etwas für Leute, die gerne im Voraus planen: Fahrten müssen vorab gebucht werden. Die Nutzungszeiten müssen vorab angegeben werden. Beendet man die Buchung verspätet, erhebt die Bahn einen Aufpreis. Im Gegenzug bekommt man aber auch Zeiten gutgeschrieben, wenn man das Fahrzeug verfrüht zurückbringt. Die 3.600 Fahrzeuge sind entweder stationsgebunden oder müssen in sogenannten Parkraumquartieren abgestellt werden. Flinkster bietet zwei Tarife an: den Lokaltarif mit monatlicher Grundgebühr oder den Bundesweiten-Tarif. Erster lohnt sich nur, wenn man das Angebot häufig nutzt. Als Flinkster-Kunde kann man seit Neuestem auch die car2go, so wie die multicity Flotte nutzen. Weitere Infos


citeecar

citeecar

Bei citeecar handelt es sich ebenfalls um ein stationsgebundenes System, bei dem ihr das Fahrzeug an einem festgelegten Ort abholen und auch wieder abstellen müsst. Als CiteeHost stellt man dem Fahrzeug einen Parkplatz zur Verfügung und schon kann man selbst und andere Personen in der Umgebung das Auto nutzen. Die Zahlung ist auf den ersten Blick etwas kompliziert, da man sowohl pro Stunde als auch Kilometer zahlt. So ergeben sich dadurch aber sehr gute Preise und man muss sich vor allem in der Innenstadt nicht vor einem teuren Stau fürchten. Bundesweit stehen 750 Kia Rios und Toyota Yaris zur Verfügung – das ist die kleinste Flotte unter den großen 5. Weitere Infos


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Stadtmobil

Stadtmobil scheitert auf den ersten Blick an der Transparenz. Die Tarife sind von Region zu Region unterschiedlich, was auf den ersten Blick sehr unübersichtlich wirkt. Pauschal lässt sich sagen, dass es immer einen Starter-Tarif gibt. Dieser beinhaltet keine monatlichen Kosten, jedoch höhere Stundenpreise als die anderen Tarife. Mit 1.900 stationsgebunden Fahrzeugen ist die Flotte relativ verstreut über das Land verteilt. In manchen Regionen gibt es sogenannte Bediengebiete, was Einwegfahrten möglich macht. Auch Stadtmobil steht mittlerweile in Kooperation mit anderen Anbietern wie z. B. Cambio, deren Fahrzeuge ebenfalls gefahren werden können. Weitere Infos


Weitere Carsharing-Anbieter:

  • cambio: Schaut man sich die rasante Entwicklung des Carsharing-Marktes in den letzten Jahren an, dann könnte man denken, dass diese Idee eine Vision der späten Nuller-Jahre ist. Weit gefehlt! Die Wurzeln von cambio liegen in den frühen 90ern und bereits im Jahre 2000 wurde dieser frühe Modellversuch in ein professionelles Unternehmen umgewandelt. Dieses hat trotz der invasiv auf den Markt rückenden Konkurrenz bis heute Bestand und kann seinen Service in 19 deutschen Städten anbieten, u. a. in Berlin, Hamburg und Köln. Bis zu 2.000 Fahrzeuge von Kleinwagen bis Transporter können stationsbasiert gebucht werden. Bei den Tarifen handelt es sich jedoch um einen richtigen Dschungel, so müssen ein Zeitpreis, Kilometerpreis und eine monatliche Grundgebühr berappt werden.
  • multicity: weist eine höhere Dichte an Fahrzeugen als manch andere Anbieter in seinem Geschäftsgebiet auf. Doch genau hier liegt das Problem, denn multicity ist nur in Berlin verfügbar. In etwa 350 Citroën C-Zero können in der Hauptstadt für nur 0,28€ pro Minute von A nach B bewegt werden – dieses Free-Float-System ist also günstiger als das von car2go oder DriveNow. Es ist ebenfalls möglich die Minutenpreise noch weiter zu senken, indem man sich unbegrenzt gültiges Prepaid-Guthaben kauft. So kommt man auf rechnerische Preise von nur 0,20€ pro Minute wenn man sich ein 500-Minuten-Paket besorgt. Und das Schönste: die Citroën Wagenflotte besteht komplett aus Elektrofahrzeugen, so dass dabei sogar die Umwelt geschont wird. Die Kunden von multicity können auch die Flinkster-Fahrzeuge nutzen. Wer seinen C-Zero an einer Ladestation parkt, bekommt automatisch ein Guthaben von 30 Freiminuten für die nächste Fahrt.
  • Quicar: Eine Stadt die gerne von den großen Fahrzeugstellern außen vor gelassen wird, ist Hannover. Die Hauptstadt des Bundeslandes Niedersachsen wird jedoch von der Landesvorzeige-Automarke Volkswagen versorgt und lässt Konkurrenten von außerhalb kaum eine Chance auf den Markt zu kommen. Das stationäre Prinzip funktioniert deshalb so gut, weil über die ganze Stadt viele dieser Ausleihstationen verteilt sind. Auch der Preis von nur 25 Cent pro Minuten kann überzeugen, hinzu kommt eine Flotte von über 200 Golf BlueMotion mit denen man auch mal etwas größere Gegenstände oder einfach mehr Personen transportieren kann.
  • Greenwhels: ist in 22 deutschen Städten verfügbar, besitzt aber nur eine Anzahl von knapp 300 Fahrzeugen. Damit ist die Fahrzeugdichte natürlich relativ gering, weshalb sich auch nur wenige Abholstationen in den ausgewählten Städten finden lassen. Zur Auswahl stehen der Volkswagen up! für entspannte Stadtfahrten, der Golf Variant um auch mal die Familie mitzunehmen und der VW Caddy mit dem auch mal etwas Größeres transportiert werden kann. Die Preise orientieren sich dabei an denen von Flinskter und citeecar, man bezahlt eine Grundgebühr pro Stunde und dann für jeden gefahrenen Kilometer. Ein Kleinwagen kostet dabei 1,99€ pro Stunde tagsüber plus 0,24€ pro Kilometer, beim Van bzw. Lieferwagen liegen die Kosten schon bei 3,99€ pro Stunde respektive 0,34€ pro Kilometer.


