Philips Hue Play HDMI Sync Box – Alles Wichtige in Kürze

  • Set-Top-Box zum Nachrüsten von Surround-Licht für jeden Bildschirm
  • Koppelung von Fernsehbild, Ambilight-Hintergrundbeleuchtung und smarten Raumleuchten
  • bis zu vier Zuspieler möglich
  • unterstützt alle gängigen Standards
  • erhältlich ab 15. Oktober 2019 für 249,99 Euro

Philips Hue Play HDMI Sync Box – Surround-Beleuchtung für alle

Wer einen Philips-Fernseher hat, weiß wie beeindruckend die Ambilight-Beleuchtung ist. Das farbige Hintergrundlicht, welches sich dynamisch dem auf dem Bildschirm gezeigten Inhalt anpasst, ist vielleicht kein notwendiges Feature. Beeindruckend ist es allemal. Dazu lässt sich die übrige Hue-Beleuchtung im Raum mit dem Fernseher koppeln. So wird der Heimkino-Abend ein ganz besonders immersives Erlebnis.

Hue Entertainment mit langsamem Start

Als Philips Hue vor zwei Jahren auf der Ifa mit Hue Entertainment die komplette Verknüpfung von smarter Hue-Beleuchtung und Bildinhalten ankündigte, waren die Erwartungen groß. Ambilight-gleiches Surround-Licht sollte auch ohne Philips-Fernseher möglich sein. Der Start war verhalten. Mit der Musiksendung „The Voice of Germany“ gab es einen Pilotversuch. Zum Start von Hue Entertainment kam mit Razer allerdings nur ein Partner für das neue System von grenzenloser Beleuchtung. Die App Hue Sync war da schon mächtiger. Der Computer lässt sich so mit den übrigen Hue-Leuchten koppeln. Gut für World of Warcraft, Battlefield oder eben Youtube und Co. Allerdings eben ohne Fernseher. Diese Grenze nimmt Philips Hue jetzt.

Ambilight auch ohne Philips-TV – Was ist die Philips Hue Play HDMI Sync Box?

Mit der brandneu vorgestellten Philips Hue Play HDMI Sync Box lässt sich nun jeder Bildinhalt wiedergeben und mit der Beleuchtung koppeln. Die Quelle ist dabei ebenso egal wie das Bildgerät.

Das jetzt vorgestellte Gerät mit dem sperrigen Namen ist eine Set-Top-Box, die Ambilight einfach nachrüsten kann. Dafür wird das Gerät zwischen Zuspieler und dem Fernseher geschaltet. Mit den vier 4K-HDMI-Ports können so Blu-ray-Player, Spielkonsole, der Satellit und auch der Computer angeschlossen werden. Im Prinzip lassen sich alle Geräte auch vom Receiver über die neue Philips Hue Play HDMI Sync Box auf den Fernseher schalten.

Ist die Philips-Box dann per spezieller Philips Hue Sync Mobile App zum persönlichen Hue-System hinzugefügt, gibt es den Bildinhalt in Surround-Beleuchtung. So lassen sich Filme, Musik, TV-Serien oder Videospiele ganz anderes erleben. Bis zu zehn Leuchten können über die Philips Hue Play HDMI Sync Box angesteuert werden. So kann das System sowohl mit den alten und auch den neuen Hue White & Colour Ambience-Leuchten, den Lightstripes oder auch den Leuchten Hue Play und Hue Signe koppeln.

Lightstripes (eingeschränkt) oder Hue Play werden auch benötigt, wenn der Fernseher in das vom Philips-TV bekannten Ambilight-Licht gehüllt werden soll. Ganz ohne handwerkliches Geschick geht es dann auch mit der Philips Hue Play HDMI Sync Box nicht. Ist die Befestigung erledigt, wird die Position der einzelnen Leuchten in der Philips Hue Sync Mobile App gewählt. So wie es auch bei einem Philips-Ambilight-Fernseher funktioniert. Einfach und schnell.

