Netzanbieter im Vergleich: Telekom, Vodafone und o2 – wer bietet das beste Handynetz?

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Bei drei verbliebenen Anbietern ist der Netzanbieter-Vergleich nun etwas leichter geworden. Doch was ist bei der Auswahl zu beachten und nach welchen Kritieren bestimmt sich das beste Handynetz. Bei den vielen guten Handyvertrags-Angeboten, die wir tagein tagaus präsentieren, sind zwei Kriterien besonders wichtig. Zum einen natürlich der Preis, zum anderen aber auch die Wahl des Netzproviders, bei der wir in Deutschland zwischen der Telekom, Vodafone und o2 unterscheiden. Doch welcher Netzanbieter ist der beste und bietet das beste Handy- und Internetnetz an?


Telefon-NetzInternet-NetzLTEVerfügbarkeitPreis-/Leistungsverhältnis
ServiceVorteileDatenautomatikAuslandFazit


Wie schon in den vergangenen Jahren kann man datieren, dass die Telekom den Konkurrenten in nahezu allen Belangen überlegen ist. Doch spürt man die Unterschiede an der Spitze in der Praxis überhaupt noch? Vielen Kunden wird sicherlich auch das gute D2-Netz von Vodafone reichen. Sowohl im Sprach als auch im Datenbereich hat das Unternehmen aufgeholt. Die Fusion von E-Plus und o2 ist mittlerweile fast abgeschlossen. Schon seit einiger Zeit wurden die beiden UMTS-Netze zusammengelegt. Nun ist man dabei LTE zu integrieren. Auch wenn sich der nun größte deutsche Netzbetreiber hinsichtlich der Netzqualität weiter verbessert hat, besteht immer noch eine deutliche Lücke zu den Mitbewerbern.

TelekomVodafoneo2
telekomvodafone

o2

Note1,51,72,5
Telefonie rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Internet rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Preis rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox rate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Pro

+ höchste LTE-Geschwindigkeiten

+ beste Netzabdeckung

+ sehr guter LTE-Ausbau

+ gutes Preis-/Leistungsverhältnis

+ UMTS-Roaming mit E-Plus-Netz

+ stabile Internet-Verbindung

Kontra

– lässt sich Qualität gut bezahlen

– Probleme innerhalb von Zügen

– langsamer Rufaufbau

– Probleme auf dem Land

– schlechter LTE-Ausbau

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Welcher Netzanbieter bietet das beste Internet- und Handynetz?

Der Alltagsgebrauch von iPhones, Windows-Phones oder Android-Smartphones wird bei den meisten sicherlich zeigen, dass das reine Telefonieren schon längst nicht mehr das Hauptaugenmerk bei einem Handyvertrag darstellt – das mobile Internet ist schon heute für viele Altersgruppen wichtiger, Apps wie WhatsApp oder Threema lösen traditionelle Dienste wie die SMS ab und übertragen die Nachrichteninhalte mittlerweile sogar schneller. Auch das Streaming von unterwegs wird wichtiger. Musik und Videos sollen mittlerweile von überall und jederzeit über das Internet verfügbar sein.

Das alles stellt die drei deutschen Provider vor eine große Herausforderung. Um herauszufinden, wie Telekom, Vodafone und o2 das meistern, haben wir uns durch die Auswertungsergebnisse der verschiedenen Netztests und Monitoring-Apps gearbeitet und können euch folgende Ergebnisse präsentieren.

Welcher Provider bietet das beste Telefon-Netz?

