Gaming-Monitor-Test 2021: Monitore für Videospiele im Vergleich

Der optimale Gamingmonitor ist neben dem Rechner oder der Konsole das absolut essentielle Utensil für ein optimales audiovisuelles Erlebnis. Allerdings kann nicht nur dieses bei der falschen Wahl getrübt werden, schlimmstenfalls schneidet ihr in wilden Online-Gefechten auch schlechter ab, weil der Input lag zu hoch ist oder das Geschehen einfach nicht hochauflösend oder ruckelfrei dargestellt wird. Wir haben den Lenovo G34w-10  im Curved-Design, den ebenfalls gebogenen Philips 325E1C sowie den Philips 272E1GAJ unter die Lupe genommen, auf Herz und Nieren getestet und gehen dabei sowohl auf Nice-to-Have-Features ein, als auch auf grundlegende Kriterien, die einfach vorhanden sein müssen. Die Exemplare stellte uns Amazon freundlicherweise zur Verfügung.

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Vergleichstabelle ⇓Lenovo G34w-10 ⇓Philips 325E1C | Philips 272E1GAJ ⇓ |  Fazit ⇓ |  FAQ ⇓ 


Vergleichstabelle Gaming-Monitor-Test

Lenovo G34w-10Philips 325E1C Philips 272E1GAJ
Preisca. 513 Euroca. 260 Euroca. 200 Euro
Bewertung4,54,54,5
Amazon-Rezensionen4,3 von 5 Sternen4,6 von 5 Sternen4,3 von 5 Sternen
Pro+sehr hohe Auflösung
+Curved-Design
+scharfes und schnelles VA-Panel
+hohe Auflösung
+Curved-Design
+scharfes und schnelles VA-Panel
+Gute Verarbeitung
+ FreeSync mit 144 Hz

+
Kontra– kein HDR-Geringe Verstellmöglichkeiten
-Geringe Verstellmöglichkeiten
– kein Curved-Design
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Lenovo G34w-10 im Gaming-Monitor-Test

Beim Lenovo handelt es sich um einen 34 Zoll großenGaming-Monitor im 21:9-Format, der dank UWQHD-Auflösung und 144 Hz bei verschiedensten Genres eine hohe Immersion garantiert. Auf fancy Extras wie RGB-Beleuchtung oder smarte Kameras wird verzichtet, was aber für viele User keinen Nachteil darstellen muss. Der G34w-10 bietet mit 34″, 3440 x 1440 Pixeln, 144 Hz, 1 ms und FreeSync definitiv viel fürs Geld.

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Design und Verarbeitung

Abgesehen von seiner Größe wirkt der Lenovo G34w-10 erstaunlich schlicht und verzichtet auf Schnickschnack wie RGB-Beleuchtung oder bunte Farben. Sowohl das Gehäuse, als auch der V-förmige Standfuß wirken grazil und unnauffällig. Der Rahmen des Bildschirms ist unauffällig schmal und auch der Firmen-Schriftzug an der Unterseite sticht keineswegs penetrant ins Auge. Neben diesem befindet sich ein Joystick zur Bedienung Bedienungs, welcher gleichzeitig als Power-Button dient. Das simplistische Design setzt sich auf der Rückseite fort: Auch hier findet man außer mattschwarzem Kunsstoff nur ein weiteres Lenovo-Logo auf einer aluminiumfarbenen Fläche. Sogar bei den Anschlüssen wurde auf einen cleanen Look geachtet, welche sich in einer Vertiefung befinden und nach unten weisen.

Auch die Verarbeitung lässt kaum Wünsch offen, alles wirkt stabil und die Spalten zwischen den zusammengesetzten Teilen sind recht schmal gehalten. Der Fuß ist metallverstärkt und dadurch stabil, wodurch das Display trotz seiner beachtlichen Größe auch ausreichend geschützt sein sollte. Mithilfe des verstellbaren Standbeins könnt ihr den Monitor von -5° bis +22° neigen und um 13 cm vertikal justieren. Eine Schwenkfunktion sucht man dagegen leider vergebens, allerdings hatten wir keine Probleme den Monitor in die gewünschte Position zu bringen. An Anschlüssen sehen euch ein HDMI 2.0, ein DisplayPort 1.4 sowie ein Klinkenanschluss zur Verfügung. Ersterer unterstützt „nur“ 120 Hz, wenn ihr also in UWQHD-Auflösung bei 144 Hz zocken wollt, steht euch der DisplayPort zur Verfügung.

