Bester Holzkohlegrill - Rösle No. 1 Sport F50, Son of Hibachi, Weber Master Touch und Co. im Test

Der Geruch von brutzelndem Fleisch und glühender Grillkohle – für viele gibt es kaum etwas Schöneres im Sommer. Wer dabei mit dem besten Holzkohlegrill ausgestattet sein möchte, der mehr als nur eine Saison aushalten soll, dem empfehlen wir den Rösle No. 1 Sport F50. Von allen getesteten Geräten hat uns dieses Modell am meisten überzeugt, von der Handhabung und vom Preis. Eine optimale Hitzeverteilung, die hervorragende Verarbeitung und der flexible Umgang sprechen für den Rösle Holzkohlegrill – und das bei einem Preis, der deutlich unter der von uns angesetzten Schmerzgrenze liegt.

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Bereits vor kurzem haben wir die besten Gasgrills getestet. Doch in Deutschland sind immer noch die guten alten Holzkohlegrills die meistverkauften Modelle. Ein Argument spricht am deutlichsten dafür: der Preis. Während man für ein gutes Gerät mit Gasbetrieb schnell mal über 400€ los ist, ist man auf dem Markt der mit Kohle feuernden Geräte selbst mit der Hälfte dieser Summe schon mehr als gut bedient. Doch auch der Geruch und Klang machen das Grillen mit Kohle immer wieder zu einem naturverbundenen Erlebnis, bei dem man(n) sich noch mal bei so menschlichen Grundfertigkeiten wie Feuer machen oder Fleisch zubereiten üben kann. Welche die besten Holzkohlegrills bis 300€ auf dem Markt sind, stellen wir euch im diesem Testbericht vor.


Holzkohlegrills in der Übersicht

Rösle No. 1 Sport F50Weber Master Touch GBS 57Tepro TorontoBarbecook Black Major GoSon of Hibachi
Rösle-No.-1-Sport-F50-schnaeppchenfuchsWeber-Master-Touch-GBS-57-schnaeppchenfuchsTepro-Toronto-schnaeppchenfuchsBarbecook-Black-Major-Go-schnaeppchenfuchsson-of-hibachi-schnaeppchenfuchs
Note1,41,82,02,41,9
Preis151 €241 €98 €114 €63 €
Handhabung4,54,53,04,04,5
Ausstattung4,55,04,03,53,5
Preis/Leistung4,53,05,03,04,5
Kunden-Meinungamazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0staramazon-0star
Pro

+ gut verarbeitet

+ verteilt Hitze gut

+ lange Garantie

+ sehr flexibel

+ Reinigung leicht

+ große Grillfläche

+ guter Preis

+ Warmhalterost

+ heizt schnell

+ emailliert

+ bleibt lange heiß

+ kompakt

+ einklappbar

+ Reinigung leicht

Kontra– Reinigung mittel
– hoher Preis– Verarbeitung

– recht teuer

– etwas klein
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Holzkohlegrills – worauf beim Kauf achten?

Das Grillen ist wohl eine der ursprünglichsten Zubereitungsmethoden von Lebensmitteln. Schon unsere Vorfahren in der Steinzeit begriffen, dass über Feuer gegartes Fleisch wesentlich genussfähiger ist als ganze rohe Stücke. Die wohl simpelste Variante ist dabei die Zubereitung über einer einfachen Feuerstelle an einem Spieß. Seitdem hat sich jedoch so einiges getan und es gibt Grills in allen erdenklichen Formen. Da wären die klassischen Kugelgrills mit Deckel, die leicht anzündbaren Säulen- und Trichtergrills ohne Abdeckung, die typisch saarländischen Schwenkgrills, oder auch die neuartigen Campinggrills. Der letzte Schrei kommt im Zuge des amerikanischen BBQ-Hypes nun in Form des Smokers, der eine besonders schonende Zubereitung des Fleischs dank indirekter Hitze ermöglicht und zartes Pulled Pork oder Brisket zaubern lässt.

In unserem Testbericht haben wir uns für die klassischen Varianten der Kugel- und Säulengrills entschieden, da diese die in Deutschland am weitesten verbreiteten Formen sind. Damit ihr wisst, worauf man beim Kauf dieser Geräte achten muss, beantworten wir hier die fünf wichtigsten Fragen, die auch ihr euch stellen solltet.