Alles in allem kann man sagen, dass sich die Provider in Sachen Netzqualität allmählich angleichen und alle ein gutes bis sehr gutes Netz für die Telefonie zur Verfügung stellen. Eine Hackordnung hat sich in den letzten Jahren dennoch etabliert: Am besten ist und bleibt vorerst die Telekom, darauf mit etwas Abstand Vodafone und darauf das nun durch die Übernahme von E-Plus vergrößerte Unternehmen o2 mit weiteren Punktabzügen.

netzanbieter-vergleich-test
Grundlegende Indikatoren sind hier v. a. die Sprachqualität, die Dauer des Rufaufbaus und dabei resultierende Fehler, sowie der Anteil abgebrochener Gespräche. In all diesen vier Kategorien bekommt die Telekom durch die Bank weg die besten Noten und kann sowohl beim Telefonieren in der Stadt als auch auf dem Land überzeugen. Mittlerweile haben alle Provider auch das so genannte HD-Voice bei Telefonie von Mobiltelefon zu Mobiltelefon eingeführt, bei der das Wiedergabespektrum auf 50 Hz bis 7 kHz erhöht wurde (früher: 300 Hz bis 3,4 kHz). Hier überzeugt vor allem die Telekom, die diese Technik bei LTE, UMTS (wie alle anderen Anbieter) und GSM zur Verfügung stellt. Vodafone hat auf den Testsieger aufgeholt und liegt nun dicht dahinter und kann in einigen Bereichen sogar überholen. So schafft das D2-Netz den Verbindungsaufbau schneller als die Konkurrenten.

Auch bei der Sprachqualität hat Vodafone die Telekom wenn auch knapp überholt. An der Rangordnung kann auch der Zusammenschluss von o2 und E-Plus nichts ändern. Mit dem Slogan „Zwei Netze sind besser als eines“ versucht man die Kunden ja von der neuen Stärke zu überzeugen, allerdings können die Praxiswerte nicht an Vodafone und Telekom anknüpfen. Mittlerweile wird auch in allen Netzen mit Voice over LTE (VoLTE) gefunkt. Zumindest wenn beide Gesprächsteilnehmer im selben Netz telefonieren, läuft die Verbindung über LTE. Damit sollte v. a. der Verbindungsaufbau noch schneller vonstatten gehen, da bisher zum Telefonieren in die langsameren Netze UMTS und GSM gewechselt wurde – man nennt dies Circuit Switched Fallback.

Welcher Provider bietet das beste Internet-Netz?

Bei der Versorgung via mobilem Internet fällt die Leistungskurve im Vergleich der 3 Großen noch deutlicher ab. Zwar geht der Ausbau bei allen Anbietern voran, jedoch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, sodass die Abstände größer werden. Besonders interessant ist hierbei die Verteilung der Downloadraten, die die Chip in ihrem Netztest übersichtlich dargestellt hat. Die Telekom liefert in den meisten Regionen Verbindungsgeschwindigkeiten von über 34 MBit/s. Bei Vodafone kommen Nutzer auf einen Schnitt von gut 29 MBit/s. o2 liegt mit einer Downloadgeschwindigkeit zwischen 13 und 16 MBit/s deutlich dahinter. Voraussetzung ist natürlich ein Handyvertrag, bei dem solche Datenraten überhaupt angeboten werden, was meist relativ teuer ist. Gerade die Telekom und Vodafone lassen sich hohe Geschwindigkeiten von maximal 300 bzw. 375 MBit/s gut bezahlen, während o2 ohnehin nur Tarife mit höchstens 50 MBit/s anbietet.

Anteil DownloadratenTelekomVodafoneo2
telekomvodafoneo2
bis 10 MBit/s
17,1%31,1%55,9%
10-40 MBit/s46,6%44,5%36,7%
über 40 MBit/s36,3%24,4%7,4%
Ø Downloadrate42,8 MBit/s30,8 MBit/s16 MBit/s

Im Durchschnitt kann die Telekom landesweit ungefähr 43 MBit/s im Downstream zur Verfügung stellen und ist damit deutlich schneller als der nächstbeste Konkurrent Vodafone. Waren im letzten Jahr Datenraten von 100 MBit/s noch die Ausnahme, liefert die Deutsche Telekom mittlerweile in mehreren Städten Geschwindigkeiten von mehr als dem Doppelten ab. Insofern ist das theoretische Maximum von LTE Cat. 6 (300 MBit/s) in der Praxis gar nicht mehr so weit entfernt. Vodafone hat sogar bereits damit begonnen den schnelleren LTE Cat. 9-Standard (375 MBit/s) auszurollen. Da dürften einige Internetprovider mit ihren V-DSL-Anschlüssen nur noch die Rücklichter sehen.