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Bildqualität

Bei seiner sehr guten Auflösung von 3440×1440 Pixeln und einer Größe von 34 Zoll kommt der G34w-10 auf eine Dichte von 110 PPI, was eine sehr scharfe Darstellung garantiert. Der Wert bei 24 Zoll-Full-HD-Konkurrenten liegt meist etwa bei 92 PPI. Wenngleich 4K-Monitore mit etwa 138 Pixeln mitunter nochmal eine ordentliche Schippe drauflegen, sind diese Auflösungen so rechenintensiv, dass es selbst für brandneue Grafikkarten noch utopisch ist, native 144 Hz zu erreichen. Bei der UWQHD-Auflösung solltet ihr dagegen nicht so schnell an eure Grenzen stoßen.

Was die Farbräume betrifft, deckt das Panel des Lenovo G34w-10 95% sRGB, 75% AdobeRGB, 72% NTSC und 75% DCI-P3 ab, was einem guten Mittelfeld entspricht. Selbes gilt für die maximale Helligkeit, welche nicht zu den höchsten zählt, die uns bislang unterkamen. In abgedunkelten Räumen reicht die Beleuchtung aber vollkommen aus. Sowohl horizontal als auch vertikal ist der Bildinhalt bis zu einem Winkel von 178° gut zu erkennen. Schwarzwert und Kontrast können ebenfalls voll und ganz überzeugen.

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Praxis

Bei seiner Hauptdisziplin, dem Videospielen, liefert der Lenovo G34w-10 ebenfalls ab – natürlich ist das fast schon obligatorische FreeSync mit an Bord, um den Input Lag bei Spielen zu minimieren. Darüber hinaus bietet der Lenovo G34w-10 Zusatzfeatures wie Blur Reduction (MPRT), Overdrive und Dark Boost. Erstere Funktion dient der Reduktion von unerwünschten Ghosting-Effekten, indem künstlich schwarze Zwischenbilder erzeugt werden. Da das Bild dadurch für unseren Geschmack allerdings etwas zu dunkel wurde, können wir diese Funktion nicht empfehlen. Der Dark Boost hellt dunkle Bildbereiche auf, um beispielsweise bei Shootern auch in Ecken kauernde Gegner auszumachen, allerdings trübt auch dies den visuellen Gesamteindruck und hat wenig mit Detailreichtum in Schatten bei HDR zu tun. Beim Overdrive wird die Spannung in den Pixeln wird bei bestimmten Farbwechseln ganz kurzzeitig stark erhöht, damit der Flüssigkristall schneller umswitcht als unter normalen Umständen. Dabei kann als Nachteil aber wiederum Ghosting entstehen.

Dank des 21:9-Formats und der hohen Bildwiederholrate sowie dem Curved-Design taucht ihr völlig ins Spielgeschehen ein. Bei sehr schnellen Bildern fällt ab und zu auf, dass die Reaktionszeit nicht ganz mit jenen eines superschnellen TN-Panels mithalten kann. Ist eure Hardware aber leistungsfähig genug, um hohe Frameraten zu generieren, solltet ihr damit keine Probleme haben. AMD-Radeon-User freuen sich auch bei etwas schwachbrüstigeren Daddelkisten über die erwähnte FreeSync-Funktion, Geforce-Jünger sind dagegen tatsächlich auf Power angewiesen, denn ab 100 Frames pro Sekunde sollte man diesbezüglich keinen Unterschied mehr erkennen. Mittels dieser Technologie wird die Bildfrequenz zwischen dem Monitor und einer kompatiblen AMD-Grafikkarte synchronisiert.