Helligkeit, Geschwindigkeit und Intensität der Lichteffekte können über die App je nach persönlichem Geschmack eingestellt werden. Auch die Standardeinstellungen des Geräts lassen sich per App konfigurieren und automatisieren, um die tägliche Verwendung mit dem eigenen Entertainment-System zu vereinfachen.

Sind alle Einstellungen gewählt, passt die Philips Hue Play HDMI Sync Box das Lichterlebnis an. So wird das Licht im Vordergrund heller geschaltet, die seitliche Beleuchtung oder die Lampen im Hintergrund sind eher dunkel. So soll das immersive Erlebnis möglichst optimal wirken.

Philips Hue Play HDMI Sync Box – Wird der Philips-Fernseher überflüssig?

Bei der ersten Präsentation der Philips Hue Play HDMI Sync Box im Rahmen der Ifa 2019 lief die Set-Top-Box reibungslos. Die von Philips Hue eingerichtete Szenerie aus Hue Play und Hue Signe-Leuchten sowie den Hue White & Colour Ambience-Birnen sorgte für eine beeindruckende Szenerie – wie es auch ein Philips-Fernseher mit Ambilight macht. Ist jetzt noch ein solcher Fernseher notwendig? Verliert der Philips-TV nun das Alleinstellungsmerkmal?

Im Gespräch bleiben die Verantwortlichen von Philips Hue zurückhaltend. Auf Nachfrage hat das Unternehmen einige Erklärungen zum neuen Gerät geliefert. So sei die Hue Play HDMI Sync Box eine Surround-Beleuchtung für das gesamte Wohnzimmer. Im Unterschied zu einem Philips-Fernseher mit Ambilight analysiert die Hue-Lichtbox nicht nur den Bildrand sondern das gesamte Bild. Mit der Sync Box komme Philips Hue dem Wunsch der Kunden nach, die ihr bestehendes Hue-System mit der Beleuchtung synchronisieren wollen. Ohne gewisse Hue-Geräte geht es ohnehin nicht. Eine Hue Bridge ist auf jeden Fall erforderlich. Auch arbeitet die Hue Play HDMI Sync Box nur mit Philips Hue Leuchten und Lampen zusammen. Günstige Leuchten andererer Hersteller, auch wenn sie über die Bridge angesteuert werden, scheiden somit aus.

Eine Antwort auf die Bitte zu einer Stellungnahme steht von Philips TV noch aus. Diese reichen wir nach, sobald verfügbar. Obwohl die Produkte den Namen Philips tragen, kommen Fernseher und Licht von unterschiedlichen Firmen.

Surround-Licht jetzt auch mit Sony, Samsung, LG und Co.

Sicher macht die Philips Hue Play HDMI Sync Box dem Nutzer den Griff zu einem Fernseher wie den Ifa 2019-Neuheiten Sony, Samsung LG, Panasonic und Co. deutlich einfacher. Gerne betonen die Hersteller die Unterschiede, vor allem in Sachen Bildverbesserung durch leistungsstarke Prozessoren. Ob diese Unterschiede wirklich so deutlich sichtbar sind, sei dahingestellt. Zumindest gibt es beim Bild unterschiedliche Geschmäcker. Hier kann also der Griff zu einem anderen Gerät mit Surround-Licht verbunden werden. Der Käufer ist nicht mehr auf Philips-Fernseher angewiesen, wenn es um Ambilight geht.

Philips Hue Play HDMI Sync Box mit Stärken und Schwächen

Auf der anderen Seite baut auch Philips gute Fernseher. Gerade hinsichtlich Klang und Design entwickelt das Unternehmen ein immer stärker werdendes eigenes Gesicht. Dazu bleiben Philips-Fernseher trotz der Philips Hue Play HDMI Sync Box die einzigen Geräte, bei denen das Ambilight sofort integriert ist. Bei der Set-Top-Box muss die Beleuchtung selbst erweitert werden. Das kostet Geld. Alleine die Beleuchtung hinter dem Fernseher kann je nach Art leicht über 100 Euro kosten. Der Kaufpreis für die Philips Hue Play HDMI Sync Box kommt da dann noch dazu. Vom vielleicht fehlenden Platz und den zusätzlichen Kabeln ganz zu schweigen.