Doch nicht nur die Downloadraten, sondern auch die Erfolgsquoten für das Aufrufen von Websites und Downloaden von Dateien, die Verbindungsabbrüche sowie die Uploadraten sind bei der Bewertung des Internet-Netzes von Bedeutung. Hier kann ebenfalls kein Anbieter mit der Telekom mithalten. o2 hat zwar auch hier auf dem Land nachgelegt, ist aber immer noch deutlich schwächer als Vodafone. Ursache hierfür ist auch der Zusammenschluss mit E-Plus. Vorteile sind allerdings bisher nur im UMTS-Roaming spürbar, d. h. wenn ein Netz keinen Empfang mehr besitzt, dann wird in das des Schwesterunternehmens gewechselt. Auch außerhalb von Städten offenbart das Netz weiter seine Schwächen.

Wie ist die LTE-Verfügbarkeit der Netzanbieter?

Immer mehr Tarife bieten mittlerweile die Nutzung des schnellen LTE-Netzes an, das im Vergleich zu UMTS neben höheren Transferraten bis dato auch weniger Auslastung auf den gleichen Frequenzen verspricht. Ausnahmsweise siegt auf dem Feld der Verfügbarkeit nicht die Telekom, sondern muss sich Vodafone geschlagen geben. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Durchschnittsgeschwindigkeiten gleich besser sein müssen, wie die Daten oben beweisen. Allerdings holt die Telekom im Vergleich zum Vorjahr weiter auf. Bei o2 hat der Zusammenschluss mit dem LTE-Netz von E-Plus mittlerweile begonnen. Damit wird das LTE-Netz allerdings nicht automatisch besser. Im Zuge der E-Plus-Übernahme hat sich o2 verpflichtet E-Plus-Frequenzen im 1.800-Mhz-Bereich abzugeben. LTE-Masten aus dem E-Plus-Netz werden daher abgeschaltet. Die neuen Lücken müssen erst wieder gefüllt werden.

netzvergleich-mobilfunk-lte

Wie ist das Netz in meiner Stadt?

Was nützt einem das beste oder das günstigste Netz, wenn es am eigenen Wohnort nicht verfügbar ist? Die Netzabdeckungen sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich, deshalb sollte man sich im Voraus informieren. Da lohnt ein Blick auf die Netztest-Deutschlandkarte von PC Welt (die unten abgebildet ist). Verschiedene Apps wie 4G Mark oder der Computer Bild Netztest können vor Ort die Verfügbarkeit messen.

netzvergleich-mobilfunk-handynetz-karte
Generell lässt sich sagen, dass die Netze im großstädtischen Bereich natürlich besonders gut ausgebaut sind und in ländlichen Gegenden qualitativ nachlassen. Wie das Bild oben verdeutlicht, hat die Telekom auch hier wieder die Nase vorn und verweist Vodafone, aber gerade o2 deutlich in die Schranken. Vor allem der letztgenannte Anbieter weist teilweise starke Lücken in der Netzabdeckung auf. Durch die integration den E-Plus-Netzes stagniert gerade der LTE-Ausbau im Vergleich zum Vorjahr vollständig. Dafür können sich o2-Kunden über eine Verbesserung beim UMTS-Empfang freuen.

Eine gesondert zu betrachtende Disziplin ist der Empfang innerhalb eines Zuges. Während o2 (durch das nationale UMTS-Roaming) vor allem in Berliner U-Bahnen punkten kann – wo die Telekom und Vodafone nur das GSM-Netz mit langsamen (wenn überhaupt stattfindendem) Verbindungsaufbau anbietet – dreht sich die Situation im Rest des Landes um. In Überlandzügen erreicht die Telekom als einziger Provider ein gutes Ergebnis. Vodafone hat sich auf einen befriedigenden Netzempfang verbessert. Bei o2 ist das Ergebnis nur ein ausreichendes. Das äußert sich im häufig scheiternden Verbindungsaufbau, schlechterer Sprachqualität und Verbindungsabbrüchen.


Preis-Leistungs-Verhältnis der Netzanbieter im Check

In Deutschland gibt es mittlerweile mehr Mobilfunkanschlüsse als Einwohner – im Schnitt hat in etwa jeder dritte Deutsche zwei Handyverträge. Seit der Übernahme von E-Plus durch o2 kann sich der Telefonica-Konzern mit 43,5 Mio. Kunden als der größte Provider zählen. Der ehemalige Krösus Telekom kommt auf 41,1 Mio., womit die Bonner nun sogar hinter Vodafone mit 41,9 Mio. Nutzer die wenigsten Kunden mit ihrem Service bedienen. Doch wie kann Telefonica eine so marktbeherrschende Position einnehmen, wenn die Netzqualität doch nachweisbar schlechter ist? Die Antwort auf diese Frage liegt im Preis.

Wir beim Schnäppchenfuchs sind Experten für günstige Handyverträge und weisen tagtäglich auf neue Angebote hin. Dabei fällt auf, dass die o2-Tarife bei gleichen Vertragsbedingungen deutlich günstiger sind als die Angebote von Vodafone und dem teuersten Anbieter Telekom. Die Kosten können hier teilweise nur bei der Hälfte liegen. Viele Subprovider wie Mobilcom-Debitel, Klarmobil, Otelo, Sparhandy und Co. können die Preise durch Auszahlungen oder eine verringerte Bandbreite sogar noch weiter drücken. Interessanterweise ist es aber gerade der günstigste Provider, der mittlerweile dauerhaft LTE bereitstellt, wo bei den anderen beiden Netzanbietern über die Discounter-Provider die Geschwindigkeiten gedrosselt werden. Wie die persönlichen Anforderungen aussehen, ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich – schaut deshalb am besten auf unserer Übersichtsseite nach den besten Angeboten für euch.


Welchen Service bieten die Provider?

Viele Anbieter locken ihre Kunden mit Vorteilen für junge Leute und Studenten oder so genannten Kombinationsvorteilen. Darüber hinaus gibt es mit der Datenautomatik bei 2 Netzanbietern aber auch eine nicht ganz so erfreuliche Entwicklung, die hier erklärt werden soll. Da auch das Telefonieren und Surfen im Ausland immer günstiger und interessanter wird, haben wir die wichtigsten Informationen dazu zusammengetragen.

Vorteile für junge Leute und Studenten

Da junge Leute und Studenten bekanntermaßen ja eh ihren Eltern auf den Taschen liegen, weil sie selbst kein bis kaum ein Einkommen haben, gibt es seitens vieler Anbieter eine kleine Stütze. Entweder wird der Vertrag monatlich um einige Euro reduziert oder man bekommt kostenlose Extras.

  • Telekom – Magenta Mobil Friends: Junge Leute bis zum Alter von 18 bis 25 Jahren bzw. Studenten bis 29 bekommen als Upgrade kostenlos das doppelte Datenvolumen obendrauf. Zu Vertragsbeginn muss das Alter oder das Studium aber nachgewiesen werden, mit dem Ausweis oder der Immatrikulationsbescheinigung, die jedes Jahr eingefordert werden kann. In der Praxis geschieht dies in der Regel jedoch nicht.
  • Vodafone – Junge Leute: Unter jungen Leuten versteht Vodafone Personen bis zum Alter von 27 Jahren. Hier kann man sich den passenden Tarif unter den Young-Tarifen aussuchen. Je nach Wunsch lassen sich die SMS-Flat gegen 500 MB zusätzliche Datenvolumen oder die Telefon-Flat gegen 200 Frei-Minuten und 500 GB zusätzliches Internet tauschen.
  • o2 – Junge Leute: Bei o2 erhalten junge Leute einen Rabatt von 5€ pro Monat. „Jung“ ist man in den Augen von o2 als Unter-26-Jähriger oder als Schüler und Student.

Datenautomatik

Datenautomatik – und wie man sie kündigt

Ein sicherlich ärgerliches und für die Kunden nicht unbedingt durchsichtiges Gebaren hat sich durch E-Plus mit der sogenannten Datenautomatik seit dem Jahr 2014 eingeschlichen, dem mittlerweile auch Vodafone in nahezu allen und o2 in den Blue-Verträgen nachgehen. Ist euer Inklusivvolumen für das Internet aufgebraucht, wird euch bei diesen Anbietern statt einer Drosselung nun automatisch weiteres Datenvolumen hinzugebucht – kostenpflichtig, versteht sich.

Eigentlich wollen die Provider dem Kunden so möglichst lange schnelles Internet anbieten, doch ein fader Beigeschmack ob des hohen Aufpreises bleibt. Die Umsetzung ist definitiv fragwürdig, auch wenn man per SMS vor jedem Upgrade darauf hingewiesen wird. Wer das nicht möchte, sollte rechtzeitig widersprechen bzw. kündigen – wie das geht, erfahrt ihr hier.

  • o2 Blue: In den beliebten 02 Blue Tarifen bucht der Anbieter bei Neuverträgen seit 30.09.2015 automatisch Datenvolumen nach, wenn das inkludierte verbraucht ist. Das geschieht bis zu 3x im Monat, danach wird gedrosselt. In den o2 Blue Basic, Smart und All-in S Verträgen werden jeweils 100MB für 2€ nachgebucht; in den o2 Blue All-in M und L jeweils 250MB für 3€; und in den o2 Blue All-in XL und Premium jeweils 750MB für 5€. Vor dem Upgrade werdet ihr jeweils per SMS informiert. Die dauerhafte Deaktivierung erfolgt über die Kundenhotline: 55222.
  • Vodafone: Hat ein Vodafone-Kunde sein Highspeed-Datenvolumen zu 90% verbraucht, so bekommt er per SMS einen Hinweis auf das demnächst anstehende Upgrade, genannt SpeedGo. Dieses beinhaltet in den teureren Red-Tarifen weitere 250MB für 3€ und wird bis zu 3x im Monat hinzugebucht – in den Smart-Tarifen jeweils 100MB für 2€. Vodafone kommuniziert nach außen hin, dass es keine dauerhafte Kündigung der SpeedGo-Datenautomatik gibt, tatsächlich klappt es bei einem Anruf der netzinternen Kundennummer aber doch: 1212. Man kann den Dienst jedoch auch monatlich ablehnen, mit der Antwort „langsam“ auf die Benachrichtigungs-SMS nach Verbrauch von 90% des Datenvolumens. Mehr Infos zum Thema „Datenautomatik“ findet ihr in unserem Ratgeber.

Ausnahme Drillisch: Datenautomatik als „Fester Bestandteil“

Eine Ausnahme stellt jedoch der Discounter-Provider Drillisch dar. Unter diesem Dach befinden sich zahlreiche namhafte Anbieter, die besonders günstige Tarife anbieten. Der Haken vor allem bei vielen neuabgeschlossenen Tarifen ist jedoch die Datenautomatik, die sich teilweise gar nicht mehr kündigen lässt – dies äußert sich in den Worten „fester Tarifbestandteil“. Achtet bei den folgenden Anbieter auf diese Klausel, andernfalls seid ihr vertraglich an das kostenpflichtige Datenupgrade nach Verbrauch eures Volumens gebunden: DeutschlandSIM, HelloMobil, Maxxim, McSim, Smartmobil, Simply, PremiumSIM, WinSIM und Yourfone. Doch nicht alle Tarife dieser Anbieter besitzen eine zwangsweise Upgrade-Automatik, wenn dem so ist, wird sie zwar trotzdem gebucht, kann aber in der persönlichen Servicewelt gekündigt werden.

roaming


Telefonieren und Surfen im Ausland?

Da das Handy ja mittlerweile auch im Urlaub nicht mehr aus der Hand gelegt werden kann, weil man noch mit Freunden WhatsAppen muss oder weil noch eine wichtige Aufgabe bei der Arbeit zu erledigen ist, sind auch die Preise für das Roaming mittlerweile von Interesse. Vor allem für Geschäftskunden gibt es dort zahlreiche günstige Alternativen, wer aber nur mal die Eltern anrufen möchte oder der Verwandtschaft ein Foto schicken möchte, fährt ohne Reiseoptionen meist etwas günstiger:

 TelekomVodafoneo2
telekomvodafoneo2
Internet

EU: 0,05€ pro MB

USA: 10,04€ pro MB

EU: 0,05 €/MB

USA: 11,94 €/MB

EU: 0,05€ pro MB
Telefon

EU: 0,05€

USA: 1,49€

EU: 0,05€/Min

USA: 1,94 €/Min

EU: 0,05€

USA: 1,59€

SMS

EU: 0,02€

USA: 0,49€

EU: 0,02€/ SMS

sonst: 0,55€

EU: 0,02€

USA: 0,49€

PreislistePreislistePreisliste

Möchte man die Kosten besser im Blick behalten, dann lohnt es sich, vor der Nutzung im Ausland eine Reiseoption zum Vertrag hinzu zu buchen. Die gängigsten Versionen sind hier aufgezählt:

  • Telekom: Day Pass M mit 50MB ab 2,95€ oder WeekPass mit 150MB 14,95€
  • Vodafone: Easy Travel Tag ab 2,99€ mit vollem Datenvolumen oder Easy Travel Woche für 19,99€
  • o2: EU Day Pack mit 25 Minuten Telefon, 25 SMS und 50MB für 1,99€

Weitere Vorteile

Wer als Kunde bei der Telekom einen IP-Festnetzanschluss über MagentaEINS besitzt, kann die Grundgebühr seines Telekom-Mobilfunkvertrags monatlich um 10€ reduzieren lassen. Zusätzlich wird der Vertrag für das Smartphone auf volle LTE-Geschwindigkeit umgestellt. Dem Festnetzanschluss wird darüber hinaus noch eine kostenlose Handyflatrate in alle deutschen Netze spendiert. Bei bestimmten Verträgen ist ebenfalls die kostenlose Nutzung der deutschen Telekom HotSpots inkludiert.

Geht man gerne ins Kino, dann könnten die Aktionen von o2 schmackhaft sein. Registriert man sich als o2 More Kunde, dann ist jeden Donnerstag Kinotag, bei dem euch o2 das zweite Kinoticket in teilnehmenden Vorführungsstätten schenkt.

Die von E-Plus übernommene o2-Marke Base, von der die meisten guten Handyvertragsangebote aus dem genannten Netz stammen, kooperiert mit dem ADAC. Jedes Mitglied des Autoclubs bekommt bei der Bestellung eines Base pur, Base smart, Base all-in oder Base all-in plus Tarifs 10% Rabatt auf die monatliche Mobilfunkrechnung – das betrifft sowohl die Telefonate und SMS im Inland als auch das mobile deutschlandweite Internet. Das gilt allerdings seit November 2015 nur noch für Bestandskunden, für Neukunden entfällt diese Sparmöglichkeit.


Das Ende von E-Plus

Seit dem 1. Oktober 2015 gehört E-Plus zu Telefonica Deutschland und damit zu o2. Seither hat sich auch für E-Plus-Kunden einiges geändert. Eine Verbesserung war der Zusammenschluss der UMTS-Netze beider Unternehmen. Ist nun in einem Netz der Empfang schlecht, wechselt das Mobiltelefon einfach in das andere Netz mit besserer Signalstärke. Der Nutzer bekommt davon nichts mit. Damit konnte das Netz gerade auf dem Land deutlich verbessert werden. Allerdings ging der Wechsel bisher nicht überall spurlos vorbei. Im Rahmen der E-Plus-Übernahme musste o2 LTE-Frequenzen abgegeben. Diese betreffen vor allem den 1.800 MHz-Bereich. o2 hat daher zum 01.06.2016 das LTE-Netz von E-Plus abgeschaltet. Nicht überall kann die fehlende Abdeckung durch o2-Masten abgedeckt werden.

Seit der Übernahme ist o2 dabei, E-Plus-Kunden in die eigene Markenstruktur zu übernehmen. Zum größten Teil wurden E-Plus-Kunden durch Vertragsverlängerungen zu o2 migriert. Andere Kunden wurden auch ohne Vertragswechsel zu o2 übernommen. Weiter hat die Übernahme für Kunden der E–Plus-Marken Yourfone und Simyo Folgen. Yourfone wurde an Drillisch abgegeben. Die Marke Simyo wird eingestellt. Die Kunden wechseln zur ehemaligen E-Plus-Marke Blau, die von o2 weitergeführt wird.

Interessanterweise sind nach wie vor E-Plus-Neuverträge erhältlich. Gerade bei Mobilcom-Debitel und Händlern, die Mobilcom-Tarife anbieten, z.B. Media Markt, gibt es neue E-Plus-Verträge. Das ist für unerfahrene Kunden durchaus verwirrend. Teilweise wird auch die Schaltung im E-Plus-Netz genannt. Der Grund sind alte Verträge zwischen Anbieter und Netzbetreiber. So hat Mobilcom-Debitel Kontingente bei E-Plus gekauft. Diese gibt es immer noch und werden auch weiterhin angeboten. Vor allem betrifft das ältere Vertragsangebote mit kleinen Leistungspaketen. Mit mangelnder Nachfrage werden diese Tarife nach und nach aus dem Handel verschwinden. Dann wird die Marke E-Plus endgültig verschwunden sein. Natürlich funken diese Tarife nicht im E-Plus-Netz. Hier steht das nun zusammengeschlossene o2-Netz zur Verfügung. Auch die Netzkennung wird die von o2 sein. E-Plus-Basisstationen tragen mittlerweile fast durchgängig die geänderte Kennung.


Exkurs: Welche Vorwahlen haben die deutschen Handynetze?

Immer wieder stellt sich bei Vertragsangeboten die Frage, welches Netz hinter den Providern steht. Bei Subprovidern wie klarmobil oder von Drillisch ist dies teilweise nicht eindeutig, da z. B. nur mit „Top D-Netz“ oder „Bester D-Netz Qualität“ geworben wird. Der Hintergrund ist, dass sich Premium-Anbieter wie die Telekom die hohen Preise für Allnet-Flats und LTE-Datenvolumen nicht von den Discountern kaputt machen lassen wollen. Der einfachste und sicherste Weg herauszufinden, in welchem Netz man nun surft und telefoniert, führt über die Vorwahlen. Häufig wird im Bestellprozess bereits eine Nummernwahl ermöglicht, anhand der Vorwahlen erkennt man dann die Netzzugehörigkeit.

ProviderVorwahlenAbfrage der Netzzugehörigkeit
telekom
  • 0151x
  • 0160
  • 0170
  • 0171
  • 0175
Anruf an: 4387
vodafone
  • 0152x
  • 0162
  • 0172
  • 0173
  • 0174
Anruf an: 12313
o2
  • 0157x
  • 0163
  • 0176
  • 0177
  • 0178
SMS mit Inhalt „NETZ Rufnummer“ an: 4636

Exkurs: Handyrechnungen auf Papier dürfen nichts kosten

Wer einen Handyvertrag abgeschlossen hat, der nicht ausschließlich online bestellbar ist, der muss übrigens für die Rechnung auf Papier keine Gebühren zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf 2015 entschieden. Falls einer der folgenden Anbieter dies von euch verlangt oder verlangt hat, dann könnt ihr die Gebühren (auch rückwirkend bis 2012) zurückfordern. Musterbriefe findet ihr dazu bei der Verbraucherzentrale.

  • o2 und ehemals Alice – 1,50€ bzw. 2,50€ pro Post
  • Drillisch Telecom – 1,50€ pro Post
  • Eteleon/B2C – 2,55€ pro Post
  • Simyo – 5,11€ pro Post
  • Vodafone D2 – 1,50€ pro Post

Service Hotlines und Kündigungsadressen

Bei unseren Handyvertragsangeboten weisen wir immer darauf hin, dass Verträge in der Regel eine Laufzeit von 24 Monaten haben. Man sollte auf eine rechtzeitige Kündigung bis spätestens 3 Monate vor Ende der Laufzeit achten, da sich der Vertrag sonst um weitere 12 Monate verlängert. In vielen Fällen entfallen dann aber Gutschriften, die den Monatspreis bislang reduziert haben. Der Schnäppchentarif wird dann schnell teuer. Innerhalb von 2 Jahren tut sich auf dem Tarif-Markt außerdem äußerst viel und so kann man flexibel ein anderes Angebot wahrnehmen – man denke nur daran, dass LTE vor wenigen Jahren noch fast wie ein Zauberwort klang und heute schon bei den günstigsten Tarifen angeboten wird. Außerdem bekommt man so manchmal Zugang zu exklusiven Verlängerungsangeboten. Die Kündigung zurückziehen kann man immer noch.

Wurde lange Zeit in vielen Fälle nur die Kündigung per Brief akzeptiert, hat der Gesetzgeber nun im Sinne der Verbraucher nachgebessert. Seit dem 1. Oktober ist die Kündigung per E-Mail möglich. Bei fehlender E-Mail-Adresse könnt ihr auch eine Nachricht über das Kontaktformular versenden. Gültig ist diese Regelung allerdings nur für Verträge die nach dem 1. Oktober 2016 geschlossen wurden. Alle Infos hierzu findet ihr in unserem Ratgeber

NetzanbieterServiceKündigung
Telekom
  • per Post an: Telekom Deutschland GmbH, Landgrabenweg 151, 53227 Bonn
  • online über das Kontaktformular
Vodafone
o2 & E-Plus
  • per Post an: Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, Kundenbetreuung, 90345 Nürnberg
  • online über das Kontaktformular

Fazit: Das beste Netz besitzt die Telekom

Unterm Strich konnten sich fast alle Anbieter im letzten Jahr etwas verbessern und folgen damit dem Trend der vorausgehenden Jahre. Die Telekom hat dabei noch immer in den meisten Fällen die Nase vorn, kann aber punktuell schon von den Mitwettbewerbern in die Bredouille gebracht werden.

An zweiter Stelle folgt das Düsseldorfer Unternehmen Vodafone, das beim LTE-Ausbau hervorstechen und das schnelle mobile Internet in den meisten Regionen Deutschlands anbieten kann. Allerdings zeigt man in Norddeutschland Schwächen – wenn diese Probleme behoben sind, dann kann Vodafone die Telekom vom 1. Platz verdrängen.

Weiterhin spannend bleibt die Entwicklung beim Netzanbieter o2. Die Münchener sind seit der Fusion mit E-Plus der größte deutsche Anbieter und mithilfe des UMTS-Roamings bei schlechtem Empfang hat sich auch die Netzqualität verbessert. Dennoch bleiben die Schwächen sowohl bei Telefonaten als auch beim mobilen Internet offensichtlich. Dazu fällt die Netzabdeckung gerade im Ländlichen deutlich ab und hat mit richtigen Funklöchern zu kämpfen. Man darf gespannt sein, wie im nächsten Jahr die technische Integration von LTE über die Bühne geht. Preislich führt schon heute kein Weg mehr am günstigsten Anbietern vorbei.


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