Bedienung

Das OSD des Lenovo G34w-10 trägt zwar optisch nicht gerade dick auf, ist aber  gut strukturiert und intuitiv bedienbar. Mit dem Joystick an der Unterseite könnt ihr einwandfrei durch den Menübaum navigieren. Gleichzeitig fungiert er als Power-Button, indem er gedrückt wird. Die wichtigsten aktiven Features werden zudem direkt oberhalb des Menüs angezeigt. Neben den normalen Einstellungen für Helligkeit, Kontrast und Co. bietet das OSD diverse Gaming-Presets für FPS, Racing und RTS. Zudem lassen sich zwei eigene Profile konfigurieren.

 


Pro & Contra

  • gute Verarbeitung
  • scharfes und schnelles VA-Panel
  • hoher Kontrast
  • FreeSync
  • strukturiertes OSD
  • ungleichmäßige Ausleuchtung
  • durchschnittliche Helligkeit
  • kein DisplayHDR 
  • keine internen Lautsprecher

Fazit

Der Wie Lenovo G34w-10 ist für viele Videospiel-Freund mehr als nur einen Blick wert. Mit 34″, UWQHD-Auflösung und FreeSync erfüllt der Ultrawide-Gaming-Monitor im 21:9-Format die Ansprüche der meisten Zocker. Des Weiteren ist das VA-Panel mit 144 Hz für flüssige Darstellungen gut die Reaktionszeit von 1 ms äußerst gering. Da die niedrige Reaktionszeit jedoch nicht in jeder Lebenslage erreicht wird, bleibt ein TN-Panel für Profi-FPS-Spieler vorerst die beste Wahl. Etwas schade ist die Abwesenheit von HDR. Wenigstens DisplayHDR 400 hätte dem G34w-10 ebenso gut gestanden wie G-Sync Compatible, aber auch so kann der Gaming-Monitor voll und ganz überzeugen.


Philips 325E1C

Der Philips 325E1C bietet mit seinen 32 Zoll im 16:9-Format ebenfalls eine beeindruckende Größe und dank QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 und 75 Hz sowie dem Curved-Display sind auch hier volles Eintauchen und Spielspaß garantiert. Gerade für den geringen Preis von etwa 260€ bekommt ihr hier viel für euer Geld geboten.

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Design und Verarbeitung

Auch die Optik des Philips 325E1C fällt sehr schlicht aus: der Rahmen wirkt mit einer Breite von unter einem Zentimeter sehr grazil. Die Rückseite wurde ebenfalls schlicht gestaltet und besteht aus Kunststoff im Brushed-Look, die Anschlussleiste wurde weniger kaschiert, als bei den Konkurrenzmodellen und befindet sich einfach in der Mitte der Rückseite. Der Monitor bietet einen HDMI-2.0, einen VGA sowie einen DisplayPort 1.2 Eingang. Ansonsten sticht aber außer einem dezenten Philips-Schriftzug sowie VESA-100-Bohrungen auch hier nichts ins Auge. Der Fuß desPhilips 325E1C ist sehr grazil gehalten, so dass sich weder dieser noch der schmale Rahmen im Display spiegeln können. Das optisch ansprechende Curved-Display (1500 R), erhöht wie bereits beim Lenovo G34w-10 die Immersion beim Spielen und macht schlicht und ergreifend Spaß, kann aber eher zum Nachteil gereichen, wenn mehrere Personen um den Screen herumsitzen.

Das Display könnt ihr stufenlos um 5° nach vorn und 20° nach hinten neigen, Höhenverstellungen bietet das Gerät dagegen nicht, was eine optimale Sitzhaltung vor allem bei Personen mit geringerer Körpergröße erschweren könnte. Die untere Rahmenkante befindet sich etwa 9,5 cm über dem Tisch, das Panel etwa bei 11,5 cm. Die Verarbeitungsqualität kann auf ganzer Linie überzeugen, alle Spaltmaße befinden sich in einem geringen Bereich. VESA-Bohrungen sind vorhanden, wodurch dem Problem der nicht vorhandenen Höhenverstellbarkeit Abhilfe geschaffen werden kann.