  • Für wie viele Personen möchte ich grillen?
  • Aus welchem Material sind Gehäuse und Grillroste?
  • Will ich direkt und indirekt grillen?
  • Wie leicht ist der Grill zu reinigen?
  • Welches Zubehör gibt es am Grill?

Die wohl grundsätzlichste Frage ist die nach der Anzahl der Personen, die ihr mit einem Gerät am lauen Sommerabend glücklich machen wollt. Wollt ihr Würstchen, Gemüsespieße und Fleisch im kleinen Kreis mit Frau und Kindern zubereiten? Oder kommt die ganze Verwandtschaft häufiger mal vorbei, weil sie von eurem Können bereits überzeugt sind? Je nachdem wie viele hungrige Mäuler es also zu stopfen gibt, ist natürlich die Fläche des Grillrosts entscheidend. Hier gilt natürlich je größer, desto besser. Allerdings muss man dabei auch bedenken, dass eine größere Fläche auch mehr Kohle benötigt, die wiederum auch ihren Preis hat. Bei unseren getesteten Modellen sollten bis auf den Son of Hibachi alle auch für eine Gartenparty ausgelegt sein. Momentan entwickelt sich auch der Trend zum Zweitgrill, um bspw. Fleisch und Gemüse separat voneinander zuzubereiten.

Ein wichtiges Kriterium v. a. für die Langlebigkeit eines Grills ist dessen Verarbeitung. Wurde an dem Grill nur dünnes Blech verbaut oder kommt etwa hochwertigeres Edelstahl oder Gusseisen zum Einsatz? Wer mehr als nur eine Saison Spaß an seiner kleinen Zubereitungsinsel haben möchte, sollte beim Kauf auf die Materialwahl achten, denn gerade hier wird bei den günstigeren Modellen häufig gespart, sodass sich nach kurzer Zeit bereits der erste Rost breit macht. Ähnliches gilt hier übrigens für den Grillrost – das Non-Plus-Ultra stellt dabei schweres Gusseisen dar, mit emailliertem Stahl ist man aber auch für einige Jahre gewappnet.

Das indirekte Grillen erfreut sich seitdem die BBQ-Welle auch nach Deutschland überschwappt immer größerer Beliebtheit – und wer einmal Pulled Pork oder Brisket gegessen hat, wird dieses Geschmackserlebnis zu schätzen wissen. Doch auch das beliebte Brathähnchen, auch bekannt unter dem Namen Broiler, will bei niedrigen Temperaturen gleichmäßig gegart werden. Was es dazu benötigt? Auf jeden Fall einen Deckel, damit die Hitze das Fleischstück von allen Seiten trifft. Das ist bei zwei Modellen in unserem Vergleich nicht der Fall. Diesen fehlt dann natürlich auch das Thermometer, mit welchem man die exakten Temperaturen im Garraum ablesen kann.

  • 10 – 18 Stunden: Beef Brisket bei 120 °C
  • 14 – 16 Stunden: Pulled Pork bei 120 °C
  • 3 – 5 Stunden: Spare Ribs bei 130 °C
  • 1,5 Stunde: Beer Can Chicken bei 150 °C

Nach dem spaßigen Abend mit Freunden und Verwandten wartet dann oft das Grauen – der Grill muss wieder gereinigt werden. Mittlerweile gibt es von vielen Herstellern aber glücklicherweise smarte Lösungen, wie das von Weber patentierte One-Touch Reinigungssystem. Auch Ascheauffangbehälter unterhalb der eigentlichen Geräte erleichtern die Arbeit nach dem Vergnügen um einige Schritte, wenn sie einfach nur noch entleert werden müssen. An dieser Stelle sammeln meist die deutlich günstigeren Kontrahenten Minuspunkte ein, weil hier an den Sachen gespart wird, die im ersten Moment gar nicht so sehr auffallen, beim häufigen Verwenden aber schnell zur Qual werden können. Alle von uns getesteten Geräte verfolgen hier eigene Ansätze, die alle gut bis sehr gut funktionieren.

Neben dem eigentlichen Grillrost und Gehäuse spielen bei manchen Grillenthusiasten auch noch die kleinen Spielereien eine wichtige Rolle. Der Tepro Toronto macht den Grillchef auch noch gleich zum Barmann – ein angeschraubter Flaschenöffner bedient die Bierdurstigen und eine Ablage lässt auch mal das fertige Fleisch zwischenparken. Ebenfalls erwähnenswert sind Warmhalteroste, die beim Barbecook und Tepro vorhanden sind. Verbrennt das Grillgut direkt auf der niedrigsten Rosthöhe, dann ab damit nach oben, damit es zur gleichen Zeit wie die Spieße serviert werden kann.

