Media Markt "Miet mich!" vs. Otto Now - Technik-Mietservices im Vergleich

Carsharing, Foodsharing, Timesharing – die Teilkultur hat längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Auch bei Elektronikartikeln und Haushaltswaren heißt es inzwischen immer öfter: Mieten statt kaufen. Besonders zwei Anbieter haben sich in diesem Segment einen Namen gemacht. Otto Now und Media Markt „Miet mich!“ sind seit Ende 2016 und Anfang 2017 mit Mietkonzepten am Markt. Wir haben uns die beiden Technik-Mietservices näher angeschaut und den großen Vergleich gemacht: Wer hat die größere Auswahl? Wo findet man die besseren Preise? Wo sind die Mietbedingungen besonders flexibel? Wir verraten es euch!


| Miete vs. Kauf ⇓ | Media Markt „Miet mich!“ ⇓ | Otto Now ⇓ | Vergleich ⇓ | Fazit ⇓ | Mehr ⇓ |


Mieten liegt im Trend: Warum einen Beamer kaufen, wenn man ihn sowieso nur für die Final-Party mit Freunden braucht? Warum in eine teure Kamera investieren, die man nach der Weltreise nicht mehr benötigt? Und warum einen Kühlschrank kaufen, wenn man in wenigen Monaten wieder umzieht? Es sind viele Szenarien denkbar, in denen es sinnvoll ist, ein Produkt erst einmal zu mieten, statt es direkt zu kaufen. Handwerker kennen das Prinzip bereits, Obi Mietgeräte und Angebote anderer Baumärkte sind längst etabliert. Mieten statt kaufen wird nun auch bei Elektronikartikeln immer beliebter.

Im Endeffekt ist es zwar meist günstiger, einen Artikel zu kaufen, dennoch gibt viele Situationen, in denen Miete eine praktische Alternative ist. Die Vor- und Nachteile der Miete von Elektronikartikeln könnt ihr euch im Detail in unseren Ratgebern zum Start von Otto Now und Media Markt „Miet mich!“ anschauen. In diesem Artikel wollen wir uns dem direkten Vergleich der beiden Anbieter widmen. Wer sich also schon entschieden hat, dass die Produktmiete die richtige Variante für ihn ist, ist hier goldrichtig. Hier seht ihr im Detail, welche Konditionen bei Otto Now und Media Markt „Miet mich!“ gelten, welche Produkte zur Auswahl stehen und wie viel euch der Spaß kostet.

Gesamtwertungrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Auswahlrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Preiserate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Mietbedingungenrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Shop-Systemrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0foxrate0fox
Pro+ übersichtlicher Shop
+ bessere Auswahl für Sport und Haushalt
+ günstigere Mietpreise
+ Kauf möglich
+ 1 Monat Mindestmietdauer
+ Neuware wird vermietet
+ zu 50% versichert
Contra– kein Kauf möglich
– geringere Produktauswahl innerhalb der Kategorien
– 3 Monate Mindestmietdauer
– keine Versicherung
– unübersichtliches Shop-System
– trotz großer Produktauswahl fehlen einige Kategorien
– hohe Preise
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Miete vs. Kauf: Für wen lohnt sich das Mieten von Elektronikartikeln?

Mieten statt kaufen lohnt sich nicht für jede Kundengruppe. Wer sein Produkt über einen längeren Zeitraum hin behalten möchte, zahlt beim Mieten natürlich drauf. Wer hingegen eine ausgiebigen Testzeitraum wünscht oder neue Elektronikartikel ohnehin nur nutzt, bis das nächste Gadget angeschafft wird, kann im Vergleich zum Kauf sparen. Für wen also lohnt sich das Mieten von Elektronikartikeln im Detail?