Leistungen und Kosten der größten Anbieter in der Übersicht

Jedes System der fünf größten Anbieter hat seine Eigenarten, die man kennen sollte. Generell sind die Free-Float-Angebote sicherlich die einfachsten und bequemsten zu bedienenden. Doch der Komfort hat auch seinen Preis, denn gerade die beiden einzigen Verfechter dieses Modell DriveNow und car2go, sind die auf Dauer am teuersten. Zwar werden einem bei der Anmeldung einige Freiminuten geschenkt aber der Minutenpreis kann bei einem Stau in der Innenstadt fix einmal in die Höhe schnellen. Flinkster, CiteeCar und Stadtmobil hingegen vertreten das sonst übliche stationsbasierte Modell. Die Tarifgestaltung erweist sich hier genau wie das Fahrmodell meist als etwas umständlicher, dafür sind diese Angebot preislich attraktiver.

DriveNowcar2goFlinksterciteecarStadtmobil
DriveNow-Logocar2go-Logoflinkster-preistippciteecar-LogoStadtmobil-Logo
Städte5 7über 20011180
Fahrzeuge
  • BMW: i3, 1er, X1
  • Mini: Mini, Cabrio, Clubman, Countryman
  • Smart: Fortwo, Fortwo Electric Drive
  • viele verschiedene Fahrzeugtypen
  • Kleinwagen bis Transporter
  • Kia: Rio
  • Toyota: Yaris
  • über 40 Fahrzeugtypen
  • Kleinwagen bis Transporter
Kosten
  • 31 – 34 Ct/Min je nach Fahrzeug
  • 15 Ct/Min für Parken
  • 29 Ct/Min generell
  • 19 Ct/Min für Parken
  • lokal: ab 1,50 €/h + 0,26 €/km
  • bundes.: ab 2,30 €/h + 0,18 €/km
  • 29 Ct/km
  • 1. Stunde koset 4€
  • jede weitere: 2€
  • 1€ Grundgebühr
  • 0,98 – 3,20€/Min je nach Fahrzeug
  • 0,16 – 0,28€/km je nach Fahrzeug
Grundgebühr0€0€
  • 0€ für Bundestarif
  • 10€ für Lokaltarif
0€
  • Standard: 2€/Monat
  • Profi: 5€/Monat
Anmeldegebühr29€19€
  • 0€ generell mit BahnCard
  • 0€ für Lokaltarif
  • 50€ für Bundestarif
9€
  • Standard: 39€
  • Profi: 30€ + 350€ Einlage
Selbstbeteiligung750€ (Reduzierung möglich)500€ (Reduzierung möglich)1500€ (Reduzierung möglich)1000€ (Reduzierung möglich)900€ (Reduzierung möglich)
Freiminuten20 Freiminuten für Tanken10 Freiminuten für Tankenbei Fahrtabschluss vor gebuchtem Ende20 Credits für Basiswäsche/
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Was passiert im Schadensfall oder bei einem Unfall?

An einen Unfall denken wohl die wenigsten Leute, wenn sie morgens noch nicht ganz wach ins Auto steigen um zur Arbeit zu kommen. Doch leider liegt das nicht immer in den eigenen Händen und so ist es wichtig zu wissen, was bei einem Schadensfall mit einem Carsharing-Fahrzeug geschieht. Generell sind die Minis, Smarts und Co. vollkasko- und haftpflichtversichert. Verursacht man also einen Unfall, dann springt die Versicherung ein und übernimmt die Kosten. Dennoch existiert in der Regel eine Selbstbeteiligung – diese liegt in etwa zwischen 500 und 1500€, kann jedoch durch Tarifoptionen bei Fahrtantritt oder im Vorraus deutlich reduziert werden. Auf jeden Fall sollte man im Fall der Fälle zunächst die Polizei und das Unternehmen informieren. Im Übrigen gilt eine strikte 0,0 Promille Grenze. Laut Michael Fischer dem Pressesprecher von DriveNow kann das dazu führen, dass „der Kunde den Versicherungsschutz verliert“.

Wenn ein Schaden jedoch nicht gemeldet und erst vom Nachmieter entdeckt wurde, wird die ganze Sache schon etwas kritischer. Prinzipiell versucht der Vermieter des Fahrzeugs nun den Schaden vom Vormieter begleichen zu lassen. Die Beweislage ist jedoch nicht eindeutig – da das Fahrzeug ein Großteil der Zeit geparkt irgendwo in der Stadt steht, kann es natürlich sein, dass auch ein Passant eine Beule oder einen Kratzer verursacht hat. Da ist es für den Anbieter in seiner Position natürlich schwer nachzuweisen, dass ein Kunde für den Schaden verantwortlich ist. Man geht davon aus, dass die Carsharing-Anbieter so auf 90% der Kosten sitzen bleiben. Es empfiehlt sich aber trotzdem unbedingt, dass das Auto vor jeder Fahrt gründlich inspiziert wird.


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