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Bildqualität

Mit seiner für die Preisklasse sehr gute QHD-Auflösung von 2560×1440 Pixeln liegt dieses Modell genau zwischen den beiden Konkurrenten. Die Bildwiederholfrequenz des VA-Panels liegt bei 75 Hz, was im Vergleich zu den superflüssigen 144 Hz der Vergleichsmodelle doch etwas abfällt. Die klassische Auflösung von 16:9 eignet sich für jedes Spiel, ohne dass in das Bild gestreckt werden muss – beim Abspielen von Filmen liegt hier der Vorteil ebenfalls auf der Hand. Die Helligkeit des Monitors liegt bei 250 cd/m und das Kontrastverhältnis bei 3000:1. Ein Wechsel von hellem zu dunklem Grau dauert 4 ms und auch die Abdeckung von 123 Prozent des sRGB-Farbraums kann sich durchaus sehen lassen, wenngleich wir euch den Screen nicht zur professionellen Bildbearbeitung oder Druckvorstufe als Grafiker empfehlen würden. Ab einer Helligkeit von etwa 30 Prozent bleibt der Kontrast für die hier vorliegende Preisklasse sehr konstant, was ebenfalls positiv überrascht. Wird der Bildschirm sehr dunkel, sind in den Ecken leichte Lichthöfe auszumachen, welche aber im Normalbetrieb in keiner Weise stören. Allen in allem ist die Ausleuchtung recht gleichmäßig und zum Spielen sowie zum Office-Gebrauch durchaus im grünen Bereich. Der Hohe Kontrast nimmt bei extremen Blickwinkeln deutlich ab und das Bild wird dunkler und flauer, was bei VA-Panels aber normal ist, insbesondere bei gebogenen Varianten.

Praxis

Der Philips 325E1C bietet so einige fancy Features wie beispielsweise SmartContrast, eine Technologie, die angezeigte Inhalte analysiert um Farben entsprechend anzupassen und den Kontrast dynamisch verbessert, indem die Hintergrundbeleuchtung lokal gedimmt wird. Der Economy-Modus sorgt bei alltäglichen Büroanwendungen für geringeren Stromverbrauch. Außerdem punktet der Philips 325E1C durch ein flackerfreies Bild, sowie den LowBlue-Modus zur Reduktion blauer Licht-Emissionen zum schonenden Arbeiten.

Vergleichbar mit der „Dark Boost“-Funktion des Lenovo ist der „FPS-Modus“: Auch hier werden in dunklen Ecken kauernde Tunichtgute mittels Aufhellung sichtbar, was aber in diesem Fall der Bildqualität nicht minder abträglich ist, als beim erwähnten Konkurrenzmodell. Der „Racing-Modus“ erhöht neben der Aktivierung des Overdrive die Farbwiedergabe, während es der „RTS-Modus“ ermöglicht, bestimmte Bildbereiche hervorzuheben – besonders praktisch für Strategiespiele. Zudem könnt ihr zwei Gaming-Profile individuell selbst anlegen.

Gaming-Monitor-Test-Hinten-Details

Sowohl bei Spielen, als auch beim Schauen von Filmen gibt es trotz der relativ geringen Bildwiederholfrequenz nichts zu bemängeln. AMD FreeSync ist mit von der Partie, wenngleich man auch mit recht schwachen Grafikkarten keine Probleme haben sollte, auf die maximale Zahl von Frames pro Sekunde zu kommen und somit von einer geringen Reaktionszeit zu profitieren. Eingebaute Lautsprecher sucht man vergebens. Die Interpolationsleistung bei niedrigeren Auflösungen ist für die Preisklasse beeindruckend, bis auf leichte Unschärfen ließ sich auch Full HD problemlos zuspielen.

Bedienung

Unter dem Display-Rand befinden sich vier mechanische Schalter zur Bedienung des OSD. Der Druckpunkt der Tasten ist angenehm und es war in unserem Gaming-Monitor-Test nie nötig, die Knöpfe ein zweites Mal zu betätigen, alle Informationen kamen direkt an. Jeder Druck wurde zudem in einen Befehl umgesetzt, wir mussten zu keinem Zeitpunkt ein zweites Mal drücken. Für die Navigation durch das OSD sind die Tasten daher gut geeignet. Drei der vier Tasten bieten einen Schnellzugriff auf die verschiedenen Gaming- und Office-Modi.