Ein zentrales Stichwort sind hier die sogenannten Early Adopter. Wer immer die neuste Technik zur Verfügung haben, sie aber nur kurzfristig nutzen möchte, findet in der Produktmiete ein tolles Konzept. Auch Skeptiker können davon profitieren, einen Artikel zunächst zu mieten, statt gleich eine hohe Summe in den Kauf zu investieren. So kann man ein Produkt in aller Ruhe testen und abwägen, ob ein Kauf die richtige Entscheidung wäre. Zudem eignet sich das Mieten von Elektronikartikeln, wenn man schon weiß, dass die Nutzung von begrenzter Dauer sein wird. Eine neue Konsole für die Semesterferien, eine Spiegelreflexkamera für den Sommerurlaub oder ein Beamer für die WM können einfach zur passenden Zeit angemietet werden und stehen das restliche Jahr über nicht nutzlos in der Ecke. Eine Alternative kann die Produktmiete auch für WGs sein. Wenn in der Wohnung noch eine Waschmaschine fehlt, kann man sich die monatlichen Raten teilen und das Gerät bei Auflösung wieder zurückgeben.

Die Vor- und Nachteile der Produktmiete könnt ihr euch hier noch einmal auf einen Blick anschauen:

  • flexible Mietdauer möglich
  • Produkte können ausgiebig getestet werden
  • ideal für Early Adopter
  • flexibler Einsatz der Mietgeräte (Kameras, Smartphones und Co. dürfen z.B. mit in den Urlaub)
  • bei kurzer Mietdauer günstiger als Direktkauf
  • vorsichtiger Umgang mit den Produkten nötig
  • bei längerer Mietdauer teuerer als Direktkauf

Kurzvorstellung: Media Markt „Miet mich!“

Seit Anfang des Jahres bietet Media Markt das „Miet mich!“-Programm an. Etwa 500 Artikel aus verschiedenen Bereichen rund um Elektronik, Gadgets, Smartphones und Co. stehen den Kunden dabei mit Mietoption zur Verfügung. Media Markt vermietet ausschließlich neue Produkte mit einer flexiblen, monatlich kündbaren Mietzeit. Um den Service zu realisieren, kooperiert der Elektronikriese mit dem Berliner FinTech Startup Grover. Über Grover wird der Mietvertrag abgeschlossen und auch die Rücksendung wird mit dem Partnerunternehmen abgewickelt. Eine Kaution für die gemieteten Produkte wird nicht von euch verlangt.

Wenn ihr euren Vertrag kündigt, könnt ihr das jeweilige Gerät kostenlos an Grover zurücksenden, größere Artikel werden gratis vom Versandpartner DHL abgeholt. Im Schadensfall ist das gemietete Produkt zu 50% versichert, den Rest müsst ihr aus eigener Tasche zahlen. Dies gilt aber nicht für normale Gebrauchsspuren, die bei sachgemäßer Verwendung aufkommen können. Kleinere Kratzer verursachen also keine Extrakosten. Bei Media Markt „Miet mich!“ ist es außerdem möglich, das Produkt zu kaufen, wenn ihr es dauerhaft behalten wollt. Nähere Informationen zu Media Markt „Miet mich!“ findet ihr im Detail in diesem Artikel.

Kurzvorstellung Otto Now

Otto Now ist bereits seit Ende 2016 am Markt und damit Vorreiter der Produkt-Vermietung. Auch hier könnt ihr Technik mieten statt kaufen. Die Auswahl ist geringer als bei Media Markt, hier stehen euch knapp unter 100 Artikel zur Verfügung, dafür werden noch andere Kategorien abgedeckt. So bekommt ihr zum Beispiel auch E-Bikes, die man bei Media Markt vergeblich sucht. Otto Now vermietet keine Neuware, aber neuwertige und geprüfte Artikel, eine Kaution wird ebenfalls nicht verlangt. Die Mindestmietdauer liegt bei 3 Monaten und anders als bei Media Markt „Miet mich!“ ist ein anschließender Kauf nicht möglich.