Was benötige ich noch zum Grillen?

Mit dem Grill an sich ist es bei der Feier leider noch nicht getan. Zunächst einmal muss auf jeden Fall noch Kohle besorgt werden – oder ihr nutzt Briketts. Die Qualitätsunterschiede sind dabei recht hoch und so gibt es Wärmespender, die erst gar nicht auf die nötige Temperatur kommen oder diese nicht lange genug halten. Briketts sind dafür bekannt, länger Hitze zu liefern, Kohle hingegen bietet mehr Hitze. Zum Anzünden empfiehlt sich ein Anzündkamin wie der Weber Rapidfire, damit spart man sich nicht nur Zeit und Nerven, sondern riskiert auch keine Verbrennungen wie bspw. mit Brennspiritus.

Wer etwas aufwendigere Projekte plant, benötigt auch das nötige Zubehör. Bei den Slow Cooking Rezepten à la Brisket und Pulled Pork ist neben dem Thermometer im Deckel noch ein weiteres nötig, welches man bestenfalls mit dem Fühler direkt im Fleisch platziert, um die notwendige Kerntemperatur zu überwachen. Auf dem Rost ist die Temperatur nämlich meist etwas geringer als direkt am Deckelthermometer, da sich die Hitze dort staut. Eine ordentliche Grillzange und eine Kohlezange gehören auf jeden Fall auch noch in das Standardrepertoire eines Grillers.


Vor- und Nachteile von Holzkohlegrills

Ob man sich für einen Holzkohlegrill oder einen Gasgrill entscheidet ist mittlerweile schon eine Glaubensfrage geworden. Vor allem ein Thema erhitzt dabei immer wieder die Gemüter – der Geschmack. Holzkohleveteranen schwören auf die unvergleichlichen Röstaromen, die nur durch der Kohle erzeugt werden können. Andererseits gibt es immer wieder Vergleiche, die zeigen wollen, dass man objektiv doch keinen Unterschied rausschmecken kann. Beim NDR kommt man zum Schluss, dass die Würstchen mit der herkömmlichen Grillmethode besser schmecken – bei Kabel Eins hingegen entdeckt man hingegen keine Nuancen. Letztlich ist das wohl eine Frage der eigenen Zunge. Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings der so typisch verlockende Geruch.

Vorteile von Holzkohlegrills

  • typischer Holzkohle-Grillgeruch vermittelt Flair
  • für viele der bessere Geschmack
  • wesentlich günstiger in der Anschaffung
  • einfacher Aufbau

Nachteile von Holzkohlegrills

  • Inbetriebnahme dauert wesentlich länger bis Grilltemperatur der Kohlen erreicht ist
  • erzeugt Qualm, der gesundheitsschädliches Benzopyren enthält
  • nicht auf dem Balkon nutzbar
  • teils aufwendige Reinigung
  • halten die Temperatur nicht so gleichmäßig wie Gasgrills


Holzkohlegrill Test – die besten Geräte in der Übersicht

Holzkohlegrill-Test

Nachdem wir unzählige Tests und Kundenrezensionen gelesen und uns viele Videos bei YouTube angesehen haben, ist unsere Auswahl letztendlich auf diese 5 Holzkohlegrills gefallen:

Diese Modelle lagen in einem Preisbereich von 60€ bis 260€. Insofern ist es selbstverständlich, dass man das günstigste Gerät nicht 1:1 mit dem teuersten vergleichen kann – dennoch wollten wir wissen, wie sich bspw. ein kleiner Son of Hibachi in Sachen Handling, Flexibilität und Preis/Leistung gegen einen knapp 4-mal so teuren Weber Grill schlägt. Als wichtigste Kriterien haben wir dabei die Verarbeitung von Gehäuse und Grillrost, die Verteilung der Hitze, die Ausstattung, die Handhabung und die Vielseitigkeit gewählt.

An einigen dieser Kriterien sind in der Vorauswahl bereits manche Geräte gescheitert und haben es so nicht in unsere Liste geschafft, bei anderen wiederum war es bereits in den Kundenrezensionen ersichtlich, dass bspw. solch wichtige Faktoren wie die Lebensdauer zu wünschen übrig lässt. Dazu gehören unter anderem der Landmann Grillchef, der Landmann Black Pearl Select, der Activa Säulengrill Pisa oder Mini BBQ-Grill.