Pro & Contra

  • Curved-Display
  • optisch ansprechend
  • gute Bildqualität
  • viele Anschlüsse
  • wenig Einstellmöglichkeiten

Fazit

Der Philips 325E1CA ist mit seinem Curved-Display durchaus schön anzusehen und bietet eine ordentliche Auswahl an Anschlüssen. Ein niedriger Energieverbrauch und die gute Bildqualität machen das Modell sowohl für Bürogebrauch, als auch zum Spielen interessant. Dank der 123-Prozent-Abdeckung des sRGB-Farbraums ist das Gerät im Amateurbereich durchaus für Bildbearbeitung nutzbar. Hinsichtlich des Preis-/Leistungsverhältnisses kann der Philips 325E1CA durchaus überzeugen.

 


Philips 272E1GAJ

Beim Philips 272E1GAJ handelt es sich um einen Allrounder mit einer Full-HD-Auflösung von 1980 x 1080, welcher störungsfreie Bilder beim Spielen ermöglicht und aufgrund von AMD FreeSync sowie einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz und einer sehr schnellen Reaktionszeit von 4 ms für ein reibungsloses Entertainment bei Games oder Filmen sorgt. Auch für den Büroalltag ist er aufgrund seines Blaulichtfilters bestens geeignet.

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Design und Verarbeitung

Der 27 Zoll große Gaming Monitor 272E1GAJ, ist ebenfalls in einem sehr schlichten Design gehalten. Das Display wird von einem schmalen, schwarzen Kunststoffrahmen umschlossen. Einzig das Philips-Logo sowie die Beschriftung für die Bedienelemente stechen heraus. Ein rechteckiger Standfuß sorgt für den nötigen Halt und ein Aluminiumelement beherbergt die Kabel. Mittels eines Gelenks kann auch hier der Neigungswinkel zwischen -5° und 20° verstellt werden, allerdings lässt sich auch der 272E1GAJ weder nach links, noch nach rechts drehen. Die Rückseite des Monitors sieht aus, als würde sie aus gebürstetem Alu bestehen, allerdings erweckt auch hier entsprechend lackierter Kunststoff den Schein. Auch bei diesem Modell wurden HDMI-Anschluss sowie Display-Port-Anschluss und 3,5-mm-Klinkebuchse elegant in einer Vertiefung untergebracht. An der Unterkante des Philips 272E1GAJ befinden sich neben den Tasten des OSD-Menüs zwei kleine, Lautsprecher. Insgesamt überzeugt der Monitor hinsichtlich der Verarbeitung durchaus.

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Bildqualität

Das VA-Panel bietet horizontal sowie vertikal einen Blickwinkel von 178°, durchaus positiv zu bewerten ist und auch die Nutzung durch mehrere Personen erlaubt. Die maximale Helligkeit des Displays liegt bei 350 cd/m und der dynamische Kontrast bei 3.000:1. Hinsichtlich der Auflösung bietet der Philips 272E1GAJ „nur“ Full HD Auflösung mit 1920 x 1080 Pixeln, was Perfektionisten natürlich etwas zu knapp ist, andererseits die Hardware auch deutlich weniger fordert, als UltraHD oder 4K-Auflösungen. Seid ihr also mit etwas betagteren Grafikkarten unterwegs und erwägt in absehbarer Zeit nicht, eure Daddelkisten aufzurüsten, könnte dieser günstige Mittelklasse-Monitor zum Vorteil gereichen. Das Panel deckt 121.9 Prozent des sRGB-Farbraums ab, was für den Preis ein sehr gutes Ergebnis darstellt, weshalb wir ihn auch für einfachere Grafik-Arbeiten empfehlen können.

Praxis

Sowohl beim Abspielen von Filmen, als auch bei Games liefert der Philips 272E1GAJ ein überzeugende Ergebnisse in unserem Gaming-Monitor-Test. Die native Reaktionszeit liegt bei 4 ms zwischen Grautönen, aktiviert ihr die Overdrive-Funktion, sinkt dieser Wert auf eine Millisekunde, wie auch beim Lenovo, kann es hierbei aufgrund der Vorausberechnung zu erhöhtem Ghosting kommen. FreeSync ist ebenfalls mit an Bord, was Gamern ebenfalls zugute kommt.