Die Rücksendung erfolgt direkt an Otto Now, da es keinen Kooperationspartner gibt. Dies ist kostenlos und läuft über den Service von Hermes. Bei sachgemäßier Benutzung sind kleine Gebrauchsspuren auch hier kein Problem. Allerdings gibt es keine Versicherung, weshalb ihr besonders sorgsam mit euren Mietgeräten umgehen solltet. Alle Vor- und Nachteile sowie weitere Details zu Otto Now könnt ihr in diesem Ratgeber zum Start des Mietkozepts nachlesen.


Technik-Mietservices im Vergleich

Nun schauen wir uns die Technik-Mietservices Otto Now und Media Markt „Miet mich“ im direkten Vergleich an. Dazu werfen wir einen Blick auf das Sortiment, die Preise, die Mietbedingungen und das Shop-System. Wenn ihr euch für einen dieser Punkte besonders interessiert, könnt ihr direkt in der Navigation zum jeweiligen Punkt springen.


| Sortiment ⇓ | Preise ⇓ | Mietbedingungen ⇓ | Shop-System ⇓ |


Produktauswahl bei Otto Now und Media Markt „Miet mich!“

Geht es um die reine Produktmenge, hat Media Markt eindeutig die Nase vorn. Nach eigenen Angaben stehen etwa 500 Artikel zur Miete zur Verfügung. Diese sind in folgende Kategorien aufgeteilt:

  • Kamera & Action
  • Gadget & Wearables
  • Notebooks & Tablets
  • VR & Gaming
  • TV & Sound
  • Smartphones

Neben diesen Hauptkategorien, die auf der „Miet mich!“-Landingpage angezeigt werden, lassen sich vereinzelt aber noch andere Mietartikel finden, die nicht auf der Übersichtsseite vertreten sind. Beispielsweise fehlt der Bereich „Haushalt“, obwohl sich über die Suche durchaus Geräte wie Staubsaugerroboter, Luftreiniger und Co. finden. Media Markt kann vor allem mit neuen Produkten glänzen. Smartphones, Konsolen etc. sind immer auf dem aktuellen Stand und die jeweils neuesten Modelle stehen zur Verfügung. Auch begehrte Apple-Artikel können bei Media Markt angemietet werden. Die Auswahl ist also groß, aber leider sehr unübersichtlich. Im Absatz zum Shop-System findet ihr mehr dazu.

Otto Now hat knapp über 100 Produkte im Angebot, dafür werden aber andere Bereiche als bei Media Markt abgedeckt. Die verfügbaren Geräte werden bei Otto Now in drei Hauptkategorien gegliedert:

  • Technik
  • Haushalt
  • Sport

Obwohl die Auswahl bei Otto Now bedeutend geringer ist, lassen sich hier jedoch einige Geräte finden, mit denen Media Markt nicht dienen kann. Besonders der Bereich Haushalt und Sport kann hier punken. So könnt ihr bei Otto Now auch E-Bikes, Waschmaschinen, Laufbänder oder Kaffeevollautomaten mieten. Zwar ist die Auswahl pro Kategorie geringer, dennoch werden einige Bereiche abgedeckt. Auffällig ist aber, dass eher ältere Modelle vermietet werden. Während es bei Media Markt auch das Samsung Galaxy S8 zur Miete gibt, bietet Otto Now lediglich den Vorgänger S7 an. Zudem sind keine Apple-Produkte verfügbar, gerade diese dürften aufgrund der hohen Preise aber interessant für die Mietkunden sein.

Für 10 beliebte Produktgruppen, die gern gemietet werden, haben wir sowohl bei Otto Now als auch bei Media Markt „Miet mich“ geprüft, wie es um die Auswahl bestellt ist. Die Ergebnisse (Stand: September 2017) seht ihr hier in der Tabelle. Sowohl bei Media Markt „Miet mich“ als auch bei Otto Now ist das Sortiment allerdings ständig im Wandel. Täglich ändern sich Auswahl und Verfügbarkeit, sodass die Zahlen in der Tabelle nur als aktueller Richtwert dienen können.