Rösle No. 1 Sport F50Weber Master Touch GBS 57Tepro TorontoBarbecook Black Major GoSon of Hibachi
Rösle-No.-1-Sport-F50-schnaeppchenfuchsWeber-Master-Touch-GBS-57-schnaeppchenfuchsTepro-Toronto-schnaeppchenfuchsBarbecook-Black-Major-Go-schnaeppchenfuchsson-of-hibachi-schnaeppchenfuchs
GrillflächeØ 50 cmØ 57 cm42 x 29 cm Ø 47,5 cm50 x 21 cm
GrillrostEdelstahlEdelstahl, verchromtStahl, emailliertEdelstahlGusseisen
MaterialStahl, emailliertStahl, emailliertStahl, pulverbeschichtetStahl, emailliertGusseisen
Arbeitshöhe80 cm82 cm80 cm97 cm17 cm
Deckeljajajaneinnein
Thermometerjajajaneinnein
Warmhalterostneinneinjajanein
BesonderheitenAschebehälter, Grillrost klappbarAschebehälter, Grillrost klappbarAscheschale, AblageflächeAscheschaletransportabel, mit Tasche
Gewicht19,5 kg19 kg24 kg13 kg7,5 kg
Maße86 x 86 x 99 cm60 x 75 x 107 cm100 x 67 x 104 cm65 x 81 x 103 cm50 x 30 x 17 cm
Garantie2 – 10 Jahre2 – 10 Jahre2 Jahre2 Jahrek. A.
BestellenBestellenBestellenBestellenBestellen

Rösle No. 1 Sport F50

Um den besten Holzkohlegrill für den ambitionierten Griller zu finden, der nicht an irgendwelchen Meisterschaften teilnehmen will, hatten wir uns einen Preisrahmen von maximal 300 € gesetzt. Umso schöner ist es, dass mit dem Rösle No. 1 Sport F50 unserer Testsieger nur mit der Hälfte an Investitionsvolumen auskommt. Für knapp unter 150 € bekommt man hier alles geliefert, um sich und seine Freunde an einem lauen Sommerabend glücklich zu machen.

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Das Allgäuer Familienunternehmen setzt in unserem Test den Maßstab in Sachen Verarbeitung, und da kann nicht mal Weber mithalten. Wer noch Bedenken hat, dem seien die langen Garantiezeiten vorgestellt – 10 Jahre auf Kugel und Deckel oder 2 Jahre auf Grill- und Kohleroste sollten für einiges an Vertrauen sorgen. Soweit soll es in der Theorie aber natürlich gar nicht erst kommen und so widmen wir uns lieber den praktisch positiven Seiten. Da wäre zum einen eine optimale Hitzeverteilung im abgeflachten Kugelgarraum, die recht präzise per Thermometer überwacht werden kann. Wer richtig Feuer gibt, kann bis zu 300 °C erreichen und sich so auch mal an einer Pizza im Holzofen-Stil probieren.

Der Rösle bringt alles mit, was man für das indirekte Grillen benötigt und ist somit sehr flexibel einsetzbar. Ein seitlich aufklappbarer Deckel, der mit einem Scharnier befestigt ist, sorgt für eine gleichmäßige Temperatur, die nicht entweichen kann. Der Wenderost für das Grillgut kann ebenfalls in der Mitte umgeklappt werden, sodass bei Bedarf von oben einfach neue Kohlen nachgelegt werden können. Wer die Hitze richtig professionell dosieren und leiten möchte, nutzt noch die mitgelieferten Kohlebehälter und betätigt die gut funktionierenden Lüftungsschieber.

Um hier Gegenargumente zu finden, muss man schon sehr tief ins Detail gehen und sie regelrecht finden wollen. Im Gegensatz zum Kontrahenten aus dem Hause Weber wirkt der Lüftungsschlitz etwas klapprig, auch die Deckelöffnung mag für diejenigen, die ihre Grillzange in der rechten Hand halten, etwas umständlich sein. Die Reinigung der Feuerschale gestaltet sich ebenfalls minimal schwerer, da Kohlereste unter die Lüftungsschieber geraten können und somit blockieren. Das sind aber alles nur kleine Makel, die das Gesamtbild kaum beeinträchtigen.