Im Büroalltag liefert der Monitor ein scharfes, kontrastreiches Bild und punktet des Weiteren durch den Low Blue-Blaulichtfilter: Dieser reduziert die Ausstrahlung blauer Lichtwellen, welche die Netzhaut der Augen stärker belasten und somit zu Müdigkeit führen. Des Weiteren findet man hier, wie beim Philips 325E1C Gaming-Presets wie den FPS- oder Racing-Mode.

Bedienung

Der Philips 272E1GAJ weist fünf kleine Tasten zur Bedienung des OSD an der Unterseite des Monitors auf. Diese lassen sich leicht erreichen, sind deutlich beschriftet und das OSD-Menü ist gut strukturiert. Über die Tasten lässt sich zudem die Lautstärke regulieren und man kann zwischen den verschiedenen Eingängen umschalten.


Pro & Contra

  • Gute Verarbeitung
  • Gute Bildqualität
  • FreeSync mit 144 Hz
  • Einfach ortbare Bedienelemente
  • Geringe Verstellmöglichkeiten

Fazit

Der Philips 272E1GAJ bietet für Gamer viele Features für kleines Geld. Der Schwarzwert des VA-Panels ist hervorragend und auch der Blickwinkel von 178° erlaubt auch bei seitlichen Blicken auf den Monitoren scharfes Sehen. Die FreeSync Technik sorgt zumindest bei AMD-Karten für ruckelfreie Darstellung ohne sogenannte Tearing-Effekte. Durch das verbaute Panel und die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten für Spiele, ist der 272E1GAJ aber nicht nur für Gamer geeignet. Die integrierte Low Blue Funktion kommt Officeanwendern zugute. Einzig die Anschlussmöglichkeiten lassen etwas zu Wünschen übrig, da hier nur ein HDMI-Anschluss verbaut wurde. An der Verarbeitung dagegen gibt es nichts zu meckern. Eine Schwenkbarkeit nach rechts und links wäre dagegen zusätzlich erfreulich gewesen.


Fazit Gaming-Monitor-Test 2020

Hinsichtlich der Größe sowie der Leistungsdaten der beiden doch recht unterschiedlichen Testkandidaten kann man den sehr ansprechenden Philips 325E1CA, den guten Philips 272E1GAJ sowie den sehr guten, riesengroßen, hochauflösenden, aber auch doppelt so teuren Lenovo G34w-10 nur hinsichtlich des Preis-/Leistungsverhältnisses vergleichen – und hinsichtlich des markanten Preisunterschiedes schneiden die Philips-Modelle richtig gut ab: Die UWQHD-Auflösung in Kombination mit der Grüße und dem Curved-Aspekt beim Lenovo G34w-10 sorgt für eine tolle Immersion. Bei den Philips-Modellen müsst ihr euch entscheiden, welche Vorteile ihr davon genießen wollt und auf welche ihr verzichten könnt: Sind euch  Größe und das gebogene Display wichtig, greift ihr zum Philips 325E1CA, kommt ihr mit kleinerer Diagonale und flachem Screen zurecht, bietet euch der Philips 272E1GAJ mit 144Hz ein flüssigeres Bild.

Bei der Farbraumabdeckung schneiden die Philips-Modelle er gar besser ab, das klassische 16:9 Seitenverhältnisse birgt keine Schwierigkeiten beim Filmschauen und Spiele müssen nicht gestreckt dargestellt werden. Die Verarbeitung ist hier ebenfalls top und wer keine 500€ ausgeben möchte bekommt hier einen soliden und auch nicht gerade kleine Monitore mit guter Bildqualität für’s Geld. Der Lenovo G34w-10 weiß dagegen wirklich zu begeistern. Wer einmal mit ordentlichem Surroundsound über so einen gebogenen Riesen in die Spielewelt gesaugt wurde, will es nicht mehr missen.


FAQ

Die wichtigsten Grundfragen sollten im Text oben bereits beantwortet sein. Wer noch nähere Hintergründe zu bestimmten Themen sucht oder noch weitere Fragen hat, wird hier im FAQ-Bereich fündig! Solltet ihr ansonsten noch Fragen haben, dann postet sie doch gerne unten in den Kommentaren.