Smartphones1047
Drohnen62
Kameras330
Fernseher66
Beamer23
Notebooks427
Kaffeevollautomaten3
Waschmaschinen4
Tablets428
Fitnesstracker34

Preise bei Otto Now und Media Markt „Miet mich!“

Besonders interessant ist beim Technik-Verleih natürlich der Preis. Bei Media Markt „Miet mich!“ bleibt dieser über die gesamte Mietdauer unverändert. Bei Otto Now hingegen variiert die monatliche Gebühr je nach Länge der Mietdauer. Wer ein Gerät für 24 Monate nutzen will, zahlt einge geringere Miete als Nutzer, die sich nur für 3 Monate an den Nutzungsvertrag binden. Wir haben uns in beiden Shops umgeschaut und ein paar vergleichbare Mietangebote im Preis-Check gegenübergestellt. Die Preisspanne bei Otto Now beschreibt jeweils die günstigste Rate (bei längerer Mietdauer) und die höchse Rate (bei der kürzesten Mietdauer).

Besonders bei Media Markt ändert sich die Verfügbarkeit der Produkte ständig. Wundert euch also nicht, wenn ihr beim Klick auf das Produkt keine Miet-Option angezeigt bekommt. Das kann sich innerhalb weniger Stunden ändern, schaut in diesem Fall einfach später noch einmal in den Online-Shop.

 Sonos Play: 19,99€ – 19,99€24,90€
Microsoft Xbox One S 1TB Konsole12,99€ – 26,99€34,90€
 Samsung Galaxy S7 edge 32GB 26,99€ – 46,99€ 59,90€
Samsung Galaxy Tab S2 9.718,99€ – 32,99€44,90€
 Canon EOS 80D 53,99€ – 89,99€124,90€
Oculus Rift VR 29,99€ – 49,99€ 69,90€
Samsung UE55KU6079 LED TV32,99€ – 59,99€69,90€

Beim Blick auf die Tabelle fällt sofort auf: Media Markt „Miet mich!“ kann Otto Now bei keinem einzigen Vergleisprodukt das Wasser reichen. Bei allen Stichproben hat Otto Now die Nase vorn. Selbst, wenn man sich dort für die kürzeste und damit teuerste Mietdauer von 3 Monaten entscheidet. Allerdings sollte man hier noch einige kritische Punkte anmerken.

Bei Otto Now ist es nicht möglich, Produkte für einen kürzeren Zeitraum als 3 Monate zu mieten. Außerdem bekommt ihr keine Neuware geliefert, sondern neuwertige Produkte, die bereits in Gebrauch waren. Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Bei Otto Now sind die Leihgeräte nicht versichert, sämtliche Schäden gehen auf eure Kosten. Bei Media Markt „Miet mich!“ müsst ihr hingegen (teils deutlich!) tiefer in die Tasche greifen, bekommt dafür aber Neuware, die außerdem zu 50% im Schadensfall versichert ist. Außerdem seid ihr hier flexibler, was die Mietdauer angeht. Je nachdem, welche Punkte euch besonders wichtig sind, kann Media Markt „Miet mich!“ trotz der höheren Preise die bessere Alternative sein.


Mietbedingungen bei Otto Now und Media Markt „Miet mich!“

Nachdem die unterschiedlichen Mietbedingungen bei Otto Now und Media Markt „Miet mich!“ nun schon ein paar Mal angesprochen wurden, wollen wir uns die Unterschiede nun im Detail ansehen. Besonders relevant dürfte dabei die Mindestmietdauer sein. Während ihr bei Media Markt „Miet mich!“ flexibel monatlich aus dem Mietvertrag aussteigen könnt, müsst ihr ein Produkt von Otto Now mindestens 3 Monate lang bezahlen. Hier solltet ihr vor der Nutzung also ganz genau überlegen, wie lang ihr ein Gerät wirklich braucht.