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box ermöglicht nun noch mehr Nutzern eine beeindruckende Beleuchtung. Wenn dadurch die Motivation zur Entwicklung besserer Philips-Fernseher gesteigert wird, ist das nur gut für den Nutzer.

Ab dem 15. Oktober 2019 wird die Philips Hue Play HDMI Sync Box zu einem Preis von 249,99 Euro in den Verkauf starten. Zunächst wird das Gerät bei Mediamarkt, Saturn und direkt bei Philips Hue erhältlich sein. Produkte von Philips Hue sind normalerweise recht preisstabil, mit besonderem Schnäppchen-Potential ist zunächst eher weniger zu rechnen.

Ambilight-Fernseher – Welche Alternative gibt es zu Philips-TV oder der Philips Hue Play HDMI Sync Box?

Nach wie vor bleibt ein Philips-Fernseher mit Ambilight die einfachste und bequemste Möglichkeit, wenn es um die Verbindung von Fernsehbild und Surround-Licht im Raum geht. Die neue Philips Hue Play HDMI Sync Box macht das Nachrüsten oder die Integration eines anderen Fernsehers oder eines Monitors nun deutlich einfacher. Doch die Hue-Box ist nicht die einzige Möglichkeit, um Bild und Licht zu verbinden.

Surround-Licht mit der Philips Hue Sync-App

Mit der Philips Hue Sync-App ist bereits seit letztem Jahr eine Lösung für PC und Mac erhältlich. Per Software wird der Rechner mit der Hue-Beleuchtung verbunden. Durch die Bindung an PC oder Mac bleibt das allerdings nur eine Lösung für Monitore. Auch beim Fernseher gibt es Möglichkeiten, das Fernsehbild mit der Beleuchtung zu verbinden.

Dreamscreen – einfache Lösung, aber nicht mehr am Markt

Eine recht elegante Lösung, den eigenen Fernseher mit Ambilight-Beleuchtung nachzurüsten, ist Dreamscreen. Wie auch die Philips Hue Play HDMI Sync Box wird Dreamscreen zwischen den Abspieler und den Bildschirm angeschlossen. Für die Beleuchtung werden passende Leuchtstreifen angeboten. Allerdings hat Dreamscreen im April 2019 die Produktion eingestellt.

Insanelight – Sourround-Licht zum Nachrüsten

Eine Alternative ist Insanelight. Das Unternehmen bietet seit einiger Zeit komplette Nachrüst-Kits für Ambilight-Beleuchtung an. Dort gibt es mit Software und Hardware inklusive der LED-Streifen das komplette Paket. Bei einem mit der Philips Box vergleichbaren Ausstattung für alle HDMI-Quellen bewegen sich die Preise zwischen 265 bis 320 Euro. Günstig ist also auch diese Lösung nicht. Ein ähnliches System, allerdings mit weniger Erklärung bietet Lightberry an, allerdings auch zu ähnlichen Preisen.

Surround-Licht mit Raspberry Pi

Gemeinsamen haben diese Nachrüst-Kits, dass sie auf dem Raspberry Pi-Mikrocomputer basieren. Auf dieser Grundlage können halbwegs talentierte Tüftler auch selbst ein Ambilight-System für den eigenen Fernseher bauen. Neben dem Raspberry Pi braucht es dann noch die Hyperion-Software.

Für weniger Geld, aber dafür mit mehr Zeitaufwand geht es also auch ohne Philips-Fernseher oder Philips Hue Play HDMI Sync Box. Sowohl in das Insanelight-Kit, also auch in Lightberry oder in die Selbstbaulösung, lassen sich andere Hue-Leuchten oder smarte Lampen einbinden. Das ist dann allerdings noch mehr Bastelaufwand. So gibt es jetzt zumindest für jeden Bedarf die passende Lösung.