Jeder Bildschirm benötigt einige Millisekunden, bis das Signal von der Konsole oder Grafikkarte auf dem Display landet – das gilt sowohl für TVs, als logischerweise auch für Monitore. Diese winzige Zeitspanne wird als Input-Lag bezeichnet: die Dauer zwischen eurer Eingabe und der Auswirkung auf dem Bildschirm. Besonders bei Rennspielen oder Shootern entscheiden schnelle Reaktionen oft über den Ausgang des Matches, weshalb hier ein möglichst geringer Input Lag von hoher Relevanz ist. Zum Teil errechnet sich dieser aus der Reaktionszeit des Monitors, also der Zeitspanne, die ein Pixel für einen Farbwechsel benötigt. Leider geben Hersteller hier oft nur den Wechsel zwischen Grauwerten an, was im Grunde genommen Augenwischerei ist und lediglich einen groben Richtwert bietet. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Bildwiederholfrequenz des Monitors: Ein 60Hz-Gerät nimmt nur alle 16 Millisekunden neue Signale auf, während es bei einem 144Hz-Monitor bereits alle 7ms geschieht.

Bei beiden Techniken handelt es sich um eine Ergänzung der Technik um die HDR-Funktion, welche an die dynamische Bildwiederholrate gekoppelt wurde, weil mit HDR aufgrund der Erzeugung des dynamischen Kontrastumfangs und dem damit zusammenhängenden Tonemappings den Inputlag wiederum verstärkt. Neben der rissfreien Darstellung haben die beiden Techniken die Funktion, den HDR-bedingten Input-Lag zu reduzieren. AMD hat mittlerweile „Freesync 2 HDR“ und Nvidia „G-Sync Ultimate“ dazu entwickelt.

Durch die Rundung passt sich der Monitor eurem Sichtfeld etwas besser an als herkömmliche Displays. Details, die sich am rechten und linken Rand des Bildes abspielen, könnt ihr besser wahrnehmen, ohne Augen oder gar Kopf bewegen zu müssen. Besonders kommt der Vorteil bei Ultrawide-Screens zur Geltung – schließlich verschwinden Gegner gerade beim Zocken ganz gerne an den seitlichen Bildrändern, während man sich auf die frontalen Ziele konzentriert. Dies gilt insbesonere für sehr schnelle Spiele.

LCD steht für Liquid Crystal Display. Zwischen Vorder- und Rückseite des Monitors der Elektronik das sogenannte Flüssigkristallpanel und die Hintergrundbeleuchtung: Die Komponenten, die für die eigentliche Bilderzeugung verantwortlich sind. Neben den eigentlichn Flüssigkristallen befinden sich noch die sogenannten Subpixel – die Bestandteile des einzelnes Pixels in den drei Farben Rot, Grün und Blau. Variiert die elektrische Spannung bewege sich die Flüssigkristalle so, dass die einzelnen Suppixel mehr oder weniger Licht erreicht. Werden zum Beispiel Grün und Rot beleuchtet, Blau dagegen blockiert, erscheint auf dem Bildschirm ein gelber Pixel. So können alle Farben des RGB-Farbraums zusammengemischt werden.

 

LED-Monitore sind im prinzipiell LCD-Bildschirme mit einer neuen Beleuchtungs-Technologie. Statt Kaltkathodenröhren werden hier ganz einfach LEDs verwendet, welche zum einen weniger Strom verbrauchen und zum anderen die Umwelt auch weniger belasten, da sie kein Quecksilber enthalten. OLED-Panels sind dagegen in der Lage, absolutes Schwarz darzustellen. Bei OLED leuchten die Pixel selbst, statt auf eine Hintergrundbeleuchtung angeweisen zu sein – weshalb logischerweise auch echtes Schwarz zustande kommen kann, wenn alle Subpixel deaktiviert sind. Während sich diese Technik im TV-Bereich zusehends etabliert, kommt sie bei Monitoren seltener vor, da hier die Gefahr des Einbrennens besteht. Ein weiterer Nachteil für Gamer stellt die relativ lange Reaktionszeit dar.


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