Zusätzlich gibt es im Kleingedruckten beim Elektronikverleih aber ein paar weitere zentrale Punkte, über die ihr euch im Klaren sein solltet, bevor ihr den Mietvertrag abschließt. Die wichtigsten Kernfaktoren bei Otto Now und Media Markt „Miet mich!“ haben wir in dieser Tabelle zusammengefasst:

Mindestmietdauer3 Monate1 Monat
Kaution
VertragspartnerOtto NowGrover
Produktzustandso gut wie neuNeuware
Produktkauf möglich?
Mitnahme ins Ausland erlaubt?
Versicherung im Schadenfall?50% der Reparaturkosten (gilt nicht bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit)

gilt nicht für Verlust oder Diebstahl

ZahlungsartenKreditkarte, PayPalKreditkarte, PayPal
Versand und Rückgabekostenlos via Hermeskostenlos via DHL

Shop-System bei Otto Now und Media Markt „Miet mich!“

Neben Auswahl, Preis und Mietbedingungen unterscheiden sich auch die Shop-Systeme von Otto Now und Media Markt „Miet mich!“. Im direkten Vergleich kann hier Otto Now überzeugen, wohingegen bei Media Markt „Miet mich!“ noch Nachholbedarf besteht.

Bei Otto Now ist der Shop sehr übersichtlich aufgebaut. Ihr könnt in den drei Kategorien Technik, Haushalt und Sport stöbern, zusätzlich gibt es eine Extra-Rubrik für die aktuellen Miet-Highlights. Die jeweiligen Bereiche sind zudem in Produktgruppen eingeteilt, sodass ihr direkt seht, welche Produkte zur Verfügung stehen. Zudem könnt ihr über die Suche schauen, ob euer gewünschter Artikel angeboten wird. Positiv ist hier vor allem anzumerken, dass Otto Now nicht in den Online-Shop von Otto integriert ist, sondern über eine eigene Website betrieben wird. So könnt ihr euch sicher sein, dass alle angezeigten Produkte auch wirklich zur Miete und nicht zum Kauf angeboten werden. Zudem wird euch der Mietpreis für die Produkte direkt auf der Übersichtsseite angezeigt, sodass ihr nicht erst auf den Artikel klicken müsst, um die Gebühren einzusehen. Der Bestellprozess ist ebenfalls simpel: Konto erstellen, Produkt und Mietzeitraum auswählen, fertig. Für alle offenen Fragen gibt es eine sehr ausführliche FAQ-Sektion, zudem wird in einem Video anschaulich erklärt, wie das Prinzip von Otto Now abläuft. Leider gibt es hier aber keine Kundenrezensionen, sodass sich Interessenten selbst auf die Suche nach Produkteinschätzungen begeben müssen.

Media Markt „Miet mich!“ könnte sich in vielen Punkten eine Scheibe von Otto Now abschneiden. Einer der größten Fallstricke ist die Einbindung des Mietservices in den regulären Online-Shop von Media Markt. Zwar gibt es eine direkte Landingpage für Media Markt „Miet mich!“, allerdings ist diese noch nicht ganz ausgereift. Zu sehen sind dort Artikel aus 6 Kategorien. Gibt man allerdings in der Suchmaske „Miet-mich-Produkte“ ein, werden noch mehr Ergebnisse angezeigt, die über die Landingpage nicht zu finden sind. Viele der insgesamt 500 Produkte findet man also eher zufällig beim Stöbern, kann aber nicht übersichtlich schauen, welche Artikel gemietet werden können. Außerdem landet man leicht im regulären Online-Shop, in dem man das „Miet mich!“-Symbol vergeblich sucht. Nutzerfreundlich ist diese Aufmachung bisher nicht. Ein weiteres Manko ist die Transparenz in den Angeboten. Wie hoch die monatliche Mietgebühr ist, sieht man erst, wenn man auf der Produktseite des einzelnen Artikels ist. Beim Preisvergleich kostet das Zeit und Nerven. Außerdem fehlt bei einigen Produkten der Miet-Button, wenn sie aktuell nicht verfügbar sind. Der Haken: Ohne diesen Button wird auch kein Preis angezeigt und man kann sich nicht informieren, was man denn zahlen müsste, wenn der Artikel verfügbar wäre.