Fazit: Der beste Holzkohlegrill unter 300 €

Es ist immer wieder schön anzusehen, dass die teuersten Modelle nicht auch zwangsweise die besten sein müssen – und genau das ist der Fall beim Rösle Sport-Grill. Er steht stabil, vermittelt einen hochwertigen Gesamteindruck und glänzt mit hervorragenden Grillergebnissen. Hier bekommt man für einen mehr als verkraftbaren Preis ein gutes Stück Arbeit, das sich trotz seines nicht ganz so großen Namens im Vergleich nicht zu scheuen braucht.


Weber Master Touch GBS 57

Der Name Weber fällt meist als erstes, wenn es in einer Diskussion um hochwertige Holzkohle- oder Gasgrills geht. Zurückzuführen ist das auf die qualitativ hochwertigen Geräte der Marke, die breite Produktpalette und die guten Werbemaßnahmen – doch die lässt sich Weber teuer zu stehen kommen und leitet den Aufpreis direkt an den Kunden weiter. Insofern ist der Weber Master Touch GBS 57 auch das teuerste Modell in unserem Vergleich, aber leider nur das zweitbeste.

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Kommen wir zunächst zu den positiven Merkmalen. Festzuhalten ist, dass man für sein Geld hier einiges geliefert bekommt – u. a. die größte Grillfläche mit einem Durchmesser von 57cm, womit auch für größere BBQ-Partys vorgesorgt sein sollte. Abgesehen vom Son of Hibachi darf man sich hier wohl auch über das beste Reinigungssystem freuen, das sich Weber sogar patentieren lassen hat. Die Lüftungsschlitze unterhalb der Kohlewanne werden nämlich von wie Dächern geformten Blechen verschlossen, die beim Säubern einfach hin- und herbewegt werden und somit die Asche durch die Schlitze in den üppig dimensionierten, herausnehmbaren Aschentopf hineinfegen. Auch die Tuck Away Haltevorrichtung, die gleichzeitig als Windschutz fungieren kann, vermittelt den Eindruck eines sehr durchdachten Konzepts.

Da es sich hier um einen Kugelgrill handelt, muss man sich eines Tricks bedienen, um weitere Kohle im Bedarfsfall nachzulegen. Hier hat der Hersteller mitgedacht und so ist das Grillrost an den Seiten nach oben klappbar, wodurch es kein Problem ist nachzufüllen oder die Kohle zu platzieren. Doch der Grillrost kann noch mit einem weiteren Schmankerl glänzen – in der Mitte befindet sich nämlich ein kleinerer herausnehmbarer kreisförmiger Grillrost, den man durch andere Elemente wie einen gusseisernen Sear-Grate- oder Pfannen-Einsatz ersetzen kann.

So schön das viele Zubehör ist, so viel lässt sich Weber dafür auch bezahlen, denn genannte Einsätze kosten bei Weber auch noch mal ca. 55 €. Hinzu kommt, dass man sich damit auch an ein System bindet, nach dem guten alten Lock-In-Prinzip, wie wir es ja schon von Nassrasierern und ihren Klingen gewohnt sind. Von der Verarbeitung her konnte uns der Weber nicht ganz für sich gewinnen. So haben z. B. die Beine in der Verankerung etwas Spiel und sind nicht optimal gesichert. Auch die Räder aus Plastik trüben den Geschmack etwas. Darüber hinaus ist er aufgrund seiner Höhe etwas kopflastig.

Fazit: Der teure Alleskönner

Mit dem Master Touch hat Weber den wohl vielseitigsten Grill in unserem Testbericht abgeliefert. An vielen Ecken und Enden erkennt man die jahrelange Erfahrung, die der Hersteller auf diesem Gebiet hat und so trumpft man immer wieder mit kleinen Verbesserungen auf. Eine transformierbare Grillfläche, eine patentierte Reinigungsvorrichtung oder ein Hitzeschild unter dem Griff – das ist alles nicht übel, aber aufgrund des hohen Kaufpreises und der etwas schlechteren Qualität muss er sich dem Rösle geschlagen geben.


Tepro Toronto

Der Tepro Toronto hat mittlerweile viele Fans unter den Grillenthusiasten gewonnen und das liegt sicherlich zu einer hohen Prozentzahl an seinem wirklich guten Preis, für den man so einiges geliefert bekommt. Bei Amazon ist er mittlerweile sogar zum absoluten Bestseller aufgestiegen. Grund genug für uns diesen Grillwagen auch mal genauer anzuschauen. Letzten Endes ist bei unserem Test dann der Preis-/Leistungssieg für den Kanadier herausgesprungen.

