Kostenloses Girokonto mit Prämie » Alle Angebote in der Übersicht

Kostenloses Girokonto mit Prämie » Alle Angebote in der Übersicht

Die Stiftung Warentest hat im Jahre 2017 festgestellt, dass es deutschlandweit nur noch 23 kostenlose Girokonten in Deutschland gibt, denn durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank lässt sich mit dem Guthaben der Kunden auf den herkömmlichen Wegen kaum noch Geld verdienen. Das kostenlose Girokonto lebt aber noch und im besten Falle gibt es zusätzlich eine Kontowechsel-Prämie! Wir haben die aktuellen Angebote unter die Lupe genommen, die Girokonten miteinander verglichen und klären euch über die besten Aktionen und alles, was ihr wissen müsst, auf.

Kostenlose Girokonten im Vergleich » Unsere Empfehlungen mit zusätzlicher Prämie

Vor allem zu Beginn und Ende der jeweiligen Quartale sind die Banken auf Neukundenfang und überschlagen sich daher mit ihren Prämien für die Kontoeröffnung. In der folgenden Tabelle könnt ihr die aktuell besten Angebote einsehen und miteinander vergleichen. Wir haben die Höhe der Prämie und die jeweiligen Vor- und Nachteile des Girokontos gegenüber gestellt. Das sind unsere Empfehlungen für ein kostenloses Girokonto mit Prämie:

comdirect1822direktCommerzbank
Prämie148€ Prämie100€ Startguthaben100€ Startguthaben
Vorteile+ bedingungslos kostenlos
+ Geld abheben an 9.000 Cash Group Automaten

+ kostenlose Visa-Karte
+ Nutzung des Geldautomaten-Netz der Sparkasse
+ günstiger Dispo-Zins mit 7,43% p. a.

+ kostenlos bei mind. einer Transaktion im Monat
+ Geld abheben an 9.000 Cash Group Automaten
+ dichtes Filialnetz mit 1.000 Filialen (kostenlose Einzahlungen)

+ kostenlos ab 0,01€ Geldeingang im Monat
Nachteile tenlose Bargeld-Einzahlung – 140€ Prämie nur bei Führung als Gehaltskonto
– Bargeld-Einzahlung nur bei Frankfurter Sparkasse kostenfrei
– andernfalls 9,90€ monatliche Kontoführungsgebühr
– max. 10 Transaktionen pro Tag
zum Angebotzum Angebotzum Angebot

Wichtig bei der Wahl des richtigen Anbieters ist ebenfalls die Frage nach dem gebührenfreien Bargeld-Abheben und der Bargeld-Einzahlung, falls mal zu viel auf der hohen Kante liegt. Die Unterschiede sind hier von Bank zu Bank sehr groß - mal ist das Filialnetz sehr groß, wie bei der Sparkasse, mal ist es überhaupt nicht vorhanden, weil es sich um Direktbanken handelt, die nur online agieren. Wenn kein eigenes Automatennetz zur Verfügung stellt, schließen sich einige Finanzdienstleister allerdings zusammen und bieten den Kunden trotzdem ein großes Netzwerk an. Die Cashgroup bestehend aus Commerzbank, Postbank, Deutschen Bank und HypoVereinsbank stellt beispielsweise 9.000 Automaten deutschlandweit zur Verfügung. Flächendeckender ist da nur die Abdeckung der Sparkassen (ca. 24.000 Automaten) und der Volksbanken und Raiffeisenbanken (ca. 19.450 Automaten) - dort gibt es aber direkt keine kostenlosen Kontomodelle.
Zu einem Girokonto gehört heutzutage neben der ec-Karte auch eine Kreditkarte häufig zur Standardausstattung. In vielen Fällen wird diese während des Bestellvorganges kostenlos angeboten. Die Konditionen sollten hier jedoch gesondert beachtet werden, in der Regel bieten Dienstleister unabhängig von der Hausbank bessere Gebührenmodelle an. Alles zum Thema Kreditzinsen, Jahresgebühren, Fremdwährungsgebühren und Bargeldabhebungsgebühren findet ihr in unserem ausführlichen Kreditkartenvergleich.

Wann ist ein Konto wirklich bedingungslos kostenlos?

Wie eingangs bereits erwähnt, hat die Stiftung Warentest im Jahre 2017 die Gratiskontos auf Herz und Nieren untersucht. Von 110 deutschen Banken und ihren 245 unterschiedlichen Kontomodellen seien nur insgesamt nur 23 komplett kostenlos: „Gratiskonto ohne Wenn und Aber“. An dieser Stelle müssen wir jedoch noch einmal einhaken. Man untersuchte nur, ob Buchungen und die Girocard keinen Aufpreis kosten. Eine Voraussetzung lässt die Zeitschrift test jedoch unter den Tisch fallen: Die Frage nach dem Gehaltskonto. Teilweise sind Girokonten nur dann kostenfrei, wenn auf diese auch das monatliche Gehalt eingeht. Das unterscheidet man jedoch nicht, sondern geht davon aus, dass dies immer der Fall ist. Es ist bei einigen Kunden allerdings durchaus üblich ein Zweit- oder Drittkonto für dedizierte Abbuchungen (z. B. des Handyvertrags) zu führen, um den Überblick zu wahren.

Konto eröffnen und Prämie kassieren: Warum geht das überhaupt?

Aktive Kunden sind für die Banken bares Geld wert - mit dem Kapital, das die Privatanleger den Kreditinstituten überlassen, lassen sich Zinsen einnehmen, die einen Gewinn ermöglichen. Ein Neukunde kann schnell mehr als das Doppelte der Prämie für die Banken wert sein und so gibt es immer wieder neue Aktionen mit Startguthaben oder Amazon-Gutscheinen. Wichtig ist den Dienstleistern in vielen Fällen, dass der Kunde treu bleibt, weshalb man die Gutschriften gerne nur dann auszahlt, wenn ein Gehaltseingang über einen bestimmten Zeitraum verbucht wird. Darüber hinaus versucht man zufriedene Kunden dazu zu animieren, Freunde zu werben, denn was wiegt mehr als eine gute Empfehlung eines Vertrauten?

Hintergrund: Niedriges Zinsniveau

Der Grund, weshalb die Banken seit einiger Zeit an der Gebührenschraube drehen und auch bei den Neukundenprämien knauseriger werden, ist beim derzeitigen Niedrigzinsniveau der EZB zu suchen. Bei den einfachen Girokonten fällt für die Banken immer weniger Gewinn durch die Kreditdifferenz ab. Klar ist, dass die Dienstleistungen weiterhin bezahlt werden müssen – wie man das umsetzt, bleibt Sache der Banken. Entweder es werden Leistungen gekürzt oder der Kunde muss zahlen. Wer weitere Hintergrundinfos sucht, kann in diesen Artikel der FAZ schauen.

Vergleich kostenloser Girokonten im Rechner


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