Punkten kann Media Markt „Miet mich!“ aber ausführlichen Produktinformationen, Bildern und Kundenrezensionen. Der Bestellprozess ist ebenfalls simpel und selbsterklärend. Nachdem man bei Grover registriert ist, kann man das entsprechende Produkt auswählen und anmieten.


Fazit: Otto Now vs. Media Markt „Miet mich!“

Aus dem Vergleich von Otto Now und Media Markt „Miet mich!“ ergibt sich ein Gleichstand. Das gibt es in unseren Ratgebern wirklich nicht oft, aber die Vor- und Nachteile der beiden Mietservices gleichen sich so aus, dass am Ende kein Sieger gekürt werden kann. Dafür können wir aber einige Empfehlungen aussprechen, welche Anbieter sich für welche Zwecke und Zielgruppen eignet.

Otto Now hat eine kleinere Produktpalette als Media Markt „Miet mich!“, deckt aber dennoch viele Kategorien ab. Ein klares Plus für Otto Now ist die Preisstruktur. Die Mieten sind durchweg günstiger als bei Media Markt „Miet mich!“, dafür werden aber auch nur Artikel in sehr gutem Zustand in keine Neuware vermietet. Das Shop-System ist sehr übersichtlich und nutzerfreundlich, allerdings sind die Mietbedingungen sehr unflexibel. Media Markt „Miet mich!“ kann mit einem umfangreichen Sortiment punkten, allerdings kostet es teilweise Mühe, die Artikel in dem undurchsichtigen Shop-System überhaupt zu finden. Auch preislich sieht es wenig rosig aus, dafür sind aber die Mietbedingungen sehr flexibel und kundenorientiert.

Otto Now lohnt sich für…

  • Kunden, die nicht zwingend auf Neuware bestehen
  • Kunden, die mindestens 3 Monate oder länger mieten wollen
  • Kunden, die Artikel aus den Bereichen Sport und Haushalt suchen
  • Kunden, die weniger Mietgebühren zahlen wollen

Media Markt „Miet mich!“ lohnt sich für…

  • Kunden, denen Neuware wichtig ist
  • Kunden, die nur für kurze Zeit mieten und dabei flexibel bleiben wollen
  • Kunden, die im Technik-Bereich eine breite Auswahl wollen
  • Kunden, die Wert auf eine Kaufoption legen
  • Kunden, die sich Versicherungsschutz wünschen
  • Kunden, die immer das neueste Modell mieten möchten

Wie ihr seht, hängt die Wahl des besseren Technik-Mietservices maßgeblich von eurer persönlichen Situation und der geplanten Nutzung ab, sodass es keinen pauschalen Gewinner gibt. Um dies zu verdeutlichen, gibt es zum Abschluss noch mal ein kleines Beispiel:

Wer eine Top-Kamera für seinen großen Sommerurlaub sucht, kann die Canon EOS 80D bei Media Markt „Miet mich!“ einen Monat lang für rund 125€ nutzen. Bei Otto Now liegt der Mietpreis zwar nur bei 90€, ist aber für 3 Monate bindend, sodass ihr hier bei 270€ landet, selbst wenn ihr die Kamera nur 3 Wochen nutzt und sie die restliche Zeit im Schrank liegt. Die Mietdauer hat also erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten und sollte daher genau bedacht werden. Lasst euch weder von vermeintlich günstigen Preisen bei Otto Now anlocken, noch von vermeintlich hohen Kosten bei Media Markt „Miet mich!“ abschrecken. Eure individuelle Situation entscheidet darüber, welche Variante sinnvoll ist.


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