Tepro-Toronto-schnaeppchenfuchs

Bei den Standarddisziplinen kann das Modell von Tepro (das auch unter anderen Namen z. B. als Activa Angular vertrieben wird) eine gute Figur machen – die Hitze verteilt sich über den gesamten Garraum gleichmäßig, regulierbar ist diese über vier Kaminöffnungen an den Seiten und im Deckel, die für einen ordentlichen Kamineffekt sorgen, der auch das indirekte Grillen ermöglicht. Ein Thermostat informiert euch dabei über die im Innenraum herrschende Temperatur. Sollte der Braten dann doch etwas mehr benötigen, könnt ihr durch eine separate Feuerungsklappe einfach Kohle unterhalb nachlegen und müsst so nicht umständlich am Grillrost rumfummeln.

An einige Schmankerl hat der Hersteller auch gedacht. Wie beim Barbecook gibt es hier einen integrierten Warmhalterost, dieser ist jedoch etwas weiter oben im Deckel angebracht ist und bringt noch einmal die gleiche Grillfläche für etwas niedrigere Temperaturen mit sich. Auch die Ablagefläche auf der rechten Seite erweist sich als praktisch, mehr als zwei große Teller finden aber nicht Platz. Die Freizeitgriller können sich über den angeschraubten Bieröffner freuen. Die Höhe des Grillrosts könnt ihr übrigens nicht verändern – das klingt zunächst nach einem herben Nachteil, aber Tepro hat sich hier eines interessanten Tricks beholfen. Durch eine Kurbel an der Seite könnt ihr nämlich die Höhe des Kohlerosts verändern und somit die direkte Hitze verringern oder umgekehrt.

Dieses nette Feature geht leider mit einem Problem daher von dem auch viele Kunden berichten. Bei der durch die Kohlen verursachten sehr großen Hitze verformt sich das Blech der Kohlewanne, wodurch diese gerne mal aus der Führungsschiene springt oder durch Unebenheiten Kohlen in den Aschebehälter purzeln lässt. Hinzu kommt, dass es scheinbar bei der Materialprüfung seitens Tepro etwas hapert und so werden Pakete immer wieder leicht beschädigtem Inhalt (Dellen und Verbiegungen) ausgeliefert. Die relativ schnelle Rostbildung spricht ebenfalls nicht für die Verarbeitungsqualität dieses Modells. Auch der Griff wird für unseren Geschmack etwas heiß und sollte nur mit einem Topflappen angefasst werden.

Fazit: Viel Grill für wenig Geld

Der Tepro Toronto ist für alle preisbewussten Kunden eine sehr gute Wahl. Er besticht durch eine hohe Vielseitigkeit dank Deckel, Warmhalterost und justierbarer Höhe des Kohlerosts. Wie das so häufig ist, muss man bei einem geringen Preis allerdings auch einige Verarbeitungsnachteile in Kauf nehmen. Für ein ganzes Leben ist dieser Grill sicherlich nicht gedacht, wer aber nur ab und an mal Fleisch und Würstchen auflegt, wird hier einiges an Freude haben.


Barbecook Major Black Go

Der Firma Barbecook gelang mit dem Major Black Go vor einem Jahr ein Coup, mit dem nur die wenigsten gerechnet haben – der Testsieg unter den Holzkohlegrills bei der Stiftung Warentest. Somit war der Säulengrill natürlich auch ein heißer Kandidat für unseren Test. Im Großen und Ganzen konnte er uns überzeugen, allerdings haben wir bei dem Preis etwas Bedenken, sodass wir ihn hier nicht als Testsieger gekürt haben, doch dazu später mehr.

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Mit dem QuickStart System hat sich der belgische Hersteller in der Grillwelt schon einen Namen gemacht und dieses gleich patentieren lassen. Durch die Säulenform und die regulierbaren Luftschlitze im Standfuß ergibt sich ein präziser Kaminzug, der genug Puste entfaltet um allein mit zusammengeknülltem Zeitungspapier die Kohlen zum Glühen zu bringen – und das in sehr kurzer Zeit. Vorbei also das gefährliche Hantieren mit Brennspiritus und Konsorten. Der Luftzug verhilft dem Major Black übrigens auch zu einer sehr guten Ausdauerleistung, sodass die Temperatur gut und lange gehalten werden kann. Eine Kohlefüllung verspricht dabei für eine Stunde mindestens 200 °C.

Damit zeigt sich der Barbecook auch von seiner sparsamen Seite. Wird es dennoch etwas kühler, kann man den Grillrost in der Höhe verstellen und wieder etwas weiter unten einschieben. Die gleichmäßige Hitzeentwicklung ist sicherlich auch der guten Luftzufuhr zu verdanken. Die Reinigung des einzig emaillierten Säulengrills auf dem Markt geht dabei auch einfach von der Hand. Man bürstet die Kohleüberreste einfach in die Mitte und schon fallen sie in den Ascheauffangbehälter im Fuß, der per Handumdrehen entleert werden kann.

Was uns letzten Endes jedoch nicht ganz überzeugt hat, ist das Preis-/Leistungsverhältnis. Mit fast 200€ Kaufpreis ist der Barbecook hinter dem Weber Grill das zweitteuerste Modell, muss aber auf ein wichtiges Bauteil verzichten – den Deckel. Damit schließt sich das indirekte Grillen nahezu komplett aus. Wer so viel Geld investiert, möchte sicherlich auch mal ganzes Hähnchen oder einen saftigen Schweinebraten zubereiten. Auf ein kleines Qualitätsproblem sei ebenfalls hingewiesen – beim Aufbau lösen sich teilweise die Gewinde auf, sodass die Schrauben durchdrehen und nicht fest im Gehäuse sitzen können.

Fazit: Der Schnellstarter

Schnelle Aufheizzeiten und ein gutes Durchhaltevermögen, was die Hitzebeständigkeit angeht, sprechen für den Barbecook Major Black Go – der Preis allerdings nicht. Wer vom Design und dem schnellen Anzündmechanismus überzeugt ist, allerdings doch nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann auch auf die Version ohne Räder umsteigen, der Major Black kostet nur 131 €.


Son of Hibachi

Der Son of Hibachi geht einen etwas anderen Weg und ist nicht 1:1 mit den vorangegangen Kandidaten zu vergleichen – der Hersteller hat sich nämlich hier für ein Konzept entschieden, dass nicht dem üblichen Kugel-, Trichter- oder Säulengrill entspricht. Amazon listet dieses kleinste Modell unter unseren Testkandidaten nämlich als Picknickgrill und genau dafür wurde er auch entwickelt. Ein immer griffbereiter, leicht zu transportierender und sich selbst reinigender Grill, der noch dazu schnell angezündet ist.

Son-of-Hibachi-schnaeppchenfuchs

Wie das gehen soll? Die Konstruktion macht es möglich. Anhand des Bildes erkennt man schon, dass das Gerät aus vier Teilen besteht – zwei zusammenklappbare Grillflächen, ein Aschekasten und vier Standfüße. Die Kohle kann man dabei schon zu Hause einfüllen, ihn zusammenklappen, mitnehmen und dann im Park im geschlossenen Zustand anfeuern. Dank Kamineffekt entwickelt sich die Hitze sehr schnell und man ist in 20 Minuten bereit das erste Fleisch aufzulegen.

Die Hitze verteilt sich dabei sehr gleichmäßig bis in die letzte Ecke und die sehr hochwertig aus Gusseisen hergestellten Roste lassen sich auch in der Höhe verstellen. Klappt man die Roste nach dem Spaß wieder zusammen, so brennt sich ein Großteil des Drecks mit der Restwärme selbst sauber und so kann man sich den Einsatz der Drahtbürste sparen. Ein weiterer Clou ist die so genannte Snuff-Out-Pouch – nach 30 Minuten Abkühlzeit könnt ihr euren kleinen Grill nämlich einfach in die mitgelieferte Tasche packen (die Temperaturen bis zu 370 °C aushält) und nach Hause transportieren. Damit tut man auch der Umwelt etwas Gutes, wenn man die heißen Grillkohlen nicht einfach so im Park entsorgt.

Aufgrund seiner Bauweise ist der Son of Hibachi natürlich etwas limitiert und somit nicht für alle zu empfehlen – wenn man nicht darauf angewiesen ist, zum Grillen aus der Wohnung zu müssen und das im nächsten Stadtpark zu machen, dann ist dieses Modell nicht unbedingt zu empfehlen. Zunächst einmal ist die Grillfläche vergleichsweise klein und für ein Familienfest damit sicherlich nicht geeignet. Durch die offene Bauweise kann man das indirekte Grillen natürlich auch vergessen. Hinzu kommen noch ein paar kleine Verarbeitungsmängel wie der scharfe Grat an den Rosten oder die nicht zu 100% standfesten Füße, die bei dem Preis aber zu verkraften sind.

Fazit: Der perfekte Grill für den Stadtpark

Habt ihr kein Grundstück hinter dem Haus und wollt aber dennoch nicht auf das gemütliche Grillen mit den Freunden verzichten? Dann ab in den nächstgelegenen Park – doch wie bekommt man nur den Grill und den Sack Kohle dorthin? Der Son of Hibachi ist für all diejenigen, die sich solche Fragen stellen, das optimale Gerät. Die Vorbereitung und Nachbereitung kann ganz einfach zu Hause geschehen, der Transport hin und zurück geht selbst noch heiß problemlos in der Tasche und das Anzünden dauert nur wenige Minuten. Für eine ganze Familie stößt die Grillfläche allerdings an ihre Grenzen.


Fazit – Der beste Holzkohlegrill ist der Rösle No. 1 Sport F50

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welches Modell letztlich den Testsieg einfährt. Wir haben uns für den Rösle No. 1 Sport F50 entschieden und das aus guten Gründen. Zunächst einmal spricht der Preis für dieses Modell, der in etwa nur bei der Hälfte des schärfsten Konkurrenten liegt. Darüber hinaus kann der Sportler auch in der Kategorie Verarbeitung punkten und verspricht so viele Jahre Grillspaß. Ein schnelles Aufheizen, eine gute Wärmeverteilung und die durchdachte Elemente, wie der Wenderost, haben ihn schlussendlich zum besten Holzkohlegrill 2015 gemacht.

Jetzt darf man sich natürlich fragen, warum man dennoch über 100€ mehr für einen Weber Master Touch GBS 57 Grill ausgeben sollte? Die Frage kann man klar beantworten und auch der Aufpreis ist durchaus gerechtfertigt – ihr habt hier einen um 7cm größeren Rost im Durchmesser, wie viele Steaks mehr da raufpassen, kann man sich schnell selbst ausrechnen. Darüber hinaus ist der Weber an manchen Ecken und Enden etwas ausgefeilter und so sprechen ein teilbarer Grillrost und das gut funktionierende Reinigungssystem für dieses US-amerikanische Modell. Diese Kleinigkeiten können uns jedoch nicht zu 100% vom Mehrwert überzeugen, vor allem nicht in Hinblick auf die minimal schlechtere Verarbeitung.

Wer noch weniger Geld ausgeben möchte, dem können wir den Tepro Toronto Holzkohlegrillwagen ans Herz legen. Hier bekommt man für knapp über 100€ – bei Angeboten auch schon unter dieser Marke gesehen – ein solides und äußerst flexibles Modell, das sich durch Elemente wie einen Warmhalterost, den aufklappbaren Deckel und die Höheneinstellung des Kohlerosts auszeichnen kann. Allerdings hapert es bei der Verarbeitung und so sollte darauf geachtet werden, dass man das teils anfällige Stahlgehäuse nicht zu oft frei den Witterungsbedingungen aussetzt.

Der Barbecook Major Black Go stand in unserer Gunst ob des Testsieges bei der Stiftung Warentest ebenfalls sehr hoch im Kurs. Letzten Endes konnten wir aufgrund des Preises und der teilweise nicht sauberen Verarbeitung dennoch keine 100-prozentige Empfehlung aussprechen. Das offene Säulenprinzip bringt dabei Vor- und Nachteile mit sich. Das schnelle Anzünden, die gute Hitzeverteilung und die konstanten Temperaturen sprechen sicherlich für diesen Wettbewerber, allerdings fehlt natürlich ein Deckel um auch mal indirekt zu grillen.

Für all diejenigen, die in der Stadt wohnen und nicht über einen großen Garten am Reihenhäuschen verfügen, empfehlen wir den Son of Hibachi. Mit diesem Modell hat der Hersteller den perfekten Grill für unterwegs entwickelt, der sich (selbst wenn er noch heiß ist) transportieren lässt, in wenigen Minuten grillbereit ist und sich auch noch mehr oder weniger selbst reinigt. Da kann man auch darüber hinweg sehen, dass eine indirekte Zubereitung von Fleisch nicht möglich ist – bei dem Preis